Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Status
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TS muss die Zügel bißchen anziehen. Es geht nicht, dass ein diego zu manchmal zu spät kommt und dafür nicht bestraft wird. Es geht nicht, dass ein Diego trotz misserabler Leistung der Mannschaft einfach mal nach Portugal fliegt um seinen Führerschein zu machen. Wenn ihm dies gestattet wird, dann wollen auch die anderen Spieler diesen Anspruch erheben.
In die Mannschaft gehört mehr Disziplin und es muss über Kampf und agressivität zum Spiel gefunden werden.
Die Spitze ist dicht beieinander in der Bundesliga kann nun jeder jeden schlagen. Deshalb muss man an jedem Spieltag immer das Beste geben.
 
das problem ist das viele einfach nur diskutieren wollen für nichts. na klar sollte diego nach portugal fliegen. Er darf das weil wenn wenn wir elf spieler mit diego einstellung hätten dann würden wir auf platz1 stehen mit 5 punkte vorsprung. er hat keine vorbereitung gehabt im gegenteil er hat viele spiele gehabt, keine pause, und er versucht trotzdem das spiel zu mcen und ich an seiner stelle würde viel egoistischer sein am ball, weil wenn er abgibt sehen wir was meistens rauskommt.
 
Abwartende Gegner sind kein Problem, das war in der Tat auch schon 03/04 in der Rückrunde so. Mir geht es nur um den Einsatz, dann knackt man auch das defensivste Team. In jedem Fall passiert es nicht, dass ein Spieler in der eigenen Hälfte den Ball bekommt und nach einem 60-Meter-Solo ein Tor schießt (diese Saison bereits zwei mal geschehen) oder dass nach jeder zweiten (eigenen) Ecke ein Konter kommt, der nicht selten zu einem Gegentor führt.
Das ist natürlich ein großes Problem und sollte abgestelltwerden können, aber ich glaube schon mich zu erinnern, dass Gegentore nach eigenen Ecken wenn nicht in der Doublesaison, so auf jeden Fall davor vorgekommen sind. Werder ist eben so ausgerichtet (das gefällt mir wohlgemerkt auch nicht unbedingt), dass man, wenn, gerne mit Mann und Maus stürmt und alle nach vorne rennen. Die Frage ist, wodurch dann die Gegentore entstehen. Wenn aus einer eigenen Ecke ein Gegentor entsteht, müssen Fehler vorgekommen sein, die besser vermieden würden. Die Frage ist aber auch, inwiefern man sich über unnötige Gegentore beschweren kann, wenn man so ausgerichtet ist, dass in der Rückwärtsbewegung kein Fehler vorkommen darf bzw. ein solcher häufig sofort eine Torchance oder ein Gegentor bedeutet. Hier sehe ich fast eher das Problem. Und ich vermute, dass mancher individueller Fehler schlimmer aussieht als wenn er dem gleichen Spieler an der gleichen Stelle z.B. bei Schalke unterlaufen würde, da andere Mannschaften in der Defensive eben weniger Harakiri spielen.

2003/2004 gab es natürlich auch schon die abwartenden Gegner, trotzdem würde ich nicht sagen, dass sie kein Problem wären. Damals ist es gut gegangen, weil Werder schon vorne war und vor allem weil Werder einen Lauf hatte. Heute habe ich den Eindruck, dass Werder auf eine massierte Deckung des Gegners oftmals mit einer ebenso massierten Offensive reagiert mit dem entsprechenden Gefahrenpotential.
Nebenbei gesagt fehlt jemand wie Micoud, der strategische Fähigleiten hatte, Und ich finde wie gesagt, dass wichtige Spieler seit längerer Zeit ihrerForm hinterherrennen und/oder immer wieder durch Verletzungen aus dem Rythmus gebracht werden. Das spielt mit Sicherheit eine Rolle.

Ich denke, dass genau das passiert ist. Werder mit 10 Toren aus der BL im Rücken und dem Punktgewinn gegen Inter, Stuttgart mit massiven Verletzungssorgen, Formkrise und einem UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag. Der Auftritt von Werder war urtypisch gegen ein Team, dass man glaubte ganz locker abschießen zu können. Diegos Aussage spricht da Bände:
"Das darf uns nicht passieren. Vielleicht denken einige, dass es automatisch geht, dass wir in solchen Spielen nichts tun müssen. Doch das ist falsch. Wenn wir Meister werden wollen, dürfen wir die Punkte nicht so leichtfertig liegen lassen.

