Wenn es Menschen gibt, die mit Ihren Worten Sachverhalte auf den Punkt bringen, dann braucht man keine eigenen.
So auch in diesem Fall!
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Wenn es Menschen gibt, die mit Ihren Worten Sachverhalte auf den Punkt bringen, dann braucht man keine eigenen.
So auch in diesem Fall!
Viele Menschen fühlen sich von der representativen Demokratie nicht mehr representiert. Es wird gegen demokratische Beschlüsse demonstriert.
Einem jeden Parlarment wird es zugestanden, Beschlüsse rückgängig zu machen. Wenn die Bahn sagen würde, es käme für sie nicht mehr in Frage, würde man Wege finden, wie man aussteigen könnte. Wenn die Politik sagen würde, es käme für sie nicht mehr in Frage, würde man Wege finden, wie man aussteigen könnte. Dass die Politik jetzt dem Bürger dieses Recht abspricht, dass sie dies Projekt nicht mehr rückgängig machen können ist mE nen ganz übler Treppenwitz.
Dieser Treppennwitz sowie die an diesem beteiligten Institutionen und Personen sind Teil der Rede von Georg Schramm und er bringt das, was abläuft und viele Menschen in dieser Republik so empfinden auf polemische Art und Weise auf den Punkt. Mag es für Euch wie immer geistiger Dünnschiss sein. Für mich, wie auch für Einige mehr in der Republik ist das anders und das ist auch gut so!
Das ist meines Erachtens kein Einzelfall. Er ist allerdings sinnbildlich dafür, dass die Politik nicht mit und vor allem nicht mehr unbedingt für die Menschen, sondern in der Tat sogar gegen die Menschen arbeitet und das aus vollem Bewußtsein heraus.Das ist aber weniger das Problem der repräsentativen Demokratie an sich, sondern in diesem speziellen Fall einer ganz eigenen Mischung von Ursachen geschuldet.
Wirst Du mit dieser Behauptung dem Geschehen gerecht? Ist dies allein Grund genug, sich nicht mit diesem Gedanken zu befassen? Mit welchem Recht will man den Bürger bewußt dieses Recht entziehen? Warum ärgert man sich so über das Engagement der Menschen? Basiert diese Entscheidung wirklich auf umfassenden Beratungen, wenn man heutzutage zu lesen bekommt, dass selbst die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages noch keine Kostenkalkulationen vorgelegt bekommen? Allein den Bemühungen der Bürger ist es zu verdanken, dass den politisch Beteiligten Unterlagen vorgelegt werden und dann wird das hier als handfest und umfassend beschrieben. Ich kann ja verstehen, das man sich als Bürger, der den Glauben an das politische Wirken noch nicht verloren hat, davon ausgeht, dass die politischen Würdenträger umfassend informiert sind und darauf basierend handfeste Entscheidungen treffen, aber gerade die Schlichtung im Fall Stuttgart 21 zeigt auf, dass dem nicht so ist.Sicherlich haben Parlamente die Möglichkeit zur Rücknahme früherer Beschlüsse. Da das Fassen von Beschlüssen in einem solchen Organ aber auf der Grundlage umfassender Beratungen fußt, sollte es für eine solche Rücknahme handfeste und zwingende Gründe geben - anders als bei Unternehmen, die wesentlich flexibler entscheiden können. Ob solche Gründe bei diesem Projekt vorhanden sind, ist eine spannende Frage, aber allein ein verändertes Stimmungsbild in Teilen der Bevölkerung halte ich als Grund für längst nicht ausreichend.
Kabarettisten haben das Recht zur polemischen Zuspitzung, aber aus gutem Grund tun sie das auf der Bühne und nicht in einem Gremium, das auf Dauer tragfähige Entscheidungen treffen soll.

Stärkt die Demokratie, bindet die Menschen in die Entscheidungen ein. Gebt den Menschen das Recht, politische Entscheidungen in Frage zu stellen.
Eigentlich ein Witz, dass die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland nicht das Recht haben, politische Entscheidungen in Frage zu stellen, aber den Vätern unserer Verfassung möchte ich diesbezüglich keinen Vorwurf machen, Widerstand des Volkes gegen seine gewählten Verteter konnten unsere Verfassungsväter einfach nicht voraussehen. Die sind einfach davon ausgegangen, dass Volksvertreter auch das Volk vertreten.
Dein Wunsch wurde bereits von den Vätern des Grundgesetzes erfüllt: Schon jetzt kann jede politische Entscheidung in Deutschland von den Bürgern in Frage gestellt werden! Allerdings sieht unser Rechtssystem die Gerichte als vorrangiges Korrektiv an und nicht Veranstaltungen außerhalb der Geschäftsordnung. Ich maße mir nicht an zu beurteilen, warum die Gegner des Projekts sich nicht bereits während der langwierigen Planungsphase so lautstark wie jetzt zu Wort gemeldet haben oder aus welchen Gründen sie ihren Kampf nicht vor Gericht führen, aber die Möglichkeiten haben sie ganz sicher gehabt.
