Alles zum Hauptsponsor

Mattähai als neuen Trikotsponsor...

  • ...finde ich super

    Votes: 5 38,5%
  • ...kann ich gut mit leben

    Votes: 7 53,8%
  • ...ist mir egal

    Votes: 1 7,7%
  • ...könnte besser sein

    Votes: 0 0,0%
  • ...schlimm

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    13
Doch ist es, weil die Aufregung albern und deplatziert wirkt. Kein Mensch hat sich über die "Citibank" aufgeregt. Was meint ihr wohl wo diese Bank überall ihre Finger drin hat, was sie teilweise mit kleinen Kreditnehmern so abgezogen hat und welche Geschäftsmodelle da alle so unterstützt worden sind. Wollen wir noch darüber reden, wo und unter welchen Bedingungen unser Ausrüster so produziert. Wir können fast jeden Sponsor von Werder durchgehen und du wirst Dinge finden, die moralisch mehr als nur verwerflich sind. Aber da fragt keiner nach, weil das nicht so wirklich durch die Medien geistert.

Und eben darum wurde nicht protestiert: Weil hat sehr viel weniger Fans über die Menschenschinder von cittibank und Nike Bescheid wissen als über die Hühnerquäler von Wiesenhof. Wenn ich aber nichts weiß, dann kann ich mich eben auch nicht aufregen.

Außerdem wäre ja möglich, dass einige halt inzwischen ihre moralischen Überzeugungen geändert haben. Oder auch, dass ihnen das Quälen von Tieren schlimmer erscheint als die Ausbeutung von Menschen in einem entfesselten Kapitalismus.

Zudem gibt es ja auch noch die, die weniger Wiesenhof an sich kritisieren als vor allem den drohenden Imageverlust durch die zu erwartende Berichterstattung.

All das sind die Gründe, die es durchaus nachvollziehbar erscheinen lassen, warum gegen Wiesenhof protestiert wird.
 
Mir erscheint nur vor dem Hintergrund, dass Werder für einer Vertreiber von Solarmodulen aus China wirbt und sich da noch kein Mensch drüber aufgeregt hat, ein wenig albern sich über Wiesenhof aufzuregen. Die Produktionsmethoden in China sind mehr als fragwürdig, insbesondere die Gewinnung von Rohstoffen. Da leiden massivst MENSCHEN, teilweise werden sie sterbenskrank. Aber wenns ums deutsche Hühnchen geht, dann kommt die Empörung.

Sehr richtig und bei Huawei hätte sich auch kaum einer beklagt als Hauptsponsor und wenn man sieht wie da die Chemikalien entsorgt werden dann kann man sich sehr gut ausmalen das die weit mehr Tiere töten als Wiesenhof. Wo ist da dann die Empörung?
 
Schande.

SV Werder Bremen, ihr seid eine Schande. Für die Menschen und Tiere.

Selbst, wenn der Vertrag nicht zustande kommen sollte.
Die grundsätzliche Bereitschaft mit Wiesenhof zu kooperieren ist ein Zeichen.

1. Wer ist denn die Schande? Der Verein? Seine Mitglieder? Seine Fans? Die ja hier zum Teil massiv ihren Unmut äußern?

2. Werder ist eine Schande für die Tiere? Tiere sollten sich dafür schämen, dass es unter ihresgleichen den SV Werder gibt?
:eek:
 
Es geht ja nicht nur ums Töten. Wenn durch Vergiftung von Gewässern tausende Tiere und Menschen krank werden und sterben, dann ist das völlig sinnlos. Die Tierquälerei bei Wiesenhof, so unschön es auch sein mag, hat ja noch einen Zweck: Möglichst viel Geflügel zu produzieren, damit Menschen das Zeug günstig essen können.
 
Und eben darum wurde nicht protestiert: Weil hat sehr viel weniger Fans über die Menschenschinder von cittibank und Nike Bescheid wissen als über die Hühnerquäler von Wiesenhof. Wenn ich aber nichts weiß, dann kann ich mich eben auch nicht aufregen.

Und genau deswegen wird nun darauf hingewiesen. Allerdings glaube ich eben auch weiterhin, dass das kaum jemanden interessiert, weil man sonst sein eigenes Konsumverhalten reflektieren müsste.

...

All das sind die Gründe, die es durchaus nachvollziehbar erscheinen lassen, warum gegen Wiesenhof protestiert wird.

Absolut richtig. Und um den Horizont zu erweitern, wird von einigen eben auch auf andere Ungerechtheiten hingewiesen. :)
 
Weil das System ja auch leider nicht anders funktioniert. Würde man nun anfangen, dass jedes Tierprodukt artgerecht hergestellt wird, wird jedes Tierprodukt eine ganze Menge mehr Geld kosten, um als Hersteller überhaupt noch Gewinn machen zu können. Kann man den Gewinn nicht machen, wird das Produkt nicht mehr hergestellt. Da die Menschen aber von diesen Produkten abhängig sind, wollen wir natürlich auch diese Produkte haben.

