Osama bin Laden getötet!

Doch, das wird durchaus eine Wirkung haben, wobei sich das Ausmaß schwer wird festlegen lassen. Seit dem Tod Bin Ladens können sich die Köpfe des Terrors noch weniger sicher fühlen als bisher. Das wird sie zwar kaum davon abhalten, auch weiterhin verblendete Irre oder zwangsweise rekrutierte Täter in den Tod zu schicken, aber es zwingt sie zu noch größerer Vorsicht, was zu Lasten des Schadens geht, den sie anrichten können.
 
Handlungen, die aus Rache geschehen, provozieren nur neue Gewalt. Ich erwarte von jedem Land unserer westlichen und demokratischen Welt, dass das Problem des Terrorismus mit rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft wird.

Also selbst wenn Obama sich mit allen Al Kaida Leudden an die Hand nimmt und "we schall overcome" singt bomben die weiterhin alles wech. Die haben sich festgelegt und wollen "body count" egal welche Handlungen die USA betreiben.

Gewalt ruft zwar tendenziell neue Gewalt herbei, daß trifft schon zu, nur gibt es Menschen, die Ihren Lebenssinn darin sehen Gewalt auszuüben. Und bei denen ist es völlig egal mit welchen Engelszungen man redet, die machen trotzdem weiter. Jeder der das nicht glaubt kann ja hinfahren und versuchen die Al Kaida zur friedlichen Aufgabe zu überreden. Danach ist derjenige allerdings entweder komplett steif oder assimilierter Gotteskrieger!
 
Dass bei Festnahmen Menschen zu Schaden kommen oder getötet werden, passiert ja häufig und konnte im Falle Bin Ladens ja wohl auch nicht verhindert werden.
Obs aber "nur" ein sog. Kollateralschaden war, oder nicht doch beabsichtigt, wag ich zu bezweifeln.

Die andere Frage ist für mich, wie man hinterher damit umgeht. Sich darüber freuen, dass man einen Menschen umgebracht hat, halte ich für nicht richtig. Sich für etwas rächen wollen auch nicht. Das steht uns nicht zu, genauso wenig wie die Todesstrafe. Wer so denkt, dass ein Staat berechtigt ist, Zivilpersonen zu töten, ist wirklich nicht weit weg davon.
Nach gängigem Völkerrecht ist es nicht erlaubt, Zivilpersonen zu töten.
 
Die Bilder der jubelnden Amerikaner waren für mich genauso abstoßend wie damals die öffentlichen Jubelszenen der Gegenseite, als die Türme zerstört wurden.

Bin Laden hat Tausende unschuldige Menschen auf dem Gewissen und die amerikanischen Bürger, die gelitten und um ihre Landsleute getrauert haben dürfen sich nicht über den Tod freuen? :stirn:
Dieser "Mensch" hat das bekommen was er verdient hat - eine Kugel im Kopf.
 
Die Bilder der jubelnden Amerikaner waren für mich genauso abstoßend wie damals die öffentlichen Jubelszenen der Gegenseite, als die Türme zerstört wurden.

Aus der Distanz können solche Bilder sicherlich befremdlich wirken, aber für Menschen, die persönlich vom Terror betroffen sind, sieht das ganz anders aus. Die Opfer und ihre Angehörigen, die nach all den Jahren des Schmerzes nun ein klein wenig Genugtuung empfinden, haben mindestens ebenso viel Verständnis verdient wie die Täter - wenn nicht sogar weitaus mehr.
 
Bin Laden hat Tausende unschuldige Menschen auf dem Gewissen und die amerikanischen Bürger, die gelitten und um ihre Landsleute getrauert haben dürfen sich nicht über den Tod freuen? :stirn:
Keiner hat gesagt, dass sie es nicht dürfen, wir finden es nur abstoßend.
Für mich hat NIEMAND den Tod verdient, EGAL was er gemacht hat. Mal davon abgesehen, dass der Mörder eines Mörders auch ein Mörder ist. Sprich, die Leute bejubeln einen Mord. Super. :thumb:
 
Zitat von Stürmerbraut;1715097:
Nach gängigem Völkerrecht ist es nicht erlaubt, Zivilpersonen zu töten.

Das ist jetzt natürlich eine Definitionsfrage. War Osama wirklich Zivilist oder nicht doch eher Kombatant? Ich denke letzteres...

Ich persönlich kann gut mit seinem Tod leben und denke auch, dass es der beste Weg war, dieses Kapitel abzuschliessen. Festnahmen und Gerichtsverhandlungen hätten nur über Jahre hinweg Versuche provoziert Osama freizupressen.

Auch der Aspekt, dass sich die Führungsriege der Al-Qaida nun ein Stück unsicherer fühlt darf nicht unterschätzt werden. Wer sich stärker auf seine eigene Sicherheit konzentrieren muss, hat weniger Zeit für die Planung neuer Attentate.
 
ich habs grade nur auf bild.de gelesen und dachte mir weil es direkt auf der startseite steht ist es neu :D
Das Spiel mag neu sein, aber Kill Osama Spiele gibt es doch seit 10 Jahren und niemanden hats gejuckt.

Nach den Definitionen des Strafrechts war Bin Ladens Tod keinesfalls ein Mord. Allenfalls kann man debattieren, ob seine Tötung vom Völkerrecht gedeckt war, aber der Begriff Mord ist unangemessen.

