Homophobie im Fußball

Ja gut... Aber die Fans müssten sich doch damit abfinden... Oder meint ihr das gäbe dann ähnliche Zustände wie bei Pezzoni? Wäre dann die Frage, ob der Verein dem Spieler den Rücken deckt....

Ich vermute mal das die Vereine das auch jetzt schon tun! Denn das es so gänzlich unbekannt ist/bleibt wenn jemand schwul ist, glaube ich nicht! Nur hilft das gegen Fans die austicken nicht wirklich! Was will der Verein denn dann machen, wenn es negativ aufgenommen wird. Es gibt Vereine wo ich denke, das die eigenen Fans damit nicht das große Problem hätten. Aber was ist mit den Fans anderer Vereine?
 

Nein, ganz ehrlich. Wo ist der Unterschied in der Berichterstattung? Es IST ein und dasselbe. Der einzige Unterschied ist das Outing ansich.
Problematisch ist mMn nicht die Presse. Die kann man sowieso ignorieren. Schaffen andere ja auch, die dauernd in der Presse sind. Meiner Meinung nach ist das einzige Problem, dass die Betroffenen Angst davor haben, ganz alleine dazustehen. Sei es, weil sich niemand anderes outet und man "der Blöde" ist oder weil sich alle von einem abwenden plötzlich. Allerdings kann ich mir letzteres heutzutage nicht mehr vorstellen, außer vielleicht in den seeehr konservativen Gegenden oder im Osten.
 
Nein, ganz ehrlich. Wo ist der Unterschied in der Berichterstattung? Es IST ein und dasselbe. Der einzige Unterschied ist das Outing ansich.
Problematisch ist mMn nicht die Presse. Die kann man sowieso ignorieren. Schaffen andere ja auch, die dauernd in der Presse sind. Meiner Meinung nach ist das einzige Problem, dass die Betroffenen Angst davor haben, ganz alleine dazustehen. Sei es, weil sich niemand anderes outet und man "der Blöde" ist oder weil sich alle von einem abwenden plötzlich. Allerdings kann ich mir letzteres heutzutage nicht mehr vorstellen, außer vielleicht in den seeehr konservativen Gegenden oder im Osten.

Wie ich schon sagt, du siehst das meiner Meinung nach zu optimistisch! So tolerant und aufgeklärt wie viele das glauben, ist unsere Gesellschaft bei weitem nicht. Du scheinst dich mit dem Thema ja schon beschäftigst zu haben, warst du denn dann auch am Samstag zu der Podiumsdiskussion im OKS?
 
Wie ich schon sagt, du siehst das meiner Meinung nach zu optimistisch! So tolerant und aufgeklärt wie viele das glauben, ist unsere Gesellschaft bei weitem nicht. Du scheinst dich mit dem Thema ja schon beschäftigst zu haben, warst du denn dann auch am Samstag zu der Podiumsdiskussion im OKS?
Ne.

Weiß nicht. Ich sehe das nicht optimistisch. Ich gehe sogar fest davon aus, dass man nicht mit nem blauen Auge davon kommen würde. Nur gibt es Menschen, die mit einem solchen Rummel um die eigene Person klarkommen und solche, die es nicht tun. Meine Aussage war lediglich, dass eine solche Person sich outen sollte. Stell dir einfach vor, ein Oliver Kahn hätte sich als schwul geoutet. Meinste, das wäre irgendwie dramatisch für ihn gewesen?

Dass sowas wie damals in England passieren würde, glaube ich absolut nicht. Davon sind wir inzwischen entfernt.
 
Ne.

Weiß nicht. Ich sehe das nicht optimistisch. Ich gehe sogar fest davon aus, dass man nicht mit nem blauen Auge davon kommen würde. Nur gibt es Menschen, die mit einem solchen Rummel um die eigene Person klarkommen und solche, die es nicht tun. Meine Aussage war lediglich, dass eine solche Person sich outen sollte. Stell dir einfach vor, ein Oliver Kahn hätte sich als schwul geoutet. Meinste, das wäre irgendwie dramatisch für ihn gewesen?

