Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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...denn es kann und darf nicht sein, dass ein Team sich selbst überlassen ist.
Doch, das kann sein. Und darf manchmal sein. Wenn alle im Verein von einer etwas anderen Philosophie überzeugt sind. Nur müssen sie dann diese Überzeugung auch leben, ggflls. Fehler korrekt analysieren und darauf hin arbeiten. Genau das haben KA und Born zwischen 99 und 2002 gemacht. Sie haben dem Trainer eine Mannschaft verschafft, die zum System des losen taktischen Korsetts und der Freiräume für Spieler reinpassten. Nur hat sich das irgendwann überlebt. Und gerade Schaaf hätte Spielweise und Ausrichtung dem Personal anmodellieren müssen, denn das die gute Transferpolitik so weiter geht, war nun nicht zwangsläufig zu erwarten. Spätestens mit dem Wechsel Micoud-Diego ging der Unsinn insofern los, als dass hier auf die langsamere Spielentwicklung nicht mit einer defensiveren Ausrichtung regiert wurde. Was schon seinerzeit die Strukturmängel in Werder`s System immer schonungsloser offenlegte. Übertüncht von punktuellen Erfolgen wurde die offensive Raute dennoch stoisch durchgezogen, hinzu kamen weitere inkompatible Zukäufe, mit denen der Trainer noch weniger anfangen konnte. In dieser Zeit haben wir fahrlässigerweise Vorteile durch mangelnde Innovation hergeschenkt.

Jetzt geht es darum, dieses nachzuholen und zu hoffen, dass die Konkurrenz ähnliche Fehler macht. Denn ähnliche Fehler der Konkurrenz haben Werder damals erst einen Vorteil vor anderen verschafft. Ist übrigens kein seltener Kreislauf. Ich bin der Meinung, dass Allofs mittlerweile wieder vieles richtiger macht. Den Rest werden wir sehen.
 
Doch, das kann sein. Und darf manchmal sein. Wenn alle im Verein von einer etwas anderen Philosophie überzeugt sind. Nur müssen sie dann diese Überzeugung auch leben, ggflls. Fehler korrekt analysieren und darauf hin arbeiten. Genau das haben KA und Born zwischen 99 und 2002 gemacht. Sie haben dem Trainer eine Mannschaft verschafft, die zum System des losen taktischen Korsetts und der Freiräume für Spieler reinpassten. Nur hat sich das irgendwann überlebt. Und gerade Schaaf hätte Spielweise und Ausrichtung dem Personal anmodellieren müssen, denn das die gute Transferpolitik so weiter geht, war nun nicht zwangsläufig zu erwarten. Spätestens mit dem Wechsel Micoud-Diego ging der Unsinn insofern los, als dass hier auf die langsamere Spielentwicklung nicht mit einer defensiveren Ausrichtung regiert wurde. Was schon seinerzeit die Strukturmängel in Werder`s System immer schonungsloser offenlegte. Übertüncht von punktuellen Erfolgen wurde die offensive Raute dennoch stoisch durchgezogen, hinzu kamen weitere inkompatible Zukäufe, mit denen der Trainer noch weniger anfangen konnte. In dieser Zeit haben wir fahrlässigerweise Vorteile durch mangelnde Innovation hergeschenkt.

Jetzt geht es darum, dieses nachzuholen und zu hoffen, dass die Konkurrenz ähnliche Fehler macht. Denn ähnliche Fehler der Konkurrenz haben Werder damals erst einen Vorteil vor anderen verschafft. Ist übrigens kein seltener Kreislauf. Ich bin der Meinung, dass Allofs mittlerweile wieder vieles richtiger macht. Den Rest werden wir sehen.

Ich korrigiere dahingehend, dass ich "kann und darf nicht sein" durch "sollte und darf nicht sein", einverstanden? ;)

Es sollte stets eine gewisse Grundordnung vorgegeben sein, auf deren Einhaltung Wert gelegt wird. Sicherlich kann sie je nach taktischer Qualität der Spieler mal mehr, mal weniger Freiheiten zur Entfaltung beinhalten, aber vorgegeben sein sein sollte sie in jedem Fall.

