In diesem Punkt spiegelt sich für mich der Widerspruch wieder. Die Leistung der Mannschaft ist das eine. Die Begründungen diverser (Nicht-)Nomminierungen das andere. Das sehe ich jeweils getrennt voneinander. Daher denke ich schon, daß man dagegen "etwas sagen" kann, da es autark zu der gestrigen Leistung steht.
Köpke´s Begründung für Neuer, da dieser ja sogar bis ins Pokal-Halbfinale kam, wäre auch durch ein 12:0 gestern nicht weniger albern gewesen, im nachhinein.
Wie gesagt, die Nomminierungspraktiken im Vorfeld und das, was die Mannschaft nun aus ihren Möglichkeiten bis dato macht, sind für mich 2 verschiedene Paar Schuhe.
Der nicht zu leugende Unmut über Löw´s Verhalten über Wochen und Monate wäre wohl gar nicht aufgekommen, wenn er gradlinig und aufrichtig vorgegangen wäre.
Hätte er bspw. lutscher ganz einfach gesagt "pass auf, ich habe jetzt einen andere Vorstellung und Spielphilosophie, dabei spieltst du für mich leider keine rolle mehr, egal was du jetzt noch leistest, danke bis hierher", dann - und das hat TF ja auch so bestätigt - wäre das wesentlich leichter zu akzeptieren gewesen und hätte nicht diesen heuchlerischen, faden Beigeschmack gehabt.
Ähnliches bei Kuranyi. Sich 3 Tage zurückzuziehen, um (angeblich) nochmal über KK nachzudenken, mit dern dann daraus resultierenden Begründung "er passe nicht ins Konzept", war ebenso albern und überflüssig.