weil wir sie gejagt haben
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weil wir sie gejagt haben
Wer seid Ihr denn?War jemand damals mit in Turin,als Wiese diese tolle Judorolle gemacht hat.Da war genau so eine Situation.Wir vergeigen das Ding kurz vor Schluss und mussten mit unserem Frust noch ne knappe Stunde in unserem Block bzw. vorm Ausgang warten.Ich stand dort in der ersten Reihe,und da wurde nicht gedrückt und gedrängelt.Als die Polizei zu Seite gegangen ist sind dann einige losgestürmt,aber vorher war ziemliches Still halten angesagt.
Nur mal so als kleines Beispiel wie es ablaufen kann.So lief es übrigens bei jedem Auslandspiel ab wo ich mit dabei war.
weil wir sie gejagt haben
Auf jeden Fall braucht man mit Sicherheit ein dickeres Fell als der Schreibtischtäter. Hätten es die Beamten nicht, würde es bei jedem Fußballspiel nur Schlagstöcke hageln! Da halten die Kollegen schon ne Menge aus.
Ich bilde mir mein Urteil aus den Aussagen aus dem HSV-Forum (die von einer Absperrung am Fuß der Treppe sprechen) und der Tatsache, wie dichegedrängt es auf der Treppe zugeht. Und dass da mehrere Menschen liegen.
Für mich gibt es daher keinen Zweifel, dass eine solche Absperrung bestand. Denn warum hätten diese Leute stürzen sollen, wenn es ein geordneter Abgang nach Aufhebung der Sperre war?
"Ich habe die Panik hautnah erlebt. Da ich den Zug um 21:28 nach HH erwischen musste, um meinen Anschlusszug in HH noch zu erreichen, haben wir uns recht zeitig nach dem Spiel auf den Weg gemacht. Das war auch der Grund, weswegen wir schließlich in der ersten Reihe, also direkt vor der Polizeiabsperrung standen. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Polizisten, die die Treppe abgesperrt haben, zu uns sehr freundlich waren, sich mit uns unterhalten haben und keinerlei Aggression in sich trugen (wie gesagt: oben an der Treppe - es mag anderen anders gegangen sein und unten waren die Cops wirklich schlimm drauf - dazu später mehr).
Du selber hast einen HSV Fan zitiertm der nicht vom FUSS sondern von OBEN sprach...
Du hast Recht. Ich sehe aber vor allem die (weitere) Absperrung am Fuß der Treppe kritisch, die entweder die ganze Zeit als zusätzliche Absicherung bestand oder aber aufgebaut wurde, nachdem die erste Barriere brach. Ich räume allerdings ein, dass es schon zuvor zu Verletzungen gekommen war - trotz oder vielmehr wegen der Sperre oben.
Unten hätte meiner Meinung nach nicht gesperrt werden dürfen, da zu diesem Zeitpunkt Menschen auf der Treppe eingezwängt wurden.
Ich denke, dass eine totalen Aufgabe der Sperren oder aber einer Abschottung an den Toren sinnvoller gewesen wäre - auch wenn letzteres natürlich bedeutet hätte, dass die nach 30 Min. verbliebenen Heimfans ebenfalls in der Gruppe der Gästefans gesteckt hätten.
Schwierig ist es allerdings zu beurteilen, ob die Sperrung unten zum Schutz am Fuß der Treppe liegender Personen geschah, oder ob diese dort zu Fall kamen, weil der Druck von oben zu stark war.
Zusammengefasst: Ich räume ein, dass ich zu wenig weiß, um mir ein endgültiges Urteil bilden zu können. Ich bleibe allerdings dabei, dass die Situation "Drängelnde Fans bei einer Blocksperre" nichts außergewöhnliches in einem Stadion ist - leider. Daher ist das Konzept für diese Situation offenbar verbesserungsbedürftig.

