Die Voraussetzungen in Dortmund sind sicher grundsätzlich besser. Aber der Unterschied wäre auch sicher nicht so groß, wenn man es bei Werder nicht verpennt hätte sich weiter zu entwickeln. Da trifft Wontorra eben auch den Nagel auf den Kopf: Stillstand ist Rückschritt. Aber das will man im beschaulichen Bremen eben einfach nicht verstehen. Ich weiss, dass viele diese "think big" nicht mögen, aber mit einer anderen Unternehmesnphilosphie hätte man bestimmte Standortnachteile sicher ausgleichen können. Wir verharren in einem Denken, welches schlicht nicht mehr zeitgemäß ist.
Was nun die Entwicklung des Teams angeht. Dortmund musste aufgrund der drohenden Insolvenz einen Radikalschnitt machen. Der wäre bei uns aber nicht zwingend notwendig gewesen, wenn man es verstanden hätte die Mannschaft sukzessive immer wieder neu aufzustellen. Eben auf einzelnen Personen. Aber hier kommt eben auch diese typisch bremische bei raus. Das zu lange Festhalten an Altbewährtem. Für mich ist die Vertragsverlängerun mit Fritz, der auf seiner Position schon länger gegen schnelle Außenbahnspieler des Gegeners schlecht aussieht, ein Sinnbild dafür. Neuzugänge kamen hier häufig nicht zu recht in den letzten Jahren. Ob das nur an den Spielern lag, mag ich bei der Masse zu bezweifeln, vor allem da man denen schon angesehen hat, dass die durchaus was drauf haben.
Dieses Abwälzen der Verantwortung auf Äußere, angeblich von den "Verantwortlichen" nicht zu beeinflussende Faktoren, ist einfach albern. Vieles trägt sicher seinen Teil zu bestimmten Situationen bei, aber ist sicherlich nicht Hauptursache.



