Daniel Thioune (Cheftrainer)

Werder manövriert sich aktuell mit der Verpflichtung 2. klassigen Personals ins Bundesligaabseits, die haben keinen Schimmer, was sie kurz- und mittelfristig damit anrichten.

Meine Güte, irgendwann muss auch mal gut sein. Alle im Verein taugen deiner Meinung nach nix. Super Einstellung.

Am besten gründest du deinen eigenen Fussballverein, führst ihn wie ein DAX Konzern, und beweist uns allen, was für ein toller Hecht du doch bist.
 
Ich glaube es wird schnell vergessen. ;)
Will aber auch nicht ausschließen, dass ich geblendet bin dadurch, dass Steffen in meinen Augen der schlechteste Trainer war, den wir jemals hatten.

Meiner Meinung nach gab es unter Steffen folgende Probleme:
1. Defensive war nur gut (schlecht waren die jetzt auch nicht, siehe 2.)
2. Individuelle Fehlerketten in der Abwehr und Mittelfeld, die direkt zu Gegentoren führten
3. Pass- und Laufwege waren katastrophal (die haben sich ja fast umgelaufen gegenseitig)
4. Absolut keine Vorbereitung auf Gegner
5. Kein Coaching ingame
6. Keine klare Stammformation
7. Flanken und Ecken des Todes (da kam ja nix an)
8. Stürmer ohne Feuer und Abschluss

Wenn man sich dann anschaut, was geändert wurde.
1. Defensive wurde klar verbessert, siehe Werte von vor ein paar Posts.
2. Passieren immer noch, gefühlt etwas weniger, aber nicht viel.
3. Deutliche Steigerung, da muss man nicht drumherum reden. Abspielfehler gibt es immer noch, aber die Ideen stimmen.
4. Definitiv vorhanden
5. Definitiv vorhanden - ohne Wertung
6. Definitiv vorhanden (aber variabel je nach Gegner)
7. Ist etwas besser geworden, aber nicht viel.
8. Feuer ist da, Abschluss eher nicht (ist aber auch Kopfsache und kaderbedingt)

Insgesamt eine deutliche Steigerung zu Steffen. Was nicht heißt, dass wir hier auf einem bundesligatauglichen Niveau agieren würden. Das habe ich aber auch nicht erwartet in gerade einmal drei Monaten. Darf man nicht vergessen.
Steffen: 07.07.25 bis 31.01.26 - 208 Tage, zwei Saisonvorbereitungen, zwei Transferphasen
Thioune: 05.02.26 bis heute - 99 Tage, keine Vorbereitung, keine Transferphase
Zu 1: Ja, die Defensive wurde leicht verbessert.
Zu 2: Die Fehlerquoten ist unverändert.
Zu 3: Ich sehe da keine deutliche Steigerung.
Zu 4: Auch bei Horst gab es zu 100 % eine Vorbereitung auf die Gegner. Allerdings war diese nicht effektiv, falsch analysiert oder die Umsetzung konnte den Spielern nicht vermittelt werden.
Zu 5: absolute Zustimmung
Zu 6: Die Aufstellungen ergaben sich bei beiden fast schon automatisch aufgrund der Ausfälle.
Zu 7: unwesentliche Verbesserung
Zu 8: Feuer war in ein paar Spielen vorhanden, allerdings nie im Leben bei jedem Spiel.

Ich streite ja leichte Verbesserungen nicht ab, aber deine Bezeichnung "deutliche Steigerung" empfinde ich doch als stark übertrieben.
 
Meine Güte, irgendwann muss auch mal gut sein. Alle im Verein taugen deiner Meinung nach nix. Super Einstellung.

Am besten gründest du deinen eigenen Fussballverein, führst ihn wie ein DAX Konzern, und beweist uns allen, was für ein toller Hecht du doch bist.

Schön das es Dich gibt und dadurch wieder einmal der Nachweis erbracht wurde, das im Forum jede noch so unwichtige Meinungsäußerung wohlwollend hingenommen wird.
 