Und genau hieran mangelt es bei Schaaf im Grunde von Beginn seiner Amtszeit an. Jedenfalls ist das der Eindruck, der sich mir bei näherer Betrachtungsweise der letzt 12 Jahre stark aufdrängt. Es sieht so aus, als wäre Werder nicht wegen, sondern trotz Thomas Schaaf über weite Strecken seiner Amtszeit sehr erfolgreich gewesen, während gleichzeitig der Eindruck gewonnen werden kann, dass intelligente Spieler wie Fabian Ernst, Mesut Özil und vor allem Johan Micoud weit prägender auf die Spielweise Einfluss nahmen, als die sportliche Leitung.

Es ist bedauerlich, dass das Denkmal Schaaf dermaßen ins Wanken geraten ist, allerdings spricht vieles dafür, dass er lange Zeit ziemlich überbewertet wurde.
 
Die Fehler hat TS gemacht, in dem er sich von positiven Aspekten bei einzelnen Spielern aus dem Lautern Spiel blenden ließ, obwohl er aus der täglichen Trainingsarbeit es hätte besser wissen müssen:

Bei Werder scheint es momentan wohl eher ein generelles Problem zu sein, sich von einem guten Ergebnis blenden zu lassen, denn wwei Bundesliga-Siege in Folge gab es zuletzt im Oktober 2010...
 
Was gefällt Euch an der derzeitigen Entwicklung nicht?

Ich für meinen Teil bemängele an dieser "Entwicklung", dass sie im besten Fall eine Stagnation ist. Dass keine klare Linie vorhanden ist, dass niemand mehr weiß, wofür -außer für gnadenlose Unsicherheit- Werder überhaupt steht oder stehen will.

Hinzu kommen die seit langen, von Schaaf partout nicht in den Griff bekommenen Schwachstellen bei den Basics. Wir schalten so schlecht um, wie kaum ein anderes Team, wir haben ein unglaubliches Talent dafür, aus eigenen Standards in Konter zu laufen, schaffen es einfach nicht, eine gesunde Balance zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen herzustellen und verschieben teilweise grauenvoll. Der Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen, dass längst nicht jeder Spieler über seine Aufgaben auf dem Platz Bescheid weiß.

Sicherlich, das eine bedingt nicht selten das andere, was allerdings nichts daran ändert, dass das Team im taktischen Bereich einen desolaten Eindruck hinterläßt.


Neue Trainer warten mit Ihren Mannschaften mit neuen Problemen auf.

Fraglos richtig, allerdings würde ein neuer Trainer mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine Philosophie mit einbringen, die Schaaf offenbar nicht einbringt, die ihm zumindest aber abhanden gekommen zu sein scheint.


An der Lösung dieser Probleme wird derzeit gearbeitet. Wir spielen mit der Raute, dürften aber bei Zeiten auch kein Problem damit haben, ein 4-3-2-1 oder ein 4-3-3 zu spielen. Zudem wird an der Strategie gearbeitet und an der Weiterentwicklung der einzelnen Spieler.

Ist das wirklich so, dass man daran arbeitet? Und selbst wenn: Dass wir im System variabel agieren können, ist seit 2007/08 ein Anliegen von Schaaf. Nach nun mehr als vier Jahren ist das Ergebnis niederschmetternd, so dass kaum noch davon ausgegangen werden darf, dass wir unter Schaaf jemals eine taktische Flexibilität erreichen werden. Wir schaffen es seit 12 Monaten ja nicht mal, unter Schaaf ein einziges System brauchbar umzusetzen.

Auch die Weiterentwicklung der Spieler sehe ich sehr skeptisch. Marko Marin kam als Nationalspieler nach Bremen, entwickelte sich unter Schaaf kein bisschen weiter und spielt mittlerweile im DFB-Team keine Rolle mehr. Aaron Hunt stagniert mit gelegentlichen Ausreissern nach oben und vielen Ausreissern nach unten seit Jahren, Hugo Almeida wurde stets attestiert, dass seine Entwicklung nicht zufriedenstellend sei und selbst Per Mertesacker, der zwar sehr wichtig für Werder ist, stagniert bestenfalls in seiner Leistung.

