Dem kann ich nur widersprechen. Bei nüchterner Betrachtung wäre nichts so schlimm gewesen wie ein "weiter so". Schaaf hat hier im Verein mehr Chancen bekommen, als in jedem anderen Erstliga-Club (sonst hätte man sich schon vor 2 Jahren von ihm getrennt). Man hat hier mehr als Geduld bewiesen und ihm die Chance gelassen, den Klassenerhalt perfekt zu machen. Wenn die GF ihn dann nach einem neuen Konzept für die kommende Saison fragt, und dieses nach einem "Weiter so" klingt, dann MUSS sie so handeln wie sie gehandelt hat. Da sind Thomas Schaaf durch die 14 Jahre Garantietätigkeit auch ein wenig die Sinne für die Realität vernebelt worden. Und die Entscheidung jetzt sofort die Brocken hinzuschmeißen lag nur bei ihm, man hat ihm seitens der GF genug Raum für eine Gesichtswahrung gelassen.
Sicherlich ist ein Wechsel nach so vielen Jahren immer ein Risiko, wie man an 1995 ja gesehen hat. Mit dem Unterschied, dass Otto uns damals mit einem zweiten Platz verlassen hat (im Vorjahr Pokalsieg und zwei Jahre davor Deutsche Meisterschaft) und Schaaf zusammen mit Allofs hier drei Jahre Abstiegskampf hinterlässt, mit zwei desaströsen Rückrunden und einem unterdurschnittlichen Kader.
Ich kann das "Geheule" derjenigen nicht verstehen, die blind und in Nibelungentreue an Schaaf festhalten wollten, mit ihm auch in die 2. Liga gegangen wären, weil er ja früher soviel Erfolge aufzuweisen hatte. Drei Jahre Erfolglosig- und Konzeptlosigkeit sind einfach mehr als man ertragen kann. Diese Fehler haben den Verein auf lange Zeit zurückgeworfen und sein Nachfolger hat es mit diesem Kader und der finanziellen Situation wahrhaft nicht leicht.