Der Jogging Thread

Die Tendenz der Übergewichtes im Kindes- und Jugendalter finde ich deutlich kritischer.

Ja und das hat eben sehr viele Gründe. Um nur mal einen Grund zu nennen:
als ich ein Kind war kam irgendwann mal ein Gameboy raus und mit Internet war auch noch nix. Da war man einfach permanent draussen und gespielt und rumgetobt und war in Bewegung. Das ist heute viel weniger. Wenn sich die Eltern dann nicht explizit um die Kinder bemühen, hängen sie eben faul im Haus rum.
 
Das ist aber eine viel zu einfache Auffassung. Klar spielt das eine Rolle, aber nur in einzelnen Fällen und im Zusammenhang mit vielen anderen Kausalitäten.
 
Das ist aber eine viel zu einfache Auffassung. Klar spielt das eine Rolle, aber nur in einzelnen Fällen und im Zusammenhang mit vielen anderen Kausalitäten.

Es ist ein komplexes Thema und ich ja extra gesagt, dass ich nur einen Punkt nenne.
Unterm Strich läuft es aber darauf hinaus, dass sich zu wenig mit den Kindern beschäftigt wird. Sei es was die Ernährung angeht oder die Freizeitbeschäftigung. Viele Eltern können es aber aus beruflichen Gründen auch gar nicht.
Wie du sagst spielen da ganz viele Faktoren eine Rolle, die zu dem Ergebnis führen.
 
Die Verbindung mit Vereinen findet vor allem an Nachmittagsangeboten statt. Das nimmt zu, wenn die Gesamtschulen noch weiter zu nehmen. Und natürlich gibt es auch entsprechende Schulen, die im Rahmen ihres eigenen Konzeptes wert darauf legen. Gesetzlich ist Sport ein ordentliches Unterrichtsfach im Wochenumfang von 2 Unterrichtsstunden.
 
Doch, bringt schon was. V.a. für die, die ohne diese 2x 45 Minuten sonst auf Nullkommanull kommen würden.

1x 45 Minuten ist eigentlich zu wenig. Wer handhabt das so?
 
Die Verbindung mit Vereinen findet vor allem an Nachmittagsangeboten statt. Das nimmt zu, wenn die Gesamtschulen noch weiter zu nehmen. Und natürlich gibt es auch entsprechende Schulen, die im Rahmen ihres eigenen Konzeptes wert darauf legen. Gesetzlich ist Sport ein ordentliches Unterrichtsfach im Wochenumfang von 2 Unterrichtsstunden.

Ja aber beispielsweise gibt es doch Sportarten, zu denen die Kinder gar nicht kommen, wenn sie nicht gerade von den Eltern oder Bekannten betrieben werden.
Ich spiele beispielsweise Tischtennis und da gehen wir ab und an in die Grundschulen und stellen unserer Sportart vor und dann hast du danach im Training auf Anhieb 10-20 Kinder, die Spass daran haben.
Der Sportunterricht der SChule ist ja mehr oder weniger zum abreagieren.
 
Solche Vereinskooperationen sind super. Nur die gehen eben immer von einer Eigeninitiative der Schulen bzw. der Vereine aus und sind deswegen leider nicht flächendeckend aufzufinden.
 
Doch, bringt schon was. V.a. für die, die ohne diese 2x 45 Minuten sonst auf Nullkommanull kommen würden.

1x 45 Minuten ist eigentlich zu wenig. Wer handhabt das so?

Hab ich schon öfters so auf Stundenplänen gelesen...

Und, zumindest war das bei mir in den Schulen so, diejenigen, die keinen Sport machen, haben den Schulsport auch nie oder nur äussert selten mitgemacht...
Irgendwelche Krankheiten (Schnupfen, Grippe...) haben das immer verhindert...
 
Ich finde, der Schulsport, wie er derzeit praktiziert wird, stellt aber einen Widerspruch zum Ziel dar, alle Kinder zur regelmäßigen Bewegung zu animieren.
Ich frage mich, wieso es in Unter- und Mittelstufe überhaupt Noten für Sport geben muss, sodass weniger sportlichen Kindern von vornherein die Motivation und das Selbstvertrauen genommen wird, sich unabhängig vom Messen mit anderen zu bewegen.
Dazu kommt, dass immer eine bestimmte Sportart für einen gewissen Zeitraum praktiziert wird. Naturgemäß gibt es Sachen, die einem besser und weniger gut liegen, aber auch Sachen, die weniger zum Konditionsaufbau bzw. Fettabbau beitragen als andere. Da sollte man dann die Wahl haben (wie das bei uns in der Oberstufe auch der Fall ist), um sich im Rahmen einer Gruppe für eine Sportart entscheiden zu können. Wenn die nämlich nur halbwegs Spaß macht, bewegt man sich doch fast schon automatisch mehr.
 
Ich finde, der Schulsport, wie er derzeit praktiziert wird, stellt aber einen Widerspruch zum Ziel dar, alle Kinder zur regelmäßigen Bewegung zu animieren.
Ich frage mich, wieso es in Unter- und Mittelstufe überhaupt Noten für Sport geben muss, sodass weniger sportlichen Kindern von vornherein die Motivation und das Selbstvertrauen genommen wird, sich unabhängig vom Messen mit anderen zu bewegen.
Dazu kommt, dass immer eine bestimmte Sportart für einen gewissen Zeitraum praktiziert wird. Naturgemäß gibt es Sachen, die einem besser und weniger gut liegen, aber auch Sachen, die weniger zum Konditionsaufbau bzw. Fettabbau beitragen als andere. Da sollte man dann die Wahl haben (wie das bei uns in der Oberstufe auch der Fall ist), um sich im Rahmen einer Gruppe für eine Sportart entscheiden zu können. Wenn die nämlich nur halbwegs Spaß macht, bewegt man sich doch fast schon automatisch mehr.

:tnx:
Da hast du absolut recht. Für die dickeren Kinder stellt der Schulsport eher ein Spießrutenlauf dar und löst wahrscheinlich eher Frust als Lust aus.
 
Ich finde, der Schulsport, wie er derzeit praktiziert wird, stellt aber einen Widerspruch zum Ziel dar, alle Kinder zur regelmäßigen Bewegung zu animieren.
Ich frage mich, wieso es in Unter- und Mittelstufe überhaupt Noten für Sport geben muss, sodass weniger sportlichen Kindern von vornherein die Motivation und das Selbstvertrauen genommen wird, sich unabhängig vom Messen mit anderen zu bewegen.
Dazu kommt, dass immer eine bestimmte Sportart für einen gewissen Zeitraum praktiziert wird. Naturgemäß gibt es Sachen, die einem besser und weniger gut liegen, aber auch Sachen, die weniger zum Konditionsaufbau bzw. Fettabbau beitragen als andere. Da sollte man dann die Wahl haben (wie das bei uns in der Oberstufe auch der Fall ist), um sich im Rahmen einer Gruppe für eine Sportart entscheiden zu können. Wenn die nämlich nur halbwegs Spaß macht, bewegt man sich doch fast schon automatisch mehr.

:tnx: Genau so.
 
@Simac: Ich würde es gerne. 4 Stunden, jedoch mit der Möglichkeit für Schulen, das nicht nur als "klassischen" Sportunterricht aufzuziehen. Nur sind die Stundenpläne voll. Da geht nicht noch mehr rein.
Ganzstagsschulen können das eher stemmen. Tun sie oft in der Praxis auch schon. Nur ist die Frage, inwieweit sich dann eine gesetzliche Verortung empfiehlt, die eine Mindestanzahl für alle Schulen vorschreibt, wenn nur ein Teil das bewältigen kann.
Man könnte es höchstens an die Zahl der Pflichtstunden der Schüler knüpfen und Gesetze somit von der Wochen- bzw. Tagesstundenzahl abhängig machen. In anderen Bereichen gibt es das schon - zum Beispiel, wenn es um die Mensaverpflegung geht.

@David Jarolim: Solange Sport dem Gesetz nach ein ordentliches Unterrichtsfach und somit verpflichtend zu erteilen ist, muss es dafür Noten geben. Das ist die Crux. Natürlich könnte man eine Ausnahme etablieren, wie es auch bei der Befreiung vom religionsunterricht geschehen ist. Aber das wäre ja Bürokratie. Neee, bloß nicht. Deutschland und so.
 
Schnickschnack, so empfindlich bin ich jetzt auch wieder nicht ;) Ich laufe normalerweise sowieso nicht mit ausgestrecktem Bauch rum, aber dass es überhaupt so aussieht dann, das stört mich schon.

zoggi und Stürmerbraut, an beides habe ich schon gedacht. Ein bisschen Hohlkreuz ist durchaus vorhanden, aber ich glaube nicht, dass das automatisch einen dicken Bauch zur Folge hat. Inzwischen vermute ich fast, dass ich Laktose nicht abkann, da muss ich in der nächsten Woche tatsächlich mal konsequent sein und das Zeug vermeiden.

Das kannst du auch austesten lassen. Wenn du ganz sicher sein willst.
 
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