Naturkatastrophen

das wird aber in allen medien auch gesagt das es Stufe 4 von 7 ist und das vor jahren in amerika war stufe 5 und tschernobyl war stufe 7.

Aber das heisst ja nicht das es noch auf höhere stufen wachsen kann

Naja. Sie reden ständig von "Super-Gau". Und "Super-Gau" ist nun einmal INES 7 und nicht INES 4. Insbesondere die Atomexperten von Greenpeace auf n-tv und N24 haben ständig von Super Gau geredet. Das ist Panikmache.
 
Ich habe selbst bei der Blöd bisher immer nur "kurz vor Super-Gau" etc. gelesen, wenn auch so dargestellt, als wäre er schon da wie z.B.
"SUPER-GAU IN JAPAN steht kurz bevor"
 
Dann erklär doch mal die fragwürdigen Risikoberechnungen im Detail

Für eine ausführliche Erläuterung habe ich jetzt weder Zeit noch Lust. Vielleicht als Stichworte nur so viel: Die Risikoformel setzt sich zusammen aus dem Risiko bei Betrachtung eines Einzelereignisses, welches ermittelt wird aus a) der Eintrittswahrscheinlichkeit für das betrachtete Ereignis und b) den Schadensausmaß des Ereignisses – Schwierig zu Ermitteln sind in unserem Fall die beiden Parameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Insbesondere die Eintrittswahrscheinlichkeit kann aufgrund einer fehlenden statistischer Erfahrungsbasis und in Bezug auf nicht alle absehbaren Ursachen-Wirkungsketten zum Teil nur hypothetisch-synthetisch ermittelt werden. Darüber hinaus gibt es einen gewissen Anteil des Nichtwissens, den man bei solchen Berechnungen versucht mit einfließen zu lassen, ohne genau zu wissen, wie „hoch“ dieses Nichtwissen ist. Bei den Schadensfolgen ist es bei diesen Berechnungen noch komplizierter, denn wie kann man Menschenleben bewerten sowie die die zeitlich und räumlich weit ausgedehnten Schäden ermitteln?
 
Naja. Sie reden ständig von "Super-Gau". Und "Super-Gau" ist nun einmal INES 7 und nicht INES 4. Insbesondere die Atomexperten von Greenpeace auf n-tv und N24 haben ständig von Super Gau geredet. Das ist Panikmache.

Das ist in der Tat unerträglich. Sämtliche Experten aus Deutschland machen eine Ferndiagnose per TV und interpretieren und dramatisieren ohne Ende. Eigentlich disqualifizeiren sich diese Experten durch ihre Spekulationen nur selbst..
 
Es ist völlig sinnlos, sich jetzt über alles Mögliche zu streiten.

Das Erdbeben ist passiert, der Tsunami war da, die AKWs sind aufs Heftigste geschädigt. Die Leute vor Ort geben / Die Regierung gibt keine eindeutigen Statements ab, viel zu Vieles widerspricht sich.
Die Atom-Technologie ist, so wie es jetzt aussieht, nicht beherrschbar, wenn sie Extremsituationen ausgesetzt ist. Nicht zu beantworten ist grundsätzlich überhaupt, ob diese Energie beherrschbar ist. Da das alles nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, sind alle Bemerkungen hinsichtlich hoher Sicherheitsstandards nur fadenscheinige Argumente.
Sicher ist wohl unbestritten, dass, wenn es keine Atomernegie mehr gibt, atomare Zerstörung auftreten kann.

Aus allem, was ich bisher gehört und gesehen habe, kann ich nur einen Schluss ziehen.

Die Kernenergie muss weg!!!!


Wir können uns nur selbst zerstören, wenn wir so weiter machen. Und wir tun es schon viel zu lange.
Der größte Feind des Menschen ist der Mensch selbst und grausam geht er mit sich um. Hier haben wir einen Grund, endlich damit aufzuhören. Wer jetzt nicht für dieses Thema sensibilisiert wird, der hat NICHTS verstanden!
 
Daß die Kernenergie " weg muß " , darüber sind sich im Kern wohl

alle einig. Insofern gebe ich dir Recht, daß die Katastrophe in Japan

eine Chance ist : Die Menschen müssen Not leiden, um etwas zu verändern.

Zu welchen technologischen Fortschritten in kurzer Zeit der Mensch in der

Lage ist, hat z.B der zweite Weltkrieg gezeigt.
 
Wir müssen dann eben schnell umsteigen. Aber wie? Ich wollte hier eigentlich nichts mehr so sehr politisches schreiben, mich mehr auf den Lage in Japan konzentrieren und habe deswegen einem Diskussionteilnehmer das vorhin mal als PN geschrieben:

(...)Geht es nach der Bundesregierung, soll der Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 von derzeit 16 auf 35 Prozent steigen. Dafür wären allerdings bis zu 3600 Kilometer neue Netze nötig, hat die Deutsche Energie-Agentur (Dena) zuletzt ausgerechnet. 2005 lag die Prognose noch bei 850 Kilometern – lediglich 90 wurden seitdem gebaut. (...)

