Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Wenn ich mir Deine Aufzählung der angeblichen Fehler von TS anschaue, wundere ich mich allerdings, dass wir noch in Liga eins spielen! Ich will ja gar nicht sämtliche Kritikpunkte zurückweisen, aber Deine Pauschalverurteilungen nerven. Würdest Du denn wenigstens die guten Spiele auch TS zurechnen oder ist er nur der Watschenmann für alles, was schief läuft?
 
Bei allem Ärger, den diese offensive Ausrichtung mit sich bringt, so ist sie letzendlich häufig unser Trumpf im Kampf um die CL-Plätze gewesen.

Da hiess es auch nach Niederlagen in Stuttgart (3:6) man möge doch mal auswärts wie der HSV ein dreckiges 0:0 oder so ähnlich holen.
Allerdings haben wir mitderselben Offensive zuhause viele gegner (deutlich) geschlagen, während andere Teams die Balance nicht hinbekamen und daheim nicht über 1 eigenes Törchen (wenn überhaupt) hinauskamen.

Siege in der letzten Saison:
-Werder 20
-Schalke 18
-Hamburg 14
-Stuttgart 16
-Leverkusen 15

in der vorletzten Saison:
-Werder 20 (wie auch sonst :D)
-Stuttgart 21
-Schalke 21
-Leverkusen 15
-Hamburg 10

vorvorletzte Saison:
-Werder 21
-Hamburg 21
-Schalke 16
-Stuttgart 9
-Leverkusen 14

1. CL-Jahr:
-Werder 18
-Schalke 20
-Stuttgart 17
-Leverkusen 16
-Hamburg 16

Double-Saison:
-Werder 22
-Stuttgart 18
-Leverkusen 19
-Schalke 13
-Hamburg 14

--> Siege in den Letzten 5 Jahren:
-Werder (22 |18 | 21 | 20 | 20)
-Hamburg (14 | 16 | 21 | 10 | 14)
-Schalke (13 | 20 | 16 | 21 | 18)
-Stuttgart ( 18 | 17 | 9 | 21 | 16 )
-Leverkusen ( 19 | 16 | 14 | 15 | 15 )

also wenn davon auch nur einer annähernd konstant ist, dann sind wir es...und das ist irgendwie im positiven Sinne, obwohl man sagen könnte man stagniert.
Es fällt auf, dass wir nur im 1.CL-Jahr durch die Doppelbelastung keine 20 Siege +x einfahren konnten.Man muss aber feststellen, dass wir uns mit oppelbelastung stabilisiert haben, wohingegen viele andere Teams immermal positive Ausreisser hatten.Und teilweise fand ich deren Kader garnichtmal schlechter als unseren.
So sehr mich manchmal die extrem weit aufgerückte Abwehr, das mangelnde Spiel in die Breite, die schwachen Ecken etc. aufregen, so sehr (oder gar mehr) wünschten sich 17 andere Fanlager, ihr Team würde regelmäßig so traumhafte und so viele Tore schiessen, und häufiger den Platz als Sieger verlassen.
Thomas Schaaf ist nicht unfehlbar...aber er hat eine Philosophie, die den gesamten Verein prägt und die dieser auch mitträgt -> mit all ihrern Stärken und Schwächen.
In meinen Augen überwiegen die Stärken, besonders im Gesamtkonzept, denn ich könnte mir vorstellen, dass ein Diego und ein Özil zwar auch wegen dem Geld hier spielen, aber sicher auch, weil sich rumgesprochen hat, dass man in Bremen durch viele Tore und packende Spiele auf sich aufmerksam machen kann.
Hier werden übrigens auch Abwehrspieler zu Nationalspielern...das Konzept ist unser Trumpf über Jahre hinweg, und da gehört nunmal auch der Trainer zu.Daran wird zum Glück auch der ein oder andere taktische Fehler und die ein oder andere unnötige Niederlage nichts ändern.
Mal ganz nebenbei: welche Niederlage ist schon nötig!
 
Da bringst du was durcheinander. Ich bin alles andere als auf den ersten Platz fixiert. Mein schönstes Spiel als Werder Fan war z.B. kein Doublegewinn in München, kein CL Sieg gegen Madrid oder Chelsea und auch kein 5:3 gegen Anderlecht, sondern der Gewinn von 3 lausigen Punkten an einem Mittwochabend gegen Schalke im März 99. Soviel zu den Erfolgsfanvorwürfen.....

Ebenso habe ich mich über nach dieser merkwürdigen Saison nach dem Double riesig gefreut das wir nach so viel Betrug seitens der SChiedsrichter noch den dritten Platz erreichen konnten.

Und ich habe auch in der folgenden Saison den Sieg in Hamburg gefeiert und die direkt Quali für die CL und fast noch besser fand ich die CL Spiele gegen Juve, wo man einem echten Weltteam beinahe ein Bein gestellt hat. Da war ich nicht wirklich traurig über das Aus, sondern ich habe tagelang das grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen weil wir die Betonabwehr so gefordert haben.
Gut. Zwar machen deine Beiträge teilweise einen anderen Eindruck, aber daskann ich gut verstehen, zumal es mir ähnlich geht. Daher entschudlige ich mich an dieserStelle für die Unterstellung, da ich sowas unnötig finde.

