Über 70 Tote bei Fan-Ausschreitungen in Ägypten

Was heißt "droht"? Es gibt die Militärmacht einerseits und die ca. 70% der Abgeordneten, die radikale Islamisten sind, Scharia etc. wollen andererseits.

Richtig, und die eine Partei hält die andere in Schach. Eine politische Patt-Situation.
Und hier ist eben die Positionierung der Ordnungsmächte wichtig, also wer wird wann wie unterstützt.

Und Du hast Dich in Deinem vorletzten Post selber auf Zukünftiges bezogen, also ist "droht" iSv von "wahrscheinlich, aber noch nicht eingetreten" durchaus die richtige Bezeichnung.
 
Richtig. Es ist aber eine realistische Einschätzung. Denn in der neuen Ordnung wird sich jemand durchsetzen müssen, also wird es entweder eine stramme Militärdiktatur mit Scharia light oder Scharia pur mit starker Stellung des Militär. So oder so wird es schlimmer. Oder welche andere Option gibt es noch?
 
Richtig. Es ist aber eine realistische Einschätzung. Denn in der neuen Ordnung wird sich jemand durchsetzen müssen, also wird es entweder eine stramme Militärdiktatur mit Scharia light oder Scharia pur mit starker Stellung des Militär. So oder so wird es schlimmer. Oder welche andere Option gibt es noch?

Ja, sie ist realistisch. Aber noch nicht eingetreten, also kann sie noch verändert werden, zumindest theoretisch. Ich bin der Meinung, sie kann sogar noch "zu unseren Gunsten" beeinflusst werden.

Gerade in Ägypten, aber ja auch z.B. in der Türkei, steht das Militär für eine gewisse pro-westliche und auch pro-israelische (in den letzten Jahren) Einstellung. Und das sind beides Ziele der von mir noch nicht genannten Regionalkräfte: Israel und EU (D, F, UK).
Also ist meine Einschätzung, dass die Militärregierung solange unterstützt werden wird, gegebenenfalls durch reine Nicht-Einmischung, bis sich die Volksstimmung hin zu einer für den Westen viableren Mehrheit geändert hat. Dieser Veränderungsprozess wird zudem unterstützt werden: durch Investitionen, die Medien, ...
Ob das klappt oder ob es vorher dort wieder knallt, das steht gewisserweise auf Messer's Schneide. Darum ist Deine Erwartung realistisch, aber beansprucht gleichzeitig nicht die Bewertung als alleinig mögliche Folge der jetzigen Situation. :)
 
Darauf können wir uns gerne einigen, zumal das ja erstens nie möglich ist und zweitens weil ich das nicht schreibe, um Recht zu behalten, sondern in der vagen Hoffnung, dass das SChlimmste verhindert werden kann.
 
Schlimme Sache. Aber trotzdem würde ich den Fußball dafür nicht verantwortlich machen. Das hätte mMn bei jeder Maßenveranstalltung passieren können und war nicht sportlich, sondern politisch motiviert.
 
@ mola23 und maddin
Ihr fangt an politisch zu diskutieren. Gut so. Mit meinem letzten Post wollte ich nichts anderes klarstellen, als dass der Platzsturm in Port Said nichts mit Platzstürmen bei Hertha, Frankfurt oder in unteren Ligen wie bspw. in Essen oder Oldenburg oder sonstwo zu tun hat; sondern die tatsächliche Problematik ganz woanders liegt. Und ich kann überspitzt formuliert die Gewalt in der Berliner U-Bahn-Station nicht mit der Situation in Ägypten vergleichen.

Um es deutlicher zu sagen:
Jegliche Fußballvergleiche sind aus meiner Sicht auf der jetzigen Informationsbasis absolut indiskutabel, weil das Ganze nicht mehr viel mit Fußball zu tun hat.

Aber bei aller Kritik: Bei allen anderen Posts zuvor muss man bitte immer berücksichtigen, dass die Informationsbasis seeeehhhr dünn war.

Noch deutlicher:
Ich will niemanden unberechtigt kritisieren.

In diesem Sinne: Gute Nacht. Möge der SVW ewig deutscher Meister sein! :applaus: ;)
 
@ mola23 und maddin
Ihr fangt an politisch zu diskutieren. Gut so. Mit meinem letzten Post wollte ich nichts anderes klarstellen, als dass der Platzsturm in Port Said nichts mit Platzstürmen bei Hertha, Frankfurt oder in unteren Ligen wie bspw. in Essen oder Oldenburg oder sonstwo zu tun hat; sondern die tatsächliche Problematik ganz woanders liegt.

Ich glaube das ist allen klar. Das einzige, was es mit Fußball zu tun hat, ist doch, dass die Fußballfans bereits einen mobilisierten Mob darstellen, der in explosiver Lage eben leichter losschlägt als eine Gruppe Passanten auf einer belebten Einkaufsstraße. Das muss man als Fußballfan immer reflektieren, wenn man sich in der Masse bewegt - und man muss immer bereit sein, wenn es zu einem Gewaltausbruch kommt, sich eben nicht wie ein Bestandteil des Mobs zu gebährden, sondern sich von der Gruppe zu entfernen und eben keine Gewalt anzuwenden.
 
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