Bewerbungsgespräch: kritische Fragen

Wenn ich Bewerber bei mir sitzen habe, achte ich viel auf Körperhaltung- und -sprache, z.B.:

- gerades Sitzen ohne zu verspannen, gefaltete Hände hinterlassen den Eindruck des Betens und verschränkte Arme symbolisieren Desinteresse und oder Abwehr); wird die Sitzpostion häufig geändert?

- Werden und wichtige Dinge mit Handwegeungen untermauert und wird Blickkontakt gewahrt?

- Unsicherheitsgesten wie Ohrjucken, Kopfkratzen oder Nasenspitze berühren

- Klare, deutliche Aussprache, lieber ein paar Sekunden überlegen, bevor man etwas falsches Sagt und sich "verhaspelt". Satzanfänge wie "Nun..." oder "Also..." möglichst vermeiden, mit "Ich..." nur beginnen, wenn eine persönliche Frage gestellt wird, weil es sonst als Egoismus augelegt werden könnte. Bei der Verwendung des Wortes "eigentlich" kann man sich selbst eine Falle stellen, weil die Gegenfrage "und tatsächlich?" kommen kann.

- Auch hier gilt wie bei der schriftlichen Bewerbung: der erste Eindruck zählt. Trotz "Ängste" selbstbewußt auftreten ohne arrogant zu wirken, nicht "zu dick auftragen" ohne sich schlecht zu machen, bei Körperhaltung und -sprache, Mimik und Gestik nicht "erstarren", sondern wohl dosiert variieren.

- Vor allem Authentizität waren und nicht verstellen.
 

Das wirst nur du oder deine dir nahestehenden Freunde und Verwandten beantworten können. Jeder Mensch hat Schwächen und sollte dazu stehen.

Ich habe bisher immer ehrlich gesagt, dass ich schnell die Geduld mit mir verliere, wenn ich etwas nicht auf Anhieb verstehe und mich dadurch selbst unter Druck setze. Auf Nachfrage habe ich Beispiele genannt und damit war diese Frage auch erledigt.

Den Rat den ich dir geben kann ist der: Sei einfach nur ehrlich.

Häufig (vllt. jetzt nicht bei der Ausbildung) kommt noch die Frage wo du dich in 10 Jahren siehst etc.

Die immer wieder nervigste Frage von allen, die ich bisher beantworten musste. Und jedes Mal ist meine Antwort: Soweit plane ich nicht voraus und lass die Zukunft auf mich zukommen.

Aber auch hier würde ich niemanden ne Standardantwort empfehlen.
 
Zitat von [Sportfreund];1326736:
Was heißt hier "diesen Job"? Du bist bei uns als Moderatorin angestellt!

Wenn die Bezahlung genauso ist wie in dem anderen Job gerne :D

Zitat von sünnschien;1326753:
Gehalt möglichst nicht ansprechen oder nur sehr geschickt. Du kannst ganz allgemeine Fragen über den Betrieb stellen, wie viele Mitarbeiter, wie viele Abteilungen, wie die betriebliche Ausbildung abläuft (ob Du überall mal eingesetzt wirst), wieviele weitere Auszubildende im Betrieb arbeiten, wie die schulische Ausbildung aussieht ...

Allgemein kommen, denke ich, immer Fragen an, die Interesse zeigen und vorallem den Wunsch nach Weiterentwicklung vermitteln.

Laut unseren Chefärzten kann man sich allerdings auch nach dem Gehalt erkundigen. "Soll ja wohl keiner behaupten, dass das für ihn keine Rolle spielt!"
Allerdings muss man das eben sehr geschickt machen.
 
Allgemein kommen, denke ich, immer Fragen an, die Interesse zeigen und vorallem den Wunsch nach Weiterentwicklung vermitteln.

:tnx:

Laut unseren Chefärzten kann man sich allerdings auch nach dem Gehalt erkundigen. "Soll ja wohl keiner behaupten, dass das für ihn keine Rolle spielt!"
Allerdings muss man das eben sehr geschickt machen.

Klar wenn Du bereits ausgelernt bist und das Gehalt auch ein klein bisschen "verhandelbar" ist. Ich weiß bei Ärzten an Krankenhäusern wohl schwierig. Das war auch mehr auf die Ausbildungsplatzsuche bezogen, selbst da kann man fragen aber wie bereits erwähnt möglichst nicht zu direkt.
 
Wenn ich Bewerber bei mir sitzen habe, achte ich viel auf Körperhaltung- und -sprache, z.B.:

- gerades Sitzen ohne zu verspannen, gefaltete Hände hinterlassen den Eindruck des Betens und verschränkte Arme symbolisieren Desinteresse und oder Abwehr); wird die Sitzpostion häufig geändert?

- Werden und wichtige Dinge mit Handwegeungen untermauert und wird Blickkontakt gewahrt?

- Unsicherheitsgesten wie Ohrjucken, Kopfkratzen oder Nasenspitze berühren

- Klare, deutliche Aussprache, lieber ein paar Sekunden überlegen, bevor man etwas falsches Sagt und sich "verhaspelt". Satzanfänge wie "Nun..." oder "Also..." möglichst vermeiden, mit "Ich..." nur beginnen, wenn eine persönliche Frage gestellt wird, weil es sonst als Egoismus augelegt werden könnte. Bei der Verwendung des Wortes "eigentlich" kann man sich selbst eine Falle stellen, weil die Gegenfrage "und tatsächlich?" kommen kann.

- Auch hier gilt wie bei der schriftlichen Bewerbung: der erste Eindruck zählt. Trotz "Ängste" selbstbewußt auftreten ohne arrogant zu wirken, nicht "zu dick auftragen" ohne sich schlecht zu machen, bei Körperhaltung und -sprache, Mimik und Gestik nicht "erstarren", sondern wohl dosiert variieren.

- Vor allem Authentizität waren und nicht verstellen.


ja genau - außerdem kann ich mich an ein Vorstellungsgespräch Ende der 90er erinnern, da wurde ich zum Mittagessen in die Kantine eingeladen und es gab Brathähnchen. Offenbar wollte der Personaler meine Motorik und Manieren überprüfen. Das witzige, seine Krawatte streifte den fettverschmierten Teller, als er kurz aufstand um einen Kollegen zu begrüßen. :lol:
 

"Ey, darf ich mal deine Alte knallen?"


Möchte mich anschließen, Fragen zum Betrieb/ zur Ausbildung sind gut. Wichtig ist, dass du überhauot Fragen hast, denn Fragen signalisieren Interesse. Selbst wenn du beispielsweise über den Ausbildungsweg schon was weißt signalisierst du dennoch Interesse an der Tätigkeit statt an der Entlohnung. Es stimmt, das sünnschien sagt. Nichts desto trotz solltest du /würde ich nicht in die Vertragsunterschrift gehen ohne zu wissen, wieviel du verdienst. Den meisten Personalmanagers ist natürlich klar, dass du dich für den Lohn interessiert. Wäre ja kurios, falls nicht. Aber verpacke das geschickt, und falls dir nicht einfällt wie, dann frag einfach. Aber verpackt zwischen anderen Fragen.
(Ich sage aber mal dazu, dass das mein Laieneindruck ist).
 
Zitat von sünnschien;1326753:
Gehalt möglichst nicht ansprechen oder nur sehr geschickt. Du kannst ganz allgemeine Fragen über den Betrieb stellen, wie viele Mitarbeiter, wie viele Abteilungen, wie die betriebliche Ausbildung abläuft (ob Du überall mal eingesetzt wirst), wieviele weitere Auszubildende im Betrieb arbeiten, wie die schulische Ausbildung aussieht ...

Das mit dem Gehalt ist quatsch.
Klar solltest du das selber ansprechen, wenn das noch nicht geklärt ist.
Traut euch, auch diesen Punkt anzusprchen.
1. ist es wichtig für euch und 2. auch fürs Unternehmen.
Wie kommt denn das rüber, wenn du den Job willst, dir aber die Bezahlung anscheinend egal ist?
Wenn es der 1. Job ist und ihr eurer Wunschgehalt nennen sollt, dann macht euch 1. vorher kundig, was so Durchschnitt ist- das gibts für fast alle Berufe ;) und gebt es im Gespräch ehrlich zu, dass euch da die Kenntnisse zu fehlen.

Fragen die immer kommen, sind:
Warum wollen sie zu uns?
Warum diese Branche?
Warum dieser Job?
Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?
Was wollen Sie erreichen?
Stärken/Schwächen
Was qualifiziert Sie für diesen Job/diese Branche/unsere Firma?

Das sind aber alles Punkte, die man im Anschreiben schon mal mit erfasst haben sollte ;)

Zu Stärken und Schwächen.
Damit solltet ihr euch auf jeden Fall vorab beschäftigen.
Seid da ehrlich- jeder hat Schwächen aber auch Stärken. 3 solltet ihr parat haben.
Gut ist immer, Schwächen zu nehmen, die nicht gerade das sind, was für den Job entscheidend sind.

Bsp: wer sich als Kundenberater bewirbt, sollte als Schwäche nicht gerade Schüchternheit angeben. Als Krankenschwester oder im Pflegebereich würde ich niemals Unzuverlässigkeit/Schlampigkeit angeben.
Hüten euch vor Begriffen wie Flexibilität, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
Umschreibt es besser mit einer Jobbedingten Situation.

Bsp.: Als Krankenschwester bin ich es gewöhnt im Schichtsystem und auch auf verschiedenen Stadionen zu arbeiten und habe damit keine Probleme.
Das klingt eher so, als ob du dich mit dem Job vertraut gemacht hast, als einfach zu sagen: ich bin flexibel.

