Es ist neues Publikum anwesend, hereinspaziert! Gebäck ist im Schrank dahinten, Leselampen da vorne hinter dem thresen, dicht beim Hochprozentigem.
Koschi wacht über den Genitiv wie über den Namen dieses Cafes, daß ist sehr rührig von dem Mann aus Hildes Heim
@Violante
Wenn man mich so anständig bittet, dann will ich mal beiseite springen und gucken was ich aus der Liste so alles schon las. Viel ist`s nicht.
Oscar Wilde: "Das Bildnis des Dorian Gray" - Sein bekanntestes Werk, I presume. Und wenn auch heute "altbaksch" klingend so ist es doch eine schöne Allegorie auf die (damals Londoner?) "Sittengesellschaft" wo der Schein mehr als das Sein war und ist. Würde heute wahrscheinlich in den Ski-Hochburgen des Jet-Sett spielen.
Hermann Hesse: Der Steppenwolf Pfliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiicht!
Eines meiner uneingeschränkten Lieblingsbücher, das ich immer dann las, wenn ich mit der Welt fertig war. Die Lösung für das Problem des Protagonisten (oder meines wenn ich in so einen "Zustand" gerate) heißt Sex - das wäre vielleicht auch die Lösung der Probleme des Herrn Hesse gewesen - scheinbar aber nur, der war hochpotent und hat einige Kinder gezeugt. Mit der Libido war er nicht im argen.
Das Buch handelt von einem der Gesellschaft überdrüssigen Menschen. Wie aber jeder "Deprimierte" so herausfindet: Ohne sie gehts auch nicht.
Goethe "Rocky I und II" .
Die Hälfte aller sich im Umlauf befindenen deutschen Sprichwörter scheinen aus diesem Werke zu stammen, die andere Hälfte aus "Götz von Berlichingen"

"Zwei Herzen schlagen, Ach! in meiner Brust!" - sprachlich ist das alles aufs höchste austariert. Der erste Teil liesst sich wie ne Flasche Dornfelder perlt und ist auch ebenso bekömmlich. Der zweite Teil liesst sich wie sich "... and justice for all!" von Metallica anhört: Phänomenal: Takt, Rhythmus, Sprache, und alles das - aber es flutscht halt nicht. Meiner Meinung nach. Wie bei Kill Bill Eins und Zwei: Das was man dich denkt, was als Zweiter Teil kommt, war spannender als das was man im Zweiten Teil sah.
Deswegen halte ich den Faust für überschätzt. Aber da es vom Freiherrn war und der "Werther" als "leichte Kost" verpönt ist, nimmt man halt "Faust". Dann braucht man sich mit Goethe nicht weiter abzuplagen. Es sei denn, man ist Chemiker oder Botaniker. Auf diesem Gebiet war er Experte!
Lest lieber den "Werther", da hat man was, was heute auch zutrifft.
Ach so: Das Thema (Faust!) ist: Midlife crisis und auch: zuwenig Sex!
Bertolt Brecht: Dreigroschenoper
Der einzige Kapitalismusgegner, der wußte wovon er sprach. Er übrigens schrieb nie von Sex, davon hatte er genügend und mußte da nicht noch drüber schreiben. Den Sex und den täglichen Beischlaf so kann mans ausdrücken, setzte er als "gegeben" voraus!
Hier im Werke "Dreigroschenoper" macht der QuasiHeld eine Wandlung vom Strauchdieb zum Gangsterboss. Brecht beschreibt schön, das alle Bettler in Wirklichkeit organisiert sind - schaut mal in den Citys diese ganzen Musiker die entweder am Straßenrand musizieren oder in den Straßenbahnen es tun -. Die müssen Leihgebühren für ihre Instrumente (wenn sie Muskiker sind) oder ihre Prothesen (wenn sie einen auf Krüppel/Versehrter machen) zahlen!
Davon schreibt Brecht in seiner Dreigroschenoper. Ach ja: Mackie Messer kommt auch drin vor!

Vertont mit der Musik des Kurt Weill der Theaterklassiker des beginnenden 20ten Jhdt. Bei Brecht war ich mir nie sicher, ob er die "bösen" Kapitalisten nicht insgeheim für tolle Hechte hielt, bzw. seine Kapitalismuskritik nur vertheaterte, um die Bräute flach zu legen!
Ungelesen bei mir rum stehen:
Dumas "Graf von Monte Christo",
Leo Tolstois "Anna Karenina",
Franz Kafkas "Gesammelte Werke" inkl. "Brief an den Vater" und auch
Storms "Gesammelte Werke".
Die Liste ist ansonsten nicht schlecht.
Was ich vermisse sind:
"Herr der Fliegen"
"Der alte Mann und das Meer"
Bücher, die ich las wg. Schule und wofür ich dankbar bin:
"Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt. Er ist komischer als Max Frisch. Deswegen, trocken wie Staub, habe ich nach "Stiller" nichts mehr von ihm gelesen, Frisch jetzt.