Wen wunderts, ich sehe das natürlich alles komplett anders als du
Aber wieder der Reihe nach. Du hattest gefragt, wie es zu solchen Unterschieden bei der zeitlichen Einschätzungen kommen kann. Auch hier bist du das beste Beispiel. Du hast irgendwo "Stellinger" (wtf???) rauskommen sehen zu einer Uhrzeit und interpretierst jetzt, dass zu diesem Zeitpunkt die Sperre aufgehoben wurde. Vielleicht war da aber schon seit 10 Minuten Theater im Treppenaufgang. Dann ging deine Uhr ne Minute vor, die vom Polizsiten ne Minute nach und schon haste 10-20 Minuten Unterschiede. Damit meinte ich das unterschiedliche Empfinden bzgl. der zeitliche Abläufe.
Jetzt nochmal die 20 Minuten. Wenn die Polizei sagt, die Hamburger müssten 20 Minuten nach Spielende warten, dann hat doch kein Hamburger das recht, bei +20:01 zu sagen: "Jetzt aber her mit meinem Recht!" Solche Lagen sind doch völlig variabel.
Hätte Werder verloren, hätten die wahrscheinlich schon nach 10 Minuten gehen können. Da aber vermutlich auch viele Ultras weiter gefeiert haben und man ein Aufeinandertreffen verhindern wollte, hat man diese 20 Minuten gedehnt. Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand, dass da kein Polizist einfach nur zum Spass steht und sich darüber kringelt, dass der HSVler seinen Zug nicht bekommt.
Und mein Vergleich zum Verkehrsunfall auf der A2 ist so unpassend nicht! Nur bei dem einen weißt, dass die Feuerwehr vorne am Bergen ist und beim anderen weißt du eben nicht, dass gerade 300 Bremer Ultras auf dem Weg laufen, den die Stellinger nehmen sollen. Nur da ist Polizei auch in keiner Erklärungspflicht; wie sollte man die auch umsetzen. Hätten wir nicht in der Gesellschaft so viel Probleme mit der Aktzeptanz staatlicher Autorität, wäre da nichts passiert!
Das mit dem A.loch: Auch genau diese Einstellung sorgt dafür, dass so manchem A.loch einfach mal der Kragen platzt und dass dieses dann auf youtube so gerne mal als Polizeibrutalität hingestellt wird. Sowas kommt von sowas. Von den Polizisten wird in meinen Augen hier immer eingefordert, sie sollten quasi Robotermäßig sämtliche Empfindungen ausblenden. Da nach der A.loch-Theorie es sich mittlerweile eingebürgert hat, Polizisten zu schubsen, anzuschreien, anzuspucken und mit Bechern zu bewerfen, wundert man sich dann im Gegenzug über unfreundliche Polizisten, die einem die Dienstkarte nicht geben. Naja, die Henne und das Ei. Auf jeden Fall braucht man mit Sicherheit ein dickeres Fell als der Schreibtischtäter. Hätten es die Beamten nicht, würde es bei jedem Fußballspiel nur Schlagstöcke hageln! Da halten die Kollegen schon ne Menge aus.
MfG aus Berlin
Aber wenn dort keine Sperre besteht (oder vor dem Video bestand): wieso gingen dann die zahlreichen, offenbar verängstigten Menschen nicht einfach die Treppe weiter hinunter? Wieso kam es zu diesem "feststecken"? Auch in der alten Ost strömten immer zahlreiche Menschen eine nicht eben breite Treppe hinunter, trotzdem habe ich ähnliches nie erlebt.
Aber wenn dort keine Sperre besteht (oder vor dem Video bestand): wieso gingen dann die zahlreichen, offenbar verängstigten Menschen nicht einfach die Treppe weiter hinunter? Wieso kam es zu diesem "feststecken"? Auch in der alten Ost strömten immer zahlreiche Menschen eine nicht eben breite Treppe hinunter, trotzdem habe ich ähnliches nie erlebt.
