Master oder Berufserfahrung

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mcburn

Guest
Hallo, ich stehe gerade an dem Punkt, dass ich ein recht gutes Angebot für einen Job berkomme. Allerdings ist dieser rund 450km von meinem Heimatort (Freundin, Freunde, Familie) entfernt. Zudem wurde ich gerade im Masterstudium (Wirtschaftsinformatik) angenommen.

Nun stellt sich mir die Frage, welcher Weg der bessere ist?!

So wirklich kann ich das nicht abschätzen, auf der einen Seite könnte ich direkt Geld verdienen, hab die Chance auf eine steile Karriere und auf der anderen Seite könnte ich meinen Abschluss verbessern, eventuell noch Auslandssemster machen etc. und so noch mehr vorweisen.

Die Entscheidung kann man mir nun nicht abnehmen, aber mich würde mal Interessieren, was Arbeitgeber als wichtiger ansehen. Berufserfahrung oder Abschluss.

Viele Grüße und Danke für eine Antwort
 
Schwere Frage.
Du sagst, du hast ein "recht gutes Jobangebot" bekommen.
Was meinst: würdest ein besseres bekommen, wenn du einen Master hast?
Gibt es Möglichkeiten einen Master berufsbegleitend zu machen?
Vielleicht würde dir diesen die Firma sogar bezahlen?

Fühlst du dich denn bereit zum Arbeiten?
Denn, mal ehrlich: studieren hat was. Und es wird vielleicht die schönste Zeit in deinem Leben sein. Man ist frei, kann viel erleben und entdecken und das meistens komplikationsfreier als sonst.

Da du deinen persönlichen Hintergrund erwähnst.
Wie wär sin der neuen Stadt- kennst du da jemanden?
Ist es für dich extrem wichtig Familie um dich zu haben?
Könnte deine Freundin nachkommen (klappts dort mit nem Studien-/Ausbildungsplatz/Job für sie)?
Wenn man das will, wird man überall heimisch.

Die Frage für dich ist doch, willst du gern den Master haben oder willst du in den Job starten.
Ein Allheilmittel gibt es nicht.
Wenn du jetzt schon gute Jobangebote bekommst, siehst du doch, dass der Master nicht unbedingt notwendig wäre- aber er kann auch nie schaden.
Letzendlich zählt bei den meisten Jobs nämlich dein Können und deine Ausstrahlung und nicht unbedingt dein akademischer Grad oder Noten. ;)
 
Als früher HA-arbeiter sag ich nur, nix kann schlagen Berufserfahrung. Dann weiss deine Zukunftige Arbeitsgeber wie du arbeist, ob du gut arbeist (oder schlecht...;) ) also wenn wir hatte eine mit nur Studium oder eine mit Berufserfahrung hatte wir immer die letzte gewahlt (wenn der jenige auch gute Noten von früher Arbeite hatte natürlich!). Dafür hatte ich wenn ich meine Beruf wollte wechseln auch sehr viel gearbeitet (Nebenjob in die neue Beruf) und Studiert. Ich war dann halt nicht so Frei als andere Studenten aber so hatte ich auch nach meine Studium mehrere Arbeiten zu wählen zwischen.
 
Letzendlich zählt bei den meisten Jobs nämlich dein Können und deine Ausstrahlung und nicht unbedingt dein akademischer Grad oder Noten. ;)

Das stimmt so leider nicht. Es gibt Unternehmen die das konservativer handhaben. Ich behaupte auch einfach mal, es lässt sich schon jetzt statistisch beweisen, dass sich ein Masterstudium finanziell lohnt. Die Einstiegsgehälter sind jedenfalls ein gutes Stück höher. Und: Bei dem von ihm genannten guten Jobangebot muss er doch viele Kompromisse eingehen. Wie sehr ihn das stört, dass muss er natürlich selbst entscheiden. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass er diese Kompromisse in 2 Jahren als M.Sc. nicht mehr eingehen muss.
 
Stehe vor der gleichen Entscheidung. Habe nur einen Masterplatz zugesprochen bekommen, allerdings an einer weniger attraktiven Uni.

