Hertha BSC Berlin

Im TV haben sie lezten einen Platzsturm vor Ende des Spiels bei der EM 72 geteigt. Gab es damals auch solch ein Theater im Nachhinein?
 
Nö.

Der Schiedsrichter ist im gesamten Zeitraum nach dem Spiel bis zur sicheren Abreise unter Schutz gestellt und kann auch nachträglich noch alle Vorfälle melden. Gab es ja schon oft, dass Schiedsrichtern nach Spielende noch aufgelauert wurde etc.

Vorfälle melden, ja! Das ist das eine. Das andere ist, ob er den Spielern nicht die Rote Karte hätte zeigen müssen. Denn wenn er es hätte tun müssen, dann hat er ja, um bei dem üblichen DFB Geschwafel zu bleiben, die Situation erkannt und bewertet. Damit dürften, sollte die Annahme stimmen, keine Strafen mehr ausgesprochen werden.
 
:tnx:

Sollte Hertha damit Erfolg haben, dann hoffe ich auf entsprechende Reaktionen in deutschen Stadion auf dieses Theater.

Die werden ganz sicher kommen. Jeder blamiert sich halt so gut er kann und Hertha beweist, daß sie darin Spitze sind.

Also du scheinst mir einer der wenigen zu sein, die es gut fänden, wenn dieser Verein in der BL bleibt. Ich gehe davon aus, dass sie die Häme der Fans in vielen Stadien zu spüren beommen werden. Es macht sich ja schon jezt halb Deutschland über die Hertha lustig. Das ist eines Hauptstadtclubs unwürdig.

Sollten die tatsächlich drinnen bleiben, sind ihnen Spott und Pfiffe so sicher wie das Amen in der Kirche.

Der Schiedsrichter sah also keine Gefährdung, hat das Spiel regelkonform wieder aufgenommen und auch beendet. Gäbe es ein Wiederholungsspiel, dann ist das damit Gleichzusetzen, dass man Stark nicht glaubt und dürfte ihn dann auch nicht mehr als Schiedsrichter einsetzen.

Kann man so sehen, man kann aber auch sagen, daß er gewisse Dinge nicht richtig bewertet hat. letztendlich sind das aber alles Tatsachenentscheidungen und von daher anzuerkennen.



"Peng"

Ne, war nen Scherz ;)


Es geht überhaupt nicht um Ausnahmeregelungen, sondern darum, ob geringfügige Abweichungen vom regulären Ablauf gleich zur Rechtsfolge haben, dass ein gesamtes Spiel ungültig wird. Das wäre aber gerade für den unterklassigen Fußball fatal. Da kommt permanent ein Schiri nicht, mal fehlt ne Fahne oder die Linie ist krumm gekreidet oder das Spielfeld zu klein/zu groß etc. pp. Das kann alles nicht zur kompletten Ungültigkeit eines durchgeführten Spiels führen.

Das ist eben der fundamentale Irrtum, dem auch hier einige Aufsitzen. Fraglich ist nicht, ob es alles 100% regelkonform war, das war es offenkundig nicht. Fraglich ist die Rechtsfolge. Und die kann nicht bei kleinen Abweichungen Komplettannulierung heißen, das wäre kaum abzusehen, was da noch alles nachkäme.

Ich glaube, daß kannst Du hier noch 100 Mal runterbeten, dann haben es immer noch nicht alle begriffen.

Das ist doch noch gar nicht nachgewiesen.

Eben.


Ich finde, daß Bilder als Momentaufnahme einige Dinge stark verzerren. Man kann aus einem Bild nicht unbedingt die Emotionen von Menschen herauslesen, weil es eben nur eine Momentaufnahme des Gesichtes ist.

Dazu sollten nur Videoaufnahmen genutzt werden.

Ganz richtig.

Das Medium "Video" hat sich bis Berlin noch nicht durchgesetzt :D

Wohl nicht, der Soli ist nur bis kurz vor berlin gekommen ;)

Hoffentlich gibt es heute das Urteil. Ich habe keine Lust wieder bis Montag zu warten. :wild:

Hertha ab in die zweite Liga.

Preetz ab ins Dschungelcamp denn dort passt er nach diesem Theater ganz gut hin.

:applaus:

Dienstag, mein Guter. ;)

Campino nicht!

Hragor offenbar auch nicht!

Ich auch nicht.

Ich kann verstehen, dass sie nicht absteigen möchten, was ja den finanziellen Ruin für diesen Verein bedeuten könnte, wie man hört. Aber dieses Schmierentheater ist lächerlich. Einspruch ja, aber das ganze drum herum ist doch aberwitzig.

