Klaus Allofs vs. Uli Hoeneß

Hat Klaus Allofs Bayern-Manager Uli Hoeneß den Rang abgelaufen?

Kauft Allofs besser ein als Hoeneß?

Der ultimative Schwanzvergleich;)


Kauft er besser ein als Uli Hoeneß?

Allofs: „Bei Transfers müssen wir andere Wege gehen als Bayern. Wir müssen kreativ und phantasievoll sein.“

Während die Bayern meist Stars für hohe Ablösen verpflichten (z.B. Makaay und Lucio für über 30 Mio, Klose, Toni und Ribery), macht Werder "Nobodys" erst zu Stars – und vertickt sie dann teuer weiter...

Beispiele gefällig?

Claudio Pizarro kam 1999 für 1,5 Mio. Euro aus Lima/Peru zu Werder. 2001 verkaufte ihn Allofs für satte 8 Mio Euro an die Bayern.

Oder Valerien Ismael. Der Franzose wurde 2003 erst ausgeliehen, ein Jahr später für 700 000 Euro aus Straßburg verpflichtet. 2005 holte ihn Hoeneß für stolze 8,5 Mio. Und zahlt für jedes Jahr mit Bayern in der Champions League noch 500 000 drauf – bis 2008.

Ein weiteres Beispiel wäre natürlich auch Miro Klose, den man für ca. 5 Millionen € aus Kaiserslautern an die Weser holte, um ihn dann für umgerechnet 15 Millionen € an die Isar abzugeben.

Brasiliens Nationalspieler Diego (23/FC Porto) unterschrieb für 6 Mio. Euro Ablöse bis 2010 – die Portugiesen hatten noch 8 Mio für ihn bezahlt.


Es gibt bestimmt noch weitere Kandidaten, die man hier nenen könnte!

Manager Uli Hoeneß voller Respekt: „Werder ist vernünftig geführt und wirtschaftet gescheit. Bremen wird auf Jahre hinaus einer unserer großen Konkurrenten bleiben.“

Weil Allofs die "Super-Nase" hat! Johan Micoud, der Werder 2004 sogar zum Double führte, holte er ablösefrei aus Parma. Miro Klose hatte seine 5-Mio-Ablöse als Torschützenkönig (25 Saisontore) längst wieder in die Kassen geballert.Nationalspieler Tim Borowski stammt sogar aus der eigenen Jugend. Den hatten die Bayern übrigens bekanntlich für 2008/09 auf der Liste...


vom 20.10.2006 aus dem Tagesspiegel:

Hoeneß: Werder bei Transfers im Vorteil

....Gleichwohl sieht er den eigenen Verein bei Transfers benachteiligt:

Berlin - Manager Uli Hoeneß von Bundesligist FC Bayern München sieht seinen Kollegen Klaus Allofs von Meisterschaftskonkurrent Werder Bremen bei Transfers im Vorteil. "Bayern muss durch seinen Namen für den gleichen Spieler immer mehr bezahlen", sagte der 54-Jährige der Berliner "B.Z.". "Bremen hat den Vorteil, dass vieles durch die rosarote Brille betrachtet wir. Sie haben weniger Druck als wir bei Transfers", so Hoeneß weiter.

Dass sich das Verhältnis zwischen den Bayern und Werder im Vergleich zu früheren Jahren normalisiert hat, macht der Bayern-Manager vor allem an Allofs fest. "Unser Verhältnis ist von hohem Respekt beiderseits geprägt.

http://youtube.com/watch?v=P_68dS3Iuh0 :lol:;)


Die Problematik mit Werder war ja immer nur an der Person Willi Lemke festgemacht. Die Beziehung zu Klaus Allofs ist sehr kollegial", sagte Hoeneß. Die mündlichen Abmachungen bei Transfers würden eingehalten, so wie es sich unter seriösen Geschäftspartnern gehöre. Als Beispiel nannte er den Wechsel von Innenverteidiger Valerien Ismael im Sommer 2005 von Werder zu den Bayern. "Wir haben ein sehr gutes und kollegiales Verhältnis zueinander", bestätigte Allofs...
 
Ein Gegenbeispiel für Allofs gefällig? Carlos Alberto? Gustavo Nery?

Oder andersherum ein Glücksgriff der Bayern? Wie wärs mit Owen Hargraves?
 
Bayerns Breno war immer noch deutlich teurer als Carlos Alberto. Darüber spricht nur keiner, weil es bei Bayern egal ist, ob da mal 12 Millionen Ablöse in den Sand gesetzt werden oder nicht.

Allofs macht nicht alles richtig und leistet sich auch seine Fehlentscheidungen, aber seine Arbeit ist insgesamt wesentlich höher einzuschätzen als die von Hoeneß. Mit einem 250-Millionen-Euro-Budget Jahr für Jahr Deutscher Meister zu werden, ist ein Kinderspiel. Mit einem 100-Millionen-Euro-Budget aber 5 mal in Folge Champions League zu spielen kann Allofs und Schaaf gar nicht hoch genug angerechnet werden.
 
Ein Gegenbeispiel für Allofs gefällig? Carlos Alberto? Gustavo Nery?

Oder andersherum ein Glücksgriff der Bayern? Wie wärs mit Owen Hargraves?

Gegenbeispiel für Hoeneß:


Das Modell "in-der-Bundesliga-wildern" schlug in den letzten Jahren fehl. Ali Daei, Vahid Hashemian oder Jan Schlaudraff und auch Lukas Podolski( in meinen Augen) können ein Lied davon singen.

Auch die Verpflichtung eines jungen Internationalen, wie es Roque Santa Cruz einst war, ist in den vergangenen Jahren meist schief gegangen. Spieler wie Julio Dos Santos oder Jose Ernesto Sosa waren nie auf Anhieb die insgeheim erhoffte Verstärkung.
 
Der eine Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;), der andere Allofs

Der eine holt Spieler die der Verein braucht, der andere heißt Hoeneß und kauft die Spieler die ein anderer Verein braucht, aber nicht bekommen soll.

Der eine hat erst einmal RICHTIG Geld verbrannt, der andere verbrennt beinahe jedes Jahr 10 Mio. minimum.

Für den einen muß man sich permanent schämen ,der andere heißt Allofs

Der eine kann fast nach belieben mit Geld um sich schmeißen, der andere muß sich an sein Etat halten.
 
In Bremen sind schon viele hoch gehandelte Spieler wieder gegangen.

Davon ist Carlos Alberto allerdings der einzige, der richtig ins Geld ging.
Und selbst hier bleibt noch offen, was ein möglicher Verkauf an Schadensbegrenzung bringen kann.
Ansonsten war das finanzielle Risiko bei anderen Spielern doch eher begrenzt. Ein Fehlgriff für 500.000,- ist im Vergleich ziemlich wahrscheinlich und auch zu verzeihen, wenn die Ablösesumme aber Richtung 10 Mio tendiert, sollte sich das allerdings nicht häufen.

Man könnte übrigens noch einen Vergleich anstellen, wie viele Karrieren in München zerstört wurden und wieviele in Bremen ;)

Namen wie Rau oder Schlaudraff sind ja hier schon gefallen...
 
Lukas Podolski 2006: Die mehr als 10 Millionen Euro Ablöse hat der Stürmer bislang nicht gerechtfertigt

Sebastian Deisler 2004 bis 07: Kam von Hertha als Jahrhunderttalent und hätte ein ganz Großer werden können. Hätte – ohne seine enorm ausgeprägte physische und psychische Labilität. Eine tragische Geschichte – und eine teure: 9,2 Millionen kostet Bayern das gescheiterte Experiment mit dem mutmaßlich talentiertesten deutschen Kicker seit Jahrzehnten

Daniel van Buyten 2006: Beim HSV inoffizieller Mannschaftsführer und absoluter Star. Ein Fels in der Defensive, vor dem jeder Angreifer Angst hatte – nach dem Wechsel schnell als „Daniela“ verspottet: peinliche Stellungsfehler auf Kreisliga-Niveau. Ablöse:10,5 Millionen

Emil Kostadinov 1995/96,zusammen mit Witezek und Papin ein Flop

Andreas Görlitz seit 2004

Nico Kovac 2001 bis 03:


Ciriaco Sforza, 1995/96:

Andreas Herzog 1995/96:

Ruggiero Rizzitelli 1996-98:

Julio dos Santos 2005 bis 2007:

Torsten Frings 2004/05:

Tobias Rau 2003/04:


FC Bayern: In nur 10 Jahren 40 Mio. € in Fehleinkäufe investiert!

Das ist die - dann doch etwas ernürchternde - Bilanz des, vermeintlich, besten Managers der Liga. Im Zeitraum von 1994-2004 investierte der FC Bayern München nämlich exakt diese Summe in Spieler, die beim FCB so gut wie keine Rolle spielten...und wenn doch, dann eben nur eine sehr kurze.
Bei allem Respekt vor Uli und seinen Leistungen, aber gerade in den letzten 10 Jahren vermisste so manch ein Bazi-Fan immer mehr das nötige "Fingerspitzengefühl" bzw. den Instinkt, der für erfolgreiche/sinnvolle Transfers nötig ist. Sicher - bei vielen Transfers waren auch die jeweiligen Trainer maßgeblich beteiligt. Es ist jedoch hinlänglich bekannt, das U.Hoeneß ein bedeutendes Mitspracherecht bei allen Transfers hat.

