Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Aber nicht nur. Wenn bei nur einem Tor Rückstand und noch ca. 20 Minuten zu spielen solche Auflösungserscheinungen passieren, dass praktisch keine Verteidigung mehr stattfindet, der Gegner in Überzahl ist und ein Scheibenschießen veranstalten kann, dann braucht man sich nicht zu fragen, wer da irgendwo den Ball verloren hat, sondern warum es dem Gegner so leicht gemacht wird, Fehler auszunutzen. Wo das Defensivverhalten ist. Wo so etwas wie systematische Disziplin bei gegnerischem Ballbesitz ist. Was das für eine Raumaufteilung ist.
...
So etwas wie Raumspiel, Disziplin im Deckungsverhalten, Verschieben, Umschalten MUSS trainierbar sein , auch erfolgreich trainierbar.
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Alles auf individuelle Fehler zu reduzieren ist mir zu billig und geeignet, der Mannschaft ein Alibi zu verschaffen.
Der Mannschaft??? Vor allem verschafft es dem Trainer ein Alibi und nimmt ihn aus der Verantwortung.
Deswegen hat mir auch das ganze Gerede von der Fehlentscheidung in München oder den vergebenen Chancen nicht gefallen. Klar kann immer alles anders laufen. Aber man macht es sich schlicht zu einfach, denn schon dort war eine gefährliche Tendenz taktisch naivem Verhaltens in der zweiten Halbzeit klar erkennbar. Nun hätte man sagen können, okay das war eine Halbzeit, passiert halt. Wenn man nicht Werder und TS so gut kennen würde. Ich habe nach dem Pokalspiel hier geschrieben und geahnt, dass es eine Frage der Zeit sein würde, wann eine Mannschaft kommt, die sich eben nicht so blöd im Umschalten anstellt, die besser verschiebt und das schlechte Spiel Werder´s im Raum effizienter ausnutzt, als es die Bayern am Dienstag taten. Dass es so schnell gehen würde und dass das sogar so ein Trainer wie Hecking schafft, hat mich allerdings auch überrascht.
Ich warte schon darauf, dass ich in Statements wieder solchen Quatsch höre wie "Wir haben uns nicht für unseren hohen Aufwand belohnt". In München und gegen Nürnberg war eines deutlich zu sehen – TS hat es geschafft, der Mannschaft ein variables Offensiv- und schön anzusehendes, technisch anspruchsvolles Kombinationsspiel zu vermitteln, das Team erspielt sich Chancen. Leider ist das - wieder mal – nur die eine Seite der Medaille, da es – ebenso deutlich zu sehen – zu Lasten der Ordnung und Organisation geht. Dass Schaaf erneut den zweiten Schritt vor dem ersten macht, ist doch das Kardinalproblem! Es wird voll auf die Karte gesetzt, den Gegner vorne zu beherrschen und allein dadurch das Spiel zu dominieren. Sowie die Chancen nicht sitzen, das Ganze ins Stocken kommt, fangen die Probleme an, weil darauf unsere Spieler nicht eingestellt sind, weil sie dann ihre Position und Aufgabe kaum kennen und demzufolge nicht umdenken können. Dass wir wie fast in jedem Jahr der Ära Schaaf bei der Auswahl der Schießbuden der Liga im hinteren Viertel sind, dass zwischen Mittelfeld und Abwehr riesige Abstände klaffen, dass die Ordnung gegen den Ball miserabel ist, dass unsere Abwehr ständig in 1-gegen-1 Duelle und das noch fast ohne Absicherung muss, DAS ALLES sind uralte Probleme. Gerade dass dies nach so vielen Jahren weiterhin in schöner Regelmäßigkeit zu Buche schlägt, ist taktisch der eigentliche Skandal. Es hat auch rein gar nichts mit zu offensiv oder zu wenig defensiv zu tun, sondern mit simplen Dingen wie eben Organisation, strategische Spielführung, Raumdeckung, die fehlen und dafür sorgen, dass es vorne zu eng wird und hinten zu offen ist. Aber das ist nun mal ganz klar das Terrain, welches der Trainerstab zu bearbeiten hat und niemand anders sonst. Es ist deren Aufgabe, die Mannschaft nicht unsinnig zu verunsichern oder eine ohnehin formschwache und ersatzgeschwächte Abwehrkette nicht zusätzlich zu überfordern.

Umgekehrt wird die Mannschaft nicht jede Woche ihre Chancen verballern, die werden bald sitzen und ein paar hohe Ergebnisse pro Werder bringen. Sowie Selbstvertrauen, was durchaus zu einer Serie führen kann. Überhaupt ist eine Mannschaft mit Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Frings, Wesley, Marin, Arnautovic, Almeida, Pizarro in der Summe individuell besser besetzt als eine Mannschaft mit Weidenfeller, Subotic, Hummels, Schmelzer, Sahin, Großkreutz, Blaczykowski, Lewandowski und Barrios. Für mich ist noch alles offen und ich bin überzeugt davon, dass wir noch einen CL-Platz schaffen können. Es bleibt allerdings die Befürchtung, dass dadurch grundsätzliche Defizite wieder nicht abgestellt werden. Das Gesamtpaket Schaaf gewährte bisher kontinuierlich Erfolg, ist andererseits aber auch der Grund, warum Werder seit sechs Jahren mit einer jederzeit titelfähigen Mannschaft nur einen Pokalsieg holte. Fest steht allerdings, dass ersteres für Werder wichtiger ist. Solange ersteres noch zu halten ist. Inwieweit die Liga aufgeholt hat, wird die Saison zeigen.
Aber - darüber sinnieren wir schon lange.
 