Marko Arnautovic hat unter Schaaf bislang nicht mal sein Potential angedeutet, Markus Rosenberg hatte man schon aufgegeben, ehe er nach einem Jahr in Spanien gleichermaßen notgedrungen wie glücklich wieder auf ihn zurückgriff und auch Philipp Bargfrede muss man attestieren, dass er sich trotz grenzenlosem Vertrauen noch nicht so entwickelt hat, wie man es sich vorgestellt hatte, was im Übrigen auch für Daniel Jensen galt, der als relativ fertiger Spieler mit guten Perspektiven kam, jedoch nur sein Niveau halten konnte, ohne sich wirklich zu verbessern.

Martin Harnik machte seinen Entwicklungssprung ebenfalls nicht unter Schaaf, sondern in Düsseldorf unter Norbert Meier, nachdem Schaaf auch ihn schon aufgegeben hatte - und Kevin Schindler, sicherlich von vielen Verletzungen gebeutelt, kommt über eine Stagnation seiner Leistungen ebenfalls nicht hinaus.

Selbst, wenn man trotz berechtigter Zweifel am Anteil Schaafs einen Özil als leuchtendes Beispiel einer tollen Entwicklung unter Schaaf anführen möchte, überwiegen die stagnierenden und zurückentwickelnden Spieler doch deutlich.

Ja-es hat lange gedauert und es brauchte wohl eine solche Saison wie die letzte, aber ich sehe, dass an der Lösung der vermeindlichen Probleme gearbeitet wird.

Ich schwanke zwischen Respekt und Unverständnis über diese Aussage. Respekt, weil ich es bewundere, mit welcher Leidenschaft man Dinge gut sehen kann, Unverständnis darüber, dass der phasenweise Rückschritt der letzten Jahre und die -im besten Fall- Stagnation der Mannschaft positiv bewertet wird und gar davon gesprochen wird, dass es lange gedauert HAT. Wenn überhaupt eine positive Entwicklung stattfindet, dann ist diese noch lange, lange nicht abgeschlossen, wobei ich bezweifele, dass es diese positive Entwicklung überhaupt gibt. In meinen Augen ist jede vermeintliche "Entwicklung" weit eher dem Umstand zuzuschreiben, dass sich das Lazarett lichtet, als der Arbeit Schaafs.
 
@Pan:

Diese Spieler konnten sich entfalten, weil gerade Schaaf in Bremen Trainer ist. ;)

Was für eine Logik...

Erinnert mich irgendwie an die Meistermannschaften der Düsseldorfer EG 1991, 1992 und 1993 im deutschen Eishockey unter Hans Zach seinerzeit. Ohne eine Wertung über die Arbeit Zachs abgeben zu wollen: Diese Mannschaft hätte damals auch den Titel gewonnen, wenn an Stelle eines Trainers eine Parkuhr an der Bande gestanden hätte.
 
@Pan:

Das ist jetzt Deinerseits reine Polemik, um meine Aussage ins Lächerliche zu ziehen.

Das, was ich eigentlich damit aussge, dass TS versucht Freiheitsgrade einzuräumen, was andere Trainer in diesem Maß nicht machen steht für den Erfolgsfußball, den wir aus Bremen kennenund das ist für mich erstmal grundsätzlich kein Fehler, sondern war über weite Strecken ein Vorteil.
 
@Pan:

Das ist jetzt Deinerseits reine Polemik, um meine Aussage ins Lächerliche zu ziehen.

Das, was ich eigentlich damit aussge, dass TS versucht Freiheitsgrade einzuräumen, was andere Trainer in diesem Maß nicht machen steht für den Erfolgsfußball, den wir aus Bremen kennenund das ist für mich erstmal grundsätzlich kein Fehler, sondern war über weite Strecken ein Vorteil.

Es wird in dem Moment zum Fehler, in dem kein Grundsystem mehr vorhanden ist und. Ich habe keine Lust, auf derart polemische Weise zu argumentieren, aber der Freiheitsgrad, der derzeit im Werder-Spiel vorhanden ist, grenzt schon fast an Anarchie.

