Meine über 5 Jahrzehnte währende Werder-Treue will ich jetzt nicht herauskehren. Das Ablaufen der Zeit ist kein Verdienst des Einzelnen. Als das Weserstadion noch einen Bretterzaun hatte, waren die Menschen froh, wenn sie ihren Frieden hatten. Gewalt gab's vorher genug. Einigen schwachen oder angekränkelten Charakteren scheint diese Erfahrung abzugehen und sie fühlen sich nur als "Mann", wenn sie in der Masse getarnt auf schwächere eindreschen können. Mit Fußball hat das nichts zu tun.
Wer spontan in der Lage ist, in jemandem mit einem gelben Hemd statt des Sportskameraden den Todfeind zu sehen und zu bekämpfen und den "Kick" letztendlich zu brauchen, ist ein Fall für den Knast oder den Amtspsychiater.
Und die Differenzierung bei "Pyro-Technik", ob man es nur in der Tasche hat, oder anzündet oder wirft, ist albern. Zu einem Nachmittag im Fußballstadion gehören: Der Schal, ab 50 das Sitzkissen, ein Becher Bier oder Fanta und ein Würstchen, beim Heimspiel natürlich ein Fischbrötchen.
Aber keine "Pyrotechnik"
Alles Gute für 15.30 Uhr.
Noch was: Das Bremer Publikum war und ist wegen seines Charmes und seiner Freundlichkeit weit über die Grenzen hinaus bekannt. Das ist Bremens Tradition. Lasst Euch nicht von auswärtigen, dummen, dämlichen und schlechten, sogar prollhaften Angewohnheiten beeinflussen!