Wenn Du denkst, die Spieler, namentlich Prödl oder Silvestre oder Hunt, begehen nach dieser Umstellung keine individuellen Fehler, dann ist das eben Deine Meinung.
.....
Dass das Spiel einen anderen Verlauf nimmt, wenn Arnautovic & Co. ihre Chancen nutzen, müssen wir, so denke ich, nicht weiter erläutern.
Damit wirst Du sicher immer irgendwo recht haben. Doch so zu denken, ist genau der Fehler und vor allem keinerlei Entschuldigung dafür, dass man sich mit solch schwerwiegenden taktischen Fehlern wie gegen Nürnberg völlig grundlos selbst ein Handicap verschafft.
 
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Der Mannschaft??? Vor allem verschafft es dem Trainer ein Alibi und nimmt ihn aus der Verantwortung.
Deswegen hat mir auch das ganze Gerede von der Fehlentscheidung in München oder den vergebenen Chancen nicht gefallen. Klar kann immer alles anders laufen. Aber man macht es sich schlicht zu einfach, denn schon dort war eine gefährliche Tendenz taktisch naivem Verhaltens in der zweiten Halbzeit klar erkennbar. Nun hätte man sagen können, okay das war eine Halbzeit, passiert halt. Wenn man nicht Werder und TS so gut kennen würde. Ich habe nach dem Pokalspiel hier geschrieben und geahnt, dass es eine Frage der Zeit sein würde, wann eine Mannschaft kommt, die sich eben nicht so blöd im Umschalten anstellt, die besser verschiebt und das schlechte Spiel Werder´s im Raum effizienter ausnutzt, als es die Bayern am Dienstag taten. Dass es so schnell gehen würde und dass das sogar so ein Trainer wie Hecking schafft, hat mich allerdings auch überrascht.
Ich warte schon darauf, dass ich in Statements wieder solchen Quatsch höre wie "Wir haben uns nicht für unseren hohen Aufwand belohnt". In München und gegen Nürnberg war eines deutlich zu sehen – TS hat es geschafft, der Mannschaft ein variables Offensiv- und schön anzusehendes, technisch anspruchsvolles Kombinationsspiel zu vermitteln, das Team erspielt sich Chancen. Leider ist das - wieder mal – nur die eine Seite der Medaille, da es – ebenso deutlich zu sehen – zu Lasten der Ordnung und Organisation geht. Dass Schaaf erneut den zweiten Schritt vor dem ersten macht, ist doch das Kardinalproblem! Es wird voll auf die Karte gesetzt, den Gegner vorne zu beherrschen und allein dadurch das Spiel zu dominieren. Sowie die Chancen nicht sitzen, das Ganze ins Stocken kommt, fangen die Probleme an, weil darauf unsere Spieler nicht eingestellt sind, weil sie dann ihre Position und Aufgabe kaum kennen und demzufolge nicht umdenken können. Dass wir wie fast in jedem Jahr der Ära Schaaf bei der Auswahl der Schießbuden der Liga im hinteren Viertel sind, dass zwischen Mittelfeld und Abwehr riesige Abstände klaffen, dass die Ordnung gegen den Ball miserabel ist, dass unsere Abwehr ständig in 1-gegen-1 Duelle und das noch fast ohne Absicherung muss, DAS ALLES sind uralte Probleme. Gerade dass dies nach so vielen Jahren weiterhin in schöner Regelmäßigkeit zu Buche schlägt, ist taktisch der eigentliche Skandal. Es hat auch rein gar nichts mit zu offensiv oder zu wenig defensiv zu tun, sondern mit simplen Dingen wie eben Organisation, strategische Spielführung, Raumdeckung, die fehlen und dafür sorgen, dass es vorne zu eng wird und hinten zu offen ist. Aber das ist nun mal ganz klar das Terrain, welches der Trainerstab zu bearbeiten hat und niemand anders sonst. Es ist deren Aufgabe, die Mannschaft nicht unsinnig zu verunsichern oder eine ohnehin formschwache und ersatzgeschwächte Abwehrkette nicht zusätzlich zu überfordern.