Natürlich ist es schön, wenn taktische Zwänge ihre Grenzen haben und Spielern Freiräume eingeräumt werden, aber vor der Kür kommt halt die Pflicht - und gerade im modernen Fußball ist es nur durch eine gute, klar definierte Organisation des Spiels möglich, dauerhaft erfolgreichen Fußball zu spielen. Das beinhaltet auch, dass jeder seine Aufgaben kennt.
 
kritik gehört hier ja durchaus rein, nur in welcher form die mittlerweile geäußert wird, das schwankt zwischen lachhaft und größenwahnsinnig. da glaubt man zum teil die erfolgreichsten welttrainer urteilen über den provinziellen versarger thomas schaaf. da wird von oben herab mit einer art göttlichem wissen argumentiert und armutszeugnisse an einen trainer ausgestellt, der angeblich immer nur glück mit dem vorhandenen kader hatte, mit dem auch ein maulwurf deutscher meister und pokalsieger geworden wäre. das ist irgendwie zum kotzen und war hier (zumindest bei einigen) auch mal anders. als kritik noch nicht ganz so hochnäsig geäußert wurde. :thumb:
 
:tnx:

Da vertraue ich eher auf die Kompetenz einer Reihe (inter-)national renomierter Trainer die TS für seine Arbeit gelobt haben - und das nicht nur direkt vor und nach Duellen mit Werder.
 
Es sollte stets eine gewisse Grundordnung vorgegeben sein, auf deren Einhaltung Wert gelegt wird. Sicherlich kann sie je nach taktischer Qualität der Spieler mal mehr, mal weniger Freiheiten zur Entfaltung beinhalten, aber vorgegeben sein sein sollte sie in jedem Fall.

Und genau hieran mangelt es bei Schaaf im Grunde von Beginn seiner Amtszeit an. Jedenfalls ist das der Eindruck, der sich mir bei näherer Betrachtungsweise der letzt 12 Jahre stark aufdrängt. Es sieht so aus, als wäre Werder nicht wegen, sondern trotz Thomas Schaaf über weite Strecken seiner Amtszeit sehr erfolgreich gewesen, während gleichzeitig der Eindruck gewonnen werden kann, dass intelligente Spieler wie Fabian Ernst, Mesut Özil und vor allem Johan Micoud weit prägender auf die Spielweise Einfluss nahmen, als die sportliche Leitung.

Es ist bedauerlich, dass das Denkmal Schaaf dermaßen ins Wanken geraten ist, allerdings spricht vieles dafür, dass er lange Zeit ziemlich überbewertet wurde.
Eine Grundordnung ist und war immer gegeben. Was Du vermutlich meinst, sind klarer erkennbare Strukturen, also sozusagen die weitergehende Ordnung. Hängt aber wiederrum wie gesagt z. T. vom Mannschaftsgefüge ab und dazu passt auch ...
Hinzu kommen die seit langen, von Schaaf partout nicht in den Griff bekommenen Schwachstellen bei den Basics. Wir schalten so schlecht um, wie kaum ein anderes Team, wir haben ein unglaubliches Talent dafür, aus eigenen Standards in Konter zu laufen, schaffen es einfach nicht, eine gesunde Balance zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen herzustellen und verschieben teilweise grauenvoll. Der Eindruck ist nicht von der Hand zu weisen, dass längst nicht jeder Spieler über seine Aufgaben auf dem Platz Bescheid weiß.

Wir sind uns bezogen auf genannte Punkten weitestgehend einig (allerdings hast Du bei der Spieler-Aufzählung insbesondere Baumann vergessen. Prägender war keiner als unser Käpt`n in zehn Jahren).