Das kann man so oder so sehen. Ich denke, Werder hat so gespielt als Konsequenz aus dem letztjährigen Spiel. Man wollte aus einer verstärkten Abwehr kommen um Stuttgart nicht diese wahnsinnigen Räume zu bieten wie beim 3:6. Das Problem war aber, dass die Spieler, vielleicht noch etwas geschlaucht von Mailand, sämtlich keine Form hatten und nicht die gesitige Kraft aufbrachten, nicht nur defensiv rumzustehen, sondern auch tatsächlich, wenn man diese Ausrichtung wählt, sich entsprechend zu verhalten. Unterstreicht leider meine Auffassung, dass Werder und Defensive sehr oft ein Gegensatzpaar ist.
Diego hat meiner Meinung nach recht, aber das ist ein generelles Problem bei Werder, das man manchmal den Eindruck hat, es gehen von selbst. Das kann gegen Gegner wie Stuttgart vorkommen und auch gegen Gladbach, umgekehrt gibt es Spiele, wo die Einstellung stimmt, aber auch das sind nicht nur große Gegner, sicher Bayern, aber z.B. auch Cottbus war von der Einstellung her ok.



Über das Spielerische kam Werder auch früher. Ich will nicht sagen, dass die Spieler nur noch das Feld umpflügen sollen, aber genau DANN wenn man den Gegner früh attackiert und ihn zu Fehlern zwingt, kann man seine spielerische Überlegenheit ausspielen. Sonst nicht, egal gegen wen.
Vollkommene Zusstimmung. Agressivität und Aufmerksamkeit müssen dabei sein.
Allerdings sind solche Spiele meiner Meinung nach keine neue Entwicklung. Schon in der Saison 02/03 war ich Zeuge eines genauso unnötig weggeschenkten Spiels zu Hause gegen 1860. Und außer in der Meistersaison würde ich behaupten, dass solche Niederlagen, die unnötig erschienen, weil Werder entweder eigentlich klar besser war oder ohne Agressivität eingegangen ist, immer mal wieder vorgekommen sind. EIn Stückweit scheint das zum Wesen dieser Mannschaft zu gehören, wobei ich es offen lassen muss, ob dies so einfach zu ändern ist. Wenn man so eine Leistung wie in Stuttgart sieht, möchte man es glauben, denn sowas darf eigentlich nicht vorkommen. Auf der anderen Seite: KATS sind ja nicht doof und sehen das Problem sicher auch. Wenn diese Probleme immer wieder auftauchen, ist die Frage, ob es sich um eine lässliche Doofheit handelt, wo man eigentlich nur zwei, drei Mal tadelnd eingreifen muss um es abzustellen.


Ganz klar, wenn ein Gegner aggressiv zu Werke geht, dann bekommt Werder Probleme. Fragt sich nur, warum sie einem solchen Gegner nicht genau so antworten können? Letzte Saison im Rückspiel gegen Hamburg ging es doch auch. Da war es zwar hier und da übertrieben, aber da hat die Mannschaft mal das Messer zwischen die Zähne genommen und hat Hamburg niedergekämpft, wie ich es von Werder nicht mehr zu sehen erwartet habe. Aber zum Beispiel ein Gegner wie Gladbach war nicht sonderlich aggressiv, die konnten einfach nicht fassen wie viel Platz sie hatten und standen defensiv sicher.
Alles richtig. Aber ich behaupte nach wie vor, dass Werder eine Mannschaft ist, der spielerisch kaum jemand was vormacht, die jedoch Defizite in der Defensivarbeit und auch darin hat, sich auf den Gegner als Gegner einzustellen. Irgendwie scheint es unter der Würde Werders zu sein, die kommen eher vom "dem Gegner das Spiel aufzwingen" her. Aber das funktioniert halt nicht immer, besonders, wenn Werder auf Mannschaften trifft, die sich Werder genau angeguckt haben und dementsprechend spielen (aufmerksam in der Abwehr, agressiv, schnell nach vorne). Beispiele sind dieAuwärtsspiele diese und letzte Saison in Stuttgart, letzte Saison auswärts in Dortmund, jetzt in Gladbach.
Da fehlt es Werder an taktischer Felxibilität. Das ist wahrscheinlich die Kehrseite dessen, dass man auf der anderen Seite eine bestimmte Spielweise perfektioniert hat und sich auf seine Stärken verlässt, was sicher auch nicht von Nachteil ist.
Tatsache ist natürlich, dass es immer wieder Spiele gibt, in denen diese Probleme nicht auftreten, wie das von dir erwähnte Spiel beim HSV. Aber die sind die Ausnahme,wahrscheinlich braucht es dafür eine bestimmte, entscheidende Situation und mein Eindruck ist, dass Werder tendenziell dann so spielt, wenn sie Probleme haben und sich nicht zutrauen, den Gegner auszuspielen. Und auch das klappt ja nicht immer. Schon deshalb, weil bei Werder der Grat zwischen einer erfolgreichen Leistung auf der Basis einer funktionierenden Defensive und einer Ausrichtung, wo man praktisch auf die Gegentore wartet, sehr schmal ist. Was wäre gewesen, wenn Werder beim HSV bald in Rückstand geraten wäre? Und was wäre umgekehrt gewesen, wenn man in Stuttgart das 0:0 länger gehalten hätte.