Trotz allem hat in dieser Saison diese angesprochene Stagnation und sorglosigkeit angefangen. Zwischen großen Siegen musste man immer einen vollkommenen Totalabsturz haben und wenn man mal 4,5,6 Tore erzielt hat, dann mussten wir immer noch einen blöden Konter einfangen und mindestens ein Gegentor kassieren. Das ging mir damals schon tierisch auf die Klötze und auf mein Vorschlag das ganze mal abzustellen, wurde ich ausgelacht :cool:

Ein Jahr später haben wir genau durch so eine scheiße garniert mit individuellen Trainerpatzern, wahnwitzigen Abwehrleistungen, einem schwächelnden Sturm die Meisterschaft einfach so weggeschenkt. Das war unsere Schale, schließlich hatten wir vor der Saison den besten Kader und das beste Spielniveau ( Nach den Bayern versteht sich, die ja nichts auf die Reihe bekommen hatten ). Aber da haben uns die wertlosen Anschlußtore, die wir im Vorjahr noch bei unsern Kantersiegen kassiert haben und gegen die wir nciths unternommen haben irgendwann das Genick gebrochen bei unserer Sturmmisere. Die Einstellung daß man immer Tor kassieren kann, weil man halt jedesmal 2 Tore selber schießt erweist sich halt als Eigentor wenn keine Treffer erzielt. Und genau weil es da geharkt hat wurde in Stuttgart ordentlich gefeiert und nicht in Bremen.

Und ja, im letzten Jahr haben wir es unnötig spannend gemacht. Immer mal wieder eine Serie, immer mal wieder eine peinliche Klatsche, am besten immer gegen die gleichen Gegner weil man immer das gleiche System ausprobiert hat. Ich glaube kaum das Werder echte Meisterchancen hatte, dafür Bayern diese Saison einfach zu stark, aber wir haben durch dummheit, einfältigkeit, 45 Gegentoren viele viele Punkte in den Sand gesetzt. Von Platz 3 in der CL Killergruppe gegen mit Piräus und Lazio ganz zu schweigen. Es ist schon hart trotz 3 Punkte aus den Spielen gegen Real Madrid gegen solche Teams rauszufliegen.

Und dieses Jahr haben wir wieder viele Punkte liegen gelassen, und wir sind erst beim 7. Spieltag.

Ich habe kein Problem damit 4. zu werden wenn 3 Teams besser sind, aber ich kriege Pickel wenn wir Punkte verschenken wegen uneinsichtigkeit und immer wiederkehrenden Unzulänglichkeiten die nicht ernst genommen werden vom Trainer.
Im Einzelnen durchaus teilweise Zustimmung. Du machst jedoch einen Fehler, wenn du das als hintergründige Zustimmung betrachtest.

