Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Naja, um im Bild zu bleiben: Wir haben uns in den letzten Jahren ein Team aufgeaut, erblühen sehen und seit 3 Jahren verdorrt es, weil dem Gärtner nix mehr einfällt. Warum nicht mal einen neuen Gärtner testen?

Ja davon mal abgesehen, warst du aber eigentlich immer einer der wenigen hier, die noch ein wenig objektiv blieben... Wollte ich ja nur mal anmerken... :ugly:

Mit euren Diskussionen über TS lass ich euch wieder alleine, meine Meinung sollte dazu ja bekannt sein... :D
 
Wenn Gross aber glaube passt nicht zu Werder , würde es aber mit Marco Bode versuchen, der würde das hinkriegen falls er will, Tuchel wäre schön und vielleich rehalisierbar leider erst ab nächste Saison

Bode kandidiert bereits für den Aufsichtsrat, dann kann er (sofern er gewählt werden würde) wohl kaum Trainer werden - es sei denn, er kontrolliert seine Arbeit selbst
:lol:
 
Eils würde noch eine steigerung zu schaaf bedeuten, man hast du ahnung

So schlecht war er zumindest nicht bei der U21 vom DFB, bevor er gegangen wurde.
Doch er möchte glaube ich auch keine Profi-Mannschaft mehr betreuen.
(Frage mich allerdings auch, ob man hier unbedingt beleidigt werden muss, wenn man einen Vorschlag macht, aber das nur so nebenbei.)

Man sollte erst abwarten wie es kurz vor der Winterpause aussieht und nicht in Panik verfallen.

Ich wüsste so auch keinen Trainer, wo ich vom Gefühl her sagen würde "Passt". Augenthaler, Groß.... weiß nicht. Kurz vielleicht, kenn ihn zu wenig.
 
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.........
Der Trick ist ja gerade, die individuellen Qualitäten einer Mannschaft nicht nur individuell zu nutzen, sondern vor allem dadurch, besser zu sein als die Taktik des Gegners.

Eng stehen bei gegnerischem Ballbesitz und Platz schaffen nach Balleroberung hat nur oberflächlich betrachtet was mit rein defensiv betonter Variante zu tun, viel mehr geht es a) um Raumbeherrschung, die den Ausschlag gibt und b) um Struktur.

Also exakt das, was Maddin zu a) vollkommen zurecht benennt - Außenverteidiger und Aussenstürmer stehen oft zu tief oder eben zu hoch, 20m-Platz, weil die IV zu tief oder das Mf zu hoch steht, rückt die IV auf, gibt`s Harakiri, in der Breite des Feldes fehlt die Aufteilung und stimmen die Abstände nicht usw.

Darauf aufbauend und in Bezug auf b) insgesamt die Spielanlage, die Du, @Sofatester ebenfalls richtig beschreibst.

Manche Varianten modernen Fussballs, die hier oft fälschlicherweise als destruktiv verschrien werden, sind eben genau das Gegenteil. Gilt im offensiven wie im defensiven Spektrum, niemand verbietet intelligenten Fussball.

Aber Werder hat schon in guten Zeiten auf solche Taktiken mit kopflosem und teils wütendem Angriffsfussball reagiert, meist mit absehbarem Ergebnis, manchmal noch gerettet durch fussballerische Klasse Einzelner. Und genau das ist reaktiv, nicht die (scheinbare) Defensivtaktik des Gegners.

Wobei hier natürlich noch ein Punkt zum Tragen kommt, der mir in Eurer Betrachtung fehlt, die FLEXIBILITÄT in der Spielgestaltung. Dass Werder in den allermeisten Fällen nur ein Mittel hat und dieses auch dann noch anwendet oder sogar noch mehr anwendet, wenn der Spielverlauf bereits klar und deutlich aufgezeigt hat, dass dieses nicht funktioniert.

Deshalb war ein Spieler wie Baumann für eine taktisch dermaßen fragwürdige Truppe wie Werder ein Geschenk und Micoud für eine Truppe, die sich selbst entwickeln muss, aber der die Grundlagen des einfachen Spiels offenbar kaum beigebracht werden, ebenfalls.

