Dafür ist nur voller Einsatz und eine deutliche Steigerung des Selbstvertrauens notwendig, denn grundsätzlich ist ja genug Klasse vorhanden. Sie muss nur wieder hervorgekitzelt werden, wenn es notwendig ist, auch mit drastischen Mitteln.
Dazu bedarf es keiner drastischen Mittel. Über den Punkt, wo das vielleicht notwendig war, sind wir längst hinaus.
Die Mannschaft muss endlich mal begreifen, dass sie nicht mehr nur "ihr Spiel" spielen kann, sondern jedes Spiel ein anderes, jeder Gegner ein anderer ist und sich dementsprechend einstellen. Sie muss davon weg, spielerisch dominieren zu wollen, weil sie das ohnehin nicht kann. Und die Vorbereitung dazu muss vom Trainerstab kommen. Das nächste ist gezieltes Schüren von Zuversicht, den Glauben in die eigenen Stärken vermitteln. Das können alle - Umfeld, Trainer, Management, Verein. Diese drei Dinge müssen funzen.
Ein hochgradig verunsichertes, wenig zuversichtliches Team, welches wie gesehen beim kleinsten Rückschlag in alte Muster verfällt und schnell verzweifelt, braucht kein Draufhauen in den Medien von Manager, Kapitän und Torwart, Brandreden von irgendwem oder all diesen Quatsch. Die brauchen vorgelebten Optimismus, ein klares Konzept zur Überwindung der Krise, Beistand und gezielte, direkte Unterstützung. Nur so kann mangelndes Selbstvertrauen überwunden, die Stärken hervorgekitzelt werden.
Darin besteht ja auch der (meist kurzfristige) Effekt von Trainerwechseln. An dem Punkt, wo der alte Trainer ähnlich wie die Spieler verzweifelt, lebt der Neue Elan, Schwung und Selbstvertrauen vor, weil es für ihn eine neue Herausforderung ist und er eben nicht in der Situation gefangen ist, die bis zu seinem Amtsantritt vorherrschte. Bleibt zu hoffen, dass wir nicht erst an diesem Punkt ankommen.