Naturkatastrophen

Angeblich ist fast eine provisorische Stromleitung fertiggestellt. Das wäre natürlich ein Hoffnungsschimmer, sofern bis dahin die Kühlungsgeräte noch funktionieren.

Das ist ein sehr großer Hoffnungsschimmer. Dass die Brennstäbe gekühlt werden, ist das A und O. Denn dann würde sich die Situation sehr beruhigen. Und ich denke einfach mal positiv und denke, dass die Pumpen noch funktionieren werden. Das einzige Problem war, dass die Dieselgeneratoren aufgrund des Tsunamis schlapp gemacht haben. Von defekten Pumpen habe ich bisher noch nichts gelesen.
 
Zitat von [SVW]Andi;1644647:
Das ist ein sehr großer Hoffnungsschimmer. Dass die Brennstäbe gekühlt werden, ist das A und O. Denn dann würde sich die Situation sehr beruhigen. Und ich denke einfach mal positiv und denke, dass die Pumpen noch funktionieren werden. Das einzige Problem war, dass die Dieselgeneratoren aufgrund des Tsunamis schlapp gemacht haben. Von defekten Pumpen habe ich bisher noch nichts gelesen.

Wird man weiter zuwarten müssen. Die Medien spekulieren allerdings schon wieder, dass auch die Pumpen nicht fuktionieren sollen, da sie durch das Einleiten von Meerwasser jetzt verdreckt sein sollen.
 
Ohne da jetzt wirklich Ahnung von zu haben schätze ich mal, dass es nicht das allerbeste ist, dennoch aber besser ist als nichts.
In solchen Fällen ist eine Güterabwägung zu treffen: best case / worse case bzw. Nutzen / Schaden.
Alles was hilft ist recht.
 
Ohne da jetzt wirklich Ahnung von zu haben schätze ich mal, dass es nicht das allerbeste ist, dennoch aber besser ist als nichts.
In solchen Fällen ist eine Güterabwägung zu treffen: best case / worse case bzw. Nutzen / Schaden.
Alles was hilft ist recht.

ist mir schon klar, bin ja auch nicht dagegen, hab mich halt gefragt, weil salzwasser sich ja auf dauer durch semtliche stoffe frisst...
 
Auf jeden Fall bewirkt Salzwasser eine schnellere Korrosion bei bestimmten Stoffen. Aber ich denke, dass die froh sind und waren, wenn sie irgendwie Wasser da rein bekommen.
Das Kraftwerk ist ja eh nicht mehr zu retten. Man muss jetzt den Worstcase vermeiden und dann wird man wahrscheinlich erstmal, ähnliche wie in Tschernobyl, ein Sarkophag darüber setzen.
 
Das sieht ehrlich gesagt selbst für mich als Laien alles andere als gut aus:Video von Fukushima I

Leider sind wohl alle Versuche die Reaktoren zu kühlen heute mehr oder weniger fehlgeschlagen.
 
Für diejenigen, die Freunde oder Bekannte in Japan haben und mit Ihnen über Telefon Kontakt halten möchten:

Die Deutsche Telekom bietet vor dem Hintergrund der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan Telefonate in das asiatische Land vorerst kostenlos an. Das Angebot gelte für alle Privatkunden für den Zeitraum vom 10. März bis zum 9. April, teilt das Unternehmen mit

16.39
 
" Atom-Experten halten Sperrzone für zu klein "

http://www.sueddeutsche.de/politik/...rten-halten-sperrzone-fuer-zu-klein-1.1073621

" US-Experten kritisieren Japans Informationspolitik "

http://derstandard.at/1297820720716/US-Experten-kritisieren-Japans-Informationspolitik

Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, in einem Land zuleben, welches zwar

zur Dramatisierung und vielleicht zum Aktionismus neigt, in dem aber

eine solche Erstarrung, wie sie zur Zeit in Japan herrscht, undenkbar

wäre.

Es ist doch grob fahrlässig, die Evakuierungszone nicht auszuweiten.

Seitdem der Notzustand im AKW bekannt war, ist viel Zeit vergangen,

in der man mit internationaler Hilfe viele Menschen hätte evakuieren

können. Hier zeigt sich die Schwäche der japanischen Mentalität.

Wie kann man sich nur so fatalistisch-abwartend ergeben.
 
Man sieht ja auch unabhängig von der AKW-Geschichte, dass Japan offenbar überfordert ist. Die Leute im Katastrophengebiet sind unterversorgt, frieren und hungern und schweres Gerät ist auch noch immer nicht vor Ort. Das Krisenmanagement wirkt dafür, dass Japan an sich doch so gut vorbereitet gewesen sein soll, solangsam relativ schwach.
 
