Die Politik muss hier immer für die Allgemeinheit entscheiden und nicht für einzelne Wirtschaftsunternehmen (was ja meist Standard ist). Ich feiere es daher immer noch, dass Bremen und vor allem Mäurer hier seit nun über 10 Jahren gekämpft haben - für die Kostenverschiebung zu den Verursachern.
Herrn Mäurer feiere ich ganz bestimmt nicht für seinen Vorstoß, weil es zurzeit so aussieht, dass Werder als einziger Club auf den Kosten sitzen bleibt und der Rest der Liga entspannt nach Bremen schaut und ruft: Pech gehabt Werder.
Vor allen Dingen vor dem Hintergrund wenn ich lese, das halb Deutschland den Bayern wünscht, dass Musiala und Kimmich für ca 30 Mio/a ihre Verträge verlängern. Das Milliardenspiel Fußball. Aber im Ländle wird doch demnächst gewählt und ob die Schwaben und Badenser das ähnlich wie die Bayern sehen, da wäre ich mir nicht so sicher. Auch ein Herr Wüst in NRW wird das Thema bei schwindenden pekuniären Ressourcen nicht ausblenden können.
Ich befürchte, dass die DFL auf die Länder verweisen wird und sich nicht weiter um das Thema kümmert, anstatt tatsächlich einen Fonds aufzulegen, was sinnvoll wäre! Das ist keine Solidargemeinschaft sondern ein Verbund aus Einzelunternehmen mit nur einem Ziel, höhere Erlöse zu generieren.
Dazu kommt, dass das Ultraproblem mit der immanenten Gewaltbereitschaft innerhalb der Liga, DFL und DFB nicht konsequent angegangen wird. Ich gehe soweit zu behaupten, dass die Vereine ihre jeweiligen "Ultra-Spezis" sehr wohl kennen, aber davor zurückscheuen, denen die Rote Karte zu zeigen, weil es in dieser Szene eine ausgeprägte Solidarität gibt.