Ob das strafrechtlich nun ein Mord war oder nicht, ist mir ziemlich wumpe. Die vorsätzliche Tötung eines Menschen ist für mich ein Mord, egal ob das Gesetz das nun anders sieht.
 
Aus der Distanz können solche Bilder sicherlich befremdlich wirken, aber für Menschen, die persönlich vom Terror betroffen sind, sieht das ganz anders aus. Die Opfer und ihre Angehörigen, die nach all den Jahren des Schmerzes nun ein klein wenig Genugtuung empfinden, haben mindestens ebenso viel Verständnis verdient wie die Täter - wenn nicht sogar weitaus mehr.

Ich gönne den Angehörigen der Terroropfer ihre Genugtuung und habe auch ein Stück weit Verständnis für ihre Freude. Aber wie das so ist mit der Macht der Bilder und der Medien:

2001 zeigten die Kameras, wie Menschenmassen, selbst Kinder waren dabei, den Tod von tausenden Amerikanern, dem Erzfeind, bejubelten. Und jetzt zeigten die Kameras, wie Menschen im Autocorso über den Tod eines Terroristen jubelten. Ich sehe da zwischen den Menschen 2001 und aktuell keinen Unterschied. Beide Seiten gefangen in ihrer Welt, nicht fähig, mit Toleranz und Respekt der Gegenseite gegenüberzutreten. Und so lange das so sein wird, wird es auch keinen Frieden geben.
 
Aus der Distanz können solche Bilder sicherlich befremdlich wirken, aber für Menschen, die persönlich vom Terror betroffen sind, sieht das ganz anders aus. Die Opfer und ihre Angehörigen, die nach all den Jahren des Schmerzes nun ein klein wenig Genugtuung empfinden, haben mindestens ebenso viel Verständnis verdient wie die Täter - wenn nicht sogar weitaus mehr.


So siehts nämlich aus! :tnx:

Aber das in der Bundesrepublik Deutschland eine derartige Diskussion geführt wird, verwundert nicht. Und es sollte jetzt auch der Letzte verstanden haben, dass wir uns mit den Amerikanern nicht vergleichen können.

Amerika, ein Land, welches den Patriotismus lebt. Ganz im Gegensatz zu den Deutschen. Ein Land, in dem Personen wie Ströbele schon vor wiederkehrenden Tendenzen warnen, sobald wir zur Fußballweltmeisterschaft nur unsere Deutschlandflaggen an unsere Autos hängen.

Der 09/11 hat die Vereinigten Staaten tief in ihr Herz getroffen. Damals nicht nur die USA, sondern die ganze Welt. Die Leute, die sich über die Tötung Bin Ladens beschweren, sollten nicht vergessen, wie Leute im WTC verbrannt, vor Vorzweiflung aus dem 85.Stock gesprungen sind, verzweifelte Passagiere "Abschiedsgrüße" aus dem Flugzeug geschickt haben oder die halbe New Yorker Berufsfeuerwehr umgekommen ist.

Und noch was :

Bezüglich der Wortwahl von Angela Merkel geht es doch nicht darum, was sie gesagt hat. Vielmehr geht es um die Frage "Wie halt ich es mit der Kanzlerin?"

Die Bilder der jubelnden Amerikaner waren für mich genauso abstoßend wie damals die öffentlichen Jubelszenen der Gegenseite, als die Türme zerstört wurden.

Toller Vergleich. Auf der einen Seite 4000 unschuldige tote Menschen, über welche viele Araber damals gejubelt haben und jetzt Amerikaner, die bejubeln, dass der Drahtzieher der schlimmsten Terroranschläge aller Zeiten zur Strecke gebracht wurde.
 
Zitat von GreenWhiteTürkiye;1715187:
So siehts nämlich aus! :tnx:

Aber das in der Bundesrepublik Deutschland eine derartige Diskussion geführt wird, verwundert nicht. Und es sollte jetzt auch der Letzte verstanden haben, dass wir uns mit den Amerikanern nicht vergleichen können.

Amerika, ein Land, welches den Patriotismus lebt. Ganz im Gegensatz zu den Deutschen. Ein Land, in dem Personen wie Ströbele schon vor wiederkehrenden Tendenzen warnen, sobald wir zur Fußballweltmeisterschaft nur unsere Deutschlandflaggen an unsere Autos hängen.

Der 09/11 hat die Vereinigten Staaten tief in ihr Herz getroffen. Damals nicht nur die USA, sondern die ganze Welt. Die Leute, die sich über die Tötung Bin Ladens beschweren, sollten nicht vergessen, wie Leute im WTC verbrannt, vor Vorzweiflung aus dem 85.Stock gesprungen sind, verzweifelte Passagiere "Abschiedsgrüße" aus dem Flugzeug geschickt haben oder die halbe New Yorker Berufsfeuerwehr umgekommen ist.

Und noch was :

Bezüglich der Wortwahl von Angela Merkel geht es doch nicht darum, was sie gesagt hat. Vielmehr geht es um die Frage "Wie halt ich es mit der Kanzlerin?"



Toller Vergleich. Auf der einen Seite 4000 unschuldige tote Menschen, über welche viele Araber damals gejubelt haben und jetzt Amerikaner, die bejubeln, dass der Drahtzieher der schlimmsten Terroranschläge aller Zeiten zur Strecke gebracht wurde.

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