Tim Borowski

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Wenn man von einem Spieler Dinge erwartet, die er nicht erfüllen kann, ist es vielleicht besser seine eigenen Erwartungen zu hinterfragen, als das Können des Spielers. Da bekommt dann das Wort "überbewertet" eine ganz andere Bedeutung, und alles ist nur noch halb so schlimm. ;)

was hat denn der Begriff überbewertet damit zu tun?

ich habe auch geschrieben, dass Boro überbewertet wird, aber mit Sicherheit nicht von mir!

der Mann ist 30 Jahre, war deutscher Nationalspieler, hat bei Bayern gespielt und ist hier bestenfalls Mitläufer!

@ Shaoqiang hat absolut recht!

Bargfrede oder Frings machen die Drecksarbeit, Boro hält sich da fein raus...
hier lassen sich viele blenden, wenn Boro mal mustergültig bedient wird und ein Tor schießt, aber für die gute Defensivarbeit, sind andere verantwortlich, die Mannschaft steht tiefer, man kommt schneller hinter den Ball...

für das Spiel tut Boro nichts wenn er gebraucht wird, obwohl man das von einem Routinier
30 Jahre, war deutscher Nationalspieler, hat bei Bayern gespielt
erwarten sollte...
 
Nun, Deine "Bewertung" bezieht sich auf Fakten, die aber doch deutlich zeigen, welche Erwartungen Du daran knüpfst. Dass er Nationalspieler "war", dass er bei Bayern "war", dass er hier eine -ich sage- mannschafsdienliche Rolle spielt - zeigt doch, dass die Bewertung dieser Dinge doch stark von Deinen Erwartungen abhängen.

Zudem finde ich die vorherigen Einträge von Mick und Stonecold sehr treffend. Und was auch immer hinter einigen Erwartungen steckt - vielleicht meint ihr eigentlich einen anderen Spielertypen, und gar nicht Borowski?. Zweikämpfe, Spielübersicht, Ruhe am Ball - zu behaupten das könne er nicht, geht an der Realität vorbei.
 
Nun, Deine "Bewertung" bezieht sich auf Fakten, die aber doch deutlich zeigen, welche Erwartungen Du daran knüpfst. Dass er Nationalspieler "war", dass er bei Bayern "war", dass er hier eine -ich sage- mannschafsdienliche Rolle spielt - zeigt doch, dass die Bewertung dieser Dinge doch stark von Deinen Erwartungen abhängen.

nein, nochmal...
Borowski bringt aus meiner Sicht die Mannschaft nicht weiter, ich würde ihm immer Jensen, aber vor allem Bargfrede vorziehen...

dass er aber trotz seiner Erfahrungen (30 Jahre, über 200 Bundesligaspiele, war deutscher Nationalspieler über 30 Länderspiele, hat bei Bayern gespielt ) nicht in der Lage ist, Akzente zu setzen ist offensichtlich, und ich habe absolut nicht das Gefühl dass er sein Spiel nochmal ändern kann, er kann es einfach nicht...
er ist alles andere als ein Leader sondern er ist ein Mitläufer, und genau das haben viele hier schon immer in ihm gesehen...

in einem Bargfrede sehe ich bereits jetzt schon mehr Führungsqualitäten, weil er kein Schönspieler ist und Akzente setzt!


Zweikämpfe- zu behaupten das könne er nicht, geht an der Realität vorbei.

ein Spieler auf der Position muss Zweikämpfe suchen und annehmen!

genau das macht Bargfrede, Boro geht wenn überhaupt, nur in einfache Zweikämpfe, in denen der Gegenspieler schon bedrängt wird...
ihn als defensiven Mittelfeldspieler einzuordnen ist gerade zu abstrus!
 
dass er aber trotz seiner Erfahrungen (30 Jahre, über 200 Bundesligaspiele, war deutscher Nationalspieler über 30 Länderspiele, hat bei Bayern gespielt ) nicht in der Lage ist, Akzente zu setzen ist offensichtlich, und ich habe absolut nicht das Gefühl dass er sein Spiel nochmal ändern kann, er kann es einfach nicht...[/B]ist und Akzente setzt!

Ja, langsam kommen wir der Sache näher. Das ist Borowski. Er setzt seine Akzente anders, als Du es erwartest - get this point?
 
:tnx: :tnx: :tnx:
Speziell zwischen dem 2. und 7. Spieltag inkl. Pokal- und EC-Spielen zwischendurch war er fester Bestandteil eines Teams, welches es schaffte, sich von einer Schiessbude und taktisch völlig inflexiblen Mannschaft hin zum abwartenden, intelligenten und strategisch geschickt agierendem Team zu wandeln. Schaut Euch seine Zweikampfbilanz zu dieser Zeit an, beurteilt sein Verhalten im Raum, sein Spiel im Ganzen! Wer diese Dinge nicht sieht... :o Dass Timbo nach der Verletzung den Anschluss und damit den Stammplatz verloren hat, kann passieren und ist derzeit auch absolut gerechtfertigt. Boro aber jetzt hier als Totalflop und was weiss ich noch alles zu titulieren, entbehrt jeder Logik.

