Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Ich bin mir sicher, dass eine große Koalition keine 4 Jahre durchgehalten hätte. Ampel wäre ok, würde die FDP aber nicht mitmachen.

In Bremen gab es mal eine Ampel-Koalition, aber durch die sog. Piepmatz-Affäre schaffte sie noch nicht einmal eine Legistaturperiode. Man soll ja nicht pauschalisieren, aber ich würde einer Ampel auf Bundesebene auch kein Durchhalten bis zur nächsten Wahl zutrauen und in der jetzigen Lage brauchen wir eine Politik, die die Probleme des Landes anpackt und kein Partiengezänk zwischen Partnern, deren ideologischen Ansichten kaum unterschiedlicher sein können.
 
da hast du recht...
um jetzt wieder die alten wählerstimmen zurück zu gewinnen, muss sich die SPD aber wieder ganz klar "sozial gerecht" positionieren...
mMn wird ihr dies in der opposition auch besser gelingen als in einer großen koalition.

Vor allem muß die SPD-Spitze ihre Parteibasis hinter sich bringen, denn dort werden Entscheidungen in über den Köpfen der Basis in kleinen Zyklen gefällt, so daß die Basis verständlicherweise murrt.
 
Verlängerung der Laufzeiten. Über die letzten 60 Jahre sind bereits 190 Milliarden Euro in die Subventionen für die Atomkraft geflossen. Und das, obwohl die Energieriesen allein in den letzten 7 Jahren gut 100 Milliarden Euro Gewinn gemacht haben, davon allein 14 Milliarden im Jahr 2008. Und das bei saftigen Preiserhöhungen für den Endverbraucher.

Kurzum: Der Steuerzahler finanziert den Energiekonzernen die Milliardengewinne auch noch. Das kann nicht so weitergehen.
 
Ich denke, dass der neuen Regierung von den Wählern auch zumindest 8 Jahre, also zwei Legislaturperioden, eingeräumt werden sollten/werden.

Nö, in der Politik ist eine 100-Tage-Schonfrist obligatorisch, dann "darf" man auf die Regierenden "eindreschen".

Außerdem sind die Probleme in unserem Land so akut, daß sofort gehandelt werden muß, um schnellstmöglich die Lage zu verbessern, denn z.B. die Verhinderung von Firmenpleiten aufgrund mangelnder Nachfrage an Waren und Dienstleistungen kann nicht auf die nächste Legistaturperiode warten. Und wenn eine Regierung totale Grütze baut, dann sollte sie auch schnellst möglich wieder abwählbar sein.
 
Verlängerung der Laufzeiten. Über die letzten 60 Jahre sind bereits 190 Milliarden Euro in die Subventionen für die Atomkraft geflossen. Und das, obwohl die Energieriesen allein in den letzten 7 Jahren gut 100 Milliarden Euro Gewinn gemacht haben, davon allein 14 Milliarden im Jahr 2008. Und das bei saftigen Preiserhöhungen für den Endverbraucher.

Kurzum: Der Steuerzahler finanziert den Energiekonzernen die Milliardengewinne auch noch. Das kann nicht so weitergehen.

Und es bleibt ja nicht nur bei den Subventionen, denn hinzu kommen auch noch weitere Kosten, z.B. die für die polizeiliche Sicherung der Transporte mit atomaren Abfall, womit nicht die Stromkonzerne, sondern der Etat der Bundesländer und damit die Steuerzahler belastet werden.
 
Zitat von linksaußen;639690:
Die Hartz-Gesetze haben die von der Verfassung (Tarifautonomie) gewollte "Waffengleichheit" zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern beseitigt.

:confused:
Inwiefern greifen die Hartz-Gestze denn deiner Meinung nach in die grundgesetzlich garantierte Tarifautonomie ein? Und wenn dem so wäre, weshalb gibt es dann keinen entsprechenden Spruch vom Bundesverfassungsgericht dazu?

Arbeit billig machen, um Arbeitsplätze zu schaffen, war die rot-grüne Idee. Sie führte zu Hungerlöhnen und Rechteverlusten der Arbeitnehmer

Welche Rechte haben die Arbeitnehmer denn verloren? Kündigungsschutz oder was meinst du? Oder willst du auf die verkürzte Dauer der ALG-Zahlungen anspielen? Das ist aber kein Recht, sondern ein Anspruch auf Zahlung und nirgendwo steht zementiert, wie lange dieser zu gewähren ist.
 
Ich denke, dass der neuen Regierung von den Wählern auch zumindest 8 Jahre, also zwei Legislaturperioden, eingeräumt werden sollten/werden.

das hoffe ich nicht...
je nachdem welchen politikkurs, vor allem mit blickpunkt auf das soziale, unsere neue regierung in den nächsten 4 jahren fährt, werden 2013 wieder mehr sozialdemokratische wähler zur urne treten...
ich habs hier schon mal geschrieben: ich freue mich auf ein richtigen lagerwahlkampf 2013....



Zitat von Bremen:
Vor allem muß die SPD-Spitze ihre Parteibasis hinter sich bringen, denn dort werden Entscheidungen in über den Köpfen der Basis in kleinen Zyklen gefällt, so daß die Basis verständlicherweise murrt


der linke flügel in der SPD wird immer größer, vor allem dadurch, dass sich die SPD in den letzten jahren eher zur mitte orientiert hat... dem muss im parteivorstand rechnung getragen werden...
außerdem würde ein kleiner ruck nach links auch wieder wählerstimmen bringen...
 
der linke flügel in der SPD wird immer größer, vor allem dadurch, dass sich die SPD in den letzten jahren eher zur mitte orientiert hat... dem muss im parteivorstand rechnung getragen werden...
außerdem würde ein kleiner ruck nach links auch wieder wählerstimmen bringen...