Genauso wie das ganze Gehabe um Gegenbauer, Preetz und diesen anderen Fuzi mit C..
 
Die gesamte Strategie der Hertha bei diesem Einspruch. Das sie sich damit einfach zur Lachummer der Saison machen. Die können nicht mal mit würde absteigen.

Also, tut mir leid, das ist mir immer noch nciht konkret genug! Meinst Du, dass sie überhaupt nochmal in Berufung gegangen sind? Meinst Du das Vorgehen von Schickhardt? Meinst Du die Vorlage von Fotos? Meinst Du die Aussagen?

In Würde absteigen? Nach diesen Vorfällen in Düsseldorf? Glaubst Du, dass Hertha auch bei regulärem Spielende Protest eingelegt hätte? Sie wären doch fahrlässig, wenn sie es in diesem Fall nicht versuchen würden, wie Du selbst oben schon geschrieben hast.
 
Hab mal eine ganze andere Frage und vielleicht kann die Blacki mir dabei helfen. Wir sind vorhin auch auf das Thema gekommen und das sagte nen Kumpel, dass die Herthaspieler eigentlich nachträglich gar nicht gesperrt werden könnten, denn schließlich hat Stark ihnen die Rote Karte nicht gezeigt. Tatsachenentscheidung!
Nun kam eben die Frage auf wie lang der Schiedsrichter noch für so etwas zuständig ist. Ich weiss, dass er Spielern auch nach dem Schlusspfiff auf den Platz Karten zeigen kann, aber wie weit reicht das?

Rote Karten nur auf dem Platz.
Er konnte ihnen hier also gar keine zeigen, wäre doch allerdings aberwitzig wenn das dann einen Freibrief nach dem Verlassen des Platzes bedeuten würde.

Wenn das Ganze im Rahmen eines Fußballspiels noch in den Kabinen passiert, dann kann der Vorfall sehr wohl noch gemeldet und der Spieler gesperrt werden.
Nur gibt es dann eben keine rote Karte sondern nur eine Meldung im Spielbericht.
 
Vorfälle melden, ja! Das ist das eine. Das andere ist, ob er den Spielern nicht die Rote Karte hätte zeigen müssen. Denn wenn er es hätte tun müssen, dann hat er ja, um bei dem üblichen DFB Geschwafel zu bleiben, die Situation erkannt und bewertet. Damit dürften, sollte die Annahme stimmen, keine Strafen mehr ausgesprochen werden.

Die Karte für Ben Hatira ist gültig, für andere Spieler hätte er sie noch auf dem Feld bzw. im Kabinengang zücken müssen - hat er nicht. Allerdings neigt der DFB ja neuerdings dazu, auch nachträglich Sperren auszusprechen siehe J.Jones und Pizarro.

@ DR AKR - Die Vorlage von Bildern, da nur eine Momentaufnahme, die Argumente vom Herthaanwalt.
 
Vorfälle melden, ja! Das ist das eine. Das andere ist, ob er den Spielern nicht die Rote Karte hätte zeigen müssen.

Ich glaube, dass er das nur bei Vorfällen auf dem Spielfeld tun muss, ich bin mir aber nicht sicher. Außerdem kann er dies auch nachträglich noch vermerken oder aussprechen, nachdem er sich in Sicherheit gebracht hat, er muss nicht sofort und stante pede rot zeigen. Er darf sich auch erst in der Schiri-Kabin verbarrikadieren.
 
Die Karte für Ben Hatira ist gültig, für andere Spieler hätte er sie noch auf dem Feld bzw. im Kabinengang zücken müssen - hat er nicht. Allerdings neigt der DFB ja neuerdings dazu, auch nachträglich Sperren auszusprechen siehe J.Jones und Pizarro.

Das ist schlicht falsch.
Nach dem Verlassen des Spielfeldes nach Spielschluss dürfen Vorfälle nur noch gemeldet werden und können nicht mehr mit persönlicher Strafe geahndet werden.

Er darf die rote Karte da regeltechnisch überhaupt nicht mehr zeigen.
 
Rote Karten nur auf dem Platz.
Er konnte ihnen hier also gar keine zeigen, wäre doch allerdings aberwitzig wenn das dann einen Freibrief nach dem Verlassen des Platzes bedeuten würde.

Wenn das Ganze im Rahmen eines Fußballspiels noch in den Kabinen passiert, dann kann der Vorfall sehr wohl noch gemeldet und der Spieler gesperrt werden.
Nur gibt es dann eben keine rote Karte sondern nur eine Meldung im Spielbericht.


:tnx:

Danke! Wir waren uns da nämlich nicht sicher, ob er da auch die Rote hätte zeigen können, da das Spiel ja noch nicht zu ende war.
 
Naja, dass Schiedsrichter noch während des Spiels angegriffen wurden und flüchten mussten, hat es in Ligen bis zur Landesliga schon öfter gegeben und da hagelte es nachträglich meist drakonische Strafen bis zum Ausschluss vom Spielbetrieb oder mehrjährigen Sperren für einzelne Spieler. Da wäre es auch absurd von einem Schiri zu verlangen, noch jedem einzeln rot zu zeigen, statt die Beine in die Hand zu nehmen.
 
Ich glaube, dass er das nur bei Vorfällen auf dem Spielfeld tun muss, ich bin mir aber nicht sicher. Außerdem kann er dies auch nachträglich noch vermerken oder aussprechen, nachdem er sich in Sicherheit gebracht hat, er muss nicht sofort und stante pede rot zeigen. Er darf sich auch erst in der Schiri-Kabin verbarrikadieren.

Schon richtig, aber dann hätten ja die betreffenden Spieler nach der Spielunterbrechung nicht mehr aufs Feld zurückgedurft ;) Das mit dem "Zeigen" der Roten war auch mehr im übertragenen Sinne gemeint.
 
:tnx:

Danke! Wir waren uns da nämlich nicht sicher, ob er da auch die Rote hätte zeigen können, da das Spiel ja noch nicht zu ende war.

Bei der Aktion von Kobiashvili war das Spiel meines Wissens doch schon beendet.

Sonst hätte Hertha auch garantiert nicht zu Zehnt weiterspielen dürfen.

Wenn das Spiel läuft, darf auch in den Katakomben die rote Karte "gezeigt" werden. Nur das man sie dort eher ausspricht als zeigt und die Mannschaftsführer beider Mannschaften informieren muss.
 
Bei der Aktion von Kobiashvili war das Spiel meines Wissens doch schon beendet.

Sonst hätte Hertha auch garantiert nicht zu Zehnt weiterspielen dürfen.

Wenn das Spiel läuft, darf auch in den Katakomben die rote Karte "gezeigt" werden. Nur das man sie dort eher ausspricht als zeigt und die Mannschaftsführer beider Mannschaften informieren muss.

Ich hatte das bisher so verstanden, dass das alles während der Spielunterbrechung passiert sei.
 
Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Fußball-Europameisterschaft_2000 :

Weltmeister Frankreich sah sich starken defensiven Portugiesen gegenüber, die mit Kontermöglichkeiten die Franzosen mehrfach gefährdeten. So ging Portugal durch Nuno Gomes mit 1:0 in Führung und auch der Ausgleich in der 51. Minute durch Thierry Henry brachte sie nicht von ihrem Weg ab. Sie hatten bis zum Schluss und auch in der Verlängerung die besseren Chancen. Kurz vor der Entscheidung hatte Abel Xavier per Kopf die Chance zum Golden Goal. Ebenfalls Abel Xavier bekam gegen Ende der Verlängerung bei einem Angriff der Franzosen kurz vor dem eigenen Tor den Ball an die Hand. Der (nach der EM zum Schiedsrichter des Turniers gewählte) österreichische Schiedsrichter Günter Benkö gab Elfmeter. Zidane verwandelte ihn und brachte damit den Weltmeister ins EM-Finale. Nach Spielende kam es zu Ausschreitungen unter den portugiesischen Spielern, sie bespuckten den österreichischen Schiedsrichter und wurden für mehrere Monate von der UEFA gesperrt. In diesem Spiel spielten mit Luís Figo und Zinédine Zidane, die zu dieser Zeit als beste Fußballer der Welt galten, gegeneinander und machten auch beide als Kapitän ihrer Mannschaften ein großes Spiel. Figo wurde später zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt und wechselte noch im selben Jahr für die Ablösesumme von 60 Millionen Euro von Barcelona zu Real Madrid, wohin Zidane ihm ein Jahr später folgte.
 
Dann macht die hobbypsychologie von den Kollegen Lorenz und Stark aus der ersten Verhandlung, dass die Herthaner aufgrund dieser Aktionen gar keine Angst gehabt haben könnten, ja noch weniger Sinn. War dann ja über 20 Minuten nach dem Platzsturm. :zweifeln:
 
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