Nur bleibt die Kritik dennoch zu einseitig, weil zwei Punkte unberücksichtigt bleiben:
Erstens wie es Fdb bereits ansprach, dass wir unter TS sehr wohl eine klare Philosophie gekoppelt mit einer Idee vom Fussball haben. Micoud bspw. hat trotz überragender Fähigkeiten nur hier eine einigermaßen grosse Karriere gehabt und das lag m. E. an den Freiheiten, die ihm Schaaf gewährte und mit denen er gut umzugehen wusste. Umzugehen in dem Sinne, dass er eine Mannschaft und einzelne Spieler auf ein anderes Niveau heben konnte. Nur musst Du halt aufpassen, welche Spieler diese Freiheiten bekommen, damit die Philosophie noch aufgeht. Diego bspw. hätte diese nie bekommen dürfen, da wurde die Philosophie wieder ausgenutzt, Schaaf`s angedachte Spielweise und System zugunsten eines Spieler verkrüppelt. Andererseits stand hier dadurch bei einem Spieler ein hoher finanzieller Gewinn. Ist eben immer ein Balanceakt und es liegt an TS, da richtig zu antizipieren. Das ist ihm mal gut und mal weniger gelungen.

Du brauchst letztlich auch ein System, welches die Stärken von Spielern auf diese Weise hervorbringt, es ist nicht grundsätzlich falsch, sich die Dinge selbst entwickeln zu lassen. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, den wir nicht unterschlagen sollten, den der Kompatibilität mit der Vereinsphilosophie, dem dazugehörigen Umfeld und den Rahmenbedingungen. Werder war am erfolgreichsten mit langjährigen Trainern und auch bei Rehhagel war längst nicht alles Gold, was glänzte. Ich erinnere mich nur ungern an das gähnende Spiel über Aussen, die fehlenden spielerischen Mittel. Was uns heuer bei TS als zu wenig System vorkommt, war bei Otto damals manchmal zu viel System. Zudem war es sicher kein Zufall, dass Magath hier scheiterte und ich behaupte mal, immer wieder scheitern würde.

Und der zweite Punkt, der nicht vergessen werden darf und wegen dem Diskussionen wie diese hier eben Diskussionen von anonymen Internetschwätzern bleiben werden - es ist immer relativ einfach, als Aussenstehende zu urteilen, denn aus der Distanz lässt sich oftmals vieles vermeintlich klar bewerten. Auch die Schlussfolgerungen können logisch und richtig sein.
Trotzdem gibt es eine Menge Nebenvariablen, die wir aufgrund mangelnder Detailkenntnisse niemals einfliessen lassen werden, die aber sehr wichtig sein können. Denn diejenigen, die ausführen müssen, haben vielleicht nicht diese distanzierte Klarheit, können also nicht mit der gleichen, einfachen Logik vorgehen, wie wir es hier gerne sehen würden und sind deshalb gezwungen, mit viel größerem Zögern zu handeln und vor allem kompromissbereiter, als es uns möglicherweise richtig erscheint und gut ist.
 
Ich würde sagen, dass Schaaf einfach irgendwie den Schlüssel verloren hat, wie er eine Mannschaft erfolgreich auf eine Saison einstellen kann. Das er das schon mal konnte, steht außer Frage. Wir hatten vor Jahren eine Mannschaft, bei der es relativ egal war, welcher Spieler welche Position besetzt hat. Das System hat funktioniert. Das hat immer bedeutet, dass wir Chancen kreiert, aber auch Chancen zugelassen haben. Vor allem hat es irgendwie Spass gemacht, zuzuschauen. Das ist jetzt ganz zweifellos vorbei. Das Spiel gegen Leverkusen hat für mich ausgesehen wie ganz viele Spiele der letzten 2-3 Jahre. Wir stehen zwar irgendwie kompakt, aber wir entwickeln keine schlüssigen Angriffe mehr. Unsere Angriffe sind irgendwie Zufallsprodukte. So spielen ja durchaus einige Bundesligisten schon immer, aber bei uns war es anders. Vor drei Jahren hätte man z.B. bei 0:2 Rückstand nach 20 Min. noch auf ein 2:2 getippt, jetzt ist so ein Spiel einfach verloren.
 
@Blattwulst:

Die Zeiten verändern sich und gute taktische Konzepte stehen dem, was Du da grad beschreibst im Wege. Darum ist es jetzt auch so wichtig, zunächst Ordnung reinzubekommen, um wieder an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen zu können.
 