Wie hoch der Anteil gewisser Spieler an den Erfolgsjahren im Vergleich zum Anteil des Trainers war, konnte man nach dem Abgang dieser Spieler gut beobachten.

Maddin hat mE ja nicht unrecht, wenn er meint, dass eine Spielweise wie Augsburg letzten Freitag keiner glänzenden Taktik entspringen muss. Der Punkt ist aber, dass Werder`s Taktik regelmäßig noch schlechter ist.

Es geht darum, den eigenen Möglichkeiten in Kombination mit den nicht unberechtigten Ansprüchen (z. Bsp. wegen Qualität und Finanzierbarkeit eines Kaders) Sorge zu tragen und eine Philosophie zu entwickeln/ anzupassen, die dem entspricht.

Und genau an der Stelle stößt mir Schaaf nicht erst seit dieser oder letzter Spielzeit sauer auf und an der Stelle kann ich irgendwann auch Werder in keinster Weise mehr verstehen.

Ganz, ganz toller Beitrag.

Ich habe mir erlaubt, im Zitat oben ein paar Absätze einzufügen, damit es sich leichter liest.

Ein paar kleine Anmerkungen: Ich halte die Taktik von Augsburg in Bezug auf das Spiel gegen Werder schon für großes Kino. In Anbetracht der dortigen Verhältnisse: Letzte Saison (guter) Trainer weg, Manager weg, gute Spieler weg. Ziemlich viel Aufruhr im Verein. Ganz neuer, unerfahrener junger Trainer und wenige richtige Verstärkungen. Überall als Abstiegskandidat Nr.1 oder Nr.2 gehandelt. Schlechter Saisonstart, Abstiegskampf ab den ersten Spieltagen. Scheinbar übermächtiges Werder zu Gast, 7. Spieltag, kein Heimsieg, 2 Punkte. Zwar Aufwärtstrend zu beobachten, aber der bringt Dir nicht viel, wenn Du schon unten drin stehst und weiter verlierst. Unruhe bei den Fans. Das war deren Situation VOR dem Spiel.

Wie ich schon schrieb, haben sie eine Mannschaft, die betreffs individueller Klasse für mich bis auf wenige Ausnahmen eher so als Zweite-Liga-Platz-5-Team durch geht. Damit kann man keinen superben Spitzenfussball in taktischer Hinsicht spielen. Und dafür war das bei allen noch zu beobachtenden Fehlern, die sie machten, eine ganz starke Leistung.

Der Spielaufbau war weitgehend auf das Anlaufen von 3, seltener 4 Werder-Offensivspielern vorbereitet, man kann sehen, dass sehr häufig IV und DM richtig liefen / standen, um schnelle Aufbaupässe von den AV zu verwerten. Verschiedenltich konnte man den Eindruck haben, das das Anlaufen sogar herausgelockt wurde. Das war eindeutig vom Trainer aufgrund der Beobachtungen von Werder aus den Spielen davor vorgegeben.

Das Gleiche galt für die Gott sei Dank häufiger gescheiterten Bemühungen, in die sich ergebenden großen zentralen Räume zu kommen oder alternativ dann lang auf außen zu spielen. Bei den Gelegenheiten hatte Augsburg bei den unbeteiligten Spielern viel Laufarbeit, um wieder in ihre einstudierten defensiven Aufstellungen zu kommen.

Im Defensivspiel gab es bei Augsburg viele individuelle Fehler, aber das Agieren im Gruppenverband war für so ein eher schwächeres Team schon fast mustergültig.

Interessant wird der Vergleich der Augsburger Spiele auswärts gegen Mainz und daheim gegen Werder. Da sieht man dann, dass es auch Möglichkeiten gibt, sowohl defensiv wie offensiv zu variieren, in Mainz scheiterte man nicht an Taktik oder Spielanlage oder Nichtbefolgen durch Spieler, sondern an stumpfsinnigen individuellen Fehlern und wie ich meine erkannt zu haben auch mangelndem Selbstvertrauen.
 
