Politik und Fußball in Bremen

Die DFL wird bestimmt nicht freiwillig zahlen.Ein gemeinsamer Fond wäre gut,wird aber durch durch unterschiedlichen Regelungen der Bundesländer wohl nicht kommen.
Ein solcher Fond scheitert leider am Unwillen der DFL. Die lebt nach dem Motto "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren"

Vielleicht muß man dazu übergehen,das alle Auswärtstickets bei Risikospielen personalisiert werden .Ist natürlich unpopulär,aber sorgt vielleicht für mehr Ruhe .Während Corona als dann wieder Zuschauer da waren,hat das auch funktioniert.Das einige Problemfans dann trotzdem ohne Ticket anreisen,kann man auch nicht verhindern.Diese Ausschreitungen,Randale,Sachbeschädigungen usw sind ja auch nicht mehr normal.Genauso eine Abart wie Rettungskräfte angreifen oder die Exzesse bei Silvester in einigen Städten..
Mir ist es eh ein Rätsel warum die immer gleichen Asis nicht konsequent aus dem Verkehr gezogen werden.
Halte ich nicht für zielführend. Denn wer auf Randale aus ist, kann sich vermummen und in der Anonymität der Masse untertauchen, so dass Identifizierungen schwierig bis unmöglich ist. Ist ja leider schon beim Zündeln von Pyros zu beobachten. Und Randale findet ja nicht nur in den Stadien statt sondern auch davor, an den Zuwegungen, Bahnhöfen etc.
 
Ein solcher Fond scheitert leider am Unwillen der DFL. Die lebt nach dem Motto "Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren"


Halte ich nicht für zielführend. Denn wer auf Randale aus ist, kann sich vermummen und in der Anonymität der Masse untertauchen, so dass Identifizierungen schwierig bis unmöglich ist. Ist ja leider schon beim Zündeln von Pyros zu beobachten. Und Randale findet ja nicht nur in den Stadien statt sondern auch davor, an den Zuwegungen, Bahnhöfen etc.

Vorallem nach dem Spielen und in den Innenstädten. Die meisten von solchen kommen gar nicht ins Stadion sondern schauen sich das Spiel in irgendeiner Kneipe an.
 

Richtig, diese Regelung greift erst ab 5.000 Zuschauer. Aber das verschweigt der Kommentar im Kicker ebenso geflissentlich, wie die Tatsache, dass diese Regelung auch nur bei Veranstaltungen mit einem hohen Maß an gewaltorientierten Besuchern greift. Und deswegen sind die Querweise von Fan-Vertreten und im v.g. Kicker-Kommentar pure Polemik, weil z.B. Volksfeste nicht annähernd so viele gewaltbereite Besucher anlocken wie hochriskante Fußballspiele.

In dem hier https://www.tagesschau.de/inland/ge...sgericht-dfl-kosten-hochrisikospiele-102.html verlinkten Video sind diese Zusammenhänge sehr gut erklärt.
 
Richtig, diese Regelung greift erst ab 5.000 Zuschauer. Aber das verschweigt der Kommentar im Kicker ebenso geflissentlich, wie die Tatsache, dass diese Regelung auch nur bei Veranstaltungen mit einem hohen Maß an gewaltorientierten Besuchern greift. Und deswegen sind die Querweise von Fan-Vertreten und im v.g. Kicker-Kommentar pure Polemik, weil z.B. Volksfeste nicht annähernd so viele gewaltbereite Besucher anlocken wie hochriskante Fußballspiele.

In dem hier https://www.tagesschau.de/inland/ge...sgericht-dfl-kosten-hochrisikospiele-102.html verlinkten Video sind diese Zusammenhänge sehr gut erklärt.
Das stimmt .Bei Volksfesten,Stadtfesten etc gibt es meist alkoholbedingt auch mal Zoff,allerdings nicht in dem Umfang,das hunderte Leute anreisen um Randale zu machen.Und man das im Vorfeld weiß.Und gewöhnlich gibt es bei An/Abreise auch keine zertrümmerten Züge,Sachbeschädigen oder Fanmärsche.

Bin aber gespannt wie viele Bundesländer sich anschließen und wieviele Clubs dann betroffen sind.