Glaubst du wirklich, dass andere Spitzenmannschaften keine solchen Eeignisse beklagen müssen? AC Mailand kämpft jede dritte Saison
um einen UEFA-Cup Platz und spielt ranzig bis uzm Abwinken. Liverpool läuft seit Jahrzenten der Meisterschaft nach. Atletico Madrid, selbst Real Madrid, hat eigentlich unerklärliche Krisen und Krisensaisons. In Frankreich sind Monaco und Paris alles andere als konstant bzw. mittlerweile schon - im Misserfolg.
Und die Liste ist noch lange nicht zu Ende, und was alle diese Vereine ausmacht, ist,. dass sie deutlich mehr Geld zur Verfügung haben als Werder.
Beispiel Schalke: Die haben Slomka auf entlassen, nachdem er gegen Werder hoch verloren hatte und Pi mal Daumen irgendwo auf Platz 4 oder 5 stand.
Ich will mir kein Urteil erlauben. Der jetzige Trainer ist als taktischer Meisterfuchs empfangen worden. Ebenfalls Pi mal Daumen stelle ich aber fest, dass es in Schalke offenbar nicht signifkant besser geworden ist.
Ich nehme also an, dass in Schalker Foren ähnliche Diskussionen ablaufen wie hier.
Mir ist der Unterschied zwischen Schaaf und Rutten wohl bekannt (die eigentlichunvergleichliche Verweildauer):
Aber:
- Ist diese Geschichte nicht ein Beleg dafür, dass ein Trainerwechsel zwar leicht vollzogen ist, aber der gewünschte Erfolg stellt sich eben nicht so automatisch ein.
- Das Schalker Beispiel könnte ein Hinweis darauf sein, dass bei aller Gesamtverantwortung des Trainers eine Art Gesamtcharakter der Mannschaft
existiert, der wenn nicht ganz, so doch ziemlich unabhängig ist von der Person des Trainers.
- Glaubst du zu, Beispiel, dass sich Boenisch, Naldo und Wiese auf einmal dauerhaft besser konzentrieren, wenn ein anderer Mann an der Seitenlinie steht.
- Beispiel Werder 98/99: Sidka wurde entlassen, kann man machen sag ich mal (möglicher Grund: Stagnation, aber ungefähr 5-7 Plätze weiter unten.)
Anschließend kam Magath, aus den besten Motiven, damals ein erfolgreicher Trainer, und sicher auch mit den besten Absichten.) Seine Idee, erstmal auf Defensive zu setzen fand ich richtig (finde ich immer noch, da vorher keines vorhanden war). Es brachte auch erstmal Erfolg, zur Winterpause hatte sich Werder von den Abstiegsrängen ins Mittelfeld vorgearbeitet.
Anschließend aber blieb der Erfolg weg und Magath wurde entlassen. Weil es sich zeigte, dass ganz unterschiedliche Trainer, bzw. ein erfolgreicher Trainer
nicht unbedingt mehr aus einer Mannschaft rausholt als der andere.
Sicher muss man nicht so daneben liegem. Aber die Idee, dass ein Trainerwechsel bei einer erfolgreichen Mannschaft zwangsläufig positiv ist, weil die Fehler mehr oder weniger deutlich erkennbar sind, ist ein Trugschluss. (Beispiele Rehhagel-de Mos, Hitzfeld-Magath)
- Selbst wenn ein neuer Trainer erfolgreich die Schwachstellen Werders beseitigen würde (Beispiel Stevens): Wer sagt, dass nicht die Offensive drunter litte. Das willst du sicher auch nicht sagen, weil dir wahrscheinlich ein 1:0 gegen Hoffenheim lieber gewesen wäre als ein 5:4.
Aber die scheinbare Sicherheit, dass die Ergebnisse besser werden, wenn man auf zu null spielt, ist ebenfalls trügerisch. Schalke beweist das seit Jahren Wobei sie summa summarum natürlich auch nicht schlechter sind; aber wenn man den finanziellen Einsatz vergleicht, den beide Vereine betreiben, steht Werder schon besser da finde ich.
- Du schreibst, dass du keine Probleme hast mit Niederlagen oder Platz 4, wenn andere besser sind.
Da das oft anders erscheint, machen mich manche Niederlagen auch ganz wild. Aber ob es tatsächlich anders ist, sei wirklich dahingestellt.
Zum Fußball gehören nicht nur die Ballkontrolle, ein präziser Torschuss und ein gutes Timimg bei Grätschen. Die mantale Seite ist auch wichtig. Und es ist aus meiner Sicht wirklich fraglich, ob ein verbessernder Zugriff da auf Knopfdruck erfolgen kann.
Im Ergebnis waren Gladbach und Stuttgart schlicht und einfach besser.
Die Vorstellung Werders war erbärmlich, aber es ist erstens meiner Meinuhng nach unlauter, die guten Vorstellungen zu unterschlagen.
Und ähnlich unlauter ist es, wie ich schon oben angedeutet habe, von Werder zu verlangen. die Leistung von München beliebig abzurufen. Das betrifft das Fußballerischee genauso wie das mentale. Es ist klar und nachvollziehbar, dass man bei den Bayern mehr abruft als gegen Hoffenheim. Wer behauptet, dass er immer super drauf ist und sein Potential auch immer abrufen kann, sagt die Unwahrheit. Da wird kein Psychologe etwas dran ändern, sondern allenfalls Szenarien, die ich mir lieber nicht vorstelle.
Bei Werder ist die Schere weiter auseinander als bei anderen Mannschaften zwischen guten und schlechten Leistungen. Aber, und das ist der Hauptrgund dafür, dass ich immer die hervorragenden Spiele abrufe - ich will die schlechen nicht mit roearoter Sauce begießen, sondern dass man die schlimmen Spiele nicht unerwähnt lassen darf, da in ihnen ein Teil der Gründe für die schlechten Spiele angelegt ist, denn Werder spielt nun mal so, wie es spielt und zu verlangen, dass man die guten Spiele 6:1 gewinnt und die schlechten wenigstens 1:0 (und natürlich ohne Defensivschwächen), ist unrealistisch.
Zwar gibt es Mannschaften, die das über eine gewisse Zeit schaffen und sich deshalb dauerhaft oben halten sowie um die CL spielen. Aber ein Blick auf diese Mannschaften genügt, dass keine oder kaum eine auch nur ansatzweise mit Werder vergleichbar ist.
Auch wenn man nach einem Spiel wie gestern fuchteufelswild ist, sollte man bei langfristigen Forderungen im Auge behalten. Welche Mannschaft hat sich in den letzten 20 Jahren länger an der Spitze in der Bundesliga gehalten als Werder (und mit Ausnahme Bayern).
Leverkusen und Dortmund könnte man hier nennen, da sie von der Länge her mithalten können und in der Sptze her erfolgreicher waren. Aber diese Mannschaften hatten a) zu dieser Zeit ebenfalls deutlich mehr Mittel als Werder und beide mussten teilweise währenddessen,. teilweise später immer wieder büßen, stürzten ab und gerieten sogar in Abstiegsgefahr, was Werder selbst in der aktuellen suboptimalen Lage ja nun erstmal nicht droht.

MFG dkbs



Ganz vergessen: Freudsche Fehlleistun nehme ich an. :cool:
Mir gehts eigentlich nur darum das der Trainer die Biege macht, da bin ich ganz ehrlich. Er hat sich abgenutzt, obwohl er mich gestern mit seinem Interview nach dem Spiel doch überrascht hat, da er mal nicht um den heißen Brei rumgeredet hat und die Wörter "anbieten, annehmen, belohnen" verwendet hat.

Der alte Zopf muß ab, neuer Wind muß ins Weserstadion. Wenn es schief geht, gehts halt schief, aber das wäre mir lieber als der Running Gag vom Verein der sich regelmäßig selber ein Bein stellt und alles mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) einreißt was man sich aufgebaut hat.
Das ist letztendlich eine Glaubensfrage. Es kann klappen und der neue Trainer macht aus Werder im Handumdrehen oder sagen wir in 5 Jahren zu einem Anwärter für den CL-Gewinn.
Ich glaube daran nicht. Ich glaube, dass Werder im Prinzip dort steht, wo es mit seinen gegenwärtigen Mitteln auch stehen kann, nämlich im besten Normalfall auf Platz 2-3, im Optimalfall mit dem Gewinn eines nationalen Titels. Und in der CL mit dem Ziel des Weiterkommens in der Gruppe, wenn alles klappt kann mit Losglück das Viertelfinale rausspringen.