[...]
Wie ich schon schrieb, haben sie eine Mannschaft, die betreffs individueller Klasse für mich bis auf wenige Ausnahmen eher so als Zweite-Liga-Platz-5-Team durch geht. Damit kann man keinen superben Spitzenfussball in taktischer Hinsicht spielen. Und dafür war das bei allen noch zu beobachtenden Fehlern, die sie machten, eine ganz starke Leistung. [...]

Warum?
Ich halte es für einen Trugschluss, dass unterklassige Teams, zumindest die aus dem Profibereich, wozu definitiv die 2. BuLi gehört, in taktischer Hinsicht schlechter ausgebildet sein müssen als ein durchschnittliches Erstligateam, wie Werder es derzeit darstellt. Die sind ja nicht dümmer (oder intelligenter), trainieren seltener (oder häufiger) und stammen oftmals aus den gleichen bzw. ähnlichen Nachwuchsschmieden wie Fritz & Co. Zudem werden die Spieler in Liga 2 auch durch zertifizierte Fußballtrainer gecoacht, die teils auch schon Erstligaerfahrung haben.
Und genau das hat Augsburg letztens gezeigt und das war unter anderem dafür ausschlaggebend, dass sie gewonnen haben.

Denn wenn dem oben zitierten tatsächlich so wäre, dann könnte ja ein Trainer einer unterklassigen Mannschaft aus der fußballerischen Provinz auch nicht einen höherklassigen Profitrainer aus Liga 1 & 2 in irgendeiner Form kritisieren, schon gar kein nicht-ausgebildeter Fan.

[...]
Das Gleiche galt für die Gott sei Dank häufiger gescheiterten Bemühungen, in die sich ergebenden großen zentralen Räume zu kommen oder alternativ dann lang auf außen zu spielen. Bei den Gelegenheiten hatte Augsburg bei den unbeteiligten Spielern viel Laufarbeit, um wieder in ihre einstudierten defensiven Aufstellungen zu kommen.

Joar, hätten einzelne Werderspieler auch mal machen können. :zweifeln:
Ich bin mir sicher, dass TS diesen Spielern nicht den Schongang verordnet hatte, so ja auch die Einschätzung von Hunt zum Spiel (Werder.tv).

Im Defensivspiel gab es bei Augsburg viele individuelle Fehler, aber das Agieren im Gruppenverband war für so ein eher schwächeres Team schon fast mustergültig.

Wie bereits gesagt, dass Agieren als Team und auch das taktische Agieren als Einzelner in der Gruppe ist nicht zwangsläufig eine Frage der individuellen Klasse der Spieler. Bestenfalls ein Teilaspekt.
Den mMn relevanten Unterschied zu unserem Spiel nanntest Du auch mit "im Gruppenverband", was für mich als wesentliche Bestandteile "gemeinsam" und "Einsatz" mitumfasst.

[...] in Mainz scheiterte man nicht an Taktik oder Spielanlage oder Nichtbefolgen durch Spieler, sondern an stumpfsinnigen individuellen Fehlern und wie ich meine erkannt zu haben auch mangelndem Selbstvertrauen.

Was wiederum für taktische Ausbildung (trotz des "nur" besseren Zweitliganiveaus) spricht.

Prost! :)
 
schade für mich der beste den Werder je hatte , meine auch das menschliche die Intelligenz, inter legt und Ausdrucksweise . Der bringt mehr als : " Wir haben nicht genug angeboten "

Aber ganz ehrlich, was würde denn Bode als Trainer qualifizieren? Meines Wissens hat er noch nicht mal einen Trainerschein und auch nie irgendwelche Ambitionen in diese Richtung gezeigt. Alleine der Stallgeruch und das er super sympathisch ist, reicht mir als Qualifikation dann doch nicht aus. Zumal ich glaube, dass es Werder sehr gut tun würde, wenn der Nachfolger von TS (wann auch immer) keine Werdervergangenheit hätte.
 
Marco Bode hat sich doch schon ganz früh dazu geäußert, daß Trainer für ihn nichts wäre oder irr ich mich? Ich denke eher, daß er ein Mann fürs Management ist oder AR chef oder Vereinsboss - die Schiene. Wen ich mir als Trainer gut vorstellen könnte, wäre Frank Baumann.
 