Spiele auch mit dem Gedanken, lieber in den Job zu gehen und Geld + Erfahrung zu sammeln. Nach und nach werden Bachelor-Abschlüsse zwangsweise mehr akzeptiert werden müssen, da ja längst nicht jeder einen Master machen kann.
 
alles jobabhängig.
Und dass man keine Kompromisse für den Job eingehen muss, ist eher die Ausnahme.
Diese Entscheidung kann ihm niemand abnehmen.
Ich hab übrigens nie behauptet, dass der Master sinnlos ist- wenn du genau nachsiehst, hab ich weder für das Eine noch fürs Andere plädiert. ;)

Wenn du nen Master hast, ist das nie verkehrt- es wirft dich bei der Jobsuche nicht zurück, doch- wie Tasja erwähnte- es ersetzt keine Joberfahrung.
Du solltest beides haben.
Und nen Master kannst eja jederzeit noch machen- das läuft dir nicht weg!

Theoretisch war der Master auch nie drauf ausgelegt,d ass ihn
a) jeder macht und
b) nicht im Anschluss an den Bachelor.
Es war eigentlich so angedacht, dass nach dem BA erstmal alle arbeiten gehen und dann n Viertel bis n Drittel den Master draufpackt.

Nur die derzeitige Wirtschaftslage und die nocht nicht flächendeckende Akzeptanz des BA zwingt nun zu viele BAs in den Master.
 
Ich kann nur sagen, noch bist Du drin... Einen guten Job bekommt man auch später. Aber einen Master machen, nachdem man im Genuss war, Geld zu verdienen, stelle ich mir sehr schwer vor. Ich könnte nun nicht nochmal in den Form den schulischen Weg gehen... Auch, wenn ich es bereue, damals nicht weitergemacht zu haben, nun ist der Zug abgefahren. Aber nun würde es halt auch nicht mehr in mein Leben passen, da sich dies dem Beruf angepasst hat...
 

Er hat doch bereits geschrieben, welche Fachrichtung er studiert. Derzeit siehts da nunmal sehr rosig aus, warum also Kompromisse eingehen?

Wenn du nen Master hast, ist das nie verkehrt- es wirft dich bei der Jobsuche nicht zurück, doch- wie Tasja erwähnte- es ersetzt keine Joberfahrung.

Er wird es aber so oder so nicht schwer haben, einen Job zu finden. In 2 Jahren mit einem Master-Abschluss noch weniger. Berufserfahrung holt er sich ja oder so, hier kommts nur auf den Zeitpunkt an. Und in 15 Jahren interessierts keine Sau, ob er nun 15 oder 13 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann. Den höherwertigen Abschluss nimmt ihm aber keiner mehr. Und, wie gesagt, schauen einige Unternehmen sehr wohl darauf, welcher Titel da am Türschild klebt

Und nen Master kannst eja jederzeit noch machen- das läuft dir nicht weg!

Siehe hier:

Ich kann nur sagen, noch bist Du drin... Einen guten Job bekommt man auch später. Aber einen Master machen, nachdem man im Genuss war, Geld zu verdienen, stelle ich mir sehr schwer vor.

:tnx:

Man sollte vielleicht auch erwähnen, dass der Master zur Promotion befähigt, egal ob Uni oder FH.
 
Ich mache gerade den Master in Wirtschaftsinformatik im Verbundstudium. Auf gleiche bzw. ähnliche weise habe ich meinen Bachelor bereits erworben. Das hat immense Vorteile. Unter anderem den, dass ich auf satte 11,5 Jahre Berufserfahrung zurück greifen kann, wenn ich den Master in der Tasche habe (so der Plan ;) ).
 
Ich bin ja selbst Informatiker und kann daher nur sagen, dass es sich zwar auf das Einstiegsgehalt auswirkt, wenn man nen Master-Abschluss hat, auf mehr aber auch nicht. Die allermeisten Arbeitgeber legen mehr Wert auf Social Skills(ja, auch Informatiker sind immer mehr Dienstleister beim Kunden) und weniger auf Abschlüsse. Und auch ohne Master kann man in sehr hohe Gehaltsklassen aufsteigen, lediglich das Einstiegsgehalt ist niedriger, was aber wieder ein Vorteil sein kann, weil der Arbeitgeber weniger zahlen muss. Meiner hat z.B. explizit nach einem Berufsstarter OHNE Studium gesucht, weil es deutlich günstiger ist. Gehalt erarbeitet man sich halt über die Jahre.
 
Schwere Frage.
Du sagst, du hast ein "recht gutes Jobangebot" bekommen.
Was meinst: würdest ein besseres bekommen, wenn du einen Master hast?
Gibt es Möglichkeiten einen Master berufsbegleitend zu machen?
Vielleicht würde dir diesen die Firma sogar bezahlen?

Das wollte ich noch erfragen, aber das Einstiegsgehalt liegt 100% über dem, was normalerweise gezahlt wird und in den nächsten jahren soll das ganze noch weiter erhöht werden, wenn ich erfolgreich arbeite...
Fühlst du dich denn bereit zum Arbeiten?
Denn, mal ehrlich: studieren hat was. Und es wird vielleicht die schönste Zeit in deinem Leben sein. Man ist frei, kann viel erleben und entdecken und das meistens komplikationsfreier als sonst.
Das ist mein Problem, ich will eigentlich unbedingt noch ein Auslandssemester machen und bin auch sonst, auch ohne viel Kohle, grad recht zufrieden mit allem.
Da du deinen persönlichen Hintergrund erwähnst.
Wie wär sin der neuen Stadt- kennst du da jemanden?
Ist es für dich extrem wichtig Familie um dich zu haben?
Könnte deine Freundin nachkommen (klappts dort mit nem Studien-/Ausbildungsplatz/Job für sie)?
Wenn man das will, wird man überall heimisch.
Ich kenn da kaum wen, höchstens eine Person, auch wenn es sich dabei um Berlin handelt. Ich mag auch Großstädte nicht wirklich....

Mir ist es wichtig, Freunde um mich zu haben.
Meine Freundin, hätte da nicht so große Probleme mit, ihre Familie wohnt 40 min weg
Die Frage für dich ist doch, willst du gern den Master haben oder willst du in den Job starten.
Ein Allheilmittel gibt es nicht.
Wenn du jetzt schon gute Jobangebote bekommst, siehst du doch, dass der Master nicht unbedingt notwendig wäre- aber er kann auch nie schaden.
Letzendlich zählt bei den meisten Jobs nämlich dein Können und deine Ausstrahlung und nicht unbedingt dein akademischer Grad oder Noten. ;)


Bei diesem Job zählt hauptsächlich die Verbindung zum Arbeitgeber, der mich bei meiner Bachelorarbeit unterstüzt. Ich hab immer gefragt, ob ich nach der Arbeit irgendwo arbeiten kann, da ich dachte, ich werd eh nicht zum Master zugelassen, nun sind meine Noten doch besser als gedacht :D und ich würd ganz gern weiter machen.

Am liebsten wäre mir eine Kombination aus beiden, ich hoffe, dass ist irgendwie möglich. Die zu erledigenden Arbeiten, könnte generell auch von hier aus erledigt werden.

Falls das alles nicht möglich ist, werd ich wohl auf das Angebot verzichten, ich will einfach den höchst möglichen Abschluss haben, der mir ermöglicht wird.
 
Bin auch gerade in der Situation, in der ich mich zwischen Beruf und Master entscheiden muss. Habe aber für mich beschlossen, den Master noch oben drauf zu packen (wenn ich den einen Platz bekommen ;)). Denn wenn die nächste Wirtschaftskrise kommt, kann ich mir gut vorstellen, dass zunächst die Bachelor-Absolventen vor den Diplomern den Laufpass bekommen werden.
 
Also ich würde den Job schon annehmen und vielleicht fragen, ob Du ein wenig mehr Zeit für ein Studium bekommst, dafür aber weniger verdienst.
Ich habe auch einen gut bezahlten Job gehabt und auf Arbeitsstunden und ein wenig Gehalt verzichtet, da ich mich mit einem Coaching (http://www.ericksoncoaching.com) weiter gebildet habe um später bessere Aufstiegschancen zu haben.
 
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