Richtig, das wäre eigentlich die Aufgabe eines Frings, aber mittlerweile auch von Naldo. In der aktuellen Lage würde ich ja Vranjes einen Stammplatz verpassen, von dem hab ich nämlich noch nicht ein einziges mal ein lustloses Spiel gesehen, der verkörpert so ziemlich alles, was Werder momentan fehlt.
Richtig. Naldo und Frings sind um Moment zu schwach dafür, und zwar seit längerer Zeit. Beide haben genug mit sich zu tun. Bei Vranjes rennst du bei mir offene Türen ein. Gerade nach München, das fast eine Blaupause für ein erfolgreiches Auftreten war, hätte er sich weitere Chancen verdient.


Naja, wenn du mit Grundausrichtung die offensive Spielweise meinst, so denke ich schon, dass man die beibehalten kann. Denn die Spiele gegen Bielefeld, Stuttgart und Gladbach hatten NICHTS mit der Ausrichtung der Mannschaft zu tun sondern einzig mit der Einstellung.

Trotzdem glaube ich, dass sie immer wiedervorkommen werden. Jede Mannschaft hat gute, schlechte, sehr gute und sehr schlechte Tage und an sehr schlechten Tagen gibts halt die entsprechende Klatsche.
Und - zum Thema Ausrichtung - die fällt um so härter aus, je defensivschwächer die Mannschaft ist. Mit einer sehr defensiven Mannschaft und Ausrichtung a la HSV unter Stevens hätte Werder wahrscheinlich "nur "2:0 oder so verloren. Mit der Mannschaft wie sie Werder hat, fallen Niederlagen nach schlechten Spielen katastrophaler aus als bei "normalen" oder defensiven Mannschaften. Dafür gibt es aber auch immer wieder die Spiele, die Schalke 2:0 gewinnen würde und Werder 6:1. Oder wie gegen Hoffenheim, wo Werder hätte gut verlieren können, und zwar nicht (nur) wegen der schwachen Defensive, sondern auch, weil Hoffenheim sehr gut spielte. Wo aber dank der Offensive ein solches Spiel, nachdem man ein 4:1 verspielt hat und in Unterzahl ist, noch gewonnen werden konnte.


Wie dem auch sei, ich erwarte wieder drei gute Spiele und wenn dann wieder alle den tollen Offensivfussball hochloben, dann kommt ne Klatsche in Athen oder so....;)

So wird es wohl sein. Ich bin da mittlerweile Fatalist. :)

MFG dkbs
 
Wenn aus einer eigenen Ecke ein Gegentor entsteht, müssen Fehler vorgekommen sein, die besser vermieden würden.

Manchmal hab ich das Gefühl, dass die Mannschaft einfach komplett falsch steht. Zunächstmal sind die Ecken in den meisten Fällen eh komplett ungefährlich, fragt sich, warum man nicht 3~4 Spieler als Absicherung vor dem Strafraum lässt. Insbesondere dann, wenn ich sehe dass bei den Gegnern mittlerweile fast immer der ein oder andere Spieler auf die abgewehrten Ecken lauert, wissend dass bei Werder alle vorne rumstehen...das ist in meinen Augen nur dumm und auch klar ein Kritikpunkt am Training.

Und außer in der Meistersaison würde ich behaupten, dass solche Niederlagen, die unnötig erschienen, weil Werder entweder eigentlich klar besser war oder ohne Agressivität eingegangen ist, immer mal wieder vorgekommen sind.