Marco Bode hat sich doch schon ganz früh dazu geäußert, daß Trainer für ihn nichts wäre oder irr ich mich?

Meine ich auch gehört/gelesen zu haben.

Wen ich mir als Trainer gut vorstellen könnte, wäre Frank Baumann.

Ja? Bei aller fachliche Kompetenz, die er zweifelsohne hat, kann ich es mir nur bedingt vorstellen, zumindest im Profibereich.
 
DAs ist nur so ein Gefühl, daß ich habe, daß er ein guter Trainer im Profibereich sein könnte. Ich müßte ihn beim nächsten Treffen mal frgen :D Ich glaube im Hinterkopf gehört zu haben, daß er den Trainerberuf für sich ausschließt.

Wg eilts
Didi widmet sich der Werderfußballschule.

Wg. Könnte die Double Mannschaft heute noch so auftreten
Ja. Soweit hat sich der heutige Fußball vom Fußball von 2003/2004 Werders nicht entfernt. Damals war Schaafs Fußball was völlig neues. Heute würde die Double-Mannschaft über ihre individuelle Klasse die Punkte holen (wenn man sich die komplette Saison 2003/2004 ansieht spielten wir in jeder halbserie unterschiedlichen Fußball: Hinrunde "Hurra", Rückrunde "dosiert").

Mannschaften wie Dortmund oder so spielen ihren Stil ja auch deswegen, weil Werder mit seinem Kurzpasspiel in der Liga zwischen 2004-2010 alles aushebelte was kam - an guten Tagen und die waren damals öfter. Mauermannschaften ala Cottbus hat man über die individuelle Klasse "gezogen".

Werders aktuelle Mannschaft muß man an den Mannschaften wie 1999, 2000, 2001 und 2002 messen und nicht an den Teams von ab 2004.
 
Bei aller möglichen und sinnigen Kritik, sowie Antipathie:
Für mich ist eine 100%ige Bewertung der Schaafschen Arbeit nicht möglich, da eine so junge und vor allem unerfahrene Mannschaft (selbst Augsburg hat mehr Erstligaeinsätze vorzuweisen) eine suboptimale Voraussetzung ist. KATS haben diese Sitation herbeigeführt und damit den Umbruch eingeläutet: richtig und wichtig. Es ist nicht alles gut und es wird nicht alles besser: finde ich nicht überraschend und die aktuelle Situation schwierig, aber nicht katastrophal.
 
Wg. Könnte die Double Mannschaft heute noch so auftreten
Ja. Soweit hat sich der heutige Fußball vom Fußball von 2003/2004 Werders nicht entfernt. Damals war Schaafs Fußball was völlig neues. Heute würde die Double-Mannschaft über ihre individuelle Klasse die Punkte holen (wenn man sich die komplette Saison 2003/2004 ansieht spielten wir in jeder halbserie unterschiedlichen Fußball: Hinrunde "Hurra", Rückrunde "dosiert").

Seh eich ganz genau so. Diese Mannschaft würde heutzutage zwar nicht mehr so "durchmarschieren" wie sie es vor 9 Jahren getan hat, aber mit der Kombination aus individueller Klasse, mannschaftlicher Geschlossenheit und unbedingen Siegeswillen würde sie heute noch viel reißen können.
 
Warum?
Ich halte es für einen Trugschluss, dass unterklassige Teams, zumindest die aus dem Profibereich, wozu definitiv die 2. BuLi gehört, in taktischer Hinsicht schlechter ausgebildet sein müssen als ein durchschnittliches Erstligateam, wie Werder es derzeit darstellt. Die sind ja nicht dümmer (oder intelligenter), trainieren seltener (oder häufiger) und stammen oftmals aus den gleichen bzw. ähnlichen Nachwuchsschmieden wie Fritz & Co. Zudem werden die Spieler in Liga 2 auch durch zertifizierte Fußballtrainer gecoacht, die teils auch schon Erstligaerfahrung haben.
Und genau das hat Augsburg letztens gezeigt und das war unter anderem dafür ausschlaggebend, dass sie gewonnen haben.

