Probleme während des Spiels

Also ich könnte keinen Kinderschänder verteidigen wenn ich wüsste das er schuldig ist, und dann nach Hause gehen zu meiner Frau und meinen Kindern. Und ich verstehe auchnicht wie ein Mensch das kann. Mir fehlt dafür das Verständnis.

Pranger sind garkeine schlechte Idee.

Kannst du mal sehen, was die bösen Anwälte so alles auf sich nehmen, nur um das Funktionieren des Rechtsstaats zu garantieren und ihren Job zu machen ;-)

Genug diskutiert, ich geh mal weiter meine Hausarbeit im öffentlichen Recht schreiben. Viel Spaß euch noch :beer:
 
Grundsätzlich: Jeder hat das Recht auf ein faires Verfahren und es ist eben auch die Aufgabe eines Anwalts die rechtlichen Möglichkeiten bei der Verteidigung seines Mandanten auszureizen.

Es ist eben tatsächlich eine Frage der Gesetze. Und mir bleibt es auch ein Rätsel wie wir Täter noch bis zum 21. Lebensjahr (Heranwachsende) noch nach Jugenstrafrecht verurteilen können, wenn die Gesellschaft gleichzeitig 16Jährige für Reif genug hält an Wahlen teilzunehmen. Das beißt sich alles.

Zur "110" habe ich ja oben schon etwas geschrieben. Meine Erfahrung - und diese Erfahrung habe ich nicht exklusiv - zeigt doch auf, dass die Reaktionszeiten doch vergleichsweise lang sind.
 
Da magst du recht haben aber ich vertrete die Meinung das man in dem Moment wo man ein anderes Leben nimmt oder schändet sein Menschrecht verwirkt.
 
Da magst du recht haben aber ich vertrete die Meinung das man in dem Moment wo man ein anderes Leben nimmt oder schändet sein Menschrecht verwirkt.

Das ist deine Meinung, die ich emotional betrachtet sogar fast (aber auch nur fast) nachvollziehen kann. Aber glaube mir, ich bin froh, dass die Mehrheit der Menschen (und vor allem die, die es zu entscheiden haben) nicht dieser Meinung sind. Dann wären wir nämlich wieder auf dem gesellschaftlichen und rechtspolitischen Entwicklungsstand des Mittelalters.
 
Das kann man so interpretieren gemeint war allerdings etwas anderes wie du wahrscheinlich weißt.

Wo man die genaue grenze zieht wäre schwer zu erklären müsste man von Fall zu Fall sehen. Und ja ich weiß das das nicht umsetzbar ist und auch zu Hart.

Allerdings finde ich das Strafmaß in Deutschland ziemlich Lächerlich. Vergewaltiger bekommen teilweise 4 Jahre aber für Steuerhinterziehung geht man 5 Jahre in Bau und ähnliche Beispiele.

Aber ich schweife auch langsam ziemlich ab :)
 
Wo man die genaue grenze zieht wäre schwer zu erklären müsste man von Fall zu Fall sehen. Und ja ich weiß das das nicht umsetzbar ist und auch zu Hart.

Aha, du willst also im Einzelfall entscheiden wer seine MENSCHENRECHTE verwirkt, und wer nicht? Und wer soll das entscheiden? Irgendein x-beliebiger Richter?
Also tut mir Leid, aber bei so viel Stammtisch stehen mir die Haare zu Berge.
 
Das kann man so interpretieren gemeint war allerdings etwas anderes wie du wahrscheinlich weißt.

Wo man die genaue grenze zieht wäre schwer zu erklären müsste man von Fall zu Fall sehen. Und ja ich weiß das das nicht umsetzbar ist und auch zu Hart.
Ja, das war mir schon klar und genau auf das angesprochen "Grenze" ziehen wollte ich ansprechen. Und das von Fall zu Fall klären, kann man eben nur mit Anwälten vor Gericht... :)

Ich finde es z.b. richtig, das bei Gaefken gegen die Folterdrohungen vorgegangen wurde.
 
Also ich könnte keinen Kinderschänder verteidigen wenn ich wüsste das er schuldig ist, und dann nach Hause gehen zu meiner Frau und meinen Kindern. Und ich verstehe auchnicht wie ein Mensch das kann. Mir fehlt dafür das Verständnis.