Das kann ich nicht beurteilen! Ich finde aber auch das das ein Vergleich ist, der für mich so nicht passt. Da wir hier von einem Bild eines Menschen reden, das er in der Öffentlichkeit hat und kein Mensch weiß wie der Mensch dahinter aussieht! Ich finde auch, das man als jemand den das nicht betrifft nicht wirklich beurteilen kann, wie schwierig das ist! Und das es schwierig ist, davon bin ich überzeugt. Denn wenn wir hier mal vom schwulen Fußballer weggehen, ist es auch für Nicht Öffentliche Schwule schwer genug damit offen umzugehen, weil man am Ende nie weiß wie das Gegenüber reagiert. Und was mache ich, wenn ich nun mal nicht ein Brocken wie Oli Kahn bin und mich vielleicht auch zur Not nicht körperlich wehren kann, wenn es hart auf hart kommt?
 
Darum ging es mir ja. Dass es Menschen gibt, die sowas ertragen können, ohne gleich vor den nächsten Zug zu springen, ist für mich ein Fakt. Und die wird es auch unter den Schwulen geben, vielleicht sogar unter den schwulen Fußballern. Wenn sich solch jemand outet, wird es erstmal Rummel geben und für die Person wirds nicht einfach, aber er wirds überstehen und nach und nach verschwindet das Interesse und wird zur Normalität. Dann ist der Weg frei für andere. Ist halt nur die Frage, ob es eine solche Person gibt. Oliver Kahn war jetzt nur ein Beispiel, weil der regelrecht vom Hass seiner Gegner angesport wurde. Bei dem gehe ich einfach davon aus, dass er die mentale Stärke hätte.

Ob es überhaupt groß Rummel geben würde, ist ja nachwievor fraglich.
 
Darum ging es mir ja. Dass es Menschen gibt, die sowas ertragen können, ohne gleich vor den nächsten Zug zu springen, ist für mich ein Fakt. Und die wird es auch unter den Schwulen geben, vielleicht sogar unter den schwulen Fußballern. Wenn sich solch jemand outet, wird es erstmal Rummel geben und für die Person wirds nicht einfach, aber er wirds überstehen und nach und nach verschwindet das Interesse und wird zur Normalität. Dann ist der Weg frei für andere. Ist halt nur die Frage, ob es eine solche Person gibt.

Wie ich schon sagte, ich halte das für den falschen Weg! Der Weg muss für mich umgekehrt funktionieren!
 
Nein, ganz ehrlich. Wo ist der Unterschied in der Berichterstattung? Es IST ein und dasselbe. Der einzige Unterschied ist das Outing ansich.
Problematisch ist mMn nicht die Presse. Die kann man sowieso ignorieren. Schaffen andere ja auch, die dauernd in der Presse sind. Meiner Meinung nach ist das einzige Problem, dass die Betroffenen Angst davor haben, ganz alleine dazustehen. Sei es, weil sich niemand anderes outet und man "der Blöde" ist oder weil sich alle von einem abwenden plötzlich. Allerdings kann ich mir letzteres heutzutage nicht mehr vorstellen, außer vielleicht in den seeehr konservativen Gegenden oder im Osten.

Die Spieler sind so schon oft ein gefundenes Fressen für die Öffentlichkeit. Allein schon, wenn Sie sich zu Wort melden. Was werden all die Spieler verhöhnt, wenn Sie sich mal nicht eloquent ausgedrückt haben oder eben nicht über die rhetorischen Fähigkeiten eines Wowereit verfügen.

Und diese Person soll sich nun an die Öffentlichkeit wagen?
Wo ist der Schutz? Wer soll das in der gesamten Republik unterstützen. Meinst Du allen Ernstes die Springerpresse würde für diese Seele ne Lanze brechen? Wirklich?
 
Wie ich schon sagte, ich halte das für den falschen Weg! Der Weg muss für mich umgekehrt funktionieren!

Inwiefern? Dass die Gesellschaft tolerant wird? Darauf kannste lange warten. Solange Randgruppen sich selbst zu etwas "anderem" bzw. unnormalem erklären, werden es auch andere tun. Der Idealfall wäre, dass sich jemand outet und keiner ihn beachtet oder nur mit "Geh doch weg du Attention whore" antwortet. Nur wie wahrscheinlich ist das in den nächsten 1000 Jahren? Es muss einfach zur Normalität werden. Das geht aber nicht, wenn solch ein Mysterium draus gemacht wird, woran auch die Medien und die Rufe nach Outings schuld sind.
 
Die Spieler sind so schon oft ein gefundenes Fressen für die Öffentlichkeit. Allein schon, wenn Sie sich zu Wort melden. Was werden all die Spieler verhöhnt, wenn Sie sich mal nicht eloquent ausgedrückt haben oder eben nicht über die rhetorischen Fähigkeiten eines Wowereit verfügen.
Eben. Sie sind jetzt schon in der Presse. Soviel verändern würde sich da nicht. Vielleicht für den Einzelnen. Ist ja nicht jeder Spieler dauernd in der Boulevardpresse, aber viele und die kommen auch klar. Ich denke wie gesagt nicht, dass die Presse ein sooo großes Problem darstellt. Zumindest was das angeht. Wie eben beschrieben sind sie für das Problem ansich mit verantwortlich.
Und diese Person soll sich nun an die Öffentlichkeit wagen?
Wo ist der Schutz? Wer soll das in der gesamten Republik unterstützen. Meinst Du allen Ernstes die Springerpresse würde für diese Seele ne Lanze brechen? Wirklich?
Wo ist der Schutz für einen Balotelli, dessen Privatleben zur Schau getragen wird und über den alle Welt sich lustig macht? Mal als Beispiel.
 
Meines Erachtens forderst Du Unmenschliches! Man soll sich offenbahren aber die Reaktion der Öffentlichkeit ignorieren. Das ist Naiv und :crazy: zugleich!

PS:

Du meinst es gut, aber die Situation ist schon eine ganz Besondere.
 
Ich fordere gar nichts, denn mir persönlich ist das Ganze egal. Ich bin kein schwuler Profifußballer und ich kenne auch keinen.
Das war einfach nur eine Lösungsmöglichkeit und sicher kein Idealfall. Den Idealfalls gibt es nur mMn nicht. Es geht nur über solche Einzelfälle, selbst über tragische, so blöde es auch klingt. Es wird nicht besser, in dem nix passiert. So einfach ist das.
 
Inwiefern? Dass die Gesellschaft tolerant wird? Darauf kannste lange warten. Solange Randgruppen sich selbst zu etwas "anderem" bzw. unnormalem erklären, werden es auch andere tun. Der Idealfall wäre, dass sich jemand outet und keiner ihn beachtet oder nur mit "Geh doch weg du Attention whore" antwortet. Nur wie wahrscheinlich ist das in den nächsten 1000 Jahren? Es muss einfach zur Normalität werden. Das geht aber nicht, wenn solch ein Mysterium draus gemacht wird, woran auch die Medien und die Rufe nach Outings schuld sind.

Und warum stößt du dann ins selbe Horn?:confused:

Und wo erklären sich Schwule selber als unnormal:confused:

Und du würdest, obwohl du selber die Gesellschaft für nicht tolerant genug hälst, dafür plädieren das sich ein schwuler Fußballer outen sollte? Aus welchem Grund denn? Damit die Gesellschaft toleranter wird und er anderen den Weg bereitet? Frage mal an dich, würdest du so etwas tun, entspricht sowas der menschlichen Natur? Ich denke, eher nicht!
 
Es ist doch nicht so, dass aus Boshaftigkeit nix passiert, sondern, weil ein Outing für einen Fußballspieler nicht "unbedingt" ein persönlicher Vorteil ist - eher ein Nachteil.

Das ist bei einem Politiker anders. Der Fußballspieler hat eher etwas zu verlieren, als das er durch ein Outing gewinnt. Wäre es Olli Kahn, würde ich ja sagen, dass der es vielleicht hätte wagen können. Der hatte einen entsprechenden Stellenwert. Das wäre nen Paukenschlag gewesen, wie man ihn sich hätte nur wünschen können. Aber solche Spieler sind es wohl eher nicht, die betroffen sind. ;)
 
Und warum stößt du dann ins selbe Horn?:confused:
Tue ich doch gar nicht. Ich hab nur meinen Senf dazu gegeben. Von einer Forderung bin ich weit entfernt. Vor allem denke ich nicht, dass es eine Lösung wäre, vor die Presse zu gehen und groß einen auf Wowereit zu machen. Das wird nix. Ich meinte auch gar kein Outing. Ein Hetero stellt sich ja auch nicht hin und sagt "Leute, ich bin hetero."

