Da bringst du was durcheinander. Ich bin alles andere als auf den ersten Platz fixiert. Mein schönstes Spiel als Werder Fan war z.B. kein Doublegewinn in München, kein CL Sieg gegen Madrid oder Chelsea und auch kein 5:3 gegen Anderlecht, sondern der Gewinn von 3 lausigen Punkten an einem Mittwochabend gegen Schalke im März 99. Soviel zu den Erfolgsfanvorwürfen.....
Ebenso habe ich mich über nach dieser merkwürdigen Saison nach dem Double riesig gefreut das wir nach so viel Betrug seitens der SChiedsrichter noch den dritten Platz erreichen konnten.
Und ich habe auch in der folgenden Saison den Sieg in Hamburg gefeiert und die direkt Quali für die CL und fast noch besser fand ich die CL Spiele gegen Juve, wo man einem echten Weltteam beinahe ein Bein gestellt hat. Da war ich nicht wirklich traurig über das Aus, sondern ich habe tagelang das grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen weil wir die Betonabwehr so gefordert haben.
Gut. Zwar machen deine Beiträge teilweise einen anderen Eindruck, aber daskann ich gut verstehen, zumal es mir ähnlich geht. Daher entschudlige ich mich an dieserStelle für die Unterstellung, da ich sowas unnötig finde.
Trotz allem hat in dieser Saison diese angesprochene Stagnation und sorglosigkeit angefangen. Zwischen großen Siegen musste man immer einen vollkommenen Totalabsturz haben und wenn man mal 4,5,6 Tore erzielt hat, dann mussten wir immer noch einen blöden Konter einfangen und mindestens ein Gegentor kassieren. Das ging mir damals schon tierisch auf die Klötze und auf mein Vorschlag das ganze mal abzustellen, wurde ich ausgelacht :cool:
Ein Jahr später haben wir genau durch so eine scheiße garniert mit individuellen Trainerpatzern, wahnwitzigen Abwehrleistungen, einem schwächelnden Sturm die Meisterschaft einfach so weggeschenkt. Das war unsere Schale, schließlich hatten wir vor der Saison den besten Kader und das beste Spielniveau ( Nach den Bayern versteht sich, die ja nichts auf die Reihe bekommen hatten ). Aber da haben uns die wertlosen Anschlußtore, die wir im Vorjahr noch bei unsern Kantersiegen kassiert haben und gegen die wir nciths unternommen haben irgendwann das Genick gebrochen bei unserer Sturmmisere. Die Einstellung daß man immer Tor kassieren kann, weil man halt jedesmal 2 Tore selber schießt erweist sich halt als Eigentor wenn keine Treffer erzielt. Und genau weil es da geharkt hat wurde in Stuttgart ordentlich gefeiert und nicht in Bremen.
Und ja, im letzten Jahr haben wir es unnötig spannend gemacht. Immer mal wieder eine Serie, immer mal wieder eine peinliche Klatsche, am besten immer gegen die gleichen Gegner weil man immer das gleiche System ausprobiert hat. Ich glaube kaum das Werder echte Meisterchancen hatte, dafür Bayern diese Saison einfach zu stark, aber wir haben durch dummheit, einfältigkeit, 45 Gegentoren viele viele Punkte in den Sand gesetzt. Von Platz 3 in der CL Killergruppe gegen mit Piräus und Lazio ganz zu schweigen. Es ist schon hart trotz 3 Punkte aus den Spielen gegen Real Madrid gegen solche Teams rauszufliegen.
Und dieses Jahr haben wir wieder viele Punkte liegen gelassen, und wir sind erst beim 7. Spieltag.
Ich habe kein Problem damit 4. zu werden wenn 3 Teams besser sind, aber ich kriege Pickel wenn wir Punkte verschenken wegen uneinsichtigkeit und immer wiederkehrenden Unzulänglichkeiten die nicht ernst genommen werden vom Trainer.
Im Einzelnen durchaus teilweise Zustimmung. Du machst jedoch einen Fehler, wenn du das als hintergründige Zustimmung betrachtest.
Glaubst du wirklich, dass andere Spitzenmannschaften keine solchen Eeignisse beklagen müssen? AC Mailand kämpft jede dritte Saison
um einen UEFA-Cup Platz und spielt ranzig bis uzm Abwinken. Liverpool läuft seit Jahrzenten der Meisterschaft nach. Atletico Madrid, selbst Real Madrid, hat eigentlich unerklärliche Krisen und Krisensaisons. In Frankreich sind Monaco und Paris alles andere als konstant bzw. mittlerweile schon - im Misserfolg.
