Thomas Eichin (Bayer Leverkusen, Leiter Nachwuchs- & Frauenfußball)

Bevor die Diskussion hier nun in eine Richtung geht, die fernab von dem liegt, was ich aussagen wollte, beende ich das von meiner Seite.

Meine Kernaussage war, dass mir die beschönigten Aussagen einfach auf den Keks gehen. Es wirkt befremdlich für mich, wenn jede Woche, sei es TE oder TS oder sont wer, sagt, er hat ein gutes Spiel gesehen, wir waren bemüht und wir haben und wir wollten ja und tralala.

Letztlich spielen wir schlechten Fußball und fahren keine Punkte ein. Daher kann nicht alles positiv sein. Das man das ausführlich besser intern bespricht, ist keine Frage. Trotzdem wirken diese Aussagen angesichts unserer Situation befremdlich.
 
Es kann zu einer Leistungssteigerung führen bzw. auch nicht, grob zusammengefasst. Es kommt auf die Aufgabe und die Person an.

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/5034/pdf/MaurerHeiko-2007-09-04.pdf
ab Seite 37

Diese Arbeit befasst sich aber mitnichten mit dem Umstand, der hier diskutiert wird. In der Arbeit wird nicht analysiert wie sich STEIGENDER ÖFFENTLICHER DRUCK auswirkt. Lediglich die Tatsache, dass öffentlicher Druck vorherrscht und wie unterschiedliche Probanden darauf reagieren.

Ich werde mir mal das Fazit ansehen, um nicht die gesamte Diss. verstehen zu müssen.

Im ersten Moment würde ich vermuten, dass sie aber dazu taugen könnte, die Probleme von Elia zu erklären. ;)
 
Es kann zu einer Leistungssteigerung führen bzw. auch nicht, grob zusammengefasst. Es kommt auf die Aufgabe und die Person an.

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2007/5034/pdf/MaurerHeiko-2007-09-04.pdf
ab Seite 37

Eigentlich kommt der Doktorand zu dem Schluss, dass es in einem Falle wie bei Werder (durch die hohe Verunsicherung besteht ja erhöhte Selbstaufmerksamkeit und durch die Selbstaufmerksamkeit eben die erhöhte Verunsicherung, quasi ein sich aufschaukelnder Prozess) genau das falsche ist, diese noch weiter zu verstärken, also auf Schwächen hinzuweisen geschweige denn sie auch noch öffentlich zu thematisieren und dadurch weiteren Druck zu erzeugen. Nix neues, auch dass ist lediglich der wissenschaftlichere Nachweis von alltagspsychologischen Kenntnissen, für die niemand einen Abschluss in Soziologie, Pädagogik oder gar Psychologie brauchen sollte.
 
Diese Arbeit befasst sich aber mitnichten mit dem Umstand, der hier diskutiert wird. In der Arbeit wird nicht analysiert wie sich STEIGENDER ÖFFENTLICHER DRUCK auswirkt. Lediglich die Tatsache, dass öffentlicher Druck vorherrscht und wie unterschiedliche Probanden darauf reagieren.

Ich werde mir mal das Fazit ansehen, um nicht die gesamte Diss. verstehen zu müssen.

Es war nicht von einem steigendem Druck die Rede.

Nur mal ein Bsp. Honeß hat öffentlich sehr deutlich nach den Spielen gegen Düsseldorf und Arsenal den mahnenden Finger gehoben.

Dies führte nicht zu einem Leistungseinbruch bei den Bayern.
 
@Klunz:

Die Situation vom Marktführer, der seinen Leistungsträgern 10 Mio per Anno plus Boni zahlt ist mitnichten auf Werder mit Ausbildungskader vergleichbar, denn übertragbar, aber wenn Du meinst man könnte mit dem Personal bei Werder ähnlich umgehen, dann brechen wir an dieser Stelle die Unterhaltung besser ab. ;)

Danke aber für die Studie, die finde ich interessant aufschlussreich und lesenswert.
 
Es war nicht von einem steigendem Druck die Rede.

Nur mal ein Bsp. Honeß hat öffentlich sehr deutlich nach den Spielen gegen Düsseldorf und Arsenal den mahnenden Finger gehoben.

Dies führte nicht zu einem Leistungseinbruch bei den Bayern.

Diese waren auch nicht verunsichert, sondern maximalst auf einem Weg gewesen, der in eine Verunsicherung hätte führen können. Und, auch schon tausend mal thematisiert, Schweinsteiger ist nicht so gut, weil er doppelt so lange den Ball hochhalten kann als es Bargfrede kann, oder weil er den strammeren Schuss hat. Sondern weil er konzentrierter, aufmerksamer, handlungsschneller ist und, was die Leistung auf dem Platz angeht, reifer ist.
 
Eigentlich kommt der Doktorand zu dem Schluss, dass es in einem Falle wie bei Werder (durch die hohe Verunsicherung besteht ja erhöhte Selbstaufmerksamkeit und durch die Selbstaufmerksamkeit eben die erhöhte Verunsicherung, quasi ein sich aufschaukelnder Prozess) genau das falsche ist, diese noch weiter zu verstärken, also auf Schwächen hinzuweisen geschweige denn sie auch noch öffentlich zu thematisieren und dadurch weiteren Druck zu erzeugen. Nix neues, auch dass ist lediglich der wissenschaftlichere Nachweis von alltagspsychologischen Kenntnissen, für die niemand einen Abschluss in Soziologie, Pädagogik oder gar Psychologie brauchen sollte.

So einfach wie Du und auch ich es zusammengefasst haben, ist es nicht, sonst müsste man ja nicht darüber eine Dr.arbeit schreiben. Und wie im Bsp. mit den Bayern, auch genau das Gegenteil mgl. ist.

Es geht mMn auch nicht um Schwächen des Einzelnen in der Öffentlichkeit zu erläutern, sondern dadurch die Konzentration zu fokussieren und die Wahrnehmung mit der Situation zu verdeutlichen.
 
So einfach wie Du und auch ich es zusammengefasst haben, ist es nicht, sonst müsste man ja nicht darüber eine Dr.arbeit schreiben. Und wie im Bsp. mit den Bayern, auch genau das Gegenteil mgl. ist.

Es geht mMn auch nicht um Schwächen des Einzelnen in der Öffentlichkeit zu erläutern, sondern dadurch die Konzentration zu fokussieren und die Wahrnehmung mit der Situation zu verdeutlichen.

Er sagt aber auch nichts anderes als das, was ich kurz zusammengefasst habe. Das ist einfach das derzeit sozialpsychologisch vorherrschende Paradigma diesbezüglich. Und wie bereits geschrieben, dass angebliche Bsp. mit den Bayern ist keines, zumindest nicht für Werder Bremen.
 
@Klunz:

Die Situation vom Marktführer, der seinen Leistungsträgern 10 Mio per Anno plus Boni zahlt ist mitnichten auf Werder mit Ausbildungskader vergleichbar, denn übertragbar, aber wenn Du meinst, man können mit dem Personal bei Werder ähnlich umgehen, dann brechen wir an dieser Stelle die Unterhaltung besser ab. ;)

Danke aber für die Studie, die finde ich interessant aufschlussreich und lesenswert.

Es geht auch nicht primär um den Vergleich mit dem Marktführer, ich kann Dir da auch andere Mannschaften und die dazu öffentlichen Aussagen aufzeigen.

Es ging nur darum, das man durch öffentliche Aussagen auch die Konzentration erhöhen kann bzw. das Bewusstsein der Situation verdeutlichen.

Aber gut lassen wir das, ist nicht der richtige Thread dafür.
 