Naja, in der Meistersaison hat Werder genau zwei mal verloren (die letzten beiden Spiele zählen nicht) ;)

Aber ich behaupte nach wie vor, dass Werder eine Mannschaft ist, der spielerisch kaum jemand was vormacht

Klaro, darum mauern die gegen uns ja auch bis zum abgewöhnen...leider aber manchmal sehr erfolgreich (siehe z.B. Glasgow...:mad: )

Jede Mannschaft hat gute, schlechte, sehr gute und sehr schlechte Tage und an sehr schlechten Tagen gibts halt die entsprechende Klatsche.

Ganz klar. Bei Werder ist es nur leider so vorhersehbar und daher so ärgerlich...



Ich auch :lol:

Howgh!
 
Es ist schon so, dass bei Werder ein gewisser (taktischer) Prozess im Gange ist.

Fall A

Phase 1

Werder sucht sein Spiel und die Balance zwischen Offensive und Defensive.Die Aussenverteidiger rücken zu zaghaft mit auf, da die Abwehrreihe recht weit vorne steht und man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Phase 2

Das kontrollierte Aufbauspiel führt zu wenig Bewegung und das enge Spiel durch die Mitte auf Dauer zu (1) aufrückenden Aussenverteidigern und (2) Ballverlusten.
Das lange Halten des Balles in den eigenen Reihen läd zu Unachtsamkeiten ein, sodass im ungünstigen Falle (1) und (2) gleichzeitig auftreten.

Phase 3

der Gegner, der auf diesen Moment wartete, überrascht Werder in der geglaubten Spielkontrolle mit einem fluchtartig nach vorne sprintenden Kollektiv und versucht so seine Nadelstiche zu setzen.

---> häufig schafft es Werder trotz dieser Schleife den Gegner zu bezwingen, wenn dieser selbst nicht aggressiv genug bei Ballgewinnen nach vorne umschaltet.
In diesem Falle hat man davon profitiert, dass viele Gegner selbst nicht am Optimum spielen.

Phase 4

Werder wird in dem Glauben gelassen das Spiel tatsächlich so kontrollieren zu können und setzt auf den Faktor Geduld & individuelle Klasse.Hinten deuten sich große Räume an, in die ein idealer Gegner tödlich vorstoßen könnte.

---> Wenn dieses einige Spiele gut geht, dann wendet Werder diese Taktik weiter an.Die Offensive gepaart mit der individuellen Klasse reicht, um trotz dieser krass angebotenen Räume die meisten Gegner über 90 Minuten zu schlagen.Werder sagt zwar immer, man müsse nur auf sich schauen.Der Erfolg hängt hier auch an der Zielstrebigkeit und dem Mut des Gegners (Baumjohann, Freis...).

Fall B: der Gegner war hellwach und es ging schief

Werder wird noch nicht versuchen an seiner Grundausrichtung zu feilen, sondern versucht dasselbe Spiel mit noch höherem Tempo durchzuziehen.

---> Gelingt dies, so spielt Werder daraufhin wieder erstmal wie in Fall A

---> Gelingt auch dieses Mittel nicht, so fängt es langsam an im Umfeld und der Mannschaft zu rumoren.Man meint, man dürfe die Meisterschaft nicht so leichtsinnig verspielen.Thomas Schaaf wird zu Fall C umspringen:

Fall C

die Mannschaft wird temporär ihr Spiel etwas modifizieren um kurzfristig die Hauptschwächen abzustellen.Thomas Schaaf wird mit defensiveren Aussenverteidigern spielen und die Mannschaft wird über den Kampf versuchen zu Räumen zu gelangen und sich über eigene Kontersituationen ihr Offensivspiel zu generieren.

---> diese Aggressivität hält so lange an, bis endlich wieder gewonnen wird.

Fall D

wird wieder gewonnen, so hat Werder begriffen, dass sie viel Aggressivität in den Zweikämpfen und Bewegung am Limit mit ihrem Offensivspiel paaren können.
Eine gewisser Glaube an die eigene Stärke, abgeschmeckt mit etwas Euphorie führt zu Selbstüberschätzung.

Bei ersten Rückschlägen wird wieder etwas defensiver dosiert.