Danke!! :tnx:
 
Mich erinnert diese Diskussion ein wenig an die Baumann-Diskussion, wie sie jahrelang geführt wurde. Viele sehen eben nur den Spieler am Ball und was in dem Moment gemacht wird.

Es gibt aber auch Elemente, die mindestens ebenso wichtig sind. Dinge, die eigentlich nur der Stadionbesucher komplett sehen kann, da sich die TV-Kameras oft nur auf den ballführenden Spieler beschränken oder das Sichtfeld zumindest eingeschränkt ist.

Dazu gehört das Spiel ohne Ball - ein Thema, das nicht nur bei Baumann sondern auch bei Boro viel zu oft unter den Tisch fällt. Was bei ihm oft nach "traben" aussieht, kann für das Spiel umso wichtiger sein: immer auf Ballhöhe bleiben, um möglichst oft eine mögliche Anspielstation bilden zu können. Das geht anderen Spielern leider etwas ab, da sie den Pass spielen und dann fast stehend zusehen was mit dem Ball passiert. Als weitere Stärken würde ich Gedankenschnelligkeit und taktisches Vetständnis nennen. Diese drei Eigenschaften zusammen haben Boro während seiner besten Zeit zu einem wichtigen Bestandteil in der Raute gemacht, weil das die besten Eigenschaften sind, den schnellen One-Touch-Fußball mitzuprägen. In guter Form ist er zudem auch immer für eine überraschende Aktion gut - leider hat er dies seit längerem nicht gezeigt.

Darüber hinaus würde ich weitere Stärken nennen wollen, die sein Spiel aber nicht in der Form prägen: gutes Kopfballspiel, ordentliche Ballkontrolle (man muss dafür ja kein Filigrantechniker sein) und, auch wenn einige widersprechen werden, würde ich ihm durchaus auch gewisse Führungsqualitäten attestieren.

Er ist nun nicht so kreativ wie Diego und wird bei weitem kein begnadeter Dribbler. Auch der Sprint ist nicht seine Stärke. Aber das ist m.E. bei einem solchen Spielertypen auch nicht in erster Linie gefragt.

Ich finde, er muss in der Defensive entschlossener in die Zweikämpfe gehen und in der Offensive zum einen mehr Durchsetzungsvermögen zeigen, zum anderen mal zündende Ideen einbringen. Wenn er das schafft, ist er auf einem verdammt guten Weg, an alte Zeiten anzuknüpfen.

Aber auch so bleiben die anfangs genannten Stärken stehen. Die machen ihn zwar derzeit noch lange nicht zum Leistungsträger, aber bei auch bei weitem nicht zum Transfer-Flop.

Viele schienen ja auch erwartet zu haben, dass er im Laufe der Hinrunde schon wieder von Jogi Löw eingeladen wird. Mir würde es reichen, wenn er dem Team wieder ein paar Impulse einhauchen kann und sich etwas vom Durchschnitt abhebt. Und ich denke, da kann er durchaus auch wieder hinkommen.
 
Wie bereits gesagt. Boros Akzente betreffen nicht zwanghaft nur das Spielgeschehen direkt (und) sichtbar, sondern sind eben (wie bereits geschrieben) auch im taktischen Bereich (s.o. Spieltempo, Raumaufteilung, etc.- bitte einfach auch nochmal nachlesen.).:tnx:

Spieltempo? das kann nicht Dein Ernst sein...
schau Dir mal ein Spiel von Hoffenheim an, in welchem Tempo da das Mittelfeld agiert...
im Gegensatz dazu ist Boro ein Stehgeiger...

Raumaufteilung sehe ich zwar als eine Stärke, trotzdem gewinnst Du mit Raumaufteilung alleine, keinen Blumentopf, und setzt auch keine Akzente...

mir fehlt bei Boro das aggressive Zweikampfverhalten, denn so kann man für alle sichtbar (vor allem für die Mitspieler sichtbar) Akzente setzen!

von daher weiß ich immer noch nicht, welche Akzente Boro setzen soll...
 
Mich erinnert diese Diskussion ein wenig an die Baumann-Diskussion, wie sie jahrelang geführt wurde. Viele sehen eben nur den Spieler am Ball und was in dem Moment gemacht wird.