Umgekehrt wird die Mannschaft nicht jede Woche ihre Chancen verballern, die werden bald sitzen und ein paar hohe Ergebnisse pro Werder bringen. Sowie Selbstvertrauen, was durchaus zu einer Serie führen kann. Überhaupt ist eine Mannschaft mit Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Frings, Wesley, Marin, Arnautovic, Almeida, Pizarro in der Summe individuell besser besetzt als eine Mannschaft mit Weidenfeller, Subotic, Hummels, Schmelzer, Sahin, Großkreutz, Blaczykowski, Lewandowski und Barrios. Für mich ist noch alles offen und ich bin überzeugt davon, dass wir noch einen CL-Platz schaffen können. Es bleibt allerdings die Befürchtung, dass dadurch grundsätzliche Defizite wieder nicht abgestellt werden. Das Gesamtpaket Schaaf gewährte bisher kontinuierlich Erfolg, ist andererseits aber auch der Grund, warum Werder seit sechs Jahren mit einer jederzeit titelfähigen Mannschaft nur einen Pokalsieg holte. Fest steht allerdings, dass ersteres für Werder wichtiger ist. Solange ersteres noch zu halten ist. Inwieweit die Liga aufgeholt hat, wird die Saison zeigen.
Aber - darüber sinnieren wir schon lange.

Es muss doch aber auch ein bißchen nach den Hintergründen gefragt werden, und da muss nicht unbedingt immer nur die "Schaafsche Sturheit" genannt werden. Wir sind in die Saison gestartet mit Verletzten auf extrem wichtigen Positionen, wo dann drei Neuzugänge, von denen gerade mal einer unsere Vorbereitung mitgemacht hat, sofort als Stammspieler und Stützen agieren mussten. Verunsicherung, Dinge die noch nicht ineinandergreifen und schlechte Ergebnisse kamen dabei heraus. Ständig musste die Mannschaft und somit teilweise auch die Taktik durchgetauscht werden und kaum jemand hatte die Möglichkeit, sich richtig einzugewöhnen und Abläufe sinnvoll aufzuziehen. Warum also sollte TS nicht versuchen, die Mannschaft über Dinge wieder in die richtige Bahn zu lenken, die er scheinbar am besten kann und die auch die Mannschaft schon verinnerlicht hat, weil auch die Einzelqualitäten der neuen Spieler wohl eher im offensiven Bereich zu suchen sind? Dass TS eine Mannschaft defensiv einstellen kann, hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Wenn das aber im moment noch nicht zum vorhandenen Spielermaterial bzw. dem aktuellen Leistungsvermögen des Kaders passt, ist es mMn einfacher, offensiver spielen zu lassen. Klar ist man da vom Verwerten der Torchancen abhängig. Ein defensiveres Auftreten kann die Mannschaft aber genauso wieder in die gleichen Verhaltensmuster fallen lassen wie zu Beginn der Saison, wenn Dinge einfach noch nicht passen und erneut Verunsicherung auftritt. Wenn mehr Sicherheit da ist, kann man ja durchaus versuchen, es wieder anders zu machen. Meine Meinung.
 
Damit wirst Du sicher immer irgendwo recht haben. Doch so zu denken, ist genau der Fehler und vor allem keinerlei Entschuldigung dafür, dass man sich mit solch schwerwiegenden taktischen Fehlern wie gegen Nürnberg völlig grundlos selbst ein Handicap verschafft.

Selbstverständlich werde ich da nicht gegen argumentieren wollen, weil es einfach zutrifft. Aber, und das habe ich bereits darlegen wollen, entspricht die Teilnahmslosigkeit an der Defensivarbeit durch die Vorderleute, wobei man ausdrücklich und einzig Claudio Pizarro hier aus der Kritik nehmen muss, sicherlich nicht der Philosophie der sportlichen Leitung.

Wie dkbs schon schrieb: Wenn dem so ist, dann muss man sich bei einigen Protagonisten schon fragen, ob sie beim richtigen Verein angestellt sind, mit dieser Arbeitsauffassung. So in dieser Art, hat sich auch Torsten Frings geäußert. Nämlich dass zeitweise diszipliniert gearbeitet wird, wie in großen Teilen der ersten HZ gegen Nürnberg oder in München, ist zumindest ein Indiz für mich, dass es dort klare Anweisungen gibt, die während des Spieles über den Haufen geworfen werden.

Und ja: Dort muss man den Trainer auch in die Verantwortung nehmen, das zu ändern.
 
Korrekt, vor allem ist er einer der wenigen, die in jedem Spiel Kampf, Einsatz und Laufbereitschaft zeigen.

ist oK ich will mich nicht über Fritz streiten.

Tatsache ist aber daß man auf den AV Positionen (die von manchen für die wichtigsten im sog. "modernen Fussball" gehalten werden) links und rechts jeweis zwei gute Leute im Kader haben muss.

Wenn man mit Fritz einen dieser Verteidiger hat fehlen immer noch 3.
 
Ich halt´s mit Otto: "Die Wahrheit ist aufm Platz!" Und da ist mit Werder nicht all zu viel los! Und das seit Jahren besonders in der Abwehr.Das ist Fakt!

Das ist kein FAKT, das ist eine Meinung! Ich bin der Meinung, das es nicht "besonders in der Abwehr" ist sondern ein Resultat der Taktik. Das war in früheren Jahren nicht so das Problem, da wir dann häufig vorne halt die dinger reihenweise reingetan haben.