Gibt es aber keine Rückschläge, so geht Werder zu Fall E über:

In dem Glauben, dass man mit dieser perfekten Mischung jeden Gegner schlagen kann lässt allmählich die Aggressivität und die Laufbereitschaft wieder nach und so langsam stellt sich wieder Fall A ein.
Es ist auch normal, dass man dieses Hochgefühl mit dem alltäglichen Werder verschmelzen möchte, denn erst dann könnte man ernsthaft um Titel mitspielen.
Der zurückliegende Erfolg veranlasst zu der Sicherheit zu gelangen, die wahre Nummer 1 in Deutschland zu sein und damit schleicht sich unterbewusst die Aussage "so können wir jeden Gegner schlagen" ein.
Aus "so" ist = "Alltag" folgt "wir können jeden Gegner schlagen".Gepaart mit dem Tor der Woche und dem Spieler des Monats wird daraus über die Tage "wir schlagen jeden Gegner" und da wir nur auf unsere eigene Stärke schauen, schmecken wir das ganze mit "egal wie" ab.

Spätestens jetzt kommt mit dem wachsenden Bewusstsein von Kontrolle wieder viel Lethargie, Behäbigkeit und Leichtsinn ins Spiel.

An diesem Punkt findet seit 2 Jahren keine Entwicklung statt und wir starten schnell wieder bei Fall A.Es muss jedem Einzelnen klar sein, dass man Spiele wie in München nicht mit Werder-Alltag verbinden kann, sondern dass jedes einzelne Spiel eine besondere Leistung erfordert.

Im Endeffeckt erklärt diese Endlosschleife auch, warum Werder um die 20 Siege pro Saison nahezu konstant einfährt.
Diese Entwicklung ist höchst psychologischer Natur, und sie hängt mit dem gegebenen Umfeld, den zurückliegenden Erfolgen, dem Spielermaterial und den Medien zusammen.

Medien und Umfeld reagieren immerwieder gleich und erzeugen (ebenso wie die Mannschaft) einen Kreislauf aus Euphorie und Druck.Die zurückliegenden Erfolge verleiten immerwieder zu Selbstgefälligkeit und dem Ausruhen auf einem Gewissen Status, aber gleichzeitig auch zu dem Glauben an die eigene Stärke auf positiver Seite.
Das Spielermaterial ist in sich so zusammengefügt, dass es als Einheit diese Spirale akzeptiert, obwohl jeder Einzelne das so nicht akzeptiert.
---> (Kaum) Niemand wird die Schuld bei sich, sondern zuerst beim Kollektiv suchen.

Je nachdem wie oft wir diesen Kreislauf durchbrechen und je länger wir einen Lauf erhalten, reicht es auch so zum Titel.
Führen Misserfolge zu Verunsicherung, so wird TS reagieren (wenn auch mit 2-3 Spielen Verzögerung) und Werder wieder in den Alltag zurückführen.
Nach einer gewissen Zeit stellen sich wieder typische Erfolgsmuster ein.Ich denke unter TS werden wir vorerst nie in eine richtig böse Krise schlittern.
 
Ich werfe mal ein neues Thema in den Raum: die charakterliche Zusammensetzung der Mannschaft. Neuzugänge werden natürlich in erster Linie dann verpflichtet, wenn sie fußballerisch ins Konzept passen. Die Persönlichkeit lässt sich vorher nur schwer einschätzen. Bestes Beispiel ist hier wohl Carlos Alberto.

Ich möchte aber auf etwas anderes hinaus: bei uns scheint sich die Anzahl der Spieler erhöht zu haben, die man nur schwer zu Höchstleistungen motivieren kann. Außerdem haben wir mehr introvertierte Spieler, die auch auf dem Platz eine entsprechende Körpersprache zeigen - vielleicht hängt das alles miteinander zusammen. Wenn man nun eine solche Kaderzusammenstellung hat, dann ist es für jeden Trainer schwer, von jedem 100% Leistung abzufordern. Hier kann er nur bedingt eingreifen. Optimal wäre es natürlich, wenn man bereits vor dem Transfer die Persönlichkeit insoweit einschätzen könnte. Ob das durch hinreichende Beobachtungen möglich ist, kann ich nicht beurteilen.

Ich glaube, wenn man mal wichtige Spieler aus der Meistersaison mit jetzt vergleicht, dann fällt es zumindest im Ansatz auf.

2004: Davala, Krstajic, Ismael, Stalteri, Ernst, Klasnic...
Vor allem diese Spieler haben auch mal Gras gefressen, aber auch schnell den Mund aufgemacht wenn es auf dem Platz nicht lief. Bei den anderen ist es mir nicht so aufgefallen, dafür hatten z.B. Lisztes, Micoud oder Ailton Fähigkeiten, die besser in unser System passten. Aber das ist ein anderes Thema.