In England trägt die Premier League die Hälfte der Kosten.
In Frankreich die Vereine die Zusatzkosten bei Risikospielen
In Italien beteiligen sich die Vereine an den Kosten.
https://m.bild.de/sport/fussball/fu...7302cde2e?t_ref=https://www.transfermarkt.de/
 
In England trägt die Premier League die Hälfte der Kosten.
Japp, in England, bzw. auch in Schottland beim Old Firm Celtic vs. Rangers, waren/sind die Maßnahmen für die Sicherheit in den Stadien wesentlich restriktiver, z.B. auch mit eine, lückenlosen Kameranetz in den Stadien, die jeden einzelnen Platz überwachen. Hinzu kommt,dass Stadionverbote nicht unter das Hausrecht der Clubs fallen, sondern strafrechtlich verhängt werden,, so dass es z.B. auch möglich ist, dass schon an den Bahnhöfen oder Zufahrtswegen verhaltensauffällige Fans zu Stadionverboten verurteilt werden können.
 
Da häufig die Auswärtsfans auf Randale bei Spielen gegen die "verhassten" Vereine/Fans aus sind (in der Stadt und in der Nähe des Stadions)
ist es ungerecht, das jetzige System beizubehalten, wonach die DFL den Gastgebervereinen die Kosten letztlich in Rechnung stellt. Hinzu kommt, dass einige Bundesländer keine Polizeikosten in Rechnung stellen wollen.
Eine einvernehmliche Lösung zu finden, wird schwierig.
Kann es sogar dazu führen, Gästefans bei bestimmten Spielen auszuschließen? Ich bin gespannt, wie es zukünftig geregelt wird.
 
Sehr auffällig bei der ganzen Debatte ist, dass eigentlich gefühlt 90% aller Fans und Nicht-Fans diese Regelung begrüßen und sich lediglich eine einheitliche Regelung dazu wünschen. Dennoch erfinden die Medien hier irgendwie einen Skandal, den keiner will. Dabei sind die fast einzigen Kritiker Medien und Vereine (logisch).
Die Politik muss hier immer für die Allgemeinheit entscheiden und nicht für einzelne Wirtschaftsunternehmen (was ja meist Standard ist). Ich feiere es daher immer noch, dass Bremen und vor allem Mäurer hier seit nun über 10 Jahren gekämpft haben - für die Kostenverschiebung zu den Verursachern. Selbst wenn Ticketpreise dadurch steigen sollten - wir als Fans sind immer noch Teil der Ursache, denn auch wenn wir selbst keine Krawallfans sind, so sind wir ja trotzdem da. Ohne uns bräuchte es "nur" Polizei für die Krawallfans und die Debatte gäbe es gar nicht.
 
Sehr auffällig bei der ganzen Debatte ist, dass eigentlich gefühlt 90% aller Fans und Nicht-Fans diese Regelung begrüßen und sich lediglich eine einheitliche Regelung dazu wünschen. Dennoch erfinden die Medien hier irgendwie einen Skandal, den keiner will. Dabei sind die fast einzigen Kritiker Medien und Vereine (logisch).
Nein, die Medien "erfinden" nicht den "Skandal, sondern sind lediglich deren Übermittler (die schon in der Antike statt deren Verursacher gerichtet wurden...) Der Skandal hat hauptsächlich seinen Ursprung in der DFL bzw. in den dort sitzenden Vereinsvertretern, weil diese bockig wie dreijährige Kinder, die im schönsten Spiel von ihren Muttis zum Essen gerufen werden, nicht einsehen wollen, dass sie mit ihren Vorstellungen selbst vor der höchsten gerichtlichen Instanz der BRD krachend gescheitert sind.

Die Politik muss hier immer für die Allgemeinheit entscheiden und nicht für einzelne Wirtschaftsunternehmen (was ja meist Standard ist). Ich feiere es daher immer noch, dass Bremen und vor allem Mäurer hier seit nun über 10 Jahren gekämpft haben - für die Kostenverschiebung zu den Verursachern. Selbst wenn Ticketpreise dadurch steigen sollten - wir als Fans sind immer noch Teil der Ursache, denn auch wenn wir selbst keine Krawallfans sind, so sind wir ja trotzdem da. Ohne uns bräuchte es "nur" Polizei für die Krawallfans und die Debatte gäbe es gar nicht.
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Selbst wenn Ticketpreise dadurch steigen sollten - wir als Fans sind immer noch Teil der Ursache, denn auch wenn wir selbst keine Krawallfans sind, so sind wir ja trotzdem da. Ohne uns bräuchte es "nur" Polizei für die Krawallfans und die Debatte gäbe es gar nicht.
Den Satz verstehe ich nicht, magst du ihn mir erläutern? Natürlich sind „wir“ da, aber „wir“ zahlen doch auch Steuern, um u.a.die Arbeit der Polizei zu finanzieren. Was btw nicht heißt, dass ich gegen die finanzielle Beteiligung der Vereine bei Risikospielen bin, da wird sich auch in meinen Augen seitens der Vereine zu sehr auf die Arbeit der Polizei verlassen. Aber wenn ich kein Krawallfan bin (bin ich nicht!), warum bin ich dann Teil der Ursache?
 
