Die Jahre davor, wo man sicher noch nicht so viel ausgeben konnte wie Heute, waren eigentlich alle größeren Transfers Volltreffer, Klose, Frings, Merte und Diego. Dazu kamen Wiese und Fritz ablösefrei, Naldo für "kleines" Geld.
Ich möchte gar nichts schlechtreden. Aber man kann glücklicher agieren als "Wir" in den letzten Jahren (mal vorsichtig ausgedrückt)

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Zu Punkt 2: Ich persönlich würde eine Transferpolitik die etwas mehr auf die Stammelf ausgelegt ist für Werder als deutlich besser erachten.
Dann stelle ich mal eine Gegenfrage: Du nennst die Volltreffer Klose, Frings, Merte und Diego. Dazu Wiese und Fritz und Naldo.
Kleine Rechenaufgabe: Wieviele von denen sind weg, wieviele noch da? Richtig: Sechs davon spielen noch für uns! Sechs unumstrittene Stammspieler, wenn man Fritz mal optimistisch so bezeichnet.
Werder hat in den vergangenen Jahren eine junge Mannschaft zusammengebaut, die auch ohne ständige, teure Neueinkäufe auf Jahre so zusammenspielen kann, ohne rasch überaltert zu sein.
Zu diesen sechs Spielern kommt Baumann als übrig gebliebener Doublesieger, Hunt, Jensen (den ich in der Liste auch mal nicht vergessen würde), Pizarro kam als akut notwendiger spielstarker Stürmer dazu. Dazu Spieler, denen man eine große Entwicklung zutraut: Almeida, Özil, Boenisch, Niemeyer. Und Pasanen als fertiger Spieler, den man immer bringen kann.
Es wäre doch müßig, Transfers von Spielern als Maßstab für eine effektivere und bessere Personalpolitik zu nennen, wenn diese Spieler noch da sind und es auf Sicht gar nicht nötig ist, die Mannschaft in diesem irren Tempo weiter rundzuerneuern.
Werder hat seit dem Double eine komplette Mannschaft ausgetauscht, ohne sich aus der Bundesliga-Spitze dauerhaft zu verabschieden: Reinke, Krstajic, Ismael, Stalteri, Ernst, Micoud, Ailton, Klose und und und. Das sind acht Leistungsträger, von denen sechs keinen Cent Ablöseeinnahmen gebracht haben. Dennoch wurde die Mannschaft adäquat wieder aufgebaut, ohne sich neu zu verschulden.
Wir brauchen derzeit keine teuren neuen Innenverteidiger, keinen Torwart, keinen Zehner, keinen neuen Frings. Wir haben eine Baustelle links hinten, die vielleicht einmal von Boenisch getilgt werden kann. Und wir brauchen über kurz oder lang einen starken Stürmer. Alles andere wird sicherlich entschieden, wenn man z.B. weiß, wohin Niemeyers Entwicklung geht und wie lange Baumann noch spielt. Und als Wundertüte ist auch noch Ikeng dazugekommen, dem viele Fachleute eine Menge zutrauen.
Die derzeitigen Aktivitäten auf dem Transfermarkt sind deshalb nicht vergleichbar mit den umfassenden Aufbauarbeiten der vergangenen Jahre.