Und die Liste ist noch lange nicht zu Ende, und was alle diese Vereine ausmacht, ist,. dass sie deutlich mehr Geld zur Verfügung haben als Werder.
Beispiel Schalke: Die haben Slomka auf entlassen, nachdem er gegen Werder hoch verloren hatte und Pi mal Daumen irgendwo auf Platz 4 oder 5 stand.
Ich will mir kein Urteil erlauben. Der jetzige Trainer ist als taktischer Meisterfuchs empfangen worden. Ebenfalls Pi mal Daumen stelle ich aber fest, dass es in Schalke offenbar nicht signifkant besser geworden ist.
Ich nehme also an, dass in Schalker Foren ähnliche Diskussionen ablaufen wie hier.
Mir ist der Unterschied zwischen Schaaf und Rutten wohl bekannt (die eigentlichunvergleichliche Verweildauer):
Aber:
- Ist diese Geschichte nicht ein Beleg dafür, dass ein Trainerwechsel zwar leicht vollzogen ist, aber der gewünschte Erfolg stellt sich eben nicht so automatisch ein.
- Das Schalker Beispiel könnte ein Hinweis darauf sein, dass bei aller Gesamtverantwortung des Trainers eine Art Gesamtcharakter der Mannschaft
existiert, der wenn nicht ganz, so doch ziemlich unabhängig ist von der Person des Trainers.
- Glaubst du zu, Beispiel, dass sich Boenisch, Naldo und Wiese auf einmal dauerhaft besser konzentrieren, wenn ein anderer Mann an der Seitenlinie steht.
- Beispiel Werder 98/99: Sidka wurde entlassen, kann man machen sag ich mal (möglicher Grund: Stagnation, aber ungefähr 5-7 Plätze weiter unten.)
Anschließend kam Magath, aus den besten Motiven, damals ein erfolgreicher Trainer, und sicher auch mit den besten Absichten.) Seine Idee, erstmal auf Defensive zu setzen fand ich richtig (finde ich immer noch, da vorher keines vorhanden war). Es brachte auch erstmal Erfolg, zur Winterpause hatte sich Werder von den Abstiegsrängen ins Mittelfeld vorgearbeitet.
Anschließend aber blieb der Erfolg weg und Magath wurde entlassen. Weil es sich zeigte, dass ganz unterschiedliche Trainer, bzw. ein erfolgreicher Trainer
nicht unbedingt mehr aus einer Mannschaft rausholt als der andere.
Sicher muss man nicht so daneben liegem. Aber die Idee, dass ein Trainerwechsel bei einer erfolgreichen Mannschaft zwangsläufig positiv ist, weil die Fehler mehr oder weniger deutlich erkennbar sind, ist ein Trugschluss. (Beispiele Rehhagel-de Mos, Hitzfeld-Magath)
- Selbst wenn ein neuer Trainer erfolgreich die Schwachstellen Werders beseitigen würde (Beispiel Stevens): Wer sagt, dass nicht die Offensive drunter litte. Das willst du sicher auch nicht sagen, weil dir wahrscheinlich ein 1:0 gegen Hoffenheim lieber gewesen wäre als ein 5:4.
Aber die scheinbare Sicherheit, dass die Ergebnisse besser werden, wenn man auf zu null spielt, ist ebenfalls trügerisch. Schalke beweist das seit Jahren Wobei sie summa summarum natürlich auch nicht schlechter sind; aber wenn man den finanziellen Einsatz vergleicht, den beide Vereine betreiben, steht Werder schon besser da finde ich.
- Du schreibst, dass du keine Probleme hast mit Niederlagen oder Platz 4, wenn andere besser sind.
Da das oft anders erscheint, machen mich manche Niederlagen auch ganz wild. Aber ob es tatsächlich anders ist, sei wirklich dahingestellt.
Zum Fußball gehören nicht nur die Ballkontrolle, ein präziser Torschuss und ein gutes Timimg bei Grätschen. Die mantale Seite ist auch wichtig. Und es ist aus meiner Sicht wirklich fraglich, ob ein verbessernder Zugriff da auf Knopfdruck erfolgen kann.
