ich bin als frau mal ganz ehrlich: ich bin keine, die sich jetzt in ihrer rolle als frau im fußball uuunglaublich bestätigt fühlen würde, wenn eine trainerin ihr debüt bei einem bundesliga-club geben würde - im gegenteil: ich wäre wahrscheinlich auch schon vorher kritischer eingestellt als bei einem mann.
das hat natürlich auch den grund, weil es einfach etwas neues und innovatives wäre. frauen haben eben im fußball noch nicht wirklich viel zu sagen (sieht man mal von diversen geschäftsführern - gerade in italien, da gibts nen schönen artikel zu in der 11freunde - und schiedsrichtern ab) und dementsprechend kann man auch ihre generelle arbeit schlecht beurteilen.
es gibt sehr viele frauen mit fachwissen, es gibt allerdings auch negativbeispiele. und ganz ehrlich, ich fühle mich teils schon in meiner "sonderstellung" die ich als weiblicher fan habe nicht ganz unwohl. es macht schon spaß, die männer immer wieder zu verblüffen, wenn man dann eben mal zum fachgespräch ansetzt und die männer immer wieder von neuem von einem überrascht sind

ich kann aber auch verstehen, dass männer frauen zwar als fans akzeptieren können - bei einem schiri wirds schon schwieriger - aber bei einer trainerin im männersport sehr negativ eingestellt sind.
ich bin keine emanze aber auch keine duckmäusige frau, die meint sich aufgrund ihres geschlechtes überall verteidigen zu müssen. kann aber durchaus nachvollziehen, dass wir frauen eben in eine männerdomäne eindringen, die seit hunderten von jahren nur aus dem männlichen geschlecht besteht und die den männern auch heilig ist. sie würden am liebsten alles so belassen wie es war und die klassische rollenverteilung beibelassen. das ist auch vollkommen legitim!
gerade bei einer trainerin ist das ne heikle sache, die eigentlich immer zur frage der autorität zurückführt. wenn es auf dem platz und beim training eben mal rauer zur sache geht und eben auch 2-3 worte, die man sich zuschnauzt reichen, um sich zu verständigen, kann eine frau nicht ankommen und mit liebevoll säuselnder stimme alles genau erklären. da fängt es ja schon an - frauen sind in der regel (eigentlich nicht doppeldeutig gemeint, aber jetzt fällts mir auf

) sensibler und sentimentaler. das passt einfach nicht, wenn man sich durchsetzen will. während männliche trainer halt mal sachen runterschlucken oder einfach keine gefühle zeigen, bzw. sich nicht so viele gedanken um alles machen, sind frauen da eben viel komplizierter gestrickt und interpretieren meist in viele dinge falsche signale hinein oder machen sich zu viele gedanken. was in manchen bereichen ja "nützlich" sein kann, behindert halt eher auf dem platz.
klar, jetzt kommt das argument: aber alle frauen sind ja nicht gleich und es gibt ja auch welche, die haare auf den zähnen haben!
schon klar. allerdings zeig mir mal eine frau, die trotz rauer fassade nicht irgendwann zu hause sitzt und heult, wenn es einfach nicht läuft. hört sich jetzt an wie das auspacken sämtliche klischees, aber ich weiß ja wovon ich spreche

das ist nämlich wieder ein kritischer punkt: die belastbarkeit.
dass sich eine frau erst mal ihren status im team als trainerin erarbeiten müsste ist vollkommen klar, während ein mann sofort oder auch mit verzögerung akzeptiert wird.
also, um mal zum ende zu kommen:
ich bin prinzipiell nicht gegen trainerinnen im profifußball aber ich sehe dem ganzen sehr kritisch gegenüber, glaube aber auch, dass es nur noch ein paar jährchen dauern könnte und wir erleben (vllt. auch schon in der bundesliga) den ersten "fall". mal abwarten, wie sich das ganze entwickelt.