Tatsache ist aber daß man auf den AV Positionen (die von manchen für die wichtigsten im sog. "modernen Fussball" gehalten werden) links und rechts jeweis zwei gute Leute im Kader haben muss.
Welches Team hat denn 4(!) Topleute auf den AV Positionen?
 
Fakt ist, dass wir im letzten Jahr Dritter wurden und im Pokalfinale standen. Das ist Otto auch nicht in jedem Jahr gelungen.

Das soll nicht davon ablenken, dass wir ganz offensichtliche Probleme im Defensivverhalten haben - aber immerhin darüber aufklären, auch für die älteren Erdenbewohner, dass die gute alte Zeit, nicht in jeder Phase besser war, als die Gegenwart.
 
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Der Mannschaft??? Vor allem verschafft es dem Trainer ein Alibi und nimmt ihn aus der Verantwortung.
Deswegen hat mir auch das ganze Gerede von der Fehlentscheidung in München oder den vergebenen Chancen nicht gefallen. Klar kann immer alles anders laufen. Aber man macht es sich schlicht zu einfach, denn schon dort war eine gefährliche Tendenz taktisch naivem Verhaltens in der zweiten Halbzeit klar erkennbar. Nun hätte man sagen können, okay das war eine Halbzeit, passiert halt. Wenn man nicht Werder und TS so gut kennen würde. Ich habe nach dem Pokalspiel hier geschrieben und geahnt, dass es eine Frage der Zeit sein würde, wann eine Mannschaft kommt, die sich eben nicht so blöd im Umschalten anstellt, die besser verschiebt und das schlechte Spiel Werder´s im Raum effizienter ausnutzt, als es die Bayern am Dienstag taten. Dass es so schnell gehen würde und dass das sogar so ein Trainer wie Hecking schafft, hat mich allerdings auch überrascht.
Ich warte schon darauf, dass ich in Statements wieder solchen Quatsch höre wie "Wir haben uns nicht für unseren hohen Aufwand belohnt". In München und gegen Nürnberg war eines deutlich zu sehen – TS hat es geschafft, der Mannschaft ein variables Offensiv- und schön anzusehendes, technisch anspruchsvolles Kombinationsspiel zu vermitteln, das Team erspielt sich Chancen. Leider ist das - wieder mal – nur die eine Seite der Medaille, da es – ebenso deutlich zu sehen – zu Lasten der Ordnung und Organisation geht. Dass Schaaf erneut den zweiten Schritt vor dem ersten macht, ist doch das Kardinalproblem! Es wird voll auf die Karte gesetzt, den Gegner vorne zu beherrschen und allein dadurch das Spiel zu dominieren. Sowie die Chancen nicht sitzen, das Ganze ins Stocken kommt, fangen die Probleme an, weil darauf unsere Spieler nicht eingestellt sind, weil sie dann ihre Position und Aufgabe kaum kennen und demzufolge nicht umdenken können. Dass wir wie fast in jedem Jahr der Ära Schaaf bei der Auswahl der Schießbuden der Liga im hinteren Viertel sind, dass zwischen Mittelfeld und Abwehr riesige Abstände klaffen, dass die Ordnung gegen den Ball miserabel ist, dass unsere Abwehr ständig in 1-gegen-1 Duelle und das noch fast ohne Absicherung muss, DAS ALLES sind uralte Probleme. Gerade dass dies nach so vielen Jahren weiterhin in schöner Regelmäßigkeit zu Buche schlägt, ist taktisch der eigentliche Skandal. Es hat auch rein gar nichts mit zu offensiv oder zu wenig defensiv zu tun, sondern mit simplen Dingen wie eben Organisation, strategische Spielführung, Raumdeckung, die fehlen und dafür sorgen, dass es vorne zu eng wird und hinten zu offen ist. Aber das ist nun mal ganz klar das Terrain, welches der Trainerstab zu bearbeiten hat und niemand anders sonst. Es ist deren Aufgabe, die Mannschaft nicht unsinnig zu verunsichern oder eine ohnehin formschwache und ersatzgeschwächte Abwehrkette nicht zusätzlich zu überfordern.

Umgekehrt wird die Mannschaft nicht jede Woche ihre Chancen verballern, die werden bald sitzen und ein paar hohe Ergebnisse pro Werder bringen. Sowie Selbstvertrauen, was durchaus zu einer Serie führen kann. Überhaupt ist eine Mannschaft mit Wiese, Merte, Naldo, Fritz, Frings, Wesley, Marin, Arnautovic, Almeida, Pizarro in der Summe individuell besser besetzt als eine Mannschaft mit Weidenfeller, Subotic, Hummels, Schmelzer, Sahin, Großkreutz, Blaczykowski, Lewandowski und Barrios. Für mich ist noch alles offen und ich bin überzeugt davon, dass wir noch einen CL-Platz schaffen können. Es bleibt allerdings die Befürchtung, dass dadurch grundsätzliche Defizite wieder nicht abgestellt werden. Das Gesamtpaket Schaaf gewährte bisher kontinuierlich Erfolg, ist andererseits aber auch der Grund, warum Werder seit sechs Jahren mit einer jederzeit titelfähigen Mannschaft nur einen Pokalsieg holte. Fest steht allerdings, dass ersteres für Werder wichtiger ist. Solange ersteres noch zu halten ist. Inwieweit die Liga aufgeholt hat, wird die Saison zeigen.
Aber - darüber sinnieren wir schon lange.

Es muss doch aber auch ein bißchen nach den Hintergründen gefragt werden, und da muss nicht unbedingt immer nur die "Schaafsche Sturheit" genannt werden. Wir sind in die Saison gestartet mit Verletzten auf extrem wichtigen Positionen, wo dann drei Neuzugänge, von denen gerade mal einer unsere Vorbereitung mitgemacht hat, sofort als Stammspieler und Stützen agieren mussten. Verunsicherung, Dinge die noch nicht ineinandergreifen und schlechte Ergebnisse kamen dabei heraus. Ständig musste die Mannschaft und somit teilweise auch die Taktik durchgetauscht werden und kaum jemand hatte die Möglichkeit, sich richtig einzugewöhnen und Abläufe sinnvoll aufzuziehen. Warum also sollte TS nicht versuchen, die Mannschaft über Dinge wieder in die richtige Bahn zu lenken, die er scheinbar am besten kann und die auch die Mannschaft schon verinnerlicht hat, weil auch die Einzelqualitäten der neuen Spieler wohl eher im offensiven Bereich zu suchen sind? Dass TS eine Mannschaft defensiv einstellen kann, hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Wenn das aber im moment noch nicht zum vorhandenen Spielermaterial bzw. dem aktuellen Leistungsvermögen des Kaders passt, ist es mMn einfacher, offensiver spielen zu lassen. Klar ist man da vom Verwerten der Torchancen abhängig. Ein defensiveres Auftreten kann die Mannschaft aber genauso wieder in die gleichen Verhaltensmuster fallen lassen wie zu Beginn der Saison, wenn Dinge einfach noch nicht passen und erneut Verunsicherung auftritt. Wenn mehr Sicherheit da ist, kann man ja durchaus versuchen, es wieder anders zu machen. Meine Meinung.

Da habt ihr aus meiner Sicht beide irgendwo recht. Mick stößt ja ohnehin ins gleiche Horn wie ich zuletzt.
Aber das, was StoneCold schreibt, ist natürlich auch richtig. Es wäre falsch, so zu tun, als sei ein mehr oder weniger "perfektes" Spiel zu erwarten mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten Werders. Und bisher ist Werder mit der Betonung der Offensive auch insgesamt gut gefahren in der Bilanz. Natürlich muss sich die Mannschaft erst einspielen, verletzte Spieler bringen natürlich das Gleichgewicht durcheinander. Das ist bei jeder Mannschaft so.
Und bisher war es in der Regel so, dass Schaaf am Ende der Saison die Mannschaft in die richtigen Bahnen gebracht hatte summa summarum.

Sicher ist es auch so, dass Schaaf schon gezeigt hat, dass er die Mannschaft auch defensiv vernünftig einstellen kann. Punktuell.
Allerdings zu unregelmäßig aus meiner Sicht und irgendwie tendenziell nur in bestimmten Situationen:
Nach schlimmen Niederlagen mit einer Menge von Gegentoren. Oder ab und an, wenn Spiele gegen starke Mannschaften anstehen. Dann geht es plötzlich.
Ob das an den Spielern liegt, die sich am Riemen reissen oder daran, dass bei der Einstellung auf das Spiel die Betonung mehr auf Vernunft und Desiziplin bei gegmerischem Ballbesitz gelegt wird weiss ich nicht. Vielleicht beides.
Aber gerade dann wenn man zwischendurch immer mal wieder feststellt: "Geht doch!" muss man sich irgendwann schon fragen, warum das nicht in größerer Regelmä0igkeit drin ist.

MFG dkbs
 
Spiele wie gegen Hoffenheim ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte erfolgreiche Zeit von Thomas Schaaf. Wie viel haben wir schon verspielt, weil wir gegen Bielefeld, Gladbach und Konsorten verloren haben? Und nicht etwa verloren weil die so gut gewesen wären, sondern wegen der eigenen Einstellung. Eine Einstellung, die gegen große Teams eigentlich immer stimmt aber gegen vermeindlich kleine nicht. Selbst die letzte Teilnahme in der CL haben wir so verspielt weil in der vermeindlich leichtesten aller Gruppen die Spieler meinten sie könnten locker ins 1/8 Finale einziehen.

Es ist aber Aufgabe des Trainers die Spieler wenigstens mit der richtigen Einstellung auf den Platz zu schicken (scheint ja nicht selbstverständlich zu sein, dass man Einsatz für seine Millionen zeigt). Und da wiederhole ich mich gerne: Das kann er einfach nicht. Es ist für mich beispielsweise vollkommen unvorstellbar, dass Bayern mehr als ein solches Spiel hinlegt wie es Werder regelmäßig macht. Aber darum holt Bayern ja auch ständig Titel und wir....nicht.

hier war von Hoffenheim die Rde.

Verändert hat sich aber leider nichts so daß man sogar ein Post aus 2005 zitieren könnte.
 
: Für mich ist noch alles offen und ich bin überzeugt davon, dass wir noch einen CL-Platz schaffen können. Es bleibt allerdings die Befürchtung, dass dadurch grundsätzliche Defizite wieder nicht abgestellt werden.

Und genau deswegen fragt man sich als Fan, ob Werder erst mal eine Bauchlandung ohne Europapokalteilnahme hinlegen muß, damit diese seit Jahren vorhandenen Defizite abgestellt werden. Anders scheint es bei Werder wohl nicht zu funktionieren, denn dafür sind Selbstzufriedenheit und Harmoniebedürfnis hier offensichtlich zu ausgeprägt; Harmonie soll grundsätzlich ja vorhanden sein, denn wenn es überwiegend "kracht", ist ein erfolgreiches Arbeiten auch nicht möglich, aber die Mischung aus menschlicher Förderung und beharrlicher Forderung nach Leistung muß schon stimmen.


Das Gesamtpaket Schaaf gewährte bisher kontinuierlich Erfolg, ist andererseits aber auch der Grund, warum Werder seit sechs Jahren mit einer jederzeit titelfähigen Mannschaft nur einen Pokalsieg holte.

Korrekt, und zu dem Gesamtpaket Schaaf zähle ich die zu starke Ausprägung von Harmonie und Selbstzufriedenheit dazu. Mir schwillt noch heute der Kamm, wenn ich z.B. an die Saison 2006/07 zurückdenke, in der Werder die Liga in der Hinrunde dominiert hatte, so daß Torsten Frings sich sinngemäß äußerte, daß wenn jemand Werder Bremen am Titelgewinn hindern kann, dann nur Werder Bremen selbst und genau so wurde die Meisterschaft 2007 fahrlässig verschenkt (die selten so einfach zu gewinnen war, denn die Bayern hatten sich schon frühzeitig aus dem Titelrennen verabschiedet). Aber statt sich über den verschenkten Titel zu ärgern, lag man sich selbstzufrieden und harmonisch in den Armen und freute sich über den 3. Platz, der zur CL-Quali berechtigte.

Bei Werder bekommt man unweigerlich den Eindruck, daß die öffentlich erklärten Ambitionen nicht mit dem entsprechenden Erfolgsdruck an die Mannschaft weitergegeben wird. Das Einfrieren eines Teils der Gehälter schien ein Anfang für eine Richtungsänderung gewesen zu sein, aber wenn man das Spiel gegen Nürnberg gesehen hat, ist die Wirkung dieser Sanktion wohl wieder ziemlich schnell wieder verpufft.

Oder es liegt doch daran, daß KATS bei der ihren Spielervepflichtungen zu wenig darauf geachtet haben, daß der Kader ausreichend mit Kämpfern und „Winnertypen“ bestückt ist, die sich mit dem Erreichten nicht so schnell zufrieden geben möchen? Und darauf baut sich die Frage auf, konnten oder wollten KATS solche Spieler nicht verpflichten?
 
Das ist kein FAKT, das ist eine Meinung! Ich bin der Meinung, das es nicht "besonders in der Abwehr" ist sondern ein Resultat der Taktik. Das war in früheren Jahren nicht so das Problem, da wir dann häufig vorne halt die dinger reihenweise reingetan haben.
Wobei im Moment noch dazu kommt, dass wir überhaupt keinen AV zur Verfügung haben, mal von einem desaströsen Silvestre abgesehen. Und das merkt man. Wesley z.B. sieht man extrem an, dass er auch kein AV ist.
 
@StoneCold
Gerade wegen dieser Hintergründe, die Du aufführst, habe ich Schaaf auch nach den Niederlagen Hoffenheim, Mainz, H96 hier verteidigt. Kannst Du gerne nachlesen. Mittlerweile kann das aber nicht mehr einzige Ausrede sein, denn diese Dinge wie gegen Nürnberg, 2. HZ in München oder auch in Teilen des Gladbach-Spiels hat damit nur noch in geringem Masse zu tun. Hier treten grundsätzliche Defizite zu Tage, die bei uns nicht erst seit gestern vorkommen. Das liegt nicht an der Einstellung, denn wenn die nicht stimmen würde, würde die Mannschaft nicht phasenweise so aufspielen oder Rückstände aufholen. Diese ganze Orientierungslosigkeit im strukturierten Mannschaftsspiel, im Spiel gegen den Ball und im Raum, diese Arroganz und der Mangel an Demut vor dem Gegner, lassen sich sehr wohl auf taktisch-strategische Probleme und auf Defizite in der Spielvorbereitung zurückführen. Das Bezeichnendste ist doch, dass die Niederlage nahezu vorprogrammiert ist, sowie das Offensivspiel hakt oder die Chancen nicht - sagen wir mal zu 60% sitzen. Auch das ist eine uralte Geschichte.