In dem Teil hast Du meine Aussage völlig missverstanden und wie ich sehe, sind wir da evtl. sogar einer Meinung.
Mit meiner Aussage, dass sie mit der individuellen Qualität keinen "superben" Fussball in taktischer Hinsicht spielen können, meinte ich nicht, dass nicht auch Zweitligateams taktisch gut ausgebildet werden können.

Ich sagte nicht okay oder gut, sondern "superb" und mit superb meinte ich eben Spitzenniveau, sogar europ. Spitzenniveau.

Ich meinte aber eben auch und das ist an mehreren Stellen ausdrücklich und lang und breit ausformuliert, dass ein Team wie Augsburg, das ich so ca. auf Platz-5-Liga-2-Niveau einordne, mit guter taktischer Ausbildung zwar keinen "superben" Fussball zeigen kann (weil dafür eben auch dei individuelle Qualität fehlt) es aber eben reicht, um ein individuell viel stäreres Team wie Werder klar und deutlich abzufertigen.

Und das zeigt umgekehrt eben auch auf, welche gewaltigen Mängel bei Werder bestehen.

Siehe auch meine Fantasie-Gedanken, die in der Frage gipfelten, wie das aussehen würde, wenn ein individuell viel stärkeres Werder Bremen mit der Grundausrichtung und der systematischen Struktur der Augsburger spielen würde und der Trainer Weinzierl, wenn er jetzt für Werder tätig wäre, sich vielleicht als "Zugabe" noch etwas zusätzliches ausdenken würde oder das Offensivspiel innerhalb des vorgegebenen Rahmens etwas abändern würde, was auf das viel höhere individuelle Niveau unserer Spieler zugeschnitten wäre.

Man kann es auch ganz einfach und leichtverständlich sagen: Das was die Augsburger von der grundsätzlichen Spielanlage und der systematischen Ausrichtung her machen, ist tauglich, modern, erfolgversprechend und auf das individuelle Können der Spieler abgestimmt. Bei Werder nicht.
 
Aber ganz ehrlich, was würde denn Bode als Trainer qualifizieren? Meines Wissens hat er noch nicht mal einen Trainerschein und auch nie irgendwelche Ambitionen in diese Richtung gezeigt. Alleine der Stallgeruch und das er super sympathisch ist, reicht mir als Qualifikation dann doch nicht aus. Zumal ich glaube, dass es Werder sehr gut tun würde, wenn der Nachfolger von TS (wann auch immer) keine Werdervergangenheit hätte.

+1 :tnx: Besonders der letzte Satz. :tnx:
 
Dennoch stelle ich mir jetzt die Frage, ob man in der jetzigen Zeit diese Geduld aufbringen "darf", dass wieder was gedeihen kann, oder ob in Relation dazu gesehen, aufgrund der von dir angeführten höheren Leistungsdichte in der BL im Vergleich zu den Zeiten, wo man das erste Mal unter Schaaf etwas "Wachsen" lassen konnte, wo es btw. auch immer wieder Rückschläge gab, es vielleicht doch ratsamer wäre, die Mannschaft bzw. die Spieler"an der kurzen Leine zu lassen und konkrete Vorgaben mit wenig bis keine Freiheiten zu tätigen, um dadurch Fehlerquellen zu verringern, da es jetzt ungleich schwerer sein könnte als früher, den richtigen Kurs rechtzeitig zu finden, um a) erfolgreich in der Tabelle abzuschneiden bzw. b) um eine Schwächeperiode möglichst kurz zu halten, um so nicht den Anschluss zu verlieren ?
@mick

Wahrscheinlich hattest du irgendwann schonmal auf die Frage geantwortet bzw. iwo mal erwähnt.

Wäre es deine Meinung nach möglich mit der Art von Fussball der 2003/04 hier gespielt wurde, inklusive der Fähigkeiten,vorausgesetzt die SPieler könnten es so umsetzen wie damals, heute noch nen Blumentopf zu gewinnen ?
Ich glaube, dass die Spieler von damals sehr wohl auch heute gut passen würden, sie müssten sich halt nur umstellen. Was wiederrum bei der Intelligenz von Micoud, Baumann oder Ernst sicher möglich wäre.