Im Ergebnis waren Gladbach und Stuttgart schlicht und einfach besser.
Die Vorstellung Werders war erbärmlich, aber es ist erstens meiner Meinuhng nach unlauter, die guten Vorstellungen zu unterschlagen.
Und ähnlich unlauter ist es, wie ich schon oben angedeutet habe, von Werder zu verlangen. die Leistung von München beliebig abzurufen. Das betrifft das Fußballerischee genauso wie das mentale. Es ist klar und nachvollziehbar, dass man bei den Bayern mehr abruft als gegen Hoffenheim. Wer behauptet, dass er immer super drauf ist und sein Potential auch immer abrufen kann, sagt die Unwahrheit. Da wird kein Psychologe etwas dran ändern, sondern allenfalls Szenarien, die ich mir lieber nicht vorstelle.
Bei Werder ist die Schere weiter auseinander als bei anderen Mannschaften zwischen guten und schlechten Leistungen. Aber, und das ist der Hauptrgund dafür, dass ich immer die hervorragenden Spiele abrufe - ich will die schlechen nicht mit roearoter Sauce begießen, sondern dass man die schlimmen Spiele nicht unerwähnt lassen darf, da in ihnen ein Teil der Gründe für die schlechten Spiele angelegt ist, denn Werder spielt nun mal so, wie es spielt und zu verlangen, dass man die guten Spiele 6:1 gewinnt und die schlechten wenigstens 1:0 (und natürlich ohne Defensivschwächen), ist unrealistisch.
Zwar gibt es Mannschaften, die das über eine gewisse Zeit schaffen und sich deshalb dauerhaft oben halten sowie um die CL spielen. Aber ein Blick auf diese Mannschaften genügt, dass keine oder kaum eine auch nur ansatzweise mit Werder vergleichbar ist.
Auch wenn man nach einem Spiel wie gestern fuchteufelswild ist, sollte man bei langfristigen Forderungen im Auge behalten. Welche Mannschaft hat sich in den letzten 20 Jahren länger an der Spitze in der Bundesliga gehalten als Werder (und mit Ausnahme Bayern).
Leverkusen und Dortmund könnte man hier nennen, da sie von der Länge her mithalten können und in der Sptze her erfolgreicher waren. Aber diese Mannschaften hatten a) zu dieser Zeit ebenfalls deutlich mehr Mittel als Werder und beide mussten teilweise währenddessen,. teilweise später immer wieder büßen, stürzten ab und gerieten sogar in Abstiegsgefahr, was Werder selbst in der aktuellen suboptimalen Lage ja nun erstmal nicht droht.
MFG dkbs
Ganz vergessen: Freudsche Fehlleistun nehme ich an. :cool:
Mir gehts eigentlich nur darum das der Trainer die Biege macht, da bin ich ganz ehrlich. Er hat sich abgenutzt, obwohl er mich gestern mit seinem Interview nach dem Spiel doch überrascht hat, da er mal nicht um den heißen Brei rumgeredet hat und die Wörter "anbieten, annehmen, belohnen" verwendet hat.
Der alte Zopf muß ab, neuer Wind muß ins Weserstadion. Wenn es schief geht, gehts halt schief, aber das wäre mir lieber als der Running Gag vom Verein der sich regelmäßig selber ein Bein stellt und alles mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

einreißt was man sich aufgebaut hat.
Das ist letztendlich eine Glaubensfrage. Es kann klappen und der neue Trainer macht aus Werder im Handumdrehen oder sagen wir in 5 Jahren zu einem Anwärter für den CL-Gewinn.
Ich glaube daran nicht. Ich glaube, dass Werder im Prinzip dort steht, wo es mit seinen gegenwärtigen Mitteln auch stehen kann, nämlich im besten Normalfall auf Platz 2-3, im Optimalfall mit dem Gewinn eines nationalen Titels. Und in der CL mit dem Ziel des Weiterkommens in der Gruppe, wenn alles klappt kann mit Losglück das Viertelfinale rausspringen.
Und es ist eine Geschmacksfrage. Ich sehe eine Mannschaft, die hinter Bayern zweite Kraft ist (mit Schalke) und das mit einem Fußball, der pro Saison zwar zwei bis 4 Katastrophenspiele erzeugt. bei dem Werder aber in der Regel die meisten Tore schießt, am häufigsten mehr als drei Tore schießt , mindestens 2-4 Spiele pro Saison zeigt, die unvergesslich sind - und dabei alles andere als erfolglos ist.