Quelle: "Zeit-Online" vom 08.02.2011
 
Warum kann man nicht einfach sachlich über die Fakten reden und diese darstellen. Statt ständig zu fragen, was im schlimmsten Fall passieren könne. Dabei dann noch Leute frage, die ständig über den "Super Gau" reden.

:confused:

Wie willst du bitteschön sachlich über die Fakten reden, ohne gleichzeitig zu spekulieren? Die Folgen einer Kernschmelze sind doch gar nicht absehbar. Oder erwartest du nun, dass die Medien brav Däumchen drehen bis sich die Brennstäbe einmal durch die Erdkugel gefressen haben? Und das es sich bis jetzt noch nicht zu einem Stufe-7 Ereignis ausgewachsen hat, ist doch die einzige Hoffnung die noch bleibt (inklusive des Winds). Denn dann hat man doch schließlich den Super-GAU
 
Vielleicht wird einem erst bewusst, was ich meine, wenn man die Berichterstattung in Deutschland mit der im Ausland vergleicht.

In Deutschland ist das Haupthema ein möglicher Supergau und ein Haufen Experten überschlagen sich in ihren Einschätzungen und meinen tatsächlich von hier aus genau zu wissen was dort gerade passiert. Das ist mir ganz übel bei n-tv aufgefallen, dass dort gestern Vormittag andauernd "Atomexpert" von Greenpeace am Telefon hing und meinte genau zu wissen, was da gerade in Japan passiere und die Kernschmelze bereist seit vorgestern Nacht (MEZ) im Gange sei.

Im Ausland beschäftigt man sich auch mit dem, was in dem KKW passiert. Aber dort wird über Fakten berichtet und dann wird mal ein Atomphysiker ins Studio eingeladen, der verschiedene mögliche Szenarien genau erklärt und durchspricht. Gleichzeitig nimmt die Berichterstattung nicht so viel Raum ein, sondern viel wichtiger ist dort die Berichterstattung über die das Erdbeben und den Tsunami und die Folgen, die das hatte. Und dazu gehört auch das KKW. Aber auch brennende Ölraffinierien oder das von dem Tsunami ein gesamter Ort weggespült wurde.
 
Es gab heute Nacht eine weiteres recht schweres Nachbeben mit der Stärke 6,2. Der befürchtete weitere Tsunami blieb aber aus.
Gleichzeitig kam es zu einer Wasserstoffexplosion in Fukushima. Diesmal im Reaktorgebäude 3. Mehr hier. Es gab aber wohl keine Beschädigungen am Reaktorkern. Bei der Explosion wurden 11 Leute verletzt. Davon einer schwer. Das Strahlungsniveau liegt aber wohl auch unter den gesetzlichen Limits.
Ansonsten sind viele Aktien eingebrauchen. Sony verlor fast 10% an wert. Die Baukonzerne hingegen profitieren. Die japanische Noten Bank hat 62 Mrd Euro in den Markt geschossen.
Die Opferzahlen des Erdbebens und Tsumais schnellen allerdings leider weiter unvermindert nach oben. :(
 
Jetzt kommen alle Aktivisten aus ihren Löchern. Die Presse geilt sich an ihren Schlagzeilen auf, im Fernsehen können Organisationen wie Greenpeace ihre Idelogien jedem Sender erzählen und ehemalige Bundesumweltminister die nicht wie ihre Parteifreunde in Lobbyverbänden und in der Energiewirtschaft untergekommen sind, klopfen große Sprüche. Die Menschen in Japan haben keinen Strom, die Lebensmittelversorgung wird schwierig, ganze Landstriche sind nicht mehr. Die Menschen dort brauchen Hilfe und hier wird instinktlos über die eigene Energieversorgung diskutiert. Wem ist jetzt damit geholfen? Diese Diskussion kann gerne in ein paar Wochen geführt werden. Aktuell gibt es andere Dinge zu tun, aber scheinbar interessiert sich in diesem Land keiner für 500.000 (!) Obachlose und 6 Millionen ohne Stromversorgung.

Stattdessen reisst der häßliche Deutsche wieder seine Maske runter und meint den Japanern erzählen zu wollen, wie doof sie doch sind und für wie doof ihre Regierung sie doch verkauft. Von Hilfe ist nicht die Rede...schlimm, ganz schlimm.

Eines noch: Wenn sowas in Deutschland passieren würde: die Polizei müsste mit Schußwaffen die Trinkwasserausgabestellen bewachen. Die Leute würden sich gegenseitig umbringen für Nahrungsmittel und in vollkommene Panik verfallen und was weiß ich was noch alles passieren würde. Das zivilisiert Japan bewahrt Haltung.
 