Es gibt aber auch Elemente, die mindestens ebenso wichtig sind. Dinge, die eigentlich nur der Stadionbesucher komplett sehen kann, da sich die TV-Kameras oft nur auf den ballführenden Spieler beschränken oder das Sichtfeld zumindest eingeschränkt ist.
Dazu gehört das Spiel ohne Ball - ein Thema, das nicht nur bei Baumann sondern auch bei Boro viel zu oft unter den Tisch fällt. Was bei ihm oft nach "traben" aussieht, kann für das Spiel umso wichtiger sein: immer auf Ballhöhe bleiben, um möglichst oft eine mögliche Anspielstation bilden zu können. Das geht anderen Spielern leider etwas ab, da sie den Pass spielen und dann fast stehend zusehen was mit dem Ball passiert. Als weitere Stärken würde ich Gedankenschnelligkeit und taktisches Verständnis nennen. Diese drei Eigenschaften zusammen haben Boro während seiner besten Zeit zu einem wichtigen Bestandteil in der Raute gemacht, weil das die besten Eigenschaften sind, den schnellen One-Touch-Fußball mitzuprägen. In guter Form ist er zudem auch immer für eine überraschende Aktion gut - leider hat er dies seit längerem nicht gezeigt.

Darüber hinaus würde ich weitere Stärken nennen wollen, die sein Spiel aber nicht in der Form prägen: gutes Kopfballspiel, ordentliche Ballkontrolle (man muss dafür ja kein Filigrantechniker sein) und, auch wenn einige widersprechen werden, würde ich ihm durchaus auch gewisse Führungsqualitäten attestieren.
:tnx: :tnx: :tnx:
Damit hast Du auch meine Eindrücke in Bezug auf Borowski ziemlich exakt wiedergegeben.
Auch, weil Du Baumann nennst. Wenn ich mich da an die Kritiken erinnere...:o In Wahrheit wurde oft nicht gesehen, dass er nicht selten der Initiator des One-Touch war, dass er eine Spieleröffnung hatte und das gedankenschnell, wie sie weder Frings noch Bargfrede hinbekommen. Die haben dafür eben ganz andere Qualitäten.

Ich finde, er muss in der Defensive entschlossener in die Zweikämpfe gehen und in der Offensive zum einen mehr Durchsetzungsvermögen zeigen, zum anderen mal zündende Ideen einbringen. Wenn er das schafft, ist er auf einem verdammt guten Weg, an alte Zeiten anzuknüpfen.

Aber auch so bleiben die anfangs genannten Stärken stehen. Die machen ihn zwar derzeit noch lange nicht zum Leistungsträger, aber bei auch bei weitem nicht zum Transfer-Flop.

Viele schienen ja auch erwartet zu haben, dass er im Laufe der Hinrunde schon wieder von Jogi Löw eingeladen wird. Mir würde es reichen, wenn er dem Team wieder ein paar Impulse einhauchen kann und sich etwas vom Durchschnitt abhebt. Und ich denke, da kann er durchaus auch wieder hinkommen.
:tnx:
Das Witzige an der Sache ist, dass an anderer Stelle die grosse Geduld eingefordert wird, diese aber bei Boro von Anfang an nie gewährt wurde.
 
Das liest sich ja fast so,als wäre Borowski aus dem Grunde noch hinter den Erwartungen zurück,weil er die ungeduldigen und kritischen Posts hier im Forum liest.Welche Zeit wäre denn angemessen um ihm zu bescheinigen,das er sich hier akklimatisiert hätte?Die Hinserie ist fast vorbei,aber ein Jahr zum Eingewöhnen sollte amn ihm noch lassen?Ich finde ein Ex-Nationalspieler im besten Alter ohne die geringste Ambition die WM im nächsten Jahr zu spielen,ist eine Enttäuschung.
 
Das Witzige an der Sache ist, dass an anderer Stelle die grosse Geduld eingefordert wird, diese aber bei Boro von Anfang an nie gewährt wurde.

:confused:

willst Du damit sagen, Du bringst für Marin keine Geduld auf?

also hatte Peggy doch Recht!
Ich glaube nicht das wir da was verwechseln, du kritisierst Marin seit dem 1.Spiel immer und immer wieder und das spricht für mich schon für Ungeduld. Die du übrigens in einem anderen Post selbst zugegeben hast.


der Witz ist, dass Marin seine Erwartungen erfüllt hat, und Du bringst für ihn keine Geduld auf...

aber erwartest, dass man für einen Borowski Geduld aufbringen soll, der die Erwartungen bisher nicht erfüllt hat...

irgendwie habe ich das Gefühl, Du fasst Dir nicht an die eigene Nase...

und bitte werfe mir jetzt nicht schon wieder vor, dass ich meine Lieblingsspieler habe, das wäre ziemlich unglaubwürdig...
 
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