Um ungefähr 9 Uhr wurde von der Polizei das Tor zum Gästebereich geöffnet. Also vermute ich mal, dass ungefähr zu diesem Zeitpunkt auch die Sperre aufgehoben wurde. Und das wären dann statt 27 Minuten ca. 40 Minuten und damit also 20 Minuten länger als vorher gesagt.
Wer sagt denn, dass direkt nach einer Minute damit angefangen wurde? Im Bericht aus dem hsv-forum steht doch, dass das erst nach einer halben Stunde Sperre langsam angefangen hat, weil auch niemand gesagt hat, warum sich die Sperre verlängert.
Du kannst aber nicht ohne Information (ich glaube da jetzt mal dem Stellinger) die Zeit einer Sperre einfach so verdoppeln. Ist doch klar, dass es dann Stress geben kann.
Mit gesundem Menschenverstand kann man aber weder bei allen Polizisten noch bei allen Fussballfans argumentieren. Genauso wie es Fans gibt, die Bengalos auf Polizisten werfen, so gibt es auch Polizisten, die den Fans das Leben durch willkürliche Schikanen unnötig schwer machen.
Ich finde es richtig, dass nicht einfach alles geglaubt und gemacht wird, was die Polizei vorgibt. Wenn die Polizei sagt, spring von der Brücke, machst du das doch auch nicht. Etwas extremes Beispiel, aber selber denken und handeln, sowie kritisches Nachfragen bestimmter Sachen, ist hilfreicher, als sich von Staat und Polizei alles sagen zu lassen.
Kannst du genau so auch andersrum, aus Sicht der Fans/Demonstranten sagen: Unnötige Schikanen, immer mehr willkürliche Verbote, die Polizei hat sich teilweise nicht im Griff, von den Fans werden an vielen Stellen Personalien verlangt, womit man dann in irgendwelche Kategorien oder Dateien eingeordnet werden kann, wo man große Probleme hat, diese einzusehen und welche zu weiteren Einschränkungen führen. Und wenn man dann mal einen Polizisten wegen falschen Verhalten dran kriegen will, kriegt man oft keine Dienstnummer, sondern man darf miterleben, wie sich die Polizisten untereinander decken. Und dann wundert man sich, wenn die Fans auf einmal nicht mehr das Vertrauen in die Polizei haben und sich einigen Anordnungen widersetzen.
Übrigens hat Bremen nicht umsonst schon mal den "Goldenen Schlagstock" bekommen.
Wie hilfreich das in Gefahrenlagen wie der am Samstag ist, hat man ja eindrucksvoll gesehen. Da scheint es mir dann doch hilfreicher, einfach mal die Füße still zu halten und darauf vertrauen, dass es schon seinen wichtigen Grund hat, wenn sich die Sache verzögert - und zwar egal wie lange. Denn es ist ja wohl klar, dass es für den Fan im Stadion absolut nicht möglich ist, die Gesamtlage vor dem Stadion zu checken.Ich finde es richtig, dass nicht einfach alles geglaubt und gemacht wird, was die Polizei vorgibt. Wenn die Polizei sagt, spring von der Brücke, machst du das doch auch nicht. Etwas extremes Beispiel, aber selber denken und handeln, sowie kritisches Nachfragen bestimmter Sachen, ist hilfreicher, als sich von Staat und Polizei alles sagen zu lassen.
So wie ich im HSV-Forum gelesen habe (ja, sorry ... war das erste und letzte Mal) soll diese Blocksperre viel viel länger gedauert haben.


Mögliches(!) Szenario:
Die sperre OBEN wurde durchbrochen, dabei kam es genau an der stelle die man da sieht zu stürzen was ein durchgehen erschwert und die zurückgedrängten Polizisten sind auch gefallen bzw. versuchen die gestürzten zu schützen...
An so einem Auschnitt kann man es beim besten Willen nicht beurteilenb, da der Anfang fehlt!