Er sagt aber auch nichts anderes als das, was ich kurz zusammengefasst habe. Das ist einfach das derzeit sozialpsychologisch vorherrschende Paradigma diesbezüglich. Und wie bereits geschrieben, dass angebliche Bsp. mit den Bayern ist keines, zumindest nicht für Werder Bremen.

Ist schon sehr anmaßend von Dir diese Arbeit in 5min überflogen zu haben und zu dem Schluß zu kommen, das er dasselbe sagt, wie Du zusammengefasst hast.
 
@Klunz:

Wenn uns die Tatsache, dass Werder derzeit auswärts besser aufspielt als im eigenen Stadion eines doch wohl vor dem Hintergrund der Studie aufzeigen sollte, dann doch die Tatsache, dass der Druck im heimischen Stadion eher negative Auswirkungen hat, als positive.

Öffentliche Druckerzeugung ist da mitnichten förderlich und dass man am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert ist auch mMn eine folgerichtige Handlung vom Coach.
 
Ist schon sehr anmassend von Dir diese Arbeit in 5min überflogen zu haben und zu dem Schluß zu kommen, das er dasselbe sagt, wie Du zusammengefasst hast.

Ich habe ja nicht die Arbeit überflogen, sondern, wie von Dir vorgeschlagen, die entsprechenden Seiten ab Seite 37. Weil ich aufgrund meines eigenen Studiums mich mit diesem Thema beschäftigt habe, ist es mir vielleicht einfacher gefallen die eine oder andere Formulierung zu verstehen, gerade auch, weil einige zitierte Stellen und deren Inhalt mir nicht fremd sind. Somit habe ich die Analysearbeit, die richtigerweise Zeit in Anspruch nimmt, bereits vor einigen Wochen geleistet und kann jetzt darauf zurückgreifen.
 
Es ist letztlich eh von Spieler zu Spieler unterschiedlich, wie derjenige öffentliche Kritik auffasst und damit umgeht.

Es lässt sich auch nicht nachverfolgen, warum ein Spieler dann auf dem Platz letzlich besser gespielt hat oder nicht. Aber darum ging es hier ja auch nie.
 
Ich habe ja nicht die Arbeit überflogen, sondern, wie von Dir vorgeschlagen, die entsprechenden Seiten ab Seite 37. Weil ich aufgrund meines eigenen Studiums mich mit diesem Thema beschäftigt habe, ist es mir vielleicht einfacher gefallen die eine oder andere Formulierung zu verstehen, gerade auch, weil einige zitierte Stellen und deren Inhalt mir nicht fremd sind. Somit habe ich die Analysearbeit, die richtigerweise Zeit in Anspruch nimmt, bereits vor einigen Wochen geleistet und kann jetzt darauf zurückgreifen.

Ist nachvollziehbar.

Zumindest hat Schaaf mMn reagiert auf "öffentlichen" Druck und sein offensives System überdacht. Ob das nun ein Vorteil ist "defensiver" zu spielen, wird sich noch zeigen.

Mir ging es nur darum aufzuzeigen, das Druck auch Denkprozesse beeinflussen kann, um sich und seine Arbeit selbst zu hinterfragen.

Dieses kann auch positiv sein.
 
Ist nachvollziehbar.

Zumindest hat Schaaf mMn reagiert auf "öffentlichen" Druck und sein offensives System überdacht. Ob das nun ein Vorteil ist "defensiver" zu spielen, wird sich noch zeigen.

Mir ging es nur darum aufzuzeigen, das Druck auch Denkprozesse beeinflussen kann, um sich und seine Arbeit selbst zu hinterfragen.

Dieses kann auch positiv sein.

Wenn die Vorzeichen stimmen. Aber das ist bei einem verunsicherten Menschen/Gruppe nicht gegeben. Das ist eben der Unterschied zwischen Deinem Bayernbeispiel und Werder.

Und ich bezweifele, dass sich TS dem "öffentlichen Druck" gebeugt hat.
 
Back
Top