Fussballfans sind keine Verbrecher!

Erstmal stimme ich dir in den meisten Punkten zu, aber:
1. Das "bepöbeln " der Polizisten und Ordnern hat eigentlich immer etwas mit erfahrenem Unrecht zu tun. Wenn du meinst man schreit den Ordner mit "Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) dich du ***" an weil er eine Absperrung erreichtet oder man "ACAB" schreit weil ein Polizist einem den Weg weist denkst zu klischeehaft.

das seh ich ähnlich...allerdings kommt es auch immer auf beiden seiten an wenn die herren der Ordnungskraft bereits ein eigenes aggressives auftreten haben bauscht sich das meistens auf als das es friedlich nebenher läuft.. und da gibt es ja die unterschiedlichsten sachen die man schon als provokation sehen kann... ich persönlich sehe es schon als provokation an wenn man aus einem tunnel kommt sei es beim fussball oder bei Demonstrationen und man wird von einpaar Hunderschaften mit gesattelten Helmen empfangen oder wenn die Herren in Schwarz komplett Maskiert vor einem stehen... es sieht ganz anders aus als wenn man da sich sammelt und die Polizei chillig mit helm am gürtel und unmaskiert vor einem stehen da kommen dann meist auch keine bzw wenige pöbelein zu stande

es gibt immer 2 seiten und die erfahrung präkt nunmal den menschen in jeder lebenslage
 
Erstmal stimme ich dir in den meisten Punkten zu, aber:
1. Das "bepöbeln " der Polizisten und Ordnern hat eigentlich immer etwas mit erfahrenem Unrecht zu tun. Wenn du meinst man schreit den Ordner mit "Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) dich du ***" an weil er eine Absperrung erreichtet oder man "ACAB" schreit weil ein Polizist einem den Weg weist denkst zu klischeehaft.
2. Das Angreifen gegnerischer Fans findet doch eigentlich nie statt. Außerdem diskutieren wir hier nicht eigentlich über den äußerst fragwürdigen und sinnlosen Einsatz der Polizei in einer Hamburger Kneipe bei dem sich viele Menschen verletzt haben?
3. Der Block ist sollte zwar kein Rechtsfreier Raum sein, es ist und bleibt aber ein Block im Fußballstadion und ein gerade ein Fußballstadion ist keine soziale Einrichtung. Über das Thema Pyro könnten wir noch stundenlang diskutieren, dazu habe ich jetzt aber kein Bock mehr.

1. Wer einem Polizisten eine Beleidigung wie die von Dir genannten an den Kopf wirft, sollte sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn er nicht mit Samthandschuhen angefasst wird, weil so eine Ausdrucksweise alles bewirkt - außer eine Deeskalation.

Davon einmal abgesehen - ich hatte noch nie ernsthaften Ärger mit der Polizei, habe mich aber durchaus schon manchmal über sie bzw. ihre Anweisungen aufgeregt (Beispiel: Absperrung so errichten, dass man als Gästefan in Gelsenkirchen HBF nicht aufs Klo kann). In solchen Situationen denke ich mir aber, ich würde eh' den Kürzeren ziehen, wenn ich den Aufstand probe - sprich, ich versuche mit Argumenten und Freundlichkeit das zu bekommen, was ich will, oder aber ich verzichte, wenn ich merke, dass ich keine Chance habe. Das ärgert mich dann zwar irgendwie, weil ich denke, ich bin im Recht, aber es ist mir deutlich lieber, als in irgendeinem Streifenwagen zu landen.

2. Auf den Vorfall bin ich nicht eingegangen weil ich nicht genug dazu gehört oder gelesen habe, als dass ich mir dazu ein Urteil erlauben könnte. Mir ging es um die Überschrift dieses Threads.

3. Abgesehen davon, dass ich den Vergleich mit der sozialen Einrichtung nicht verstehe - Pyro ist in deutschen Stadien verboten, und damit ist es unerheblich, wie das im Ausland gehandhabt wird, oder was man persönlich davon hält. Ähnlich ist ein Ticket der Zugang zu einem bestimmten Platz in einem bestimmten Block. Wer also meint, davon abweichen zu müssen, muss damit rechnen, dass er Stress kriegt.