2008: Boenisch, Pasanen, Fritz, Rosenberg, Jensen
Heute hat man bei vielen Stammspielern den Eindruck, dass sie nur dann eine entsprechende Motivation aufbringen, wenn es ein Fußballfest werden könnte. Als richtiger "Grasfresser" fällt mir eigentlich nur Frings ein.
Baumann, Naldo und Merte scheinen zumindest die richtige Einstellung mitzubringen und Wiese sagt zwar viel, scheint aber auch viel heiße Luft zu produzieren.

Unterm Strich habe ich den Eindruck, dass die Meistermannschaft nicht nur spielerisch sondern auch charakterlich wesentlich besser zueinander passte. Die Frage ist nur, ob man vor einem Transfer soweit in einen Spieler hineinschauen kann, dass man ein solches Risiko weitgehend ausschließen kann. Es ist schon eine sehr große Aufgabe für einen Trainer, hieraus eine geschlossene Mannschaft zu formen. Das erscheint mir jetzt wesentlich schwieriger als mit dem Spielermaterlial, das dem Trainer 2004 zur Verfügung stand.
 
Ich höre seit 2-3 Jahren immer "wir brauchen eine Balance zwischen Defensive und Offensive". Dafür ist ganz klar der Trainer verantwortlich! Da geht es um Training, Taktik, Einstellung und Aufstellung.

Und Werder fehlte leider der Mut auf wichtigen Baustellen für entsprechendes Geld Qualität einzukaufen. Tosic, Niemeyer, Boenisch und auch Prödl mögen alle Talente sein. Mehr aber (noch) nicht. Die Defensive wird bei der Spielweise als auch bei den Transfers als nicht so wichtig angesehen.

Klar ist es besserwisserisch, aber wäre zB ein Petit-Transfer vielleicht wichtiger gewesen als ein Pizarro-Transfer? Unsere Offensive wäre auch ohne Pizza im oberen Tabellendrittel anzusiedeln.
 
Ich höre seit 2-3 Jahren immer "wir brauchen eine Balance zwischen Defensive und Offensive". Dafür ist ganz klar der Trainer verantwortlich! Da geht es um Training, Taktik, Einstellung und Aufstellung.

Der Trainer ist ganz klar verantwortlich für fünf CL-Teilnahmen in Folge. Errungen gegen Mannschaften mit ungleich höherem Etat und besserem Personal.

Ohne Thomas Schaaf wäre wir heute eine graue Maus, wenn nicht gar unterklassig. Und dann hätten wir andere Themen, über die wir uns hier künstlich aufregen könnten.
 
natürlich hat Werder in den letzten fünf jahren viel mehr richtig als falsch gemacht. das bestreitet doch auch niemand. aber dennoch hat man den eindruck das sie auch immer wieder die gleichen fehler machen. und so sind es eben "nur" fünf jahre CL geworden. Und kein deutscher meister 2007 oder UEFA-CUP Finale 2007. Oder CL-Achtelfinale 2008 oder ein besserer Start in diese Saison.

außerdem haben wir die letzten beiden jahre auch einen "cl-kader". da ist die quali keine überraschung mehr, sondern quasi pflicht. ansonsten würden nämlich wohl zB Diego, Merte und Pizza nicht (mehr) bei uns spielen. Oder welche Mannschaft außer Bayern hatte die letzten beiden jahre einen besseren kader?

und wenn ich jedes jahr in stuttgart die gleichen fehler mache, sehe ich keine entwicklung. werder und aus fehlern lernen?
 
natürlich ist TS (mit)verantwortlich für die Erfolge, das gilt aber auch für die derzeitge Situation.
Das Problem sehe ich ganz klar in der starren Haltung an der Spielweise und auch am Festhalten einzelner Spieler.
Wir können die Situation zur Meistersaison gar nicht vergleichen. Keiner hatte uns auf dem zettel, für den Gegner waren wir eine "Mittelkassemanschaft". Heutzutage treten Manschaften wie Cottbus gegen uns an und versuchen gar nicht mehr mitzuspielen, etwas höher angesiedelte Manschaften wollen sich gegen uns beweisen (das gabs sonst nur bei den Bayern). Zudem sind wir nach 4 Jahren einfach ausrechenbar. Vieles geht durch die Mitte und bei Angriffen sind die beiden AV- Positionen offen wie ein Scheunentor. Und wenns dann nicht läuft, geht ein Verteidiger raus und ein Stürmer rein. Immer die gleiche Leier....
Spieler wie Baumann,Fritz,Boenisch und Hunt spielen grottig ohne Ende und werden doch wieder eingesetzt. Warum sollte bei denen ein Denkprozess stattfinden?

