Ach das sah mit bis Ende der 90er ganz anders aus... Da bestand ganz Berlin aus Dortmundfans... Das war grausam in der Schule...
Mittlerweile sehe ich viele mit Barcatrikots oder auch Bayern, Bremer sind rar geworden...
Geht so. Man darf Berlins Historie dabei nicht vergessen. Bin ja auch ein Nachwendezeitkind. Aus Mangel an lokalen, interessanten Clubs hat sich damals halt jeder "seinen" medial-präsenten Verein "gesucht". Bei mir wars dann damals vor circa 20 Jahren eben Werder, weil mir der Club neben Bayern, Dortmund und der Eintracht aus FFM am sympathischsten schien und ich von den Europapokalspielen absolut geflasht war. Aus Zuneigung wurde Liebe usw...:svw_schal:
Seit ein paar Jahren gehe ich darüber hinaus zu Union, arbeite mittlerweile indirekt auch da. Hertha fand ich schon vorher doof, auch weil sich das Olympiastadion-Publikum mit zunehmendem Interesse der Lokalgazetten arg unsympathisch entwickelt hat... Durfte mich gestern mal wieder davon überzeugen, wurde eingeladen

wie gesagt, keinen Cent würde ich dafür ausgeben, die Hertha spielen zu sehen. So hatte ich einen witzigen, relativ unaufgeregten weil persönlich emotionslosen Stadionbesuch, dessen sportliches Ergebnis mich schmunzeln und auf weitere Berlin-Derbys hoffen ließ
Hertha hat den Anspruch ein Gesamtberliner Verein zu sein und wird diesem natürlich null gerecht. Habe vor kurzem vor dem Spiel hier in Berlin einen ausführlichen Disput im Spieltagsthread geführt. Wurde seinerzeit fälschlicherweise von einem Inkognito-Herthaner als "Nachswuchsunioner" betitelt, habe mich dann aber als langjähriger Werderfan und zweifacher Familienvater geoutet, der nicht bloßes Hertha-Bashing betreibt, sondern eine begründete Antipathie gegen diesen Club hat.
Naja und ein paar BFCer gibts auch noch... Das diese sich selbst meistens als Gewaltbereite Fussballfans bezeichnen, sagt jedoch alles über diese Menschen...
Oftmals ja. Eine Assoziation mit Bremen wird da leider auch oft hergestellt, begründet z.B.mit dieser Hoolband "KC"...
Als Werder 2009 als Titelverteidiger in der ersten Pokalrunde (5:0) zur Stadioneröffnung der Alten Försterei war, stand ich natürlich im Werderblock, was irgendwie komisch war, da ich ja bei Heimspielen sonst auf der anderen Seite stehe.. jedenfalls fiel mir negativ auf, dass eine Menge einwandfrei identifizierbarer BFCer da waren und lautstark "Scheiß Union"-Gesänge anstimmten. Hat mich sowohl als Werderfan als auch Unionanhänger maßlos geärgert. Einen geilen, generell Sympathischen Club

bzw dessen Fans zu instrumentalisieren, um Stimmung gegen den eigenen Erzfeind zu machen fand ich genauso armseelig, wie das Dulden dieser Selbstinszinierung. Hat leider ein paar Sympathien in Köpenick gekostet, aber ich versuche immer mein Bestes, die grünweiße Ehre aufrecht zu erhalten:svw_schal:
Generell tendieren viele Ostberliner zu Werder, ums auf den Punkt zu bringen.
und um die Kurve zum Topic wiederzufinden: der Ramos ist erstaunlicherweise doch gar nicht so schlecht. Bei weitem kein Rosi, den ich sehr vermissen und trotz allem gerne regelmäßig irgendwie sehen würde. Aber ein Sturmduo Petersen-Ramos ist generell mMn eine erwägenswerte Alternative zu Rosenberg-Pizarro, unter den gegebenen Umständen jedenfalls(Finanzen, sportlich). Hat man im TV vielleicht gar nicht so gesehen, aber der Kolumbianer ist echt beweglich, spritzig, schnell und "macht was fürs Spiel"... das ET war mMn pures Pech.