Und es ist eine Geschmacksfrage. Ich sehe eine Mannschaft, die hinter Bayern zweite Kraft ist (mit Schalke) und das mit einem Fußball, der pro Saison zwar zwei bis 4 Katastrophenspiele erzeugt. bei dem Werder aber in der Regel die meisten Tore schießt, am häufigsten mehr als drei Tore schießt , mindestens 2-4 Spiele pro Saison zeigt, die unvergesslich sind - und dabei alles andere als erfolglos ist.
Man kann es oprickelnder finden, wenn Kuranyi nach Hunderten von Minuten mit einem Abstauber ein entscheidendes Tor macht oder wenn man ein 1:0
nach Hause schaukelt oder wenn nach ein paar gelungenen Kombinationen von einem spielerischen Quantensprung geredet wird.
Ich finde das nicht. Und da das Bremer Modell der personallen Kontinuität und des Offensivfußballs in der Summe nicht erfolgloser ist als das von Schalke und erfolgreicher als das aller anderen (außer Bayern versteht sich), wähle ich (sowieso, aber ich kann es auch begründen) das Modell Werders.



Der Vergleich zu Pasching hinkt allerdings komplett, da Werder damals kein Topteam war und die Mannschaft in einer Phase des Aufbaus. Da darf man zwar auch nicht gegen ein Ösi Team rausfliegen, aber man muß sowas einplanen.
Es ist wie mit jedem Vergleich: Er passt nicht hundertprozentig, enthält aber eine für mich wichtige Aussage.
Ich weiß nicht ob du schon im alten Forum warst, aber ich erinnere mich noch an den Tumult nach dem Pasching-Debakel und ich kann dir sagen, dass diese Niederlage alles andere als so abgeklärt wurde.
Ich behaupte, dass du dieses Spiel vor allem deshalb relativierst, weil du den Fortgang der Saison kennst.
In wirklichkeit war es nämlich m.E so, dass dieses Spiel viel eher Anlass gegenen hätte, den Trainer in Frage zu stellen. Werder hatte kurz vorher eine katastrophale Rückrunde gespielt und am letzten Spieltag noch den UEFA-Cup verpasst. In den UI-Cup war man sehr wohl mit dem Anspruch gekommen, weiter zu kommen als Pasching. Und ich weiß nicht, wie es mit Schaaf weitergegangen wäre, wenn sich damals die Serie fortgesetzt hätte, wonach Werder immer nur eine sehr gute und eine katastrpophale Saison spielt.
Du wirst jetzt sicher einwenden, dass dieses Beispiel also zeige, dass Schaaf unfähig ist, an Schwächen zu arbeiten.
Vielleicht ist da was dran, vielleicht ist es aber auch nur so, dass Schaaf solche Spiele wie gestern in Kauf nimmt, da es zu seiner Idee des Fußballs gehört. Zumal wenn man, wie Werder es halb freiwillig halb erzwungen. vor allem auf jiunge Spieler sezt.
Ich kenne die Wahrheit dieser Frage nicht definitiv, aber neben den Fakten (die Werder zwefeillos als erfolgreiche (und häufig attraktiv spielende) Mannschaft ausweisen würde ich einfach mal behaupten, dass Schaaf sehr wohl an den Schwächen arbeitet. Alles andere hätte mit ziemlicher Sicherheit tatsächlich zu seiner Entlassung geführt.
OK, vielleicht arbeitet er dran, aber ist ein schlechter Pädagoge und versagt auf diesem Gebiet. Wenn das so offensichtlich wäre, dass du und ich das ständig sehen, auch dann stünde eine Trainerentlassung wahrscheinlich zur Debatte.
Ich vermute also, und darin bin ich tatsächlich ein Optimist, aber man muss sich hier einfach entscheiden, wenn man keinen eigenen intimen Einblick hat, dass die Defensivschwächen entweder unlösbarer Teil der Spielweise ist und/oder mit der Alterstruktur zu tun haben.
Kann durchaus sein, dass eine Abnutzung dazu kommt, was nicht verwunderlich wäre. Aber zum einen wird diese durch die starke personelle Fluktuation relativiert. Und zum anderen muss man auch hier abwägen, ob es möglich und wie wahrscheinlich es ist, dass ein neuer Trainer die Mannschaft erfolgreicher macht als sie bisher sehr konstant ist. Und da sage ich, dass das schon allein deshalb sehr fraglich ist, weil die Luft, wo Werder spielt, sehr dünn ist. Nach obem ist ziemlich wenig Spielraum (trotz der ganzen Statsistiken vom Anfang), dafür nach unten. Insofern ist

Auch wenn das so
 
Gut. Zwar machen deine Beiträge teilweise einen anderen Eindruck...

:applaus: ganz großer beitrag...der beste, den ich hier bisher zum thema thomas schaaf gelesen habe. :tnx:
@captain reality: ich hoffe selbst du erkennst einige wahrheiten in dieser etwas tiefergehenden denkweise. ansonsten kannst du ja mal nach luhukay schreien. ist ja seit gestern frei. oder noch besser - klinsmann fordern. der ist auch bald wieder zu haben und dein ersehnter "frischer wind" wäre garantiert!:rolleyes:
 
aus der kreiszeitung:
Und daher hatte Allofs die Mannschaft gestern Morgen auch zu sich zitiert. Denn die Schuld für die Pleite ist nach Meinung des Sportchefs einzig und allein bei den Bremer Spielern zu suchen. "Manchmal sind es taktische oder auch vom Gegner verursachte Dinge, die zu Niederlagen führen. Wir aber setzen einfach Sachen nicht um, auf die der Gegner gar keinen Einfluss hat", brummte Allofs. Das habe er der Mannschaft deutlich gemacht. Sein Fazit nach der zweistündigen Kopfwäsche: "Wir gehen davon aus, dass solche Spiele wie in Stuttgart in Zukunft nicht mehr passieren."

guter Witz...:(

Den Artikel kann die Kreiszeitung doch alle 4 Wochen bringen. Und das seit Jahren. Die Mannschaft zeigt meist nur Charakter, wenn sie mit dem Rücken zur Wand steht, aber nicht wenn es um Pflichtaufgaben geht. Da ist was faul. Trainer oder Kaderzusammenstellung. Aber ich verliere langsam die Lust mich darüber aufzuregen. Das nennt man glaub ich Galgenhumor.

Ich habe TS auch in München wieder als "besten Mann" gefeiert. Es ist auch ein Glücksfall für Werder. Aber es gilt vielleicht mal abzuwägen, ob es mit einem neuen Reizpunkt (neuer Trainer?) besser laufen würde oder "noch schlechter"?! So gibt es jedenfalls keine Entwicklung. Okay, jetzt kann man zurecht wieder von jammern auf hohem niveau sprechen. Aber es ist auch zum jammern, wenn man die eine woche das ganze potential des teams sieht und die woche drauf genau das gegenteil. und das seit jahren....

oder man versucht als Fan eine gewisse Distanz aufbzubauen und das Ganze als reines Entertainment zu sehen. Aber das ist dann auch kein richtiges Fansein mehr. :confused:
 
TS sein größtes Problem ist, dass er zulange an einzelne Spieler festhält. Was sich ein Baumann und Frings in letzter Zeit leisten ist traurig. Dafür sitzen Spieler wie Jensen oder Vranjes nur auf der Bank. Gerade Vranjes gibt immer alles für sein Team. Natürlich sind da ein paar Fehlpässe drin aber was solls? Er kämpft und das sehen ich bei 90% der Mannschaft derzeit leider nicht!
 
stimme dir fast vollkommen zu dude. wobei ich mir nicht unbedingt sicher bin, ob unbedingt ts an jenen spielern festhält oder ob es dafür andere gründe gibt. :confused: vranjes hat für mich wirklich in seinen letzten einsätzen eine wesentlich bessere leistung gezeigt als baumann und frings. bei jensen versteh ich das aussetzen noch eher, da er vor dieser "pause" nicht unbedingt seine beste phase hatte und der offensive özil wirklich einen lauf hat/hatte. dennoch, finde ich, wäre es gut wenn ts erkennen würde, daß vor allem die aufstellung baumann + frings wirklich keine vorteile mit sich bringt..
 
Schaaf seine Verbundenheit zu altverdienten Spielern und alten Hoffnungsträgern beiseite schiebt und seine Entscheidungen ausschließlich dem Erfolg unterordnet.

Dann laufen wir endlich nicht mehr mit dem schlechtesten defensiven Mittelfeld der Liga (Frings - der bei der Einschätzung seiner Leistung augenscheinlich unter totalem Realitätsverlust leidet und Baumann, der einfach zu langsam geworden ist), sondern statt dessen z. B. mit Vranjes und Jensen auf. Darüber hinaus bleibt uns dann in wichtigen Spielen das im Zweikampfverhalten und Spielaufbau unterirdische Talent (Hunt) vorerst erspart - bei den ganzen Einsätzen, die der trotz seiner Leistung bekommt, könnte man auf die Idee kommen er sei der Schwiegersohn vom Coach. Ein Tor gegen Real macht noch keinen tauglichen Bundeligaspieler. Warum spielt ein Harnik nie?

Dann können wir auch endlich wieder gewinnen, weil wir nicht mehr die Schießbude der Liga wären.
 
Die Reaktionen in diesem Forum sind schon mehr als beaengstigend.

Hier wird aber auch alles in Frage gestellt.

Sei es der Trainer, Manager, der Kapitaen, Frings, Fritz, Naldo, Hunt,.....

Und warum? Sind wir letztes Jahr nicht 2. geworden?

Sind wir in diesem Jahr nicht noch im DFB Pokal dabei, haben gerade einen Punkt in Mailand geholt, und sind nur 2 Punkte vom 2. Platz entfernt?

Stehen die Bayern nicht etwa hinter uns? Haben wir nicht gerade erst 5:2 in Muenchen gewonnen?

Fahren nicht 4 von unseren Spielern zur deutschen Nationalmannschaft, und weitere 4 zur U21?

Wenn man jetzt schon am Weinen ist, und eigentlich alles hinterfragt, was sollen wir eigentlich machen, wenn wir wirklich Grund zum Jammern haben?
 