Also wenn man sagt, das TS fast alleinverantwortlich für die letzten Erfolge ist, dann ist die derzeitige Situation auch sein prodoziertes Problem...
 
war mir sowas von klar das du dir den satz raussuchst.

5 jahre CL in Folge sind ein Riesenerfolg. Das möchte ich nicht schmälern. Trotzdem wäre mehr drin gewesen, wenn wir wirklich mal über längeren Zeitraum die oft zitierte Balance zwischen Defensive und Offensive gefunden hätten. Die brauchst du nämlich für Titel!

Und das wir in den letzten 2-3 Jahren auch zurecht zu den Topfavoriten auf CL-Platz und Deutsche Meisterschaft gehörten und die CL-Quali für den Kader eigentlich Pflicht war, wirst du auch nicht bestreiten können.
 
Also wenn man sagt, das TS fast alleinverantwortlich für die letzten Erfolge ist, dann ist die derzeitige Situation auch sein prodoziertes Problem...

Ach Mensch, das ist doch aber wirklich langsam albern. Wenn es dieses Forum schon lange genug gäbe, dann würdest Du in absolut JEDER Saison seit dem Double eine Phase wie die Jetzige finden. Und dann wird jedes Jahr hier immer alles auf dieselbe Weise in Frage gestellt. Täglich grüßt das Murmeltier. Immer die gleichen Postings, immer die gleichen Forderungen, immer die gleichen Amateur-Analysen. Immer fehlen die richtigen Typen, das System ist plötzlich Schrott, die Einstellung ist katastrophal. Und am Ende werden wir Vizemeister.

Das Tollste ist, dass es manche wirklich als Misserfolg ansehen, dass wir immer nur in der Champions League landen. Sowas ist wahnwitzig.

Wenn Schaaf wirklich so viel falsch macht, was machen dann die sportlich Verantwortlichen in Hamburg, Schalke oder Berlin? Oder die in Frankfurt, Hannover und Köln? Oder gar die Düsseldorf, Kaiserslautern und Essen?

Anders ausgedrückt: Wer macht eigentlich mehr richtig als TS und KA?

Komischerweise wird hier immer derselbe Denkfehler auf ein Samtkissen gepackt, gepflegt, geputzt und ialle paar Wochen wieder neu präsentiert: Bei Siegen wird so getan, als seien das Momentaufnahmen, die kein Indiz für tolles Arbeiten, ein perfektes System, tollen Fußball oder ideale Aufstellungen. Siege haben wenig Aussagekraft, aber wehe es passiert sowas wie letzten Samstag. Dann ist es ein grundsätzlicher Trend, der Anlass zu großer Sorge und Unzufriedenheit gibt. Und dann wird hier die Welt aus den Angeln gehoben.

Kann man, muss man aber nicht.
 
Ich fand es einen Misserfolg das wir 2007 nicht Deutscher Meister geworden sind. Ich war in Bielefeld und beim heimspiel gegen frankfurt. Du auch?

Ich fand es auch einen Misserfolg wie wir gegen Espanyol ausgeschieden sind.

Wie wir letztes Jahr die CL-Vorrunde vergeigt haben.

Wie wir diese Saison in Bielefeld, Gladbach und Stuttgart aufgetreten sind.

KATS machen sehr viel richtig. Trotzdem darf man kritisch bleiben.

Und das wir letzte Saison noch Zweiter geworden sind, lag doch an der unglaublichen (teils glücklichen: HSV, LEV) Serie zum Schluß als schon fast alles verspielt war. Selbst KA kritsiert in diesen tagen deutlich diese "erst Gas geben, wenn mit dem Rücken zur Wand"-Mentalität des Teams.

Aber sorry, will deine heile Werder-Wohlfühl-Welt nicht beschädigen.
 
natürlich ist TS (mit)verantwortlich für die Erfolge, das gilt aber auch für die derzeitge Situation.
(...)


Tja und!? Ist die so bescheiden, daß wir uns beklagen könnten? Nach dem 7. Spieltage 2 Punkte vom CL-Platz entfernt, im DFB-Pokal Achtelfinale und auch in der CL noch mit allen Chancen, dazu ein echter Luxuskader mit Meistschaftsambitionen usw.. Hier wird Vieles schlimmer gemacht, als es überhaupt ist - ich hab´s ja häufiger schon gedacht und geschrieben: Was wird hier nur los sein, wenn mal wirklich Probleme auftauchen?