Und wo erklären sich Schwule selber als unnormal:confused:
Vielleicht unglücklich formuliert. Ich kenne halt einige Schwule oder auch Transsexuelle, die immer wieder davon reden, dass sie sich ganz offiziell outen müssten(also im Freundeskreis), dabei weiß es bei uns jeder und niemanden interessierts. Verstehst du, was ich meine?
Auf die gleiche Weise heben die Medien das Thema auf ein Podest, obwohl es gar kein Thema sein sollte.

Und du würdest, obwohl du selber die Gesellschaft für nicht tolerant genug hälst, dafür plädieren das sich ein schwuler Fußballer outen sollte?
Wie gesagt, von Outing habe ich nicht geredet und ich plädiere auch für nix. Das sind nur meine Gedanken dazu.

Es ist doch nicht so, dass aus Boshaftigkeit nix passiert, sondern, weil ein Outing für einen Fußballspieler nicht "unbedingt" ein persönlicher Vorteil ist - eher ein Nachteil.
Schwierig. Die jetzige Situation ist für sie auch kein Vorteil.

Das ist bei einem Politiker anders. Der Fußballspieler hat eher etwas zu verlieren, als das er durch ein Outing gewinnt. Wäre es Olli Kahn, würde ich ja sagen, dass der es vielleicht hätte wagen können. Der hatte einen entsprechenden Stellenwert. Das wäre nen Paukenschlag gewesen, wie man ihn sich hätte nur wünschen können. Aber solche Spieler sind es wohl eher nicht, die betroffen sind. ;)
Das ist eben die Frage. Wer weiß das schon?
 
Es ist doch nicht so, dass aus Boshaftigkeit nix passiert, sondern, weil ein Outing für einen Fußballspieler nicht "unbedingt" ein persönlicher Vorteil ist - eher ein Nachteil.

Das ist der entscheidende Punkt. Vielleicht wäre es eben doch ein persönlicher Vorteil, weil das tägliche Versteckspiel einen so viel Kraft kostet, dass man die LEistung nicht mehr dauerhaft abrufen kann. Nur um den Wegbereiter für andere zu sein, so selbstlos ist doch keiner. Verständlicherweise. Wenn man jedoch denkt, dass dann eine so große Last weg wäre, dass sich das Risiko lohnt, dann wird irgendwann jemand ein Outing wagen. Nicht weil die Gesellschaft es aus ihrer Sensationsgeilheit sehen will, sondern weil es dann persönlich leichter werden könnte.
 
Vielleicht unglücklich formuliert. Ich kenne halt einige Schwule oder auch Transsexuelle, die immer wieder davon reden, dass sie sich ganz offiziell outen müssten(also im Freundeskreis), dabei weiß es bei uns jeder und niemanden interessierts. Verstehst du, was ich meine?
Auf die gleiche Weise heben die Medien das Thema auf ein Podest, obwohl es gar kein Thema sein sollte.

Du scheinst ja in einem sehr toleranten Umfeld zu leben! Glückwunsch dazu. Nur ist eben nicht jedes Umfeld so tolerant und ich erlebe es durchaus, das man sich darüber Gedanken macht ob derjenige den man vielleicht Neu kennengelernt hat, damit klar kommt oder nicht. Und ich habe auch schon Leute erlebt die man erst vorsichtig an das Thema ranführen musste, weil sie ihre Vorbehalte hatten. Das jemand mit schwulen Freunden von mir gar nicht zu Recht kam, habe ich noch nicht erlebt. Aber ich habe Bekannte, wo ich jedem davon abraten würde, denen das auch nur irgendwie anzutragen. Ob es nun durch wirkliches Outen ist oder eben durch einen unbefangen Umgang mit dem Thema!

zu Simacs Beitrag kann ich nur meine Zustimmung geben !
 
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