Ich persönlich hab ja kein Problem mit einer Niederlage erst recht nicht wen man in Stuttgart gegen den VFB verliert das kann Passiren . Aber wo mit ich ein Problem habe ist die Art wie man verloren hat wen Werder da 4:1 verliert und man hätte alles gegeben dann wäre das ja nicht mal so schlimm aber das man da mit so einer Einstellung an die Sache ran ging das stört mich und da frage ich mich woher diese 0 Bock Einstellung immer wieder kommt . Genau diese Einstellung der Spieler hat uns in den letzten Jahren wichtige Punkte gekostet national im Pokal und international ,zwar hätte man auch nicht jedes Spiel gewonnen wen man immer alles gegeben hätte aber man hätte schon öfters was zählbares bekommen und etwas bessere Saisons abgeliefert als sie so schon waren.
Das muss der Trainer endlich in den griff bekommen den mit so einer Einstellung wen sie sich alle paar Wochen wieder einstellt kann man über kurz oder lang kein blumentopf gewinnen klar verlieren kann man aber nicht so .

Hoffe er tritt den Spieler einfach mal reihum in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) das hilft meistens :zweifeln:
 
Und ähnlich unlauter ist es, wie ich schon oben angedeutet habe, von Werder zu verlangen. die Leistung von München beliebig abzurufen. Das betrifft das Fußballerischee genauso wie das mentale. Es ist klar und nachvollziehbar, dass man bei den Bayern mehr abruft als gegen Hoffenheim.


Da muss ich dir entschieden widersprechen! Es gab Zeiten, da ist Werder auf den Platz gekommen und hat in den ersten 30 Minuten jeden Gegner in Grund und Boden gerannt. Oft wurden die Spiele in genau der Zeit entschieden und dabei war es vollkommen egal, ob der Gegner Bayern München oder Energie Cottbus hieß.

Ich persönlich erwarte von der Mannschaft einzig, dass sie jedes einzelne Spiel mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Professionalität annimmt. Wenn man dann mal einen schwarzen Tag erwischt und nicht klappt, man 0:4 verliert, dann habe ich da kein Problem mit, dann war der Gegner halt einfach besser.

Ich habe aber ein Problem damit, wenn man die Punkte einfach verschenkt, wenn man wie gegen Gladbach oder Stuttgart einfach zuguckt und den Gegner machen lässt. Und diese Spiele sind kein Zufall, es ist länger schon so, dass diese Mannschaft gegen starke Teams einen vorbildlichem Einsatz an den Tag legt während gegen vermeindlich schwache gedacht wird, es geht von selbst.

Dieses ganze Gerede um den schönen Bremer Offensivfussball hat ein Problem ins Team gebracht: Arroganz!

Diese Mannschaft verschenkt seit bald zwei Jahren auf immer die selbe Art die Punkte gegen schwache Teams, weil sie glaubt, dass sie so tollen Fussball spielt, dass es auch von selbst geht. Das einzige Wort dafür ist Arroganz und davon nicht zu wenig. Hier muss sich schleunigst was ändern!
 
Um es für Mich mal auf den Punkt zu bringen (vielleicht interessiert das ja jemanden?). Ich sehe in vier Dingen ein Manko:

1. Die Einstellung der Profis nach einer Serie von guten Spielen und entsprechenden Jubelarien in der Presse. Ohne Biss geht es nicht. Tore schießen und verhindern geht nun mal nicht ohne dass man sich den A. aufreißt! Das erlebe selbst ich in der Kreisklasse!

2. Die Art und Weise wie wir uns die Gegentore einfangen. Immer wieder dasselbe Schema! Sollte da nicht in der Sommerpause dran gearbeitet werden? Umschalten von Angriff auf Defensive sei da erwähnt. So was kann man üben! Ich habe das Gefühl, dass wir in diesem spielerischen Element seit 1-2 Jahren auf der Stelle treten.

3. Unsere Ecken. Ohne Ideen und immer dasselbe wirkungslose Prozedere. Die sind für den Gegner noch Hilfreicher als für uns selbst. Was ich jedoch einfach nicht begreifen kann, wo wir doch mit den TT und Prödel ausgezeichnete Kopfballungeheuer haben!

4. Neuverpflichtungen. Für was haben wir einen Niemeyer, Andersen, Husejinovic gekauft? Ich frage mich ob die nur durch Training irgendwann über den Status eines Perspektivspielers hinauskommen können? Ob es noch für einen Tosic reicht, halte ich für ausgeschlossen. Und weiter: nach Pizarros Transfer hätte man sich auch für eine Leihe Harniks einsetzen können um bei einem evtl. Möglichen verlassen des Peruaners in der kommenden Saison, einen ggf. weiter entwickelten jungen Spieler zurück zu holen. Fünf Stürmer dieses Niveaus halte ich für absoluten Luxus! Dann lieber noch einen Defensiven Mittelfeldmann geholt. Wurde ja hier im Forum durch die Mehrheit der User auch als notwendig angesehen vor der Saison.


Ich hoffe wirklich, dass in den kommenden Monaten an den spielerischen Details im Bezug auf die Defensive gearbeitet wird und vielleicht bekommen wir es ja auch mal hin Ecken, scharf und Präzise in den 16er zu schlagen ohne dass daraus ein Konter – Tor entsteht.

Ich hoffe auch auf eine Rücker (eines geläuterten) von CA, weil ich denke, dass der Junge uns weiterhelfen kann.

Weiterhin denke ich, dass die Tage Baumis gezählt sind und KATS ihre Hauptaufmerksamkeit in die Verpflichtung eines gestandenen DM-Spielers legen sollten. Vielleicht kann ein zentraler Mann gepaart mit einer besseren taktischen Ausrichtung des gesamten Mittelfeldes die Defensive schon nachhaltig verbessern…?