Die Politik muss hier immer für die Allgemeinheit entscheiden und nicht für einzelne Wirtschaftsunternehmen (was ja meist Standard ist). Ich feiere es daher immer noch, dass Bremen und vor allem Mäurer hier seit nun über 10 Jahren gekämpft haben - für die Kostenverschiebung zu den Verursachern.
Herrn Mäurer feiere ich ganz bestimmt nicht für seinen Vorstoß, weil es zurzeit so aussieht, dass Werder als einziger Club auf den Kosten sitzen bleibt und der Rest der Liga entspannt nach Bremen schaut und ruft: Pech gehabt Werder.
Vor allen Dingen vor dem Hintergrund wenn ich lese, das halb Deutschland den Bayern wünscht, dass Musiala und Kimmich für ca 30 Mio/a ihre Verträge verlängern. Das Milliardenspiel Fußball. Aber im Ländle wird doch demnächst gewählt und ob die Schwaben und Badenser das ähnlich wie die Bayern sehen, da wäre ich mir nicht so sicher. Auch ein Herr Wüst in NRW wird das Thema bei schwindenden pekuniären Ressourcen nicht ausblenden können.
Ich befürchte, dass die DFL auf die Länder verweisen wird und sich nicht weiter um das Thema kümmert, anstatt tatsächlich einen Fonds aufzulegen, was sinnvoll wäre! Das ist keine Solidargemeinschaft sondern ein Verbund aus Einzelunternehmen mit nur einem Ziel, höhere Erlöse zu generieren.
Dazu kommt, dass das Ultraproblem mit der immanenten Gewaltbereitschaft innerhalb der Liga, DFL und DFB nicht konsequent angegangen wird. Ich gehe soweit zu behaupten, dass die Vereine ihre jeweiligen "Ultra-Spezis" sehr wohl kennen, aber davor zurückscheuen, denen die Rote Karte zu zeigen, weil es in dieser Szene eine ausgeprägte Solidarität gibt.
 
Herrn Mäurer feiere ich ganz bestimmt nicht für seinen Vorstoß, weil es zurzeit so aussieht, dass Werder als einziger Club auf den Kosten sitzen bleibt und der Rest der Liga entspannt nach Bremen schaut und ruft: Pech gehabt Werder.
Dein Gedanke ist grundsätzlich richtig. Aber wie @FatTony schon gestern schrieb, so lange Werder jährlich bereitwillig hunderttausende Euro für Pyro-Strafen zahlt, ist wohl auch genug Geld für Hochrisikospiele übrig.
 
Den Satz verstehe ich nicht, magst du ihn mir erläutern? Natürlich sind „wir“ da, aber „wir“ zahlen doch auch Steuern, um u.a.die Arbeit der Polizei zu finanzieren. Was btw nicht heißt, dass ich gegen die finanzielle Beteiligung der Vereine bei Risikospielen bin, da wird sich auch in meinen Augen seitens der Vereine zu sehr auf die Arbeit der Polizei verlassen. Aber wenn ich kein Krawallfan bin (bin ich nicht!), warum bin ich dann Teil der Ursache?
Vereinfacht ausgedrückt: 40.000 Fans rennen ins Weserstadion. Selbst wenn alle friedlich sind, ohne Sicherheitskräfte geht es nicht, falls doch was passieren sollte. Also sind wir Teil der Ursache. Gleiches Spiel bei den Mehrkosten bei Risikospielen. Nicht alle Fans der Risiko-Vereine sind Randalierer, aber wir sind ja dennoch mit dabei, also wieder Teil der Ursache. Würden nur die Gewaltfans kommen, würde ein Bruchteil der Sicherheitskräfte reichen und man bräuchte vielleicht ein paar Dutzend Polizisten. Dann gäbe es keine Debatte.