Pranger sind garkeine schlechte Idee.

Ja ich verstehe was du meinst und kann das auch teilweise nachvollziehen aber ich kenne da auch einen Fall der zeigt wie absurd deine Meinung sein kann. Es handelt sich hierbei um eine Person aus meinem entfernteren Bekanntenkreis den ich erst hinter her kennen gelernt habe. Den Namen oder nähere Angaben werde ich nicht machen.

Dem Betroffenen wurde damals tatsächlich die Vergewaltigung eines 14 jährigen Mädchens vorgeworfen. Das Mädchen hat damals ausgesagt das er es war er hat dieses aber abgestritten und auch eine andere zeugin wollte ihn damals in der nähe des tatorts gesehen haben. Also sprach alles gegen ihn und er galt überall bereits als Täter und wurde dementsprechend in der Öffentlcihkeit gemobbt. Letztendlich hat sich aber heraus gestellt das dass Mädchen sich getäuscht hat und jemand anderes der Vergewaltiger war, der ihm halt einfach verblüffend ähnlich war. Den Ruf hat er in seinem Ort aber niemals los werden können und musste wegziehen.

Ich möchte noch hinzufügen das es in den Ländern in denen Todesstrafe herscht auch nachweislich zu Todesurteilen an Unschuldigen gekommen ist. Ich halte es für weitaus schlimmer wenn ein unschuldiger hingerichtet wird als wenn jemand mit schweren Straftaten mit ner milderen Strafe davonkommt
 
Ich finde es z.b. richtig, das bei Gaefken gegen die Folterdrohungen vorgegangen wurde.

Ja? Ich finde, die Polizei hat in dem Fall alles richtig gemacht. Man dachte, das Kind würde noch leben und wollte das Leben des Kindes mit allen Mitteln retten. Dass die Polizisten das Leben des unschuldigen Kindes über die Rechte des Entführers gesetzt haben, ist für mich mehr als nur nachvollziehbar. Selbstverständlich war es nicht rechtmäßig, diese verbotenen Vernehmungsmethoden anzuwenden, aber in dem Fall mehr als nur verständlich...
 
Menschlich vielleicht verständlich. Aber in unserem Rechtsstaat gilt immernoch die Unschuldsvermutung. Man hat ja wohl auch die damals minderjährige Freundin von Gäfgen bedroht, die nachweislich nichts mit der Entführung zu tun hatte. So etwas ist ein Ritt auf der Rasierklinge.

Was wäre wohl Fall gewesen, wenn man mit Gäfgen den falschen erwischt hätte? Das muss man sich immer vor Augen führen. Allein Gerichtet haben das Recht nach einem geordneten Verahren über Schuld und Unschuld zu entscheiden. Und keine Polizisten. Besonders fragwürdig in dem Fall ist eben überhaupt die Verbindungen zwischen der Familie des Opfer, der Politik und Daschner. Aber das würde hier den Rahmen sprengen.
 
Ja? Ich finde, die Polizei hat in dem Fall alles richtig gemacht. Man dachte, das Kind würde noch leben und wollte das Leben des Kindes mit allen Mitteln retten. Dass die Polizisten das Leben des unschuldigen Kindes über die Rechte des Entführers gesetzt haben, ist für mich mehr als nur nachvollziehbar. Selbstverständlich war es nicht rechtmäßig, diese verbotenen Vernehmungsmethoden anzuwenden, aber in dem Fall mehr als nur verständlich...

Das es ggf. verständlich war, sehe ich ja ähnlich. Aber was passiert, wenn man das jetzt gut heißt? Dann wird der nächste, bei dem man sich zu 99% sicher ist gefoltert und dann merkt man plötzlich, dass auch eine 1% Chance eintreten kann. Man kann sich doch nicht auf das Niveau herablassen, auch wenn es machmal verständlich (aber eben nicht richtig) wäre.
 
Wollt ihr das ganze nicht lieber im Politik-Thread weiter diskutieren? Ursprünglich ging es um besoffene Männer die Frauen belästigten und Wände mit Majo vollschmierten.

Das hier nimmt, wie ich finde, einen ziemlich absurden Verlauf.
 
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