Man kann es oprickelnder finden, wenn Kuranyi nach Hunderten von Minuten mit einem Abstauber ein entscheidendes Tor macht oder wenn man ein 1:0
nach Hause schaukelt oder wenn nach ein paar gelungenen Kombinationen von einem spielerischen Quantensprung geredet wird.
Ich finde das nicht. Und da das Bremer Modell der personallen Kontinuität und des Offensivfußballs in der Summe nicht erfolgloser ist als das von Schalke und erfolgreicher als das aller anderen (außer Bayern versteht sich), wähle ich (sowieso, aber ich kann es auch begründen) das Modell Werders.
Der Vergleich zu Pasching hinkt allerdings komplett, da Werder damals kein Topteam war und die Mannschaft in einer Phase des Aufbaus. Da darf man zwar auch nicht gegen ein Ösi Team rausfliegen, aber man muß sowas einplanen.
Es ist wie mit jedem Vergleich: Er passt nicht hundertprozentig, enthält aber eine für mich wichtige Aussage.
Ich weiß nicht ob du schon im alten Forum warst, aber ich erinnere mich noch an den Tumult nach dem Pasching-Debakel und ich kann dir sagen, dass diese Niederlage alles andere als so abgeklärt wurde.
Ich behaupte, dass du dieses Spiel vor allem deshalb relativierst, weil du den Fortgang der Saison kennst.
In wirklichkeit war es nämlich m.E so, dass dieses Spiel viel eher Anlass gegenen hätte, den Trainer in Frage zu stellen. Werder hatte kurz vorher eine katastrophale Rückrunde gespielt und am letzten Spieltag noch den UEFA-Cup verpasst. In den UI-Cup war man sehr wohl mit dem Anspruch gekommen, weiter zu kommen als Pasching. Und ich weiß nicht, wie es mit Schaaf weitergegangen wäre, wenn sich damals die Serie fortgesetzt hätte, wonach Werder immer nur eine sehr gute und eine katastrpophale Saison spielt.
Du wirst jetzt sicher einwenden, dass dieses Beispiel also zeige, dass Schaaf unfähig ist, an Schwächen zu arbeiten.
Vielleicht ist da was dran, vielleicht ist es aber auch nur so, dass Schaaf solche Spiele wie gestern in Kauf nimmt, da es zu seiner Idee des Fußballs gehört. Zumal wenn man, wie Werder es halb freiwillig halb erzwungen. vor allem auf jiunge Spieler sezt.
Ich kenne die Wahrheit dieser Frage nicht definitiv, aber neben den Fakten (die Werder zwefeillos als erfolgreiche (und häufig attraktiv spielende) Mannschaft ausweisen würde ich einfach mal behaupten, dass Schaaf sehr wohl an den Schwächen arbeitet. Alles andere hätte mit ziemlicher Sicherheit tatsächlich zu seiner Entlassung geführt.
OK, vielleicht arbeitet er dran, aber ist ein schlechter Pädagoge und versagt auf diesem Gebiet. Wenn das so offensichtlich wäre, dass du und ich das ständig sehen, auch dann stünde eine Trainerentlassung wahrscheinlich zur Debatte.
Ich vermute also, und darin bin ich tatsächlich ein Optimist, aber man muss sich hier einfach entscheiden, wenn man keinen eigenen intimen Einblick hat, dass die Defensivschwächen entweder unlösbarer Teil der Spielweise ist und/oder mit der Alterstruktur zu tun haben.
Kann durchaus sein, dass eine Abnutzung dazu kommt, was nicht verwunderlich wäre. Aber zum einen wird diese durch die starke personelle Fluktuation relativiert. Und zum anderen muss man auch hier abwägen, ob es möglich und wie wahrscheinlich es ist, dass ein neuer Trainer die Mannschaft erfolgreicher macht als sie bisher sehr konstant ist. Und da sage ich, dass das schon allein deshalb sehr fraglich ist, weil die Luft, wo Werder spielt, sehr dünn ist. Nach obem ist ziemlich wenig Spielraum (trotz der ganzen Statsistiken vom Anfang), dafür nach unten. Insofern ist
Auch wenn das so