Solange dieses System weiter funktionieren soll, solange wird es immer Ungerechtigkeiten geben. Findet der Großteil sicherlich unfair (ich auch), allerdings leben wir in diesem System und wollen es zum großen Teil auch nicht anders (auch hier zähle ich mich zu). Es sich selbst einzugestehen fällt aber offensichtlich nicht jedem leicht.

Du hast in den meisten Punkten recht.Du hast das System erfasst und geschildert. Für den fett markierten Part darf man sich aber sicher fragen, woher das kommt. Das böse, böse System ... das macht's uns immer recht einfach, denn dagegen kann man ja eigentlich nichts machen, oder? Klingt jetzt, als ob ich mich darüber lustig machen würde - nein - du hast recht, das System ist schon so. Trotzdem ist der Einzelne dann doch nicht so unschuldig, wie er es sich gerne einreden würde. Denn im Vergleich zu den Essgewohnheiten von vor 40-50 Jahren ist doch auffällig, dass der Mensch sich selbst in diese Abhängigkeit begeben hat und diese scheinbar auch will. Der sich auswirkende Effekt zwischen 1 x die Woche Fleisch vs. 5-6 die Woche Fleisch ist halt der, dass es die Landwirtschaft im romantischen Sinne mit glücklichen Rindern, die auf saftigen Wiesen grasen und auf ihren Altenteil so nett sind, den Menschen mit ihrem Fleisch etwas zurück zu geben - dass es diese Form der Landwirtschaft kaum noch gibt bzw. sie in der Produktion einen verschwindend geringen Anteil ausmacht. Wenn man mir sagt "Du musst ab heute 6x mal so produktiv sein wie zuvor," würde mich das auch vor arge Probleme stellen. Deshalb kommen 95% des Fleisches aus der Massentierhaltung. Billiges Fleisch für jeden Tag! Früher war Fleischgenuss ein Ausdruck dessen, dass es den Menschen gut geht. Ob es uns heute langfristig gesehen wirklich dadurch besser geht, wenn wir antibiotika- und wachstumshormonvollgepumptes Fleisch essen - zumal in der Menge - sei mal dahin gestellt. Und da darf man sich ganz sicher sein: so etwas ist Betrieben wie Wiesenhof natürlich völlig scheißegal. Muss es ihnen aus Sicht der oben geschilderten Gewinnmaximierung auch sein.
Wenn man wirklich wollte, kann man sich auch sehr günstig ohne Fleisch ernähren. Spaghetti, Pasta etc. und Gemüse beim Aldi, Lidl kostet auch nicht die Welt. Das ist aber dem Großteil zu anstrengend, und ich kann's auch sehr gut nachvollziehen. Ich verzichte seit fast 2 Jahren auf Fleisch, und ich hab manchmal immer noch tierisch<- jetzt bitte keine Kalauer, dafür hab ich schon gesorgt :D Bock drauf. Eigentlich müsste ich den Schritt zum Veganer machen, da ich nicht genau weiß, woher die Milchprodukte und die Eier, die ich konsumiere, kommen. Aber so weit bin ich noch nicht.
Für die Menschen, die sich gern informieren möchten, würde ich das Buch "Tiere essen" empfehlen. Schildert zwar den US-amerikanischen Markt, aber man muss kein Prophet sein, um sich denken zu können, dass die Zustände in Europa im Wesentlichen sehr ähnlich sein müssen.
Und um's auch noch mal zum Ausdruck zu bringen: Ich würde mich an Wiesenhof als Hauptsponsor sehr stören.
 
mal ganz abgesehen von der ethischen und moralischen Diskussion und der allgemeinen Kapitalismuskritik einiger: Das WIESENHOF LOGO sieht doch nun auch einfach mal Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) aus! Allein aus diesem Grund würd ich mir kein Trikot mit diesem Sponsor drauf holen.. UND auf die Verhöhnung in den anderen Stadien ob dieses Sponsors würd ich der Mannschaft und mir als Auswährtsfan eben auch gern ersparen, um auch einfach mal die Alltagsrelevanz, die dieses Sponsoring dem Verein und seinen Fans beschert, zu benennen. Alles andere, bereits ausführlich diskutierte, kommt dann noch hinzu..
 
Also irgendwie schlägt das hier total die Wellen und ich frage mich immer noch warum man sich darüber hier so ereifert.:crazy:
Jeder mögliche Sponsor hat irgendwo Dreck am Stecken, ob inakzeptable Massentierhaltung oder Leiharbeit bei der man mit dem verdienten Geld gerade so über die Runden kommt.
Also statt hier euren Frust gegen diese Firma abzulassen fände ich es angebrachter, dass ihr euch zusammensetzt und z.B. ein Gesetz für ein Mindestmaß an Lebensqualität für Tiere in Massenhaltung zu entwerfen und der Bundesregierung zu übergeben. Und wenn ihr schon dabei seid auch gleich ein Gesetz zum allgemeinen Mindestlohn.

Und wer meckert, sollte dann auch möglichst gleich einen alternativen Sponsor mit blütenweißer Weste präsentieren.
 