Grundsätzlich muss man sagen, dass der allgemeine Steuerzahler nicht für gewinnorientierte Veranstaltungen zahlen sollte, egal ob diese Unternehmen nun horrende Steuern zahlen oder nicht. Zahlen soll dafür der Veranstalter, bzw. dann die Besucher über die Ticketpreise. Das gilt für Fußballspiele genauso wie für Freimarkt, Konzerte, etc.
 
Dein Gedanke ist grundsätzlich richtig. Aber wie @FatTony schon gestern schrieb, so lange Werder jährlich bereitwillig hunderttausende Euro für Pyro-Strafe zahlt, ist wohl auch genug Geld für Hochrisikospiele übrig.

Wieviele Spiele sind das Überhaupt noch im Jahr. Es sind ja nicht alle 17 Heimspiele in der Saison sondern höchstens 2-3 Spiele, wo also mehr Kosten durch Hochsicherheitsspiele entstehen. Es wird nun so getan als wären alle Heimspiele davon getroffen, dabei geht es nur um die Mehrkosten der Hochsicherheitsspiele. Das werden aber nicht einfach über Nacht mehr Spiele sein. Die Polizei wird weiter so vorgehen wie bisher da ändert das Urteil auch nichts. Die Vereine wird es immer wieder die Möglichkeit geben auch nach dem Spiel die Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes zu prüfen und gegen Unverhältnismäßige Einsätze zu klagen.
 
Ich würde mal behaupten, das ist derzeit in erster Linie Frankfurt. Kann mir kaum vorstellen, dass eines der anderen Spiele wirklich Hochrisiko-Spiel ist. Bei Pauli wäre es noch denkbar.
 
Dein Gedanke ist grundsätzlich richtig. Aber wie @FatTony schon gestern schrieb, so lange Werder jährlich bereitwillig hunderttausende Euro für Pyro-Strafen zahlt, ist wohl auch genug Geld für Hochrisikospiele übrig.
Das ist doch die übliche @FatTony Polemik. Pyro ist das grundsätzliche Problem mit den Ultrachaoten bundesweit. Das ist nicht Werdertypisch. Das muss man trennen.
Ich halte mal dagegen und schreibe, dass Werder sehr viel Geld in Sozialprojekte investiert. Das kann man ja einstellen und das Geld für die Hochrisikospiele verwenden. Das wäre dann Werderspezifisch. Gefällt Euch das besser? Wohl kaum, oder?
 
Ich würde mal behaupten, das ist derzeit in erster Linie Frankfurt. Kann mir kaum vorstellen, dass eines der anderen Spiele wirklich Hochrisiko-Spiel ist. Bei Pauli wäre es noch denkbar.
St. Pauli würde ich nicht dazuzählen, denn u.a. durch die gemeinsame Rivalität zum HSV besteht mMn mehrheitlich eine freundschaftliche Verbindung.
 
Es ist irgendwie komisch. Ansonsten raffen Politiker gerne alles Geld zusammen, dessen sie habhaft werden können, aber hier zieren sich manche wie der Papst im P...?!?

Alle Kassen der Republik sind leer. Warum soll denn der Verursacher dieser Kosten - das MILLIARDENgeschäft Fußball - das nicht bezahlen?

Vielleicht schauen die Vereine zukünftig beim Chaotenteil ihrer Fans besser hin und wirken positiv auf diese ein. Vielleicht...
 
Das ist doch die übliche @FatTony Polemik. Pyro ist das grundsätzliche Problem mit den Ultrachaoten bundesweit. Das ist nicht Werdertypisch. Das muss man trennen.
Und gerade weil das nicht werdertypisch ist, ist das bereitwillige Bezahlen der Pyro-Strafen um so unverständlicher. Bzw. deshalb ist das grün-weiße Jammern über die Mehrkosten für Hochrisikospiele das Vergießen von Krokodilstränen.

Ich halte mal dagegen und schreibe, dass Werder sehr viel Geld in Sozialprojekte investiert. Das kann man ja einstellen und das Geld für die Hochrisikospiele verwenden. Das wäre dann Werderspezifisch. Gefällt Euch das besser? Wohl kaum, oder?
Ist das nicht auch Polemik? ;)
 
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