Puuh, wir drehen uns im Kreis. Du hattest danach gefragt, wie es zu unterschiedlichen Zeitabläufen bei Polizei und Fans gekommen sein kann. Das habe ich dir erklärt. Dass sie 40 statt 20 Minuten dort bleiben mussten, ist mit völlig egal!! Wenn die Lage es erfordert hätte, hätten die da auch 4 Stunden drinnen bleiben müssen, ohne zu versuchen auszubrechen! Wenn die Polizei eine Gefährdungslage hat, dann hat sie die erforderlichen Massnahmen zu treffen! Sich dagegen zu wehren ist eine Straftat!
Und genau, weil dir klar ist, dass es da Stress geben kann, sehe ich Probleme bei der Anerkennung staatlicher Autorität! Es ist erschreckend, dass anscheinend Stress gegen die Polizei so normal geworden ist!
Willkürliche Schikanen werden natürlich immer gerne behauptet. Musste ich mir schon zig mal anhören, ohne dies jemals willkürlich jemanden schikaniert zu haben. Ist ähnlich wie mit diesem Video; subjektives Empfinden ist nicht immer die Realität; vielmehr spiegelt es sehr häufig einfach nur eine ablehnende Haltung gegenüber der Polizei wider.
Das ist kein extremes Beispiel, sondern einfach Quatsch! Es gibt Mittel und Wege, polizeiliche Massnahmen zu hinterfragen und gegen staatliche Eingriffe vorzugehen. Straftaten sind kein geeignetes Mittel! Und was dabei heraus kommt, hat man hier wunderbar gesehen!
Unnötige Schikanen und willkürliche Verbote fasse ich jetzt mal unter dem Begriff "Polemik" oder "Propaganda" zusammen.
Personalienfeststellungen dienen gerade béi Fußballspielen dazu, zu gucken, welche Gruppe mit welchen polizeilichen Vorerkenntnissen bewegt sich in welchen Bereichen. Steht ja leider bei keinem Hool auf der Stirn! Bei stinknormalen Personalienfeststellungen kommst du in keine Datei!
Wie gesagt, das ist Szenepropaganda und nichts Anderes! Zu den Dienstkarten kann ich leider nichts Gegenteiliges sagen. Wenn du die Erfahrung gemacht hast, dann empfehle ich dir, dir die Einheit zu merken und im Anschluß gegen diese Beamten vorzugehen. Oder gleich vor Ort zum Vorgesetzten. Aufgrund solcher Vorfälle sich polizeilichen Anordnungen zu widersetzen, halte ich für äußerst dumm! Es wird immer schlechte Polizisten geben. Aufgrund dieser aber eine ganze Berufsgruppe zu generalisieren, ist genauso dämlich, wie der Klein-Nazi, der irgendwann mal Stress mit nem Ausländer hatte und seitdem mit ner Glatze rumläuft.
Kenne diese "Ehrung" nicht. Aber einen schlimmeren Ruf als die Berliner Polizei bei Fußballfans, Rockern, Linken und Rechten etc. hat wohl keine Polizei in Deutschland. Und dieser Ruf besteht definitiv zu Unrecht!
Mal off topic:
Unabhängig von der Tragödie finde ich es einigermaßen naiv von den HSV-Fans aus Schleswig-Holstein, dass sie ihre Rückreise mit dem Zug scheinbar bis auf die letzte Minute "ausgereizt" haben. Die Blocksperre war angekündigt und sie mussten schon im Vorfeld gewusst haben, dass das mit dem Zug extrem knapp werden durfte.
Wenn ich persönlich vor so einem Problem stehen würde, würde ich die Reise vermutlich gar nicht erst antreten oder mit dem Auto fahren. Wie schnell hat man es gerade beim Fußball, dass bspw. mal eine Straßenbahn nicht weiter fährt wegen einer Schlägerei etc. und man dadurch den Zug verpasst.
BTT
