Mit Naldo und Sokratis hätten wir nen echtes Bollwerk, wenn Sokratis neben Prödl ran muss, dann verteidigt er wieder für seinen Nebenmann mit, ähnlich wie bei Affolter momentan - ich denke, wenn Wolfsburg nen gutes finanzielles Angebot macht, dann sollte man es nicht versuchen zu überbieten!
An Albernheit nicht zu überbieten, egal wie kritisch man Prödl und Affolter auch immer (realistisch) sehen mag.
Der letzte Passus setzt dem ganzen die Krone auf: Als wenn Werder bei einem Wettbieten mit Wolfsburg mithalten könnte - und dazu als wenn Werder unter Lemke / KA mit dem gemeinsam festgelegten Sparziel bei den Gehältern insgesamt das überhaupt tun wollten.
Auch hier darf ein Verweis auf die Realität erlaubt sein: Hätte sich der Bengel nicht die Fresse kaputt treten lassen, dann hätte die sportliche Führung seine Weiterentwicklung neben Sokratis ausreichend lange beobachten können, um sich ein rundes Bild zu machen.
Das Gleiche dann im Training neben Sokratis, Affolter und vor allem Naldo. Auch dies war leider nicht möglich. Die Sache mit dem Bus und den Hupen der Oma.
Interessant noch eine Kleinigkeit am Rande: Viele von denen, die Wontorra für seine "Kritik" heftigen verbalen Beifall klatschen, jammern hier über einen evtl. Abgang von Prödl. Dabei wurde der doch von Wontorra ausdrücklich als einer der bestenfalls mittelmäßigen Spieler genannt, an denen Wontorra den Niedergang exemplarisch festmacht.
Was nun ? Prödl als guten Soieler, den man halten soll oder Prödl als Personifizierung des Niedergangs ?
Für mich zeigt sich an diesem Beispiel sehr gut, das es einer zunehmend größer werdenden Kritikerschar gar nicht mehr auf sachliche Kritik ankommt, sondern schlichtweg nur noch darum, die derzeitige sportliche Leitung irgendwie weg zu bekommen um sich besser fühlen zu können. Steinigt sie, dann ist alles gut und es geht uns besser. Traurig, das man über dieses Niveau nicht hinaus ist. Eigentlich hätte man das bei "life of Brian" eigentlich lernen können, das solche "Lösungen" nur eine sehr kurzfristige gefühlsmäßige Erleichterung bringen, aber die Situation nicht durchgreifend ändern.
In dem Sinne ein freundliches JEHOVA als Gutenachgruß.