Zu 3: Ich sehe da keine deutliche Steigerung.
Schau dir mal die Spiele unter Steffen nochmal an. Das war grausam. Heute ist das nicht gut, aber es ist meistens okay. Das Gefühl wird bei dir glaube ich sehr stark von so fatalen Fehlern wie gegen Hoffenheim geprägt. Unter Steffen hatten wir quasi bei jedem Gegenangriff den Fall, dass ein Spieler nach links läuft und der Ball nach rechts gespielt wird. Sugawara oder auch Njinmah sind teilweise rumgelaufen als würden die in der F-Jugend spielen. Wir haben uns häufig gar nicht aus Drucksituationen des Gegners befreien können, weil kein Spieler anspielbar war. Wie gesagt, heute fallen solche Sachen auf, weil sie zu Gegentoren führen, sind aber viel viel seltener.

Ich streite ja leichte Verbesserungen nicht ab, aber deine Bezeichnung "deutliche Steigerung" empfinde ich doch als stark übertrieben.
Ja wie schon gesagt, für mich sieht das Gefälle so aus.
Wenn eine gute Saison eine 10 ist und der direkte Abstieg eine 0, dann waren wir für mich unter Thioune ungefähr bei 3 und bei Steffen bei -5.
Das ist dann für mich deutlich. Ich habe das ja oben auch schon mal erläutert, dass ich denke, dass wir unter Steffen eher so bei 25 Punkten gelandet wären und das ist dann noch schöngefärbt durch die vielen Punkte am Anfang der Saison, die vollkommen unverdient waren und auch danach hatten wir nie einen Sieg verdient. (Bei Thioune waren alle Punkte verdient und auch Punktverluste teilweise unglücklich).

Zudem sehe ich Thioune bei einer vollen Saison mit diesem Kader ungefähr bei 40-45 Punkten. Steffen wie gesagt, eher so bei 20-25.
 
Schau dir mal die Spiele unter Steffen nochmal an. Das war grausam. Heute ist das nicht gut, aber es ist meistens okay.
Unter Horst war es definitiv schrecklich.

Unter Daniel ist es für mich immer noch teilweise erschreckend.

Mal als Metapher formuliert:

Wie sehr kann ich meinen Sohn loben, wenn er in einem Schulfach sich von der Note 6 auf die Note 5 verbessert? Ja, es gab auch in diesem Fall eine Steigerung, allerdings ist das Ergebnis immer noch sehr ernüchternd. Und genau so sehe ich dies bei unserem Aufbau- und Passspiel.

Oder wie Loddar sagen würde: Bassspiel ;-)
 
Unter Horst war es definitiv schrecklich.

Unter Daniel ist es für mich immer noch teilweise erschreckend.

Mal als Metapher formuliert:

Wie sehr kann ich meinen Sohn loben, wenn er in einem Schulfach sich von der Note 6 auf die Note 5 verbessert? Ja, es gab auch in diesem Fall eine Steigerung, allerdings ist das Ergebnis immer noch sehr ernüchternd. Und genau so sehe ich dies bei unserem Aufbau- und Passspiel.

Oder wie Loddar sagen würde: Bassspiel ;-)
Ja da unterscheiden wir uns. In meinen Augen haben wir uns in drei Monaten von 6 auf 4- verbessert. Das ist dann eine deutliche Steigerung, die die Versetzung gesichert hat. Im nächsten Schuljahr dann hoffentlich eine Steigerung auf 2-3.
 
Wenn er es schafft, ein Team zu formen in dem sich jeder für den anderen den Hintern aufreißt, dann wären wir einen großen Schritt weiter.
Aus meiner Sicht, stimmt die Chemie in der Mannschaft nicht.
Dafür kann es unendlich viele Gründe geben.
Die Chance diesen Sommer ist groß, wenn die Personalsituation früh geklärt ist, eine Mannschaft zu formen und Spielideen einzustudieren. Kommt dann noch ein starker Mannschaftsgeist zustande, sind wir für eine Überraschung gut denke ich.
Bin gespannt was der Sommer so bringt.
 
Eher beidseitiges Versagen. Steffen sagte damals ja selbst, dass er sich erstmal ein Bild von der Mannschaft machen müsse. Sowas bringen Trainerwechsel - vor allem unnötige - so kurzfristig vor der Saison halt mit sich.


Es gibt schlichtweg keinen Grund für einen erneuten Trainerwechsel. Vor allem nicht dann, wenn man der Ansicht ist, dass der Kader und damit Fritz die Hauptverantwortlichen waren. Thioune hat uns den Klassenerhalt gesichert, obwohl es sehr unwahrscheinlich aussah, selbst für einen Optimisten wie mich. Ich hab nicht mit 13 Punkten gerechnet. Und nun hat er sich die Chance verdient, die auch Steffen hatte - seinen eigenen Kader und eine ganze Vorbereitung. Dann wird man weitersehen.

Wenn wir jetzt schon wieder den Trainer tauschen würden, hätten wir den gleichen Salat wie letztes Jahr. Dann muss der Trainer erstmal wieder schauen und alles verzögert sich. Macht keinen Sinn.
Ich stimme dir zu, dass ein Trainerwechsel zum jetzigen Zeitpunkt wenig sinnvoll erscheint. Dennoch halte ich es für nachvollziehbar, dass bereits nach 13 Spielen über Daniel Thioune diskutiert wird – und das nicht allein wegen des eher schwachen Punkteschnitts von 1,0 pro Partie. Vielmehr sind es auch die weiterhin sichtbaren, altbekannten Probleme wie fehlende Konstanz, unnötige Fahrlässigkeiten und phasenweise lethargische Auftritte, die viele Werder-Fans skeptisch stimmen.

Zusätzliche Nahrung erhält diese Diskussion durch den Blick nach Mainz: Dort kam Urs Fischer in seinen ersten 20 Bundesliga-Spielen auf einen Schnitt von 1,55 Punkten pro Partie. Auch deshalb, weil die Mannschaft nach dem Trainerwechsel deutlich strukturierter und stabiler wirkte als unsere Werder-Truppe - und das ebenfalls ohne vollständige Vorbereitung und ohne einen Kader, der komplett auf ihn zugeschnitten war. Das zeigt zumindest, dass ein Trainer selbst unter schwierigen Voraussetzungen relativ schnell mehr Stabilität und bessere Ergebnisse erreichen kann.
 
Baum ist auch so ein Beispiel in Augsburg. Unter Wunder-Wagner war es ja sehr wild und abenteuerlich diese Saison und Baum hat es dann sehr gut hinbekommen. Der passt aber auch sehr gut dort hin, als woanders.
Urs Fischer hätte ich sehr gerne hier gesehen, aber da hielt man noch zu lange an HS fest. Thioune hat Werder zumindest wieder dahingebracht, an sich zu glauben und Spiele zu gewinnen. Aber Fehler sind weiterhin nicht abgestellt worden und das Ganz-Saisonsproblem unserer schlechten Chancenverwertung. Haste Sch... am Fuss haste Sch.. am Fuss... Viele haben hier die Punkte gut aufgezählt.
Es wird sich mit Sicherheit schnell zeigen, ob eine Vorbereitung der Start in eine positive Entwicklung sind oder wieder stagnieren.
Wichtig ist, dass die Kaderstruktur zügig optimiert wird und früh steht. Zumindest deutlich früher als zu dieser Saison. Der Weg, auf den wir mit OW waren, ggf. mal wieder Europaplätze anzugreifen, ist erstmal passé. Aber bloß Klassenerhalt kann nicht das Ziel sein (höchstens das Minimalziel und so 8-10 Punkte mehr und möglichst bereits kurz vor Ende der Saison auf den Konto). So sollte eine Platzierung nach oben zumindest in Richtung Top 10-12 angepeilt werden. Alles andere wäre momentan sicherlich eher Wunschdenken.
 
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