Ich halte Schaaf nach wie vor für den idealen Trainer. Jedoch ist niemand unfehlbar und muss sich auch mal selbst hinterfragen, ob das schon vor der Saison analysierte Manko ausreichend behandelt wurde. Sollte man nun feststellen, dass die Umsetzung durch das Personal einfach nicht realisierbar ist, dann sollten man in der Winterpause wie zuvor beschrieben, nachbessern.

Aber alle Schreiberei und Gedankengänge bringen nichts, wenn DIE welche es eigentlich besser können, die PS nicht auf den Rasen bekommen.
 
Da muss ich dir entschieden widersprechen! Es gab Zeiten, da ist Werder auf den Platz gekommen und hat in den ersten 30 Minuten jeden Gegner in Grund und Boden gerannt. Oft wurden die Spiele in genau der Zeit entschieden und dabei war es vollkommen egal, ob der Gegner Bayern München oder Energie Cottbus hieß.
In der Form sehe ich das nicht. In der Doublesaison war das lange so, aber in der Rückrunde auch nicht mehr. Seitdem hat sich ja auch einiges geändert. Viele Gegner warten nur darauf, dass ihnen Werder so kommt um die Lücken zu nutzen.
Abgesehen davon gibt es auch heute noch solche Spiele.
Über das Stuttgartspiel muss man sich nicht unterhalten. Aber die Tatsache, dass Werder diesmal nicht wie die Feuerwehr loslegte, hatte wahrscheinlich auch damit zu tun, dass man die Lehren aus dem 3:6 ziehen wollte.

Ich persönlich erwarte von der Mannschaft einzig, dass sie jedes einzelne Spiel mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Professionalität annimmt. Wenn man dann mal einen schwarzen Tag erwischt und nicht klappt, man 0:4 verliert, dann habe ich da kein Problem mit, dann war der Gegner halt einfach besser.

Ich habe aber ein Problem damit, wenn man die Punkte einfach verschenkt, wenn man wie gegen Gladbach oder Stuttgart einfach zuguckt und den Gegner machen lässt. Und diese Spiele sind kein Zufall, es ist länger schon so, dass diese Mannschaft gegen starke Teams einen vorbildlichem Einsatz an den Tag legt während gegen vermeindlich schwache gedacht wird, es geht von selbst.
Naja, auf Gladbach mag das zutreffen. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Werder von Stuttgart als einem Gegner ausgegangen ist, den man im Vorbeigehen schlägt.
Das Problem der Einstellung existiert durchaus (oder zumindest ein Problem, dass von außen so wirkt). Werder ist halt eine Mannschaft, die sehr über das Spielerische kommt und weniger über das Wettkampfmäßige. Das bringt mich auch mitunter zur Verzweiflung, dass Werder sich so gut wie nie damit begnügt, einen "schmutzigen" Sieg nach Hause zu bringen.

Ich glaube aber weniger, dass das mit starken oder schwachen Gegnern zu tun hat, sondern mit der Frage, ob der Gegner gegen Werder agressiv auftritt und Werder den Schneid abkauft. Dann sieht Werder oft schlecht aus und ist tendenziell unfähig, sich umzustellen. Das ist sicher ein allgemeines Problem, wobei die Frage ist, ob das so einfach auf Knopfdruck zu ändern ist.
Und es liegt meiner Meinung nach auch etwas an der Altersstruktur. Werder hat zu wenig Spieler, die die Ärmel hochkrempeln können und die eine Änderung der Ausrichtung vorgeben können.

Dieses ganze Gerede um den schönen Bremer Offensivfussball hat ein Problem ins Team gebracht: Arroganz!

Diese Mannschaft verschenkt seit bald zwei Jahren auf immer die selbe Art die Punkte gegen schwache Teams, weil sie glaubt, dass sie so tollen Fussball spielt, dass es auch von selbst geht. Das einzige Wort dafür ist Arroganz und davon nicht zu wenig. Hier muss sich schleunigst was ändern!

Schön wäre es. Wobei was wie Arroganz auf dem Feld aussieht, nicht zwangsläufig Arroganz sein muss. Die Frage, die im Forum ja schon seit längerer Zeit diskutiert wird ist, was sich ändern muss wenn Werder sich weiterentwickeln soll. Was das ist, davon hab ich auch ne Vorstellung. Aber die Frage bleibt, ob man die Grundausrichtung beibehalten kann und gleichzeitig dauerhaft solche Spiele ausschließen kann. Und ob kurzfristig oder langfristig.

MFG dkbs
 
Die Frage, ob ein Trainer (noch) der Richtige ist, oder nicht, kann nicht beantwortet werden, ohne die Alternative zu diesem Trainer, in die Fragestellung mit einzubeziehen. Will heißen: Wer meckert, muß auch Lösungen bieten. Ich sehe zu Thomas Schaaf bei jedweder Herangehensweise einfach keine Alternative.

Es ist, wie bei der Einforderung anderer Spieler, die aufgestellt gehören - wie Özil, Pasanen, Vranjes, Jensen oder meinetwegen auch Tosic. "Hauptsache wir machen ab jetzt irgendwas anderes" ist kein Lösungsansatz und wird auch kein vorhandenes Problem lösen. Das haben wir gesehen: Mit komplett neuen AV ist es uns auch nicht gelungen, 4 Gegentore zu verhindern. Ebenso wird auch ein neuer Trainer, weder mittelfristig, geschweige denn kurzfristig, den Schlendrian aus der Mannschaft beseitigen. Das System, das Werder spielt erfordert totale Leistungsbereitschaft, Laufbereitschaft und den totalen Siegeswillen. Mit 90% erreicht man bestenfalls nur vorübergehenden Erfolg.
 
