03.08.2010, 09:19
Von Christof Kneer
Maicon, Coentrão, Aogo: Außenverteidiger sind die heißeste Ware auf dem Transfermarkt - auch die Bundesliga sucht verzweifelt. Doch deutsche Klubs bervorzugen Alternativlösungen, statt Millionen auszugeben.
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Unterschätzte Spezies
Der Außenverteidiger hat lange leiden müssen, aber nun wird er reichlich entlohnt. Auf dem Rasen wird diese lange unterschätzte Spezies immer einflussreicher, und abseits des Rasens haben es die einstigen Außenseiter zur heißesten Ware des Transfermarktes gebracht. Eine nach dem Prinzip von Angebot & Nachfrage logische Entwicklung: Der moderne Fußball hat das Anforderungsprofil auf dieser Position so anspruchsvoll gestaltet, dass es zurzeit nur wenige Profis gibt, die diese Rolle hochwertig besetzen können.
Im modernen Fußball wird die Spieleröffnung mehr denn je den Füßen des Außenverteidigers anvertraut, er hat die meisten Ballkontakte, muss technisch geschickt sein, die Seite hoch- und runterhetzen können, Defensivzweikämpfe gewinnen, und das alles ohne Raum und Zeit. Der Außenverteidiger hat kein breites Mittelfeld, in dem er mal kurz zur Seite treten und durchschnaufen kann. Er hat nur diesen schmalen Seitenstreifen, auf dem ständig Verkehr ist.
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