Ok. Dann sollten Deiner Meinung nach also alle Vereine am besten auf Trainerwechsel verzichten und jahrzehntelang an einer Person festhalten.
Viele dieser Trainer-Entlassungsforderungen sind doch allen Anschein nach, eher eine Panikreaktion der Fans, die das Gefühl haben, "irgendwas muss doch jetzt endlich mal passieren, bevor alles den Bach runtergeht", als dass sie darauf hindeuten, eine sachliche und wohlüberlegte Maßnahme zu sein, wirklich etwas zu verbessern. Wenn es wirklich so wäre, dass ein realitätsnaher Masterplan dahinter stünde, dann müsste es auch ein entsprechendes Konzept zumindest gedanklich vorhanden sein. Dieses finde ich aber in keiner der geäußerten Gedanken. Ich lese nur "vielen Dank für nichts/für alles und tschüß Thomas Schaaf.
Dass Fans in der Art funktionieren, ist mir klar. Dass auch so Journalismus funktioniert, ist klar - denn gerade der Journallismus steht dann in keinerlei Verantwortung dafür, was "danach" ist. Aber die Vereinsführung muss sich auch Gedanken gemacht haben, um einen Plan B. Da es aber keinen vielversprechenderen Plan B gibt, wird man auch weiter an diesem Trainer festhalten, da es auch eine Saison, nach dieser Saison geben wird und dieser Trainer bereits nachdrücklich bewiesen hat, dass er dauerhaft etwas aufbauen kann. Auch ein Umbruch, der wohl, egal wie der weitere Saisonverlauf sein wird, unausweichbar ist, ist mit bewährtem Personal wesentlich einfacher, als auch mit einer neuen sportlichen Leitung.
Ich weiß, diese Meinung ist aktuell nicht sonderlich populär, aber Schaaf ist sicherlich neben seiner Verbundenheit zum Verein, ein äußerst versierter Fachmann. Darüber hinaus wird er nach eine personellen Umbruch in der Mannschaft, nicht mehr das sein, was ihm hier häufig vorgeworfen wird: ein verbrauchter Trainer.