Mir erscheint nur vor dem Hintergrund, dass Werder für einer Vertreiber von Solarmodulen aus China wirbt und sich da noch kein Mensch drüber aufgeregt hat, ein wenig albern sich über Wiesenhof aufzuregen.

Aber du regst dich doch auch über lokalpolitische Missstände auf. Was sind schon ein paar zehntausend Euro Spendengelder, die unter Scherf im Zusammenhang mit irgendeiner Stiftung geflossen sind im Vergleich zu bundespolitischen oder globalen Ungeheuerlichkeiten? Was der Angriff auf die FDP-Zentrale in Bremen im Vergleich damit, wie die Opposition in Weissrussland behandelt wird?

Da werfe ich dir doch aber auch nicht vor, dass du zu der großen Sache schweigst, aber dich zur kleinen äußerst.
 
Und eben darum wurde nicht protestiert: Weil hat sehr viel weniger Fans über die Menschenschinder von cittibank und Nike Bescheid wissen als über die Hühnerquäler von Wiesenhof. Wenn ich aber nichts weiß, dann kann ich mich eben auch nicht aufregen.

Wenn man ein so moralisch gefestigter Mensch ist, der sich über die "Hühnerqulärei" Wiesenhof empören muss, dann sollte man sich doch bitte so schlau machen und auch die Produktionsmethoden anderer Sponsoren hinterfragen und sich bitte darüber auch empören. Alles andere erscheint mir mal wieder ein wenig halbherzig und irgendwie albern. Sorry.

Aber du regst dich doch auch über lokalpolitische Missstände auf. Was sind schon ein paar zehntausend Euro Spendengelder, die unter Scherf im Zusammenhang mit irgendeiner Stiftung geflossen sind im Vergleich zu bundespolitischen oder globalen Ungeheuerlichkeiten? Was der Angriff auf die FDP-Zentrale in Bremen im Vergleich damit, wie die Opposition in Weissrussland behandelt wird?

Da werfe ich dir doch aber auch nicht vor, dass du zu der großen Sache schweigst, aber dich zur kleinen äußerst.

Schweige zu großen Dingen nicht. Nicht, wenn ich meine, dass das einen gewissen Sinn hat. Nun wird es nur in Weißrussland keine Sau interessieren, ob ich hier beispielsweise eine PM verfasse oder nicht. Nur reden wir hier über den eng begrenzten Sachverhalt der Sponsoren von Werder Bremen. Und wenn man an einen möglichen Sponsor bestimmte ethisch-moralische Maßstäbe ansetzt, dann bitte auch an die anderen.
 
Natürlich kann man das kritisieren. Aber dann muss man eben auch sagen, dass Werder gar keinen Sponsor mehr tragen darf. Jedes Unternehmen wird in irgendeinem Punkt gegen irgendwelche moralischen Grundsätze verstoßen, die Werder sich groß an die Fahnen schreibt. Ebenso müsste Werder sich in Zukunft selber ausstatten, da auch die Ausrüster schwarze Schafe sind. Nur schließt man davor die Augen, kritisiert Werder aber dafür. Dass das nicht zusammen passt ist das, was ich hier anspreche, was aber eben nicht jeder hören möchte.


Deswegen habe ich ja auch


Von daher ist es schon ein ziemlicher Widerspruch, wenn Werder Bremen gleichzeitig Sponsoren-Gespräche mit einem Unternehmen führt, welches etisch, arbeitsmarktrechtlich und ökologisch überdurchschnittlich häufig Negativschlagzeilen produziert hat.


geschrieben.
 
@ Weser-Vezier
Sehr guter Beitrag! Und ich verurteile auch niemanden für seine Lebensweise, wenn sie nicht meiner entspricht. So anmaßend bin ich ganz sicher nicht. Und ich weiß eben auch, dass das, was ich so zu mir nehme, alles andere als gesund ist und ggf. auch nicht artgerecht hergestellt wird. Ich bin aber so "schwach" und möchte da nicht zwingend drauf verzichten, da ichmich an diesen Lebensstil gewöhnt habe.

Ich befürworte hier auch gar keinen Sponsor wie Wiesenhof, aber ich stelle mich auch nicht hin und verteufel ihn, obwohl ich ganz genau weiß, dass ich selber auch kein Heiliger bin.
 
Es geht ja nicht nur ums Töten. Wenn durch Vergiftung von Gewässern tausende Tiere und Menschen krank werden und sterben, dann ist das völlig sinnlos. Die Tierquälerei bei Wiesenhof, so unschön es auch sein mag, hat ja noch einen Zweck: Möglichst viel Geflügel zu produzieren, damit Menschen das Zeug günstig essen können.

Na ja, auch die Abwässer könnten sicher besser entsorgt werden, als sie einfach irgendwo in die Landschaft zu kippen. In Deutschland scheint es, von gelegentlichen Rhein-tötenden Unfällen mal abgesehen, ja auch zu klappen. Wenn es nicht passiert, dann auch dort deswegen, weil es schlicht billiger ist.
 
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