Halte ich für eine Michmädchenrechnung, denn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen könnte ein Linksruck sicherlich Wählerstimmen bringen, aber das sieht wieder nach einer Nähe zu den Linken aus, und der Gedanke an rot-rot würde wiederum viele davon abhalten, SPD zu wählen. Und daß die SPD 11 Jahre in Regierungsverantwortung stand, lag daran, daß sie mit Schröders "neue Mitte" im bürgerlich-liberalen Lager rumgefischt haben, wo das Wählerpotential für die SPD m.E. höher ist.
 
Halte ich für eine Michmädchenrechnung, denn in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen könnte ein Linksruck sicherlich Wählerstimmen bringen, aber das sieht wieder nach einer Nähe zu den Linken aus, und der Gedanke an rot-rot würde wiederum viele davon abhalten, SPD zu wählen. Und daß die SPD 11 Jahre in Regierungsverantwortung stand, lag daran, daß sie mit Schröders "neue Mitte" im bürgerlich-liberalen Lager rumgefischt haben, wo das Wählerpotential für die SPD m.E. höher ist.

ich glaube nicht, dass in der mitte auch nur annähernd so viele wähler zur union wechseln würden, als man links dazu gewinnen würde...
aber da muss sich die partei einig werden, was sie will...weiter eher in der mitte bleiben, wie es der große teil der parteiführung, beispielsweise steinmeier, will, oder wieder wieter nach links, wie es die basis der partei möchte...
 
Richtig, die SPD weiß in ihrer Gesamtheit selber nicht, in welche Richtung sie tendieren will und deswegen ist sie für viele unwählbar geworden.
 
ich bin zwar alles andere als ein SPD Sympathisant, aber vielleicht sollten die erstmal rausfinden, in welche Richtung es fortan gehen soll. Es fehlt momentan an allem, insbesondere an markanten Persönlichkeiten, darüberhinaus melden sich immer mehr Parteimitglieder ab. Ein Näherzusammenrücken mit den Linken ist m. E. wohl der zwangsläufige nächste Schritt, wobei viele der weggelaufenen Mitglieder ja sowieso nun dort sind. Es wird auf jeden Fall ein äußerst steiniger Weg werden ind den nächsten Jahren.

Schwarz Gelb, so denke ich, wird mindestens 8 Jahre an der Macht verbleiben - in mir löst das ein wohliges Gefühl aus.
 
Jein. Umgekehrt hat es die Union mehr oder weniger erfolgreich geschafft, wohl die Mehrheit der wirklich rechten, aber noch demokratischen Wähler an sich zu binden, weil sie es bisher erfolgreich verhindert hat, dass sich eine demokratische Partei rechts von ihr etablieren konnte. Wenn es aus historischen Gründen, wie es bei der Linken der Fall ist, eine rechte Partei gäbe, wie es auf der Linken Die Linke ist, dann hätte es für die CDU/CSU vielleicht auch enger werden können in einer Zeit, in der die Poiltik eher von Leuten wie Wulff, Rüttgers und vor allem Merkel und der Großen Koalition bestimmt wird und stramm rechte Positionen keine große Rolle mehr spielen und auch kaum Vertreter finden, schon gar nicht solche, die in der CDU was werden.
Ohne die "Linke" (und teilweise die Grünen) wäre die SPD wohl auch für Linke und Mitte-Wähler wählbar, sieht man mal davon ab, dass unzufriedene SPD-Wähler wahrscheinlich sowieso weniger duldsam sind als unzufriedene Unions-Wähler und ein größerer Teil von ihnen wahrscheinlich zu den Nichtwählern ginge als es bei der Union der Fall ist.
Dass es aber für die SPD wegen der Linken schwer ist und bleiben wird, gleichzeitig linke und Mitte-Wähler zu bekommen, ist unzweifelhaft richtig.

MFG dkbs
 
Der Spitzenkandidat und das Wahlprogramm sind völlig unwichtig, oder was?

wahlprogramme sind nicht immer das papier wert, auf dem es geschrieben steht... genauso diverse aüßerungen im wahlkampf...
bestes beispiel ist doch die "merkelsteuer"... erst im wahlkampf ablehnen und dann selber noch nen prozentpunkt mehr, als von der union vorgeschlagen, drauflegen...da weiß halt keine wähler mehr, was dabei rum kommt....
 
ich glaube nicht, dass in der mitte auch nur annähernd so viele wähler zur union wechseln würden, als man links dazu gewinnen würde...
aber da muss sich die partei einig werden, was sie will...weiter eher in der mitte bleiben, wie es der große teil der parteiführung, beispielsweise steinmeier, will, oder wieder wieter nach links, wie es die basis der partei möchte...

Das Problem: Wenn man inhaltlich nach links rückt und dadurch Wähler der Linkspartei gewinnt, verliert man rechts Wähler an die CDU. Für das Gewinnen von Wahlen eher schlechte Voraussetzungen.

Der einzige Vorteil in einem Linksruck könnte höchstens sein, das man die bisherigen Stammwähler (aber diesmal Nichtwähler) wieder vom Sofa in die Wahlkabine holt.
 
meine vermutung ist ja, dass man in der mitte nicht so viele stimmen verlieren würde, wie man links (und damit meinte ich einem beitrag nicht nur wähler der linken, sondern halt auch enttäuschte stammwähler, die gar nicht wählen waren) dazugewinnen kann...
 
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