" Atom-Experten halten Sperrzone für zu klein "

http://www.sueddeutsche.de/politik/...rten-halten-sperrzone-fuer-zu-klein-1.1073621

" US-Experten kritisieren Japans Informationspolitik "

http://derstandard.at/1297820720716/US-Experten-kritisieren-Japans-Informationspolitik

Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, in einem Land zuleben, welches zwar
zur Dramatisierung und vielleicht zum Aktionismus neigt, in dem aber
eine solche Erstarrung, wie sie zur Zeit in Japan herrscht, undenkbar
wäre.

Es ist doch grob fahrlässig, die Evakuierungszone nicht auszuweiten.
Seitdem der Notzustand im AKW bekannt war, ist viel Zeit vergangen,
in der man mit internationaler Hilfe viele Menschen hätte evakuieren
können. Hier zeigt sich die Schwäche der japanischen Mentalität.
Wie kann man sich nur so fatalistisch-abwartend ergeben.

Ich kann Deine Ferndiagnose verstehen. Allerdings haben "die" Japaner momentan einige Hunderttausend Menschen in Turnhallen zu versorgen. Was da momentan abläuft ist eine Drama sondergleichen. In Japan selber ist dies das größere Thema.

Die von einer möglichen atomaren Verseuchung betroffenen Einwohner ergeben sich im Übrigen selbst keineswegs ihrem Schicksal. Ganz im Gegenteil man fühlt sich dort sehr im Stich gelassen und für dumm verkauft.

Die Evakuierungszone zu erweitern mag sinnvoll sein. Allerdings hat man aktuell einfach nicht die Kapazitäten überhaupt die 30km-Zone umzusetzen. Es sind noch sehr viele Menschen in dieser Zone - diese werden da wohl auch so schnell nicht wegkommen, da kein Busfahrer in diese Zone fahren möchte. Die Versorgung der verbliebenden Personen ist auch nicht möglich, da kein LKW-Fahrer in die Zone will.
 
Man sieht ja auch unabhängig von der AKW-Geschichte, dass Japan offenbar überfordert ist. Die Leute im Katastrophengebiet sind unterversorgt, frieren und hungern und schweres Gerät ist auch noch immer nicht vor Ort. Das Krisenmanagement wirkt dafür, dass Japan an sich doch so gut vorbereitet gewesen sein soll, solangsam relativ schwach.

Naja, das ist aber auch eine Situation, die man in diesem Umfang und mit diesen Kausalitäten schwer planen kann. Es gab nicht nur das größte Erdbeben in der Geschichte Japans, sondern auch noch gleich on top einen gewaltigen Tsunami, eine Reaktorkatastrophe, massive Stromausfälle, sowie Kälte und teilweise Schnee. In der Masse, ist so eine Katastrophe für jede Nation eine irrsinnige Herausforderung und es wäre für Japan noch weitaus schlimmer, wenn die Bevölkerung nicht so reagieren würde, wie sie gerade reagiert. Das ist zugegebenermaßen eine kulturelle Begebenheit, aber aktuell recht hilfreich zur Situationskontrolle.

Die meisten Experten sagten ja auch schon mehrfach, dass die Auswirkungen noch weitaus schlimmer gewesen wären, wenn die Japaner eben nicht so gut vorbereitet und trainiert gewesen wären, was Notfälle wie bspw. ein Erdbeben betrifft. Fukushima lasse ich dabei mal außen vor, das ist noch eine andere, speziellere Geschichte.
 
Man sieht ja auch unabhängig von der AKW-Geschichte, dass Japan offenbar überfordert ist. Die Leute im Katastrophengebiet sind unterversorgt, frieren und hungern und schweres Gerät ist auch noch immer nicht vor Ort. Das Krisenmanagement wirkt dafür, dass Japan an sich doch so gut vorbereitet gewesen sein soll, solangsam relativ schwach.

Würde man eventuell sein Gesicht verlieren, forderte man klar und

deutlich internationale Hilfe an ?
 
... und es wäre für Japan noch weitaus schlimmer, wenn die Bevölkerung nicht so reagieren würde, wie sie gerade reagiert. Das ist zugegebenermaßen eine kulturelle Begebenheit, aber aktuell recht hilfreich zur Situationskontrolle.
Das finde ich auch absolut beeindruckend wie sich die Leute da in so einer Katastrophe verhalten. Wie sich die Leute überall geordnet und zivilisiert in Warteschlangen anstellen und es wohl auch noch nicht zu irgendwelchen Plünderungen gekommen ist ist fast schon unglaublich.
 
Back
Top