Für ein 4-2-3-1 müsste zunächst die taugliche Doppelsechs gefunden, dann die lauf- und zweikampfstarken Aussen angepasst werden. Für derlei Experimente ist keine Zeit, zumal ein relativ statisches System wie dieses eine hohe Eingespieltheit und taktische Algorithmen erfordert. Beides in Abstimmung zueinander fehlt aber.
Das 4-2-3-1 musste TS letzte Saison nicht ohne Grund verwerfen und hat danach mehr Punkte geholt.
 
@Mick:

Wäre klasse, wenn Du zu Deinem Aufstellungsvorschlag noch mal die Eine oder Andere Erläuterung geben könntest. Mir ist ja bewußt wohler das Eine oder Andere rührt, aber ich denke viele wird es verwundern, dass Du Hunt soweit nach Hinten stellst. ;)
 
@Fdb

a)
-----------------------Wiese-------------------------------

----Sokratis---Mertesacker---Naldo(Prödl)-------Schmitz---

---------------------------Boro (Iggy)----------------------

-----Bargfrede-----------------------------Hunt (Iggy)-----

---------------------------Ekici(Marin)-----------------------


------------Pizarro (Rosenberg)---Arnautovic (Marin)--------

Ekici muss vertikal in der Spieleröffnung entlastet werden. Wir brauchen da mMn One-Touch, dazu kampf- und laufstarke Spieler auf die HP.

b)
-----------------------Wiese-------------------------------

----Fritz------Mertesacker---Naldo(Sokratis)----Schmitz---

-----Bargfrede----------Hunt-----------Ignjovski----------

------------------Arnautovic(Ekici)------Marin (Wesley)-----

-------------------Pizarro (Wagner)--------------------------

Hunt und Iggy sind mit dem Spiel vor sich mMn in der Lage, die anderen drei einzusetzen und sowohl ein spielerisches, als auch ein taktisches Bindeglied zu bilden. Bargy als wichtige Ergänzung gegen den Ball. Variable Positionswechsel in der Dreier- und Zweierreihe sehr sinnvoll.
Auswärts-Marschroute.

c)
-----------------------Wiese-------------------------------

-------Sokratis------Mertesacker------Naldo(Prödl)--------

--Fritz---------------------------------------------Schmitz-
---------------------Bargfrede-----------------------------

--------------Ekici (Hunt)---------Marin (Ignjovski,Wesley)-

-------------------Pizarro-----Arnautovic (Wagner)---------

Konsequenteres Spiel über aussen und aus der Tiefe, so dass in Gegners Hälfte dann Marin/Schmitz oder Iggy und auf der anderen Seite Fritz/Ekici da Druck ausüben. Erst recht, wenn in der Analyse der Gegner dort Schwächen hat. Gegnerische Doppelsechs wird zudem im Zentrum mehr beschäftigt, was vorrausetzt, dass Pizza oder Arno sich stetig fallenlassen, wenn das Spiel aussen verstärkt wird. Insgesamt alles eher statisch vorgesehen, denn die Spieler sollten ihre Positionen horizontal und vertikal möglichst halten und verinnerlichen. Sinn ist, das Spielfeld bei Ballgewinn in die Breite zu ziehen und gross zu machen, ohne besonders variabel vorgehen zu müssen. Hohe Laufarbeit und Systemtreue als Vorraussetzung. Flexibel müssen allerdings Schmitz und Fritz bei Ballverlust eine Fünfer- oder mindestens eine Viererkette bilden, letzteres dann, wenn einer von beiden zur Bargy-Unterstützung einrücken muss - hängt eben vom Verschieben des Gegners ab.


Anmerkung: Natürlich viel Träumerei, denn wie bereits in Beitrag 24803 gesagt, weiss TS viel besser, welche Spieler gerade fit sukzessive welchen Ansprüchen genügen und daher wo und was sie spielen können.
 
Die Variante b) wäre ja ein 4-3-2-1. Gegen welche Mannschaften würdest Du in diesem Anzug spielen lassen?

Variante A) würde ich gerne ausschließlich mit Iggy sehen, weil der "scheinbar" diese Postiont mit vielen Tugenden ausfüllt, die ich bei Boro doch ein wenig vermisse.

Varinate C) nenne ich mal die Freiburg Bochum Variante zum Spaß haben. ;)
 
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