Hier einmal die Liste der "Flops" von 1994-2004:


- 1992/93 Schupp...............ablösefrei
- 1993/94 Valencia.............1,85 Mio €
- 1994/95 Sutter.................1,20 Mio €
- 1995/96 Herzog...............ablösefrei
- 1995/96 Sforza................3.30 Mio €
- 1996/97 Rizzitelli.............ablösefrei
- 1996/97 Oberleitner.........0,75 Mio €
- 1996/97 Münch................ 2,80 Mio €
- 1997/98 Grassow..............0,25 Mio €
- 1998/99 Daei.....................2,55 Mio €
- 1999/00 Wiesinger............1,25 Mio €
- 1999/00 Wojciechowski.....0,70 Mio €
- 1999/00 Santa Cruz............5,50 Mio €
- 2001/02 Thiam..................ablösefrei
- 2001/02 Kovac N................5,50 Mio €
- 2002/03 Sforza..................ablösefrei
- 2003/04 Rau........................2,25 Mio €
- 2004/05 Frings....................9,25 Mio €
- 2004/05 Hashemian............2,00 Mio €

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Gesamtsumme: ..............................39,15 Mio €


Fazit: Es wurden in nur 10 Jahren fast 40 (!) Millionen Euro in Spieler investiert, die den Verein kaum (meistens gar nicht!) weitergebracht haben bzw. bringen werden.
Tatsache ist auch, dass sich die Anzahl der "Flops" in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert hat. Hoeneß kann sich künftig eigentlich keine weiteren, teuren Fehleinkäufe mehr leisten. Ansonsten werden einige wohl noch froh sein, wenn er bald wirklich aufhören sollte....
 
Naja, am typischsten finde ich die Episode mit Santa Cruz und Pizarro. Als Werder Letzteren geholt hat tönte der Hoeneß rum von wegen, "Santa Cruz für Arme". Später holten die Bayern diesen Aushilfsspieler, während der Santa Cruz wieviele Jahre in München auf seinen Durchbruch wartete, acht? Und schließlich an einen anderen Verein verscherbelt wurde, wo er plötzlich richtig gut spielt und Tore macht. Das ist ziemlich sinnbildlich für das Ganze, finde ich.
 
Allofs macht nicht alles richtig und leistet sich auch seine Fehlentscheidungen, aber seine Arbeit ist insgesamt wesentlich höher einzuschätzen als die von Hoeneß. Mit einem 250-Millionen-Euro-Budget Jahr für Jahr Deutscher Meister zu werden, ist ein Kinderspiel.

ich bin jetzt auch nicht der ganz große Freund von Hoeneß,ist auch nicht so einfach als Werder fan.aber als Hoeneß in München angefangen hat als Manager,war Bayern längst nicht der Verein,der er heute ist.Zu dieser Zeit hatte der Verein einen Umsatz von 6 Mio. € und 3,5 Mio € Schulden und die letzte Meisterschaft lag bereits fünf Jahre zurück.Also was Hoeneß in München als Manager in der langen Zeit bewegt hat,ist wirklich aller Ehren wert!Zudem konnte Er diesen Erfolg konstant halten und das schaffen nur die wenigsten Clubs in Europa.Allofs leistet natürlich auch außergewöhnlich gute Arbeit in Bremen,aber Ihn mit Hoeneß zu vergleichen ist schwer,weil auch dort die vergleichsmöglichkeiten fehlen.etwa ist Hoeneß schon viel länger Manager in München, als Allofs in Bremen.

IZ ON
 
@ NerXdoo86

Dass die Voraussetzungen schon vom wirtschaftlichen Umfeld, aber auch von der Unterstützung der Politik in München ganz andere sind als in Bremen, sollte einleuchten. Die paar Millionen Mark Schulden sind nichts im Vergleich zum Wert des Olympiastadions, das für die Olympiade gebaut, aber von den Bayern genutzt wurde.

Trotzdem hat Hoeneß mehr aus den Möglichkeiten gemacht als die wenigen anderen Vereine, die ähnliche Voraussetzungen hatten. Das ist völlig richtig.

Nur haben wir schon seit vielen Jahren die Situation, dass Bayern einen doppelt so hohen Etat hat wie der zweitreichste Verein der Liga. Die Budget-Unterschiede zwischen Bayern und dem Rest der Liga sind so groß, dass alles anderes als die Meisterschaft eine mittlere Sensation wäre.

Es ist wegen der Budget-Unterschiede nun mal schwieriger, mit Bochum im Tabellen-Niemandsland zu landen als mit Bayern Meister zu werden. In Bochum wird mit Sicherheit nicht schlechter gearbeitet als in München.
 
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