Was meiner Meinung nach zumindest in den Grundsatzdiskussionen hier zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass eine Mannschaft auch von einzelnen Spielern abhängig ist. Und da finde ich, dass seit einiger Zeit Spieler, die gerade für die Defensive wichtig sind, nicht in der Lage sind, ihre Leistung konstant zu bringen. Baumann ist oft verletzt und seine körperliche Verfassung ist nicht mehr auf dem Niveau von früher, sodass seine Schwächen naturgemäß öfter zum Tragen kommen. Frings ackert und tut, aber es fehlt sein geraumer Zeit die Form seiner ersten Zeit bei Werder. Naldo spielt deutlich schwächer als am Anfang. Mertesacker ist relativ häufig verlezt.

MFG dkbs
 
In der Form sehe ich das nicht. In der Doublesaison war das lange so, aber in der Rückrunde auch nicht mehr. Seitdem hat sich ja auch einiges geändert. Viele Gegner warten nur darauf, dass ihnen Werder so kommt um die Lücken zu nutzen.

Abwartende Gegner sind kein Problem, das war in der Tat auch schon 03/04 in der Rückrunde so. Mir geht es nur um den Einsatz, dann knackt man auch das defensivste Team. In jedem Fall passiert es nicht, dass ein Spieler in der eigenen Hälfte den Ball bekommt und nach einem 60-Meter-Solo ein Tor schießt (diese Saison bereits zwei mal geschehen) oder dass nach jeder zweiten (eigenen) Ecke ein Konter kommt, der nicht selten zu einem Gegentor führt.

Naja, auf Gladbach mag das zutreffen. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Werder von Stuttgart als einem Gegner ausgegangen ist, den man im Vorbeigehen schlägt.

Ich denke, dass genau das passiert ist. Werder mit 10 Toren aus der BL im Rücken und dem Punktgewinn gegen Inter, Stuttgart mit massiven Verletzungssorgen, Formkrise und einem UEFA-Cup-Spiel am Donnerstag. Der Auftritt von Werder war urtypisch gegen ein Team, dass man glaubte ganz locker abschießen zu können. Diegos Aussage spricht da Bände:

Zitat von Diego:
"Das darf uns nicht passieren. Vielleicht denken einige, dass es automatisch geht, dass wir in solchen Spielen nichts tun müssen. Doch das ist falsch. Wenn wir Meister werden wollen, dürfen wir die Punkte nicht so leichtfertig liegen lassen."

Das Problem der Einstellung existiert durchaus (oder zumindest ein Problem, dass von außen so wirkt). Werder ist halt eine Mannschaft, die sehr über das Spielerische kommt und weniger über das Wettkampfmäßige.

Über das Spielerische kam Werder auch früher. Ich will nicht sagen, dass die Spieler nur noch das Feld umpflügen sollen, aber genau DANN wenn man den Gegner früh attackiert und ihn zu Fehlern zwingt, kann man seine spielerische Überlegenheit ausspielen. Sonst nicht, egal gegen wen.

Ich glaube aber weniger, dass das mit starken oder schwachen Gegnern zu tun hat, sondern mit der Frage, ob der Gegner gegen Werder agressiv auftritt und Werder den Schneid abkauft. Dann sieht Werder oft schlecht aus und ist tendenziell unfähig, sich umzustellen.

Ganz klar, wenn ein Gegner aggressiv zu Werke geht, dann bekommt Werder Probleme. Fragt sich nur, warum sie einem solchen Gegner nicht genau so antworten können? Letzte Saison im Rückspiel gegen Hamburg ging es doch auch. Da war es zwar hier und da übertrieben, aber da hat die Mannschaft mal das Messer zwischen die Zähne genommen und hat Hamburg niedergekämpft, wie ich es von Werder nicht mehr zu sehen erwartet habe. Aber zum Beispiel ein Gegner wie Gladbach war nicht sonderlich aggressiv, die konnten einfach nicht fassen wie viel Platz sie hatten und standen defensiv sicher.

Und es liegt meiner Meinung nach auch etwas an der Altersstruktur. Werder hat zu wenig Spieler, die die Ärmel hochkrempeln können und die eine Änderung der Ausrichtung vorgeben können.

Richtig, das wäre eigentlich die Aufgabe eines Frings, aber mittlerweile auch von Naldo. In der aktuellen Lage würde ich ja Vranjes einen Stammplatz verpassen, von dem hab ich nämlich noch nicht ein einziges mal ein lustloses Spiel gesehen, der verkörpert so ziemlich alles, was Werder momentan fehlt.

Aber die Frage bleibt, ob man die Grundausrichtung beibehalten kann und gleichzeitig dauerhaft solche Spiele ausschließen kann. Und ob kurzfristig oder langfristig.

MFG dkbs

Naja, wenn du mit Grundausrichtung die offensive Spielweise meinst, so denke ich schon, dass man die beibehalten kann. Denn die Spiele gegen Bielefeld, Stuttgart und Gladbach hatten NICHTS mit der Ausrichtung der Mannschaft zu tun sondern einzig mit der Einstellung.

Wie dem auch sei, ich erwarte wieder drei gute Spiele und wenn dann wieder alle den tollen Offensivfussball hochloben, dann kommt ne Klatsche in Athen oder so....;)
 
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