Formel 1

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Gab's im Bereich der Radbefestigungen eigentlich auch Änderungen vor der Saison, oder warum fällt das auf, dass diese Saison schon so viele verschiedene Teams Probleme mit der Radmutter hatten (heute Trulli)?

Nicht im Rahmen einer Regeländerung (jedenfalls nicht direkt, obwohl die Radabdeckungen verboten wurden), aber sie sollen überarbeitet worden sein, um noch ein paar Zehntelsekunden herauszuquetschen.
 
http://www.motorsport-total.com/f1/...den_Zeitstrafe_gegen_Schumacher_10051636.html

:stirn:

Das Interessante ist, dass die FIA dieses Mal gegen ihre eigenen Regeln entschieden hat bzw. gegenteilig gehandelt hat.

Richtig wäre es gewesen, kein grün zu zeigen und den Teams statt der Meldung "Track clear" (was den Zuschauer als Safety Car in this lap angezeigt wird) auf gelb zu lassen und das Feld ohne SC über die Linie fahren zu lassen. DAS hätte der neuen Regelung in Absatz Nr. irgendwas entsprochen.

So aber war - auch dank der neuen Regelung mit dem überholen ab der SC-Linie - die Strecke tatsächlich auf grün geschaltet und für etwa 150 Meter noch ein normales Rennen möglich.

Die FIA hat etwas anderes im Sinn gehabt, aber nicht ihren eigenen Regeln entsprechend gehandelt. Das ähnelt so ein wenig dem DFB / der DFL mit Tatsachenentscheidungen. Bevor man eigene Fehler zugibt, bestraft man lieber Akteure oder lässt Proteste ins Leere laufen.
 
Pech nun für Schumacher, dass das Feld so nah beieinander lag. Natürlich mag man jetzt wieder darüber streiten, ob ein Platztausch nicht einfach gereicht hätte, aber die 20 Sekunden-Rücksetzung ist ja inzwischen eine Standard-Strafe in der F1. Von daher - Pech gehabt, Risiko hat sich nicht ausgezahlt.
 
Kann mir schon wieder vorstellen wer da maßgeblich an der Strafe beteiligt war: Schließlich war der Ex-Fahrer unter den Stewards kein anderer als DAMON HILL

Die Bestrafung ist eine riesen Sauerei!

Es wurde ganz klar grün geschwenkt und wenn es ab dieser Saison heißt, aber der Safety Car Linie darf überholt werden, dann ist das so. Ob letzte Runde oder nicht.

Wenn die FIA das Rennen unter dem Safety Car beenden will, dann soll das Safety Car auch über Start/Ziel bei schwarz-weiß-kariert fahrn. Ende - Aus.
 
Jetzt feiern wieder alle in Deutschland Schumi für sein tolles Überholmaneuver - ist irgendwer mal auf den Gedanken gekommen, dass Alonso von seinem Team gemeldet bekam, dass Überholen bis zur Zielflagge verboten sei (was ja auch absolut stimmte) und er sich deshalb gar nicht verteidigt hat, weil er nicht mit einem Angriff rechnen konnte?

Seit dieser Saison kommt das Safety-Car kurz vor dem Ziel rein, um ein schönes Zielfoto zu ermöglichen. Eigentlich sollte diese Regel jedes Team kennen, wenn sogar die Hansels von RTL sie kennen.
 
naja, zumindest ist das letzte wort hier ja noch nicht gesprochen. so wie ich gelesen habe, hat mercedes ja einspruch eingelegt und es kommt zu einer verhandlung.

so klar scheint das dann ja alles doch nicht zu sein...
 
Ich übrigens auch nicht, deswegen mal 'ne bescheidene Frage von meiner Seite: Gab's im Bereich der Radbefestigungen eigentlich auch Änderungen vor der Saison, oder warum fällt das auf, dass diese Saison schon so viele verschiedene Teams Probleme mit der Radmutter hatten (heute Trulli)?

Nein! Aber da das Nachtanken abgeschafft wurde geht es ja bei den Pitstops nur noch um den Reifenwechsel. Und da man sich ja um jede tausendstel Sekunde streitet haben die Teams die Schlagschrauber getuned, so dass diese viel schneller drehen. Denke, dass hier das Grundproblem liegt.

naja, zumindest ist das letzte wort hier ja noch nicht gesprochen. so wie ich gelesen habe, hat mercedes ja einspruch eingelegt und es kommt zu einer verhandlung.

so klar scheint das dann ja alles doch nicht zu sein...

Das Problem ist aber, dass MSC eine Durchfahrsstarfe (aufgrund Rennende umgewandelt in eine Zeitstrafe) erhalten hat. Diese sind, ähnlich wie Tatsachenentscheidungen im Fussball, nicht anfechtbar. Es gibt ein Präzedenzfall genau zu solch einer Situation.

