Das ist doch Schwachsinn. Südafrika hat keine Exklaven, in denen Rebellengruppen mit Gewalt nach Unabhängigkeit trachten. Und das Sicherheitsproblem ist in Bezug auf die WM 2010 nichts Neues. Deutschland hätte 2006 sein Sicherheitskonzept auch nicht neu überdenken müssen, wenn im Winter weißrussische Rebellen einen Mannschaftsbus angegriffen hätten. Es ist natürlich in Mode gekommen, auf die südafrikanische WM-Organisation draufzuhauen - und wenn man keine Ahnung von der Materie hat, kann man auch wunderbare Parallelen zu dem Terroranschlag in Cabinda ziehen. Man macht sich die Welt eben, wie sie einem gefällt. Stimmt's, Herr Springer, Afrika ist ja gleich Afrika. Und in einer erdölreichen angolanischen Exklave, welche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo liegt, ist die allgemeine Lage ja schließlich auch genau so wie im unmittelbaren Umfeld der WM-Stadien.