@Karlotto
"Teilnahmslosigkeit an der Defensivarbeit", "Disziplin" etc. - wie lange reden wir schon darüber? Wenn ich mir die Abwehrfehler anschaue - das was heuer Merte und Prödl passiert, ist Merte/Naldo ebenfalls passiert, das gab es schon bei Ismael/Fahrenhorst(Pasanen), das gab es schon bei Verlaat/Krstajic. Sind es nur die Spieler? Ich behaupte, selbst Prödl/Merte wäre bei organisiertem Spiel der Vorderleute, bei ausgewogener, strategischer Spielführung ein Prunkstück in der Liga und selbst ein Silvestre und andere würden wesentlich besser aussehen. Dass sie das nicht sind/nicht sein können, ist nicht allein ihre Schuld.

Aber gerade dann wenn man zwischendurch immer mal wieder feststellt: "Geht doch!" muss man sich irgendwann schon fragen, warum das nicht in größerer Regelmäigkeit drin ist.
Eben, das isses doch! :mad:

@Bremen: :tnx:
Genau DAS alles, was Du sagst, war Gegenstand des Gang-an-die-Spitze-Threads. ;)
 
@Karlotto
"Teilnahmslosigkeit an der Defensivarbeit", "Disziplin" etc. - wie lange reden wir schon darüber? Wenn ich mir die Abwehrfehler anschaue - das was heuer Merte und Prödl passiert, ist Merte/Naldo ebenfalls passiert, das gab es schon bei Ismael/Fahrenhorst(Pasanen), das gab es schon bei Verlaat/Krstajic. Sind es nur die Spieler? Ich behaupte, selbst Prödl/Merte wäre bei organisiertem Spiel der Vorderleute, bei ausgewogener, strategischer Spielführung ein Prunkstück in der Liga und selbst ein Silvestre und andere würden wesentlich besser aussehen. Dass sie das nicht sind/nicht sein können, ist nicht allein ihre Schuld.

Da kommen wir zu einem Konsens: Dass eine Verteidigung nicht fehlerfrei arbeiten kann, wenn sie so alleine gelassen wird, die Löcher nicht gestopft werden, dürfte jedem einleuchten. Wenn Du dann noch einen völlig neben sich stehenden Silvestre hinten drin stehen hast, ist das Unglück vorprogrammiert oder eine Frage der Zeit, wann das Schicksal zuschlägt. Wie häufig wurde Tim Wiese mit der Situation eines allein auf sich zulaufenden Stürmer konfrontiert?

Die Frage ist nur, wo der Hebel angesetzt werden muss: Bei der grundsätzlichen Ausrichtung/Taktik oder bei der Arbeitsauffassung der Spieler.

Was aus der Meistersaison hängen geblieben ist, war das schnelle Passspiel in die Offensive. Das erlaubte es uns, viel tiefer stehen zu können. Heute ist das Spiel auf Kontrolle ausgerichtet und viel weiter nach vorne ausgerichtet. Das stellt die Spieler vor andere Aufgaben und Risiken. Fehler im Aufbauspiel sind tödlich, weil viele Spieler schnell aufrücken müssen, um die notwendigen zahlreichen Anspielstationen zu schaffen. Mir wäre es auch lieber, wenn wir es wieder hinbekämen, das MF mit weniger Ballkontakten zu überbrücken. Da fehlt allerdings das Personal, welches diese vertikalen Zuspiele auch praktizieren kann. Stattdessen unterlaufen hinten die Fehlpässe und die Masse bleibt vorne stehen und wartet, bis die Fehler dort ausgebügelt werden, wo sie entstanden sind. So geht das natürlich nicht. Werder muss auch hier ein besseres Timing entwickeln. Subjektiv haben wir die meisten Gegentore in solchen Situationen gefangen - im eigenen Spielaufbau, während in der Vergangenheit die Fehler vorne begangen wurden und nicht hinreichend zurück gelaufen wurde.

Fehler wird man so oder so nicht abstellen können. Man muss nur das Notwendige dazu tun, dass sie nicht immer so folgenreich sind, wie bisher, indem man Absicherungen schafft und die Räume schließt. Da habt ihr sicherlich nicht unrecht.
 
Tja,...irgendwie ist eine Trainerdiskussion in Bremen immer eine ganz heikle Sache, da so etwas sofort am Bremer Image der "heilen Werder-Familie" kratzen würde.

Genau das könnte das Problem sein. Diese "Familie" gibt es schon seit ein paar Jahren eben nicht mehr, aber trotzdem wird in Bremen immer noch so getan, als sei das alles wie früher im beschaulichen "Wohnzimmer" von Rehagel und Lemke.
 
