Sorry aber bei kenntnis der Geschichte aus zweiter oder dritter Hand sollte man da vorsichtiger rangehen. Beide Fanlager haben vor und nachher gesagt: Es ist nur eine Frage der Zeit wann einer drauf geht. Unabhängig, ob beim Nordderby oder bei einem anderen Spiel in der Republik. Die Vorfälle in der Zeit insbesondere auswärts und da vorallem bei der Rücktour vom Spiel nach Hause auf den Bahnhöfen waren katastrophal. Da wurden Fans der Gegner, die auf dem Zug liegend auf dem Bahnsteig "warteten" einfach aufs Gleis gerollt. Kein Scherz. Warum sind wir denn überwiegend zuerst eine vorher oder eine nachher ausgestiegen?
Und noch erschreckender (und für mich schader): Zwar hatte der HSV teilweise die Fanübermacht auch im Weserstadion aber es hätte auch nicht viel gefehlt, das sich beide Fanlager zu einer Art Fanfreundschaft zusammengetan hätten. Danach war es dann essig damit und es gab den Revanchismus, der sich ohne Fanprojekt und andere Geschichten (auch auf Seiten der HSVer wurde da sehr gute Arbeit gemacht) noch weit heftiger hätte entwickeln können.
Aktuell ist das Derby beinahe Pille Palle. Seit 2009 - wo es nochmal richtig heftig wurde - kommt da bald ja kaum noch was, außer Verbalscharmützel (und die gehören dazu). Nur wenn sich die Hannoveraner dem Mob anschließen, dann wirds heftig. die 96er warten darauf das die "Großen" was zeigen und dann kommts zu "Actiontourismus" und da lassen sich die Brmer dann nicht bitten, locken die in einer der verwinkelten vierteleinbahnsttraßen und hauen die um.
Nicht falsch verstehen: Ich verurteile das aufs heftigste und mache da auch nicht mit. Hasenpanier ist mir lieber als dicke Fresse. Doch:was heute abläuft ist gegen damals Pille Palle und Kindergarten. Heute wird gepöbelt. Früher hats gleich geklatscht. Und Polizeipräsenz gabs nicht.
Eine Schweigeminute - so richtig das ist - würde NICHTS bringen. Das Derby ist dank der Präsenz und der Strategie beider Vereine und der Polizei eines der friedlichsten Fußballspiele der Liga überhaupt geworden. Da muß man nicht Emotionen hochkommen lassen, die die meisten nur aus zweiter und dritter Hand kennen.