Viel Erfolg euch bei den Vorstellungsgesprächen ;)
 
Das mit dem Gehalt ist quatsch.
Klar solltest du das selber ansprechen, wenn das noch nicht geklärt ist.
Traut euch, auch diesen Punkt anzusprchen.
1. ist es wichtig für euch und 2. auch fürs Unternehmen.
Wie kommt denn das rüber, wenn du den Job willst, dir aber die Bezahlung anscheinend egal ist?
Wenn es der 1. Job ist und ihr eurer Wunschgehalt nennen sollt, dann macht euch 1. vorher kundig, was so Durchschnitt ist- das gibts für fast alle Berufe ;) und gebt es im Gespräch ehrlich zu, dass euch da die Kenntnisse zu fehlen.

Das hast Du, wie bereits geschrieben Recht, wenn es um einen Job geht. Ich hab mich aber auf die Ausbildung bezogen und da ist meistens sowieso keine Verhandlungsbasis und zweitens will man die Ausbildung ja nicht machen um um bereits während der Ausbildung reich zu werden sondern weil man unbedingt diese Ausbildungsstelle in diesem Betrieb will ;) Und wie zogg schon geschrieben hat sollte sie die Ausbildungstelle bekommen wird die Ausbildungsvergütung sowieso im Vertrag stehen und sollte das zu niedrig sein kann man immer noch ablehnen.
 
Aber man sollte ihre Höhe vorher kennen.

Eben ;)
Und danach darf man natürlich vorab fragen.
Das ist bei manchen Gesprächen sogar extra so ausgelegt, dass die von dir wollen, dass du nachfragst.
Wer sich da schon seltsam hat und nicht nachfragt, wird sich immer vor unangenehmen Fragen drücken ;)


Edit @sünnchien: also im Allgemeinen bekommst du nach nem Vorstellunggespräch noch keinen Vertrag mit ;)
 
Zitat von sünnschien;1326820:
Das meine ich ja. Die muss eigentlich im Vertrag festgehalten werden und in der Regel bekommst Du diesen nach Hause geschickt um ihn in Ruhe durchlesen zu können.

Wenn du den Vertrag vor dir hast und ihn durchliest, ist er aber nur dafür da, dass du da deinen Hermann runter setzen kannst. Zur Sicherheit wird der nochmal durchgegangen. Aber eigentlich erlangst du im seriösen Fall keine neuen Kenntnisse mehr, weil das alles schriftlich festgehaltenen Absprachen sind.
 
Wenn ich hier mal so lese was ihr hier für Tipps gebt ... ich verstehe schon, warum sich einige selber vor Vorstellungsgesprächen so verrückt machen und nervös sind. :)
 
Wenn du den Vertrag vor dir hast und ihn durchliest, ist er aber nur dafür da, dass du da deinen Hermann runter setzen kannst. Zur Sicherheit wird der nochmal durchgegangen. Aber eigentlich erlangst du im seriösen Fall keine neuen Kenntnisse mehr, weil das alles schriftlich festgehaltenen Absprachen sind.

Irgendwie kann ich glaub ich neuerdings chinesich;) Job richtig, bei einer Ausbildung sieht das zumindest in meiner Branche ein bisschen anders aus. Da ist selbst das Gehalt eines Ausgelernten nicht wirklich verhandelbar.

Aber ist ja auch egal ich schließ mich Masa an und wünsche allen viel Glück bei Ihren Gesprächen.
 
Ich verstehe schon, was du meinst. Es geht aber nicht um die Verhandelbarkeit des Lohnes, sondern einzig allein darum, ihn zu kennen. Ich habe nie gesagt, dass das Gehalt verhandelt werden soll. Aber du musst es kennen. Hinzu kommt, was masa meinte: Manche wollen zudem, dass du fragst. :)
 
Ich weiß, was du meinst. Es geht aber nicht um die Verhandelbarkeit des Lohnes, sondern einzig allein darum, ihn zu kennen. Ich habe nie gesagt, dass das Gehalt verhandelt werden soll. Aber du musst es kennen. Hinzu kommt, was masa meinte: Manche wollen zudem, dass du fragst. :)

Kann ich nur unterstreichen. Einige Mitarbeiter unserer Einrichtung kennen noch nicht mal den Tarif, nach dem sie bezahlt werden ....
 
Ich verstehe schon, was du meinst. Es geht aber nicht um die Verhandelbarkeit des Lohnes, sondern einzig allein darum, ihn zu kennen. Ich habe nie gesagt, dass das Gehalt verhandelt werden soll. Aber du musst es kennen. Hinzu kommt, was masa meinte: Manche wollen zudem, dass du fragst. :)

Ich sehe es aus der Praxis heraus bei einer Ausbildungsstelle trotzdem anders. Aber allein das wir das so kontrovers diskutieren, zeigt immerhin das es eine kritische Frage ist;)
 
Ich hatte letzte Woche zwei Vorstellungsgespräche. Am Donnerstag fragten sie mich, ob ich zielstrebig sei. Hab dann geantwortet, daß ich schon der Meinung wäre das ich zielstrebig sei. Dann kam im Anschluß die Frage, warum ich denn dann 7 Jahre studiert hätte. Hab halt viel auf nebenbei jobben geschoben ;)
Freitag war ich dann zum dritten Mal bei einem anderen Unternehmen, da hab ich heute die Zusage bekommen und sie angenommen.
 
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