Zitat von [Sportfreund];1048939:
Das Interessante ist, dass die FIA dieses Mal gegen ihre eigenen Regeln entschieden hat bzw. gegenteilig gehandelt hat.

Richtig wäre es gewesen, kein grün zu zeigen und den Teams statt der Meldung "Track clear" (was den Zuschauer als Safety Car in this lap angezeigt wird) auf gelb zu lassen und das Feld ohne SC über die Linie fahren zu lassen. DAS hätte der neuen Regelung in Absatz Nr. irgendwas entsprochen.

So aber war - auch dank der neuen Regelung mit dem überholen ab der SC-Linie - die Strecke tatsächlich auf grün geschaltet und für etwa 150 Meter noch ein normales Rennen möglich.
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Richtig. Die Regel nach der Schumacher gebrochen haben soll, hätte nur greifen dürfen, wenn das Rennen "unter SC beendet" worden wäre. In diesem Fall fährt das SC zwar auch in der letzten Runde in die Pitlane, aber es schaltet seine Lichter nicht aus, Gelb und die weissen SC-Schilder bleiben draussen und es wird kein "track clear" gegeben, sondern auf den Bildschirmen bleibt auch das "SC" stehen. In Melbourne 2009 war es im Übrigen mal so. Gestern hingegen hat das SC die Lichter ausgeschaltet, es wurde "track clear" gegeben und ab SC-Linie-1 "Grün" gezeigt. In diesem Moment befindet sich das Rennen nicht mehr unter SC und ab der SC-Linie-1 ist das Überholen wieder erlaubt.

Gehe eben auch davon aus, dass die Rennleitung, das Rennen unter SC beenden wollte, aber ihre eigenen Regeln nicht kannte und fälschlicherweise "track clear" und damit Grün gegeben hat.
 
Da muß wer auch immer eine schöne Summe über den Tisch geschoben haben, um Ecclestone zur Rückkehr der F1 in die USA zu bewegen. Aber ich wage die nicht wirklich mutige Prognose, daß auch dieses Engagement ein nächste Flop der F1 in den USA sein wird.
 
Weiß gar nicht was hier einige ahnungslose schon wieder gegen Damon Hill haben. Wer hat denn 93 in Adelaide mit seinem kaputten Auto Hill´s Williams noch verschrottet?
Rüchtisch! Das war der Gesichtselfmeter aus Kerpen!
Hill hingegen konnte man in seiner Karriere eher als Gentleman Driver bezeichnen. der hätte seinezeit auch bei den Bentley Boys mitfahren können.
 
Natürlich galt Hill (gerade in den Jahren als er gegen den Kerpener um die WM fuhr) bei den internationalen Medien eher als Gentleman. Es war aber nicht sein offizieller Spitzname wie einst bei meinem Lieblingsfahrer Michele Alboreto.
Trotzdem war Hill ein fairer Fahrer - im Gegensatz zum Kerpener.

Apropos Montoya:
In seiner Titelsaison in der Formel 3000 (damals fuhr er gegen Nick Heidfeld um den Titel) hat der ein Rennen in Monaco hingelegt, das war der absolute Hammer. Nicht überholen können aufgrund der Strecke gab es für ihn nicht.
 
Weiß gar nicht was hier einige ahnungslose schon wieder gegen Damon Hill haben. Wer hat denn 93 in Adelaide mit seinem kaputten Auto Hill´s Williams noch verschrottet?
Rüchtisch! Das war der Gesichtselfmeter aus Kerpen!
Hill hingegen konnte man in seiner Karriere eher als Gentleman Driver bezeichnen. der hätte seinezeit auch bei den Bentley Boys mitfahren können.

Damon Hill hat zwar einen herrlichen trocken Humor, aber auf der Strecke war auch kein Unschuldslamm (ich erinnere mich z.B. an ein Rennen 1995, in dem er den führenden Schumacher und sich gemeinsam ins Kiesbett geschoben hat); allerdings wußte man bei seinen (Beinahe-)Crashs nicht, ob er in der Situation übermotiviert (s.o.) oder mal wieder etwas tolpatschig war (z.B. als er sich, ich glaube 1995 in Hockenheim, sich zu Beginn der 2. Runde ohne Bedrängnis selbst aus der Kurve herauskatapulierte).
 
Ich schrieb ja auch von "eher Gentleman". Und davon ist er halt im Vergleich zum Kerpener deutlich näher dran. Übrigens hatte Hill auf der Strecke, als er sein Fahrzeug abstellte noch Fair dem späteren und souveränen Sieger aus Kerpen zugeklatscht. Und das war ehrlich gemeint (selbst Schumi Arschkriecher und bezahlter Hill Hasser Heiko Wasser sagte das damals).
 
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