Umgekehrt stellt sich die Frage, wie loyal ist der AR KA gegenüber und kann KA unter einem AR weiterarbeiten, der nicht zu 100 % hinter ihm steht. Jede Medaille hat immer 2 Seiten.
Der AR hat vor nicht mal einem Jahr den Vertrag von Allofs langfristig verlängert. Trotz der sportlichen Misere, trotz etlicher Fehleinkäufe und trotz eines sich abzeichnenden Rekord-Verlustes.
Der AR hat Allofs zum Vorsitzenden der Geschäftsführung gemacht und mit mehr Kompetenzen ausgestattet.
Der AR hat Allofs dem Vernehmen nach mit einem sehr gut dotierten Vertrag ausgestattet, eigentlich schon zu gut für einen Manager eines nicht im Europacup spielenden Verein, der sparen muss.
Der AR hat sich in der Öffentlichkeit immer hinter Allofs gestellt, auch als dieser in der Presse massiv unter Beschuss stand.
Der AR hat es hingenommen, dass Allofs (und nicht der AR!) die interne Diskussion um die Freigabe von weiteren Geldern öffentlich ausgetragen hat.
Der AR hat Allofs mit so viel Geld ausgestattet, dass im vergangenen Geschäftsjahr trotz hoher Transfererlöse tiefrote Zahlen geschrieben wurden.
Mehr Loyalität geht eigentlich nicht!
Es sei denn, der Aufsichtsrat gibt die Leitlinien einer seriösen Vereinspolitik völlig auf und lässt Allofs aus Werder ein zweites Griechenland machen, in der Hoffnung, dass die Stadt Bremen, die selbst hoch verschuldet ist, den Werbeträger Werder schon nicht in Stich lässt. Werder ist nun mal kein Klub aus der Retorte, sondern ein normaler Bundesligaverein, der mit begrenzten finanziellen Mitteln haushalten muss. Einen Money-Cheat kann Allofs in Bremen nicht bekommen. Wenn er damit nicht klar kommt, ist es nur konsequent, dass er zu Volkswagen wechseln will.