Etwas mehr Bescheidenheit stünde dem Forum als Sprachrohr des gemeinen Fans ganz gut zu Gesichte. Im Fußball sind nun mal auch Niederlagen vorgesehen und wer nicht damit umgehen kann, der sollte sich ein neues Hobby suchen.

Hier sind ja viele gute Ansätze zu lesen (z.B. der von Sascha79, auf den leider nicht mal ansatzweise eingegangen wird). Nur nach einer Niederlage darfste echt nicht in den Trainerthread gucken. Dann liest es sich, als ob Schaaf selbst den Beruf des Bundesligatrainers ergriffen hätte, nur um eine möglichst große Anzahl an Leuten persönlich das Wochenende vermiesen zu können.
 
Ich fand es einen Misserfolg das wir 2007 nicht Deutscher Meister geworden sind. Ich war in Bielefeld und beim heimspiel gegen frankfurt. Du auch?

Ich fand es auch einen Misserfolg wie wir gegen Espanyol ausgeschieden sind.

Wie wir letztes Jahr die CL-Vorrunde vergeigt haben.

Wie wir diese Saison in Bielefeld, Gladbach und Stuttgart aufgetreten sind.

KATS machen sehr viel richtig. Trotzdem darf man kritisch bleiben.

Und das wir letzte Saison noch Zweiter geworden sind, lag doch an der unglaublichen (teils glücklichen: HSV, LEV) Serie zum Schluß als schon fast alles verspielt war. Selbst KA kritsiert in diesen tagen deutlich diese "erst Gas geben, wenn mit dem Rücken zur Wand"-Mentalität des Teams.

Aber sorry, will deine heile Werder-Wohlfühl-Welt nicht beschädigen.

:applaus: Guter Beitrag! Nicht alles ist Gold was glänzt! Kritik sollte immer angebracht sein. Denn mit dem Zufrieden sein mit dem was man hat, leitet man den ersten Schritt zum Rückschritt ein. Nur mit Kritik kann man geziehlt Dinge verbessern... Man sollte nicht auf der Stelle stehen bleiben wenn man sich verbessern möchte.
 
Ich fand es einen Misserfolg das wir 2007 nicht Deutscher Meister geworden sind. Ich war in Bielefeld und beim heimspiel gegen frankfurt. Du auch?

Ja. Und: nein, ich fand es keinen Misserfolg, dass wir gegen deutlich teurere Mannschaften die Frechheit besitzen, nicht Meister zu werden. Weil ich nicht so weltfremd bin und übersehe, dass andere Mansnchaften auch solche Spiele haben wie wir. Und zwar auf jedem Niveau. Deshalb hat Arsenal gerade gegen Hull City verloren. Deswegen hat Real Madrid gegen eine Durchschnittstruppe aus La Coruna verloren. Und Atletico ist aus demselben Grund gerade von Barca mit 1:6 zerlegt worden. Ob die auch alle solche Sinnlos-Diskussionen führen wie hier? Und rumweinen, es sei "immer das gleiche"? "Nie gewinnen wir die CL!" - "Immer ist ManU vor uns!" ..???

Sich zwei Spiele rauspicken und sagen "Wenn wir die gewonnen hätten, wären wir Meister geworden!" ist ganz großes Tennis. Das Problem ist: Gazprom-Schalke könnte dann vielleicht einfallen, dass sie zuhause gegen Hannover nur 1:1 gespielt haben, bei uns mit 1:5 geschlachtet wurden und im Frühjahr gegen W'burg, Leverkusen und Bayern drei Niederlagen in Folge hatten. Hätten sie die Spiele gewonnen, hätten sie uns locker abgehängt.

Haben sie aber nicht. Kein Verein gewinnt alle Spiele, die er theoretisch gewinnen kann. Andere nicht, wir auch nicht. Die Anzahl der Spiele, die wir gewinnen weil wir so sind wie wir sind übersteigt die Anzahl der Niederlagen à la Stuttgart um ein Vielfaches. Immer noch.
 
Immer die gleiche Sülze.....

Die anderen verlieren doch auch, warum sollten wir dann gewinnen ??

Bla Bla Bla


Wenn die anderen von der Brücke springen, springst du dann auch ??? * Mutti Modus off *



Bloß nicht auf die eigene Leistung mit den vermeidbaren und immer wieder kehrenden Niederlagen schauen....


Werder kann froh sein das Schalke sich noch dümmer angestellt hat in der Saison, sonst wären wir als favorisiertes Team die Lachnummer der Saison geworden. Und das vollkommen zurecht .
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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