Na ja...die Minderzahl fällt da nicht auf.
Damit sagst du gerade, die Mehrheit der Fans sei nach dem Erfolg 2004 auf einen fahrenden Zug aufgesprungen. Naja, geschenkt.
.Chancen erspielen sich alles Teams
Dann hast du offenbar die Rückrunde letztes Jahr verpasst. Sowas grausames habe ich noch nie von Werder gesehen.
letztlich zählt nur zählbares
Natürlich zählt nur zählbares, in Schönheit sterben bringt ja nichts. Es geht in der Diskussion aber ja um grundsätzliche Spielweise und da gibt es den Faktor Chancen erspielen und Chancen verwandeln. Ersteres hat in der Hinrunde ausgesprochen gut funktioniert. Daher hat Werder ja auch Woche für Woche sehr viel Lob eingeheimst, dafür aber leider sehr wenig Punkte.
Ich sagte, es funktionierte nie WIRKLICH.
Eben da widerspreche ich. Und sei es nur, weil zählbar, gegen Gladbach und Hamburg. Was schon für sich zeigt: Grundsätzlich geht es, aber dazu gleich mehr.
Schaafs Konzept fehlt ein 6er
Schaafs Konzept fehlt kein 6er, wenn überhaupt fehlt ihm ein 6er der den Ansprüchen genügt, siehe dazu den nächsten Absatz.
Wie ich schon anmerkte hat die Mannschaft mehr als nur ein mal gezeigt, dass sie das was Schaaf verlangt umzusetzen imstande ist und das vor allem im in der Hinrunde gezeigten 4-1-4-1 (das aktuelle 4-2-3-1 überzeugt mich dagegen nicht). Die große Frage um die sich hier doch letztlich alles dreht ist:
Warum erleben wir eine auf und ab und nicht eine langsame Stabilisierung des Systems, die berühmten Mechanismen?
Ich bin der Meinung, dass das was Schaaf an Vorgaben setzt, die Spieler stark fordert und mitunter macht es den Eindruck, dass es die Spieler überfordert. Daraus kann man jetzt unterschiedliche Konsequenzen ableiten: Eine Konsequenz wäre, die Spieler sind einfach zu schlecht, Schaaf muss seine eigenen taktischen Ansprüche an die Mannschaft herunterschrauben. Tut er es nicht, stünde er zu Recht zur Disposition. Eine andere Konsequenz wäre: Die Spieler sind jung und Schaaf will sie entwickeln. Dann wäre es falsch die Ansprüche runterzuschrauben, dann müssen sie an der Aufgabe reifen und wachsen. Das kann schnell gehen und funktionieren (die Hoffnung hat die Hinrunde durchaus gegeben) oder aber es hapert und kostet mehr oder minder die Saison.
Ich bin für letztere Variante und innerhalb dieser mache ich Schaaf durchaus den Vorwurf zu oft die Spieler bzw. die Positionen zu wechseln. Auf der anderen Seite muss auch Schaaf den Eindrücken aus Training und Spiel gerecht werden und auch wenn das manchmal lange dauert (Elia), kommt er nicht umher dies zu tun. Allerdings halte ich persönlich es für einen Fehler, trotz der fehlenden Tore Elia aus der Mannschaft genommen zu haben. Denn seine schiere Präsenz auf dem Flügel, genau wie bei Arnautovic, bindet Gegenspieler. Und wie schon mehrfach angesprochen: Uns fehlt eine Alternative zu Petersen. Das soll gar nicht mal als Kritik an Petersen selbst verstanden werden, der spielt halt erst seine erste voll BL Saison, als daran dass jeder Stürmer, auch ein Pizarro damals, eben mal seine Pausen braucht und Petersen bekommt sie nicht was uns ein Problem bringt. Aber daran kann der Trainer nun leider auch nichts mehr ändern, diese Entscheidung wurde von KATS vor der Saison so getroffen.