Badaboom hatte den eröffnet nach dem Bremer Angstspiel in Barcelona Dezember 2006, nachdem wir aus der CL ausgeschieden waren. Der Gang an die Spitze erfordert ein Umdenken bei Werder ;) Das Beste, was es jemals hier im Forum gab.
War das Dein früherer Nick?

ach dieses alte forum - es hat mich tage, wochen meines lebens gekostet :beer:

danke für den thread mick, ich kann mich seeeehr gut an diesen erinnern und habe ihn innig geliebt! habe jetzt über ne stunde drin gelesen, ich könnte soooo viele beiträge von dkbs, kalotte oder badaboom ohne weiteres in vollen umfang zitieren, ohne das etwas anders wäre im vergleich zu heute - außer dass die spieler nicht mehr diego, baumann oder tosic sind.
und genau da, das ist mir relativ zügig eignefallen, liegt doch der hund begraben. es ist doch mittlerweile fast völlig spielerunabhängig, wie werder spielt. wir spielen einfach - das ziemlich gleiche wie früher. die gegentore fallen weiter wie reife früchte, die auswärtsspiele in der cl werden weiterhin regelmäßig in den sand gesetzt, die big points werden fahrlässig verschenkt, werder prägt offensivfußball und holt dennoch keine weiteren titel und viele, viele toren fallen weiter nach dem selben strickmuster des schnellen tempo-gegenstoßes durch blitzschnelles umschalten des gegners - egal ob heimspiel oder auswärts.
jetzt kann man ja ganz fies sein und fragen, wer seit, nehmen wir einfach das barca-spiel 2006 als anlass des threads, dabei ist. neben wiese, merte, naldo, fritz und frings aus der startelf niemand (jensen, boro als ergänzungsspieler noch). halt - ts war dabei! und er ist es immer noch! und immer noch veranstalten wir den gleichen tanz auf der rasierklinge, der am ende nix bringt. bessere mannschaft sein, mitgespielt, chancen gehabt (auch auswärts), und dennoch mit NULL ertrag vom platz gegangen. kann jeder gerne so interpretieren, wie er will - ich für meinen teil habe in dem thread damals und auch heute noch die ansicht, dass die brunzhummeldumme sturheit des trainerstabs und des sportdirektors grund genug dafür ist, aus den besten werderkadern der vereinsgeschichte nicht mal annäherend so viel herausgeholt zu haben wie möglich gewesen wäre.
damals im "gang an die spitze-thread" habe ich das "etwas anbieten" von ts schon gehasst und auseinander genommen. ich tue es immer noch, doch heute viel mehr mit galgenhumor als damals. denn heute sind wir sogar dazu zu oft zu dumm! wir sind auch heute nicht dazu da, die fußballfans aus aller welt zu belustigen und ihnen offensivfußball zu zeigen, der nicht selten im fiasko endet, sondern um titel zu holen und erfolgreichen fußball zu spielen. die mischung machts, damals wie heute. damals blickte ich neidisch auf münchen, die scheiße gespielt haben, aber komishcerweise ständig die titel abgeräumt haben. heute ist es dortmund, und die können super fußball spielen und hinten sicher stehen.
ich habe das dortmundspiel gegen mainz gestern gesehen. man kann sagen, dass das spiel anders ausgegangen wäre, hätte polanski verwandelt, aber wie abgezockt der bvb das gespielt hat... was mir vor allem aufgefallen ist: zwischen abwehr und angriff war bei ballbesitz des gegners keine 20 meter distanz - und so soll es sein. die dortmunder standen bei ballbesitz mainz mit 11 mann in der eigenen hälfte, sind aber bei balleroberung nach vorne gestürmt, dass es eine wahre freude war. das ultraschnelle umschalten bringt dir heute die punkte und siege. und ist dortmund mal im ballbesitz, kann also nicht den tempo-gegenstoß wagen, wird ruhig und geduldig von hinten aufgebaut, barrios lässt sich weit fallen, sahin verteilt die bälle und es wird auf außen immer überzahl geschaffen (rechts piszcek und kagawa, links schmelzer und großkreutz). ballverlust? eine vorbildliche rückwärtsbewegung - unglaublich, wie schnell die wieder hinter dem ball waren. und die hatten 120 pokalminuten, europa league und co. in den beinen! aller respekt!
was ich damit sagen möchte: spielertechnisch ist der dortmunder kader nicht mal ansatzweise so stark wie unser, sie haben auch keine so gute kadertiefe (lass da mal 3, 4 spieler fehlen) - die haben aber ein perfekt auf die spieler abgestimmtes, funktionierendes system, das gegen mainz genauso aufgeht wie auf st. pauli oder auf schalke. wir haben - irgendwas....
 
was ich damit sagen möchte: spielertechnisch ist der dortmunder kader nicht mal ansatzweise so stark wie unser, sie haben auch keine so gute kadertiefe (lass da mal 3, 4 spieler fehlen) - die haben aber ein perfekt auf die spieler abgestimmtes, funktionierendes system, das gegen mainz genauso aufgeht wie auf st. pauli oder auf schalke. wir haben - irgendwas....

Das ist der springende Punkt, denn elf starke Spieler machen noch lange keine starke Elf aus, denn dazu gehören auch die richtige Berufsauffassung bei den Spielern und eine funktionierende Taktik - beides sucht man bei Werder leider vergeblich.
 
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