Filbry: "Aufbauend auf die Entwicklung der letzten drei Jahre haben wir das Ziel, mittelfristig auch wieder Flutlichtnächte im Weserstadion zu erleben. Durch gutes Management wollen wir bei Werder auch in Zukunft aus weniger mehr machen."
Quelle
@beckstown ist dir das (Saison)Ziel genug, oder reicht das nicht.
Ich mag ja Controller, die sind so herrlich präzise und haben in der Regel eine klare Vorstellung von Zielpfaden!
Also ich finde es toll das Du an mich da denkst, aber mir braucht wirklich niemand etwas zu beweisen. Mir geht es eher darum das Werder sich das wieder selbst beweist und damit natürlich auch seinen Fans diesen Erfolgsspirit wieder näher bringt.
Die Aussage finde ich erstmal gut. Sich selbst zu challengen und Ansprüche zu formulieren finde ich allenfalls besser als sich klein zu reden oder ein nicht angebrachtes Understatement andauernd rauszuposaunen, obwohl jeder weiß das der Profi Fußball ein MultiMillionen Geschäft ist, im übrigen auch bei Werder.
Und den Punkt trifft er m. E. ebenfalls gut, denn es geht genau darum "besser zu sein" als die anderen oder aus weniger mehr zu machen und diesen Anspruch auch anzunehmen, denn das Werder nicht die Möglichkeiten wie Bayern, Dortmund und ca. noch weitere 10 andere hat ist klar. Das verschärft sich noch wenn HSV und Köln hochkommen und zwei Kleine abgehen dafür.
Wenn ein Controller über Ziele redet, weiß er in der Regel bis auf eine kleine Deckungslücke (sonst macht es keinen Spass) wie er dieses erreichen will. Wenn also Filbry so ein Ziel formuliert, na dann hat er doch auch bestimmt die dahinterliegenden Maßnahmen operationalisiert.
Tja und die sind ja das eigentlich interessante. Na was sollte denn nun das Bremer Management besser machen als die Konkurrenz? Und da geht es ganz bestimmt nicht darum nur stumpfe Saisonziele zu formulieren. Im übrigen, wer konkrete Ziele formuliert bspw. Europa, muß auch zur Halbserie und Platz 14 bereit sein entweder nachzulegen oder den Trainer zu feuern. Das liegt Werder aber nicht im Blut.
Besseres Scouting (bisher eher mau), höhere Risikobereitschaft (macht das der lahme AR mit, mit seinen Vorgaben wie Transfererlöse). Also was ist es womit man den Hebel ansetzen will? Mit dem Klingelbeutel rumgehen und die regionale Wirtschaft abklappern wie Hoffmann und Dukaten Didi damals beim HSV?
Ich glaube ja das man mit dem anfangen sollte was man unmittelbar selbst beeinflussen kann. Da wäre als allererstes mal die Angst zu verbannen, die seit dem Abstieg vermutlich noch lähmt und definitiv aufhören mit diesen Verzwergungskommentaren und Ausredenkultur. Man muß ja nicht der Presse alles auf dem Silbertablett präsentieren, aber dieses notorische Niederstappeln trägt nicht gerade dazu bei, wieder mehr Selbstvertrauen aufzubauen. Mal ein mutigeres Mindset entwickeln. Risikobereiter verpflichten, Chancen sehen und nicht nur Risiken. Und definitiv ein durchgängiges Leistungsprinzip im Verein implementieren. Schlechtleistungen sollten auch unmittelbar angesprochen bzw. auch Änderungen nach sich ziehen. Damit meine ich nicht jemanden rund zu machen, sondern es muß eine Selbstverständlichkeit werden, das wenn man nicht performt sich zunächst wieder hinten anstellen muß. So ne Duck´schen Minusleistungen sind dann nicht mehr hinnehmbar. Mutig Talente bringen. Dafür muß der Verein sich auch ein Stück weit in das Trainergeschäft einmischen. Vorbei wäre damit die bis heute währende Ottokratie oder Autonomie des Trainers. Ich glaube in Summe sind einige Veränderungen notwendig. Geht da überhaupt ein HHG mit oder bremst der eher mit seinen ideologischen Vorstellungen? Alleine mit der Bekundung das man besser sein will wird es nicht getan sein. Warten wir es mal ab!
Konkret würde ich aber sagen sollte schon nächste Saison was erkennbar sein, vor allem in der Transferperiode, ansonsten war es nur wieder ein Lippenbekenntnis!