Auch wenn die Klose-Story 8 (nicht 9) Jahre her ist, so hat sie doch zumindest, wie Du es ja selbst geschrieben hast, eine gewisse Nachhaltigkeit gehabt. so daß man ihre Wirkung trotz des langen zeitlichen Abstands nicht runterspielen sollte. Aber sie zeigte auch, daß Lemke nicht nur im AR so ziemlich der einzige war, der die Kalkulierbarkeit dieses Risiko ebenso wenig erkannt hat (oder erkennen wollte), wie die Tatsache, daß das Geschäftsgebaren, wie es Lemke in seiner Zeit als Manager gezwungenermaßen führen mußte, nicht mehr ganz den Anforderungen des Business Bundesliga und den Möglichkeiten von Werder Bremen entspricht.
Daß Klose sportlich (vom letzten halben Jahr abgesehen) und wirtschaftlich ein Gewinn für Werder gewesen ist, war im Sinne von Werder Bremen ein Denkzettel für WL, daß man auch bei Werder Bremen mit kalkulierbaren Risiken Erfolg haben kann, was ihm sein Ok zu späteren Transfers sicherlich erleichterte. Aber daß Lemke an seiner grundsätzlichen Einstellung nicht viel geändert hat, hat man ja zuletzt zu Beginn der Saison bei der Causa Sokratis gesehen.
Zitat von maddin:
Insofern finde ich es nur berechtigt, wenn Aufsichtsräte alle 8 Jahre mal die Sinnhaftigkeit einer Großinvestition in Frage stellen undzumindest nach Alternativen oder der sicherstellung der Finanzierung fragen. Das ist doch schließlich deren Job.
Nur alle 8 Jahre? Ein etwas sehr großes Zeitfenster, denn ein AR sollte zumindest 1x im Geschäftsjahr seine Kontrollfunktion ausführen.
Ich bin jedenfalls auf die zukünftige Entwicklung sehr gespannt, auch was das Verhältnis sportliche Leitung / Lemke angeht. Denn durch den spärlichen Zulauf von Spielern aus der eigenen U23, die sich im Profikader über mehrere Jahre im Profi-Kader etablieren konnten, wird trotz fehlender EC-Einnahmen ein gewisser Investitionsbedarf bestehen - zumindest dann, wenn man sich von den bisherigen sportlichen Zielen nicht noch länger oder sogar weiter entfernen will, wie es seit letzter Saison der Fall ist.