Übrigens: Ein Energieexperte des WDR sagte auf Hörerfrage hin, dass aktuell in Deutschland pro Jahr rund 25 Prozent des produzierten Stroms gar nicht ins System gingen und dass die deutschen AKW rund 20 Prozent des Stromverbrauchs produzierten. Ihmzufolge wäre der Bedarf also auch gedeckt, wenn alle AKW abgeschaltet würden.
 
Jetzt kommen alle Aktivisten aus ihren Löchern. Die Presse geilt sich an ihren Schlagzeilen auf, im Fernsehen können Organisationen wie Greenpeace ihre Idelogien jedem Sender erzählen und ehemalige Bundesumweltminister die nicht wie ihre Parteifreunde in Lobbyverbänden und in der Energiewirtschaft untergekommen sind, klopfen große Sprüche. Die Menschen in Japan haben keinen Strom, die Lebensmittelversorgung wird schwierig, ganze Landstriche sind nicht mehr. Die Menschen dort brauchen Hilfe und hier wird instinktlos über die eigene Energieversorgung diskutiert. Wem ist jetzt damit geholfen? Diese Diskussion kann gerne in ein paar Wochen geführt werden. Aktuell gibt es andere Dinge zu tun, aber scheinbar interessiert sich in diesem Land keiner für 500.000 (!) Obachlose und 6 Millionen ohne Stromversorgung.

Stattdessen reisst der häßliche Deutsche wieder seine Maske runter und meint den Japanern erzählen zu wollen, wie doof sie doch sind und für wie doof ihre Regierung sie doch verkauft. Von Hilfe ist nicht die Rede...schlimm, ganz schlimm.

Eines noch: Wenn sowas in Deutschland passieren würde: die Polizei müsste mit Schußwaffen die Trinkwasserausgabestellen bewachen. Die Leute würden sich gegenseitig umbringen für Nahrungsmittel und in vollkommene Panik verfallen und was weiß ich was noch alles passieren würde. Das zivilisiert Japan bewahrt Haltung.

ganz so krass würde ich es nun nicht sehen, aber im grunde hast du recht, es wird nur an das schlechte gedacht und gleich losgemeckert, anstatt mal über hilfe nachzudenken
ausserdem kann man japan nicht mit deutschland oder europa vergleichen, aber ich werde mich darüber nicht auslassen, dass gehört einfach nicht hier hin
 
Übrigens: Ein Energieexperte des WDR sagte auf Hörerfrage hin, dass aktuell in Deutschland pro Jahr rund 25 Prozent des produzierten Stroms gar nicht ins System gingen und dass die deutschen AKW rund 20 Prozent des Stromverbrauchs produzierten. Ihmzufolge wäre der Bedarf also auch gedeckt, wenn alle AKW abgeschaltet würden.

Was so nicht ganz stimmt. Die AKW und Kohlekraftwerke dienen ja nicht nur der Stromerzeugung, das haben ich versucht ein paar Seiten vorher mal klarzustellen. Mal ganz davon abgesehen, dass der Stromhunger in Deutschland steigen wird.
Die konventionellen Kraftwerke sind physikalisch im Moment notwendig.
 
auf steigenden "stromhunger" kann man ja auch reagieren - mit alternativer energiegewinnung bzw. endlich mal ein umdenken etwa in der automobilindustrie. mir geht's ja auch gar nicht um das sofortige abschalten - aber in die entgegengesetze richtung zu gehen, wie es schwarz-gelb gemacht hat, ist fatal. und die rücknahme dieser entscheidung wird definitiv möglich sein, das soll das zitat oben zeigen. der einfluss der atomlobby auf schwarz-gelb bzw. die prüfung der akw ist ja auch extrem fragwürdig.
 
auf steigenden "stromhunger" kann man ja auch reagieren - mit alternativer energiegewinnung bzw. endlich mal ein umdenken etwa in der automobilindustrie. mir geht's ja auch gar nicht um das sofortige abschalten - aber in die entgegengesetze richtung zu gehen, wie es schwarz-gelb gemacht hat, ist fatal. und die rücknahme dieser entscheidung wird definitiv möglich sein, das soll das zitat oben zeigen. der einfluss der atomlobby auf schwarz-gelb bzw. die prüfung der akw ist ja auch extrem fragwürdig.

Das ist doch nicht wahr. Es gibt keinen Ausstieg aus dem Ausstieg. Es ist lediglich so, dass man versucht hat ein einigermaßen realstische Szenario zu entwickeln wie lange wir den Atomstrom noch brauchen. Die jetzige Bundesregierung hat ein Energiekonzept aufgelegt, wonach wir 2036 das letzte AKW vom Netz nehmen werden. Gehört hier aber eigentlich nicht mehr hin.
 
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