Intelligent gestellte rhetorische Frage, weil sie suggeriert, dass das "Weghaben wollen" der Selbstzweck ist und nicht mit objektiven Beweggründen unterfüttert ist.
Die Wahrheit ist, dass es dieser objektiven Beweggründe nun schon seit über 3 Jahren so viele gibt, das man in der Tat länger braucht, bis man bei den jeweils nächsten Pleitenspielen sich anfängt, zu wiederholen.
Für Schaaf spricht im Moment (vgl. Eichin heute im DoPa) dass er
"alles und jeden kennt bei Werder",
"akribisch arbeitet"
sowie dass er
früher mal viel Erfolg hatte
(zuletzt vor 4 Jahren im Pokal, als sich allerdings in der Liga schon der Niedergang abzeichnete)
dableiben will
und
das viele Fans und Verantwortliche anscheinend mehr Angst vor dem unbekannten Neuanfang haben, als vor der nächsten Desaster-Saison (womöglich in der 2. Liga)
Eine sich vergrößernde Anzahl von Fans hat sich erst im Laufe dieser Saison vom Trainer-Schaaf-Unterstützer zum Rauswurf-Forderer gewandelt.
Aber klar, es ist natürlich nur ein Selbstzweck, einen seit Jahrzehnten im Verein tätigen Trainer, der als Mensch sympathisch ist, dessen grundsätzliche Kompetenz unbestritten ist, der bei uns sozusagen ein "lebendes Denkmal" ist einfach mal rausgeschmissen sehen zu wollen.
Die seit Jahren sich wiederholenden Schwächen des Trainers, seine vielen Fehler, über Jahre nicht in den Griff bekommene gravierende Schwächen des Teams, Chaos in der Spielgestaltung, häufiger Wechsel von Systemen und Konzepten ohne erkennbare mittelfristige Entwicklung, seit 3 Jahren Ansammeln eines Negativ-Vereinrekjords nach dem anderen und jahrelanger insgesamter Misserfolg trotz Auswechselns ganzer Kader und jetzt zum dritten Mal hintereinander Abstiegskampf trotz eines auch jetzt noch für Platz 5 tauglichen Kaders sind natürlich nicht der Rede wert.