@Lichtgestalt
Das mit den Franchises verstehe ich bis jetzt noch nicht so ganz. Ein Team kann einfach so in eine andere Stadt "umgesiedelt" werden? Um es auf den Fußball zu übertragen: Die Stadt Hamburg kauf Werder Bremen, und auf einmal heißt es "Werder Hamburg"? Dass es in der NBA anders läuft, hab ich mittlerweile mitbekommen (wenn auch nicht komplett verstanden), z.B. mit den Spielertrades usw.
Aber das find ich etwas befremdlich. Was macht man denn als Fan, der z.b. in Charlotte lebt, jahrelang Hornetsfan war - und auf einmal wird dein Team "geklaut"?
Naja, so ähnlich... die Teams gehören ja nicht den Städten, in denen sie spielen, sondern Privatinvestoren. Der große Unterschied zum europäischen Sport (mindestens wenn mal solche Vereine wie den VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen, Red Bull Salzburg, PSV Eindhoven usw ausklammert) ist hierbei unter Anderem einfach, dass die Vereine in dem Sinne nicht natürlich gewachsen sind und die amerikanischen Profiligen einen völlig anderen Unterbau haben, als man dies hier zu Lande gewohnt ist.
Im Ergebnis ist es dort eben Usus, dass, wenn ein Verein in einem bestimmten Umfeld aus Sicht des Investors auf längere Zeit nicht mehr "funktioniert" auch umgesiedelt werden kann - eben irgendwohin, wo sich der Besitzer bessere Standortfaktoren verspricht. Hierzu benötigt der Besitzer dann u.A. eben noch die Zustimmung der NBA, die aber natürlich auch daran interessiert ist, dass möglichst viele Vereine gut laufen um eben das Gesamtprodukt NBA attraktiver zu halten.
Die Bobcats haben mit den Charlotte Hornets also zB genau nullkommanullgarnichts zu tun, ausser, dass sie einen Teil ihrer Geschichte in der gleichen Stadt verbracht haben. Die Hornets sind eben irgendwann, genau wie viele andere Franchises (Jazz, Lakers, Grizzlies, 76ers to name but a few) vor ihnen, umgezogen.
Die Geschichte der Sonics war ähnlich gelagert, aber mit anderem Ergebnis. Nachdem der Verein vor einigen Jahren den Mehrheitsbesitzer wechselte und der Investor nach langen vergeblichen Verhandlungen mit der Stadt Seattle den geplanten Bau einer neuen, moderneren Halle ad acta legen musste, wurden die Rechte am Verein als solches (Name, Farben, Logo etc.) bei der Stadt Seattle belassen... die nach Oklahoma City umgezogene Organisation (Spieler, Coaching-Staff etc.) hat mit den Sonics also in dem Sinne auch nichts mehr zu tun, die Sonics existieren nicht mehr.
Für mich als Sonic-Fan seit der Payton-Ära war das wirklich hart... möchte nicht wissen, wie die Sonic-Fans vor Ort das aufgenommen haben.
Dass so etwas möglich ist, ist sicherlich DER große Nachteil gegenüber den Strukturen hier zu Lande (wobei im Basketball hier vor einigen Jahren ähnliches passiert ist, siehe ehemaliges Bayer Leverkusen), was dort allerdings wie ich finde eine sehr gute Lösung ist, ist das Draft-System, dass mittel- und langfristig auch kleineren Franchises ermöglicht wenigstens zeitweise immer mal wieder oben mitzumischen.
Zu der Hand-Shake-Geschichte... Ja, ist üblich. Sieht irgendwie alles sehr befremdlich aus, finde ich - irgendwie als wäre das Ganze gestellt...
Jo... Nu ist es passiert... die Hornets haben ihr erstes Spiel verloren. 95:98 in Dallas. Musste ja irgendwann mal so kommen.

Aber bei den Mavs kann man verlieren und es war ja auch ziemlich knapp... wird schon wieder werden in den nächsten Spielen. Kommende Nacht ist das "Rückspiel", dann werden die Karten neu gemischt.
Es gab übrigens einige (nahezu) historische Ereignisse in den letzten Tagen. Beim 144:113 der Pacers gegen die Nuggets haben die Pacers im dritten Viertel 54 Punkte gemacht und dabei die ersten 20 (!) Würfe aus dem Feld getroffen. Einer mehr wäre ein ewiger Rekord gewesen.
Auch interessant war das 121:116 der Suns bei den Lakers vor einigen Tagen. 22(!) Dreier der Suns, auch nur einer weniger als der NBA-Rekord...