Dein Wunsch wurde bereits von den Vätern des Grundgesetzes erfüllt: Schon jetzt kann jede politische Entscheidung in Deutschland von den Bürgern in Frage gestellt werden! Allerdings sieht unser Rechtssystem die Gerichte als vorrangiges Korrektiv an und nicht Veranstaltungen außerhalb der Geschäftsordnung. Ich maße mir nicht an zu beurteilen, warum die Gegner des Projekts sich nicht bereits während der langwierigen Planungsphase so lautstark wie jetzt zu Wort gemeldet haben oder aus welchen Gründen sie ihren Kampf nicht vor Gericht führen, aber die Möglichkeiten haben sie ganz sicher gehabt.
Wie hätte eine Klage auszusehen und wo ist sie einzureichen, wenn man gegen die parlamentarische Entscheidung aus 1995 vor Gericht ziehen möchte, um diese Rückgängig zu machen.
Erst 2009, nachdem über die Klage gegen die Ablehnung des Bürgerbegehrens entschieden wurde, wurde den Menschen bewußt, wie sie von Ihren Volksvertretern hinters Licht geführt wurden.
Ich maße mir nicht an zu beurteilen, warum die Gegner des Projekts sich nicht bereits während der langwierigen Planungsphase so lautstark wie jetzt zu Wort gemeldet haben oder aus welchen Gründen sie ihren Kampf nicht vor Gericht führen, aber die Möglichkeiten haben sie ganz sicher gehabt.
Was denn nun? Gab es bereits in den Neunzigern Initiativen, die sich gegen das Projekt gewehrt haben, wie Felissilvestris anführt? Wenn ja, dann lässt sich doch wohl kaum behaupten, dass die Menschen hinters Licht geführt worden seien. In diesem Fall wäre höchstens festzustellen, dass sich viele der Leute, die jetzt so lautstark aufbegehren, vorher schlicht nicht in dem Maße informiert haben, das ihrem Protest angemessen wäre...
Wenn es sich andere anmaßen, bist Du aber gerne dabei? Ja, was denn nun?
Hinsichtlich der Arbeit der Politik hast Du einen sehr geringen Erwartungshorizont. Demgegenüber verlangst Du dem Wähler alles ab und alles vor dem Hintergrund - sie sind ja schließlich selber schuld.
Wenn es sich andere anmaßen, bist Du aber gerne dabei? Ja, was denn nun?
Welchen Vorwurf möchtest Du den Wählern und Wählerinnen denn machen, die für die Politik der CDU aber gegen das Projekt als solches sind.
Sie hätten die CDU wählen dürfen, hätten aber sofort gezielt, da sie vollumfänglich informiert sind und den absoluten Durchblick haben gegen diese parlamentarische Entscheidung vor Gericht ziehen sollen.
Möglicherweise habe ich es dir nicht deutlich genug vermitteln können: Wenn tatsächlich schon seit 1995 Proteste laufen, dann ist es albern zu behaupten, dass die Menschen von der Politik hinters Licht geführt worden wären, denn offenkundig waren Menschen informiert genug, um zu protestieren.
Eine Bürgermeisterwahl in Stuttgart war allein auf das Thema S21 zugespitzt. Schuster (CDU/S21 Befürworter) hat diese gegen Schlauch (Grüne/S21 Gegner) gewonnen.
Das kann man albern finden.Möglicherweise habe ich es dir nicht deutlich genug vermitteln können: Wenn tatsächlich schon seit 1995 Proteste laufen, dann ist es albern zu behaupten, dass die Menschen von der Politik hinters Licht geführt worden wären, denn offenkundig waren Menschen informiert genug, um zu protestieren.

Mit solch überspitzten Zusammenfassungen bekommst du wahrscheinlich auf einer Bühne Beifall, aber hier ist das wenig sinnvoll. Teilhabe an politischen Entscheidungen erfordert Initiative, und zwar von allen Seiten. Genau so, wie ich von den Politikern verlange, das sie eine Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Grundlage von umfassenden Informationen treffen, verlange ich von den Bürgern, dass sie sich frühzeitig einmischen, wenn sie ein Anliegen haben. Diese frühzeitige Einmischung erfordert aber eben, dass man sich selbst informiert, was vermutlich vor Ort aufgrund der Berichterstattung durch die örtliche Presse und die amtlichen Bekanntmachungen auch für Interessierte bereits vor geraumer Zeit möglich war.
Das ist unerheblich. Die Grünen wurden bei der letzten Kommunalwahl mit einem plus von 6,6 Prozent knapp vor der CDU (minus 8,6 Prozent) stärkste Fraktion. Da lässt sich aus dem Wahlergebnis eine Menge Protest ableiten.
Die S21 befürwortenden Fraktionen blieben aber mit 61,5 % der Stimmen wohl die deutlich stärker.
Und die FDP, die auch deutlich für S21 ist, hat ebenfalls 4,4% gewonnen.