Ich bin jetzt zu faul, alles doppelt zu schreiben, daher fasse ich mal aus dem worum zitierend zusammen, was auch zu Deiner Frage/ Deinen Ansichten passt:
Was Schaaf dem Grunde nach spielen lassen will, halte ich für taktisch anspruchsvoll.

Eine strenger austarierte Team-Formation, in der die Spieler die Laufwege kennen/ verinnerlicht haben und daher besser die Ordnung halten, hat den Vorteil, dass die Akteure auf diese Weise die Konzentration eher fokussieren können und weniger Probleme mit den generellen Automatismen – wie verschiebe ich, wie könnte der Gegner es tun, wie und wo muss ich stehen, was werden Spieler B und Spieler C tun und alternativ tun können, wenn Spieler A so oder so handelt. In der Art.

Der Ansatz, den mir Schaaf aber zu wählen scheint, ist wohl der, dass das Ganze nicht nur durch stupides Training, welches den Spielern in einer Art Mechanismus beibringt, warum und wie sie die erforderlichen DINGE immer und immer wieder abrufen müssen/ können, sondern dass es die Spieler in den Kopf bekommen, also sich selbst entwickeln. Und das birgt stetig die Gefahr, dass es als erstes schnell wieder vergessen wird oder aber im Spiel in entscheidenden Szenen nicht vorhanden ist und hat seine Ursache darin, dass die Jungs die Notwendigkeit noch nicht begriffen haben.

Ist doch wie im täglichen Leben. Was Du zwei Jahre lang paukst, kannst Du zur Prüfung und weisst es vielleicht noch 1,5 Jahre danach, aber 5 Jahre später ist fast alles weg. Was Du einmal aus dem Effekt heraus, es lernen und vor allem anwenden zu müssen begreifst, behälst Du meist Jahrzehnte.

Mit ersterer Vorgehensweise kannst Du über einen Zeitraum erfolgreicher sein, Schaaf` s Vorgehensweise könnte langfristiger greifen, vorausgesetzt die Jungs verstehen es irgendwann. Und vorausgesetzt die Truppe bleibt einigermaßen zusammen. Genau da liegt bei uns meiner Ansicht nach der Kasus Knacktus.

Denn besonders in Kombination mit einer offensiveren Ausrichtung ist dieser Ansatz taktisch schwer umzusetzen, weil es immer wieder und eher als bei den Systemtrainer - Teams die Konzentrationsschwächen geben wird, ebenso die Defizite der Jungs in den Abläufen innerhalb eines Spiels, die uns bei anderen Mannschaften so viel solider vorkommen und die vor allem bei mangelnder Absicherung brachial in die Hose gehen können.

Diese Idee Schaaf` s (wie ich glaube) ist sehr romantisch, mir viel zu romantisch und gefühlt immer mehr chancenlos gegen eine Entwicklung, die den konsequenten Systemfussball fördert und zwar mit entgegengesetzten Mitteln, als sie TS vermutlich bevorzugt. Mit eben diesen Mechanismen und Automatismen, die den Spielern eingeprügelt werden. Es ist halt an der Kurzlebigkeit des Fussballs orientiert. Mir würde es reichen, wenn Schaaf dem ein Stück weit Sorge tragen würde. Er müsste eben mal einsehen, dass er die Jungs in ihrer "Selbstverantwortung" überfordert.

Deswegen versuchen es ja viele Trainer erst gar nicht, sondern bleiben erst mal bei "Schuster` s Leisten". Wie van Gaal schon nach der WM 2010 anmerkte: "90 Prozent der Teilnehmer haben es nicht geschafft, anzugreifen." Es ehrt Schaaf gewissermaßen, dass er diesen Anspruch hat, aber seine Umsetzung scheint immerfort naiv, unzureichend in den Details vermittelt und überlebt sich mehr und mehr.
 
*Intellekt?

und Ausdrucksweise . Der bringt mehr als : " Wir haben nicht genug angeboten "
Wenn Du denkst, Schaaf sei dumm, dann täuscht Du Dich gewaltig, glaube ich. Seine Scharfsinnigkeit hat er schon ausreichend unter Beweis gestellt. Darüber täusche auch Floskeln in der Ausdrucksweise nicht hinweg.
 
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