Habe ich gestern auch interessiert gelesen. Ist letztlich aber Muster ohne Wert. Ich bin mir sicher, dass dem Bayern-Vorstand klar war, auf welchen Trainertyp sie sich einlassen. Nach Klinsmann ist es ihnen nun offensichtlich wichtiger, wie Hoeness immer so schön sagte, ,,einen echten Fussball-Lehrer"

in der Verantwortung zu wissen. Und die Kompetenz sollte bei van Gaal unbestritten sein. Er prägte Spieler wie Davids, Seedorf, Overmars, Kanu etc.., gewann die CL, trainierte später Barca, holte auf der anderen Seite aber auch aus einem Underdog wie Alkmaar das Optimale raus.
Mit Magath fing das auch so an, am Ende waren`s zwei souveräne Double-Saisons.
Wenn alles einigermaßen normal läuft, wird Bayern heute abend sicher und klar gewinnen. Ich sehe da eher Parallelen zur Magath-Zeit in München. Was das Taktische angeht, glaube ich, wird van Gaal da sehr bald klare Konturen erkennen lassen, denn er ist ja kein Blinder.
Nehme das erst mal alles zurück! Himmel

was war das denn gestern???
Das ist das erste Mal seit dem 1:3 zu Hause im Mai 2004

, zumindest soweit ich mich in der Form erinnern kann, dass die Bayern ein Spiel versemmeln, von dem sie vorher genau wussten, um was es ging.
Naja, eine einheitliche Linie kann ich bei den Bayern aber wirklich nicht erkennen. Wenn es eine verfestigte Taktik gäbe, müsste es ja auch eine verfestigte Stammformation geben, die diese Taktik verinnerlicht.
Das scheint mir nicht wirklich so zu sein, vor allem, wenn man bei dem Kader einen van Buyten in den Sturm zieht, sieht es doch noch stark nach Improvisation aus.
Man schaue sich mal weitere Parallelen an: Während man letztes Jahr im Februar noch die Auferstehung der starken Bayern nach dem 4(?):0 gegen Stuttgart im DFB-Pokal feierte, erklärt man sich jetzt schon nach einem 4:0 gegen Frankfurt zum nächsten FC Barcelona.
Ich denke, sollte Bayern heute abend verlieren, wird van Gaals Stuhl schon jetzt mächtig wackeln und spätestens nach einem mickrigen 4.BL-Tabellenplatz zur Winterpause sucht man sich das nächste Opfer.
Gratulation! Das hatte ich ja angezweifelt, muss aber sagen - Sopho, Du hast wohl doch Recht!
Mal im Ernst: Soviel Bockmist, wie vG bisher dort schon veranstaltet hat, hätte ich ihm vor der Saison gar nicht zugetraut. Erst das Getue mit seiner unumstößlichen Taktik mit Ribery als 10er, dann daddelt Ribery das einmal lustlos 20 Minuten runter, schon wird alles wieder umgeschmissen (Stichwort ganz harter Hund!).
Sein öffentliches Abkanzeln von Gomez und Tymoschtschuk (wollte ich nicht, kann ich nix mit anfangen) ist vieles, aber nicht clever. Mind. eine Saison wird er mit den beiden wohl leben müssen, vermutlich eher länger, denn ich glaube den Machtkampf würde er im Zweifel verlieren. Dann kann man sowas denken, aber niemals laut aussprechen.
Seine Dauerrotation im Sturm hat bis jetzt auch nix außer Unsicherheit produziert und van Buyten

lol

zum Top-Torjäger der Bayern befördert. Herzlichen Glückwunsch!
Wenn man dann noch seine komischen Anwandlungen dazu nimmt (falls das stimmt, was man aus der Presse so entnehmen kann), dass die Spieler beim Essen dies nicht dürfen und mit jenem nicht zusammensitzen dürfen etc. (meiner Meinung nach ein absolutes Unding im Umgang mit erwachsenen Menschen, haben nur Würstchen nötig, die von Haus aus gar keine Autorität mitbringen), dann steckt da genug Konfliktpotential drin, dass der ganze Laden bis Anfang März komplett auseinanderfliegt.
Und wo Du da in letzter Zeit irgendwelche Anzeichen von Besserung erkannt haben möchtest, keine Ahnung! Muss an der Ferne liegen.

Sollte mich ,,aus der Ferne" künftig zurückhalten. Jedenfalls habe ich damit
tja...die bayern haben endgütlig ihren mythos abgelegt.
bis gestern nicht gerechnet. Scheint wohl so zu sein.
Ich will damit gar nicht sagen, dass vG nicht tatsächlich Meister werden kann mit den Bayern (auch diese Saison), irgendwie muss er's bei Alkmaar, Barcelona und Amsterdam ja auch gepackt haben. Ich will damit nur sagen, dass bis jetzt rational wenig bis nichts dafür spricht. Außer, dass die Bayern eine extrem hohe individuelle Klasse haben im Kader, wenn alle fit sind, und dass man fast drauf wetten kann, dass die im Winter nochmal nachlegen.
Tja, und wir wissen eben nicht, wie gefährlich die Bayern ohne die CL in der Liga werden können.
Die Bayern hatten immer ein Management, welches in der Lage war, gut mit Geld umzugehen. Aus sportlicher Sicht allerdings war es mMn schon immer mit einigen Defiziten behaftet. Schon früher - Jorginho war ihnen nicht gut genug, wurde dann - als Leverkusener Spieler - Kapitän der brasilianischen N11, bis die Bayern ihn später für viel Geld holten. Ebenso Ausleihgeschäfte wie Babbel oder Lahm, wo es Umwege bedurfte, ehe die Bayern deren sportliche Klasse erkannten. Auch in der jüngsten Vergangenheit war es schließlich so, wenn wir uns mal die Auslandstransfers der Bayern angucken, dass da offenbar trotz eine weltweit operierenden Scouting-Abteilung einiges im Argen liegt. Damit meine ich nicht Ribery, Toni oder Robben, deren Klasse ohnehin klar war. Während aber andere Vereine Spieler wie Pizarro, Ismael, Micoud, Diego, Rafinha, Dzeko, Grafite, Obasi, Ba usw. usf. verpflichteten, holten die Bayern für viel mehr Geld vergleichsweise Santa Cruz, dos Santos, Breno, Sosa, Karimi...

Erinnert an Königs-Stürmer-Einkäufe von früher wie Hughes, McInally, Valencia, Papin, Kostadinov...

Abgesehen von den Eigengewächsen wie Trochowski, Jarolim, Guerrero, Misimovic, deren Talent ihnen ganz offensichtlich im Verborgenen blieb.
Nur reichte es jahrelang, die direkte BL-Konkurrenz kaputtzukaufen, dazu kam der gefürchtete "mir-san-mir"-Status. Mittlerweile verfestigt sich der Eindruck, dass es ihnen von den BL-Konkurrenten nicht mehr so leicht gemacht wird und die Bayern insbesondere daran ordentlich zu knabbern haben.
Nichtdestotrotz hält sich meine Schadenfreude, anders als früher, besonders im EC in Grenzen, weil das schließlich alle trifft.