Im Übrigen hat das Einhalten bestimmter Grundregeln (kein Pyro, vorgegebener Platz...) nichts damit zu tun, ob man Stimmung im Stadion hat oder nicht, denn es hindert niemanden am Singen, Brüllen, Anfeuern etc. Mir ist allerdings nicht klar, was Du mit "Fanatismus" meinst - für mich ist der Begriff in seiner Grundbedeutung negativ besetzt, weil er Intoleranz und mangelnden Respekt gegenüber Andersdenkenden beinhaltet. Deshalb ist meine Meinung - Leidenschaft, Begeisterung und Emotionen ja, aber Fanatismus nein. Wen's interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Fanatismus
 
Fußballfans sind keine Verbrecher. Stimmt, denn Fußballfans sind (für mich):
- Leute, die mit Freunden, im Fanclub oder vielleicht auch allein ins Stadion gehen, um ihre Mannschaft unterstützen und das Spiel zu verfolgen;
- Leute, die den gegnerischen Spielern und Fans, aber auch den eigenen Fans im Block sowie Polizisten und Ordnern Respekt entgegenbringen, die nicht provozieren und die im Zweifel auch mal darüber hinwegsehen, dass ihnen jemand schräg kommt, anstatt die Situation eskalieren zu lassen; und
- Leute, die nicht soviel trinken, dass sie die Kontrolle über sich verlieren.

Einfach ausgedrückt - Fußballfans sind für mich Leute, denen es um das Erlebnis Stadion und das Spiel an sich geht, und um nichts anderes. Meine Meinung ist, dass diejenigen, die unter diese Definition fallen, ein sehr geringes Risiko eingehen, in Schwierigkeiten mit Polizisten oder Ordnern zu kommen.

Keine Frage - es kann passieren, dass Polizisten oder Ordner falsch reagieren oder dass sie durch unangemessenes Verhalten eine Situation eskalieren lassen anstatt sie zu entschärfen. Schließlich sind sie auch nur Menschen und damit nicht perfekt. Aber dennoch glaube ich, dass sich jeder, der meint, ständig von Polizisten oder Ordnern gegängelt zu werden, mal an die eigene Nase fassen und ehrlich hinterfragen sollte, ob er daran nicht eine gewisse Mitschuld trägt, weil er - nur als Beispiele - meint, dass es OK ist, Polizisten oder Ordner anzupöbeln, die entsprechend ihres Auftrages eine Absperrung errichtet haben, Warnungen, etwas Bestimmtes nicht zu tun, zu ignorieren, gegnerische Fans anzugreifen oder den Fanblock als rechtsfreien Raum zu betrachten (Stichwörter Bengalos zünden oder willkürlich einen Block besetzen (Hoffenheim)). Das sind zwar alles auch keine bzw. keine größeren Verbrechen, aber es sind auch keine Verhaltensweisen, die ich einem Fußballfan zuschreiben würde.

Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen.

Im übrigen wundert es mich schon gar nicht mehr, was hier einige User so vom Stapel lassen. Da scheint nämlich eine gewisse Gruppendynamik, wenn nicht Gruppenzwang, eine erhebliche Rolle zu spielen.

Agressiv sind grundsätzlich immer nur die Ordnungshüter.
Die " Fans " leben immer nur ihre Stimmung und Ausgelassenheit.
 
1. Wer einem Polizisten eine Beleidigung wie die von Dir genannten an den Kopf wirft, sollte sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn er nicht mit Samthandschuhen angefasst wird, weil so eine Ausdrucksweise alles bewirkt - außer eine Deeskalation.

Davon einmal abgesehen - ich hatte noch nie ernsthaften Ärger mit der Polizei, habe mich aber durchaus schon manchmal über sie bzw. ihre Anweisungen aufgeregt (Beispiel: Absperrung so errichten, dass man als Gästefan in Gelsenkirchen HBF nicht aufs Klo kann). In solchen Situationen denke ich mir aber, ich würde eh' den Kürzeren ziehen, wenn ich den Aufstand probe - sprich, ich versuche mit Argumenten und Freundlichkeit das zu bekommen, was ich will, oder aber ich verzichte, wenn ich merke, dass ich keine Chance habe. Das ärgert mich dann zwar irgendwie, weil ich denke, ich bin im Recht, aber es ist mir deutlich lieber, als in irgendeinem Streifenwagen zu landen.

2. Auf den Vorfall bin ich nicht eingegangen weil ich nicht genug dazu gehört oder gelesen habe, als dass ich mir dazu ein Urteil erlauben könnte. Mir ging es um die Überschrift dieses Threads.

3. Abgesehen davon, dass ich den Vergleich mit der sozialen Einrichtung nicht verstehe - Pyro ist in deutschen Stadien verboten, und damit ist es unerheblich, wie das im Ausland gehandhabt wird, oder was man persönlich davon hält. Ähnlich ist ein Ticket der Zugang zu einem bestimmten Platz in einem bestimmten Block. Wer also meint, davon abweichen zu müssen, muss damit rechnen, dass er Stress kriegt.

Im Übrigen hat das Einhalten bestimmter Grundregeln (kein Pyro, vorgegebener Platz...) nichts damit zu tun, ob man Stimmung im Stadion hat oder nicht, denn es hindert niemanden am Singen, Brüllen, Anfeuern etc. Mir ist allerdings nicht klar, was Du mit "Fanatismus" meinst - für mich ist der Begriff in seiner Grundbedeutung negativ besetzt, weil er Intoleranz und mangelnden Respekt gegenüber Andersdenkenden beinhaltet. Deshalb ist meine Meinung - Leidenschaft, Begeisterung und Emotionen ja, aber Fanatismus nein. Wen's interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Fanatismus

:tnx:

Danke! Gerade dieser Fanatismuspunkt war mir beim durchlesen auch ins Auge gesprungen. Ich sehe Fanatismus auch als gefährlich an - und finde deswegen die Polizeipräsenz bei Fussballspielen auch in Ordnung. Habe ne Zeit lang in Dresden gewohnt - was da teilweise abging war einfach nur peinlich. Da war die halbe Polizei Sachsens unterwegs, nur damit sich ein paar Dresdener und Cottbusser nicht gegenseitig die Köpfe einhauen.
Schade, dass alles so streng gehandhabt werden muss, aber das haben sich einige fanatistische Fans selbst zuzuschreiben.
 
1. Wer einem Polizisten eine Beleidigung wie die von Dir genannten an den Kopf wirft, sollte sich meiner Meinung nach nicht wundern, wenn er nicht mit Samthandschuhen angefasst wird, weil so eine Ausdrucksweise alles bewirkt - außer eine Deeskalation.

Davon einmal abgesehen - ich hatte noch nie ernsthaften Ärger mit der Polizei, habe mich aber durchaus schon manchmal über sie bzw. ihre Anweisungen aufgeregt (Beispiel: Absperrung so errichten, dass man als Gästefan in Gelsenkirchen HBF nicht aufs Klo kann). In solchen Situationen denke ich mir aber, ich würde eh' den Kürzeren ziehen, wenn ich den Aufstand probe - sprich, ich versuche mit Argumenten und Freundlichkeit das zu bekommen, was ich will, oder aber ich verzichte, wenn ich merke, dass ich keine Chance habe. Das ärgert mich dann zwar irgendwie, weil ich denke, ich bin im Recht, aber es ist mir deutlich lieber, als in irgendeinem Streifenwagen zu landen.

2. Auf den Vorfall bin ich nicht eingegangen weil ich nicht genug dazu gehört oder gelesen habe, als dass ich mir dazu ein Urteil erlauben könnte. Mir ging es um die Überschrift dieses Threads.

3. Abgesehen davon, dass ich den Vergleich mit der sozialen Einrichtung nicht verstehe - Pyro ist in deutschen Stadien verboten, und damit ist es unerheblich, wie das im Ausland gehandhabt wird, oder was man persönlich davon hält. Ähnlich ist ein Ticket der Zugang zu einem bestimmten Platz in einem bestimmten Block. Wer also meint, davon abweichen zu müssen, muss damit rechnen, dass er Stress kriegt.

Im Übrigen hat das Einhalten bestimmter Grundregeln (kein Pyro, vorgegebener Platz...) nichts damit zu tun, ob man Stimmung im Stadion hat oder nicht, denn es hindert niemanden am Singen, Brüllen, Anfeuern etc. Mir ist allerdings nicht klar, was Du mit "Fanatismus" meinst - für mich ist der Begriff in seiner Grundbedeutung negativ besetzt, weil er Intoleranz und mangelnden Respekt gegenüber Andersdenkenden beinhaltet. Deshalb ist meine Meinung - Leidenschaft, Begeisterung und Emotionen ja, aber Fanatismus nein. Wen's interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Fanatismus

Dir ist schon klar das "Fan" nur die Kurzform von "Fanatiker" ist? :knutsch:

Weißt du, Pyro-Verbot ist eine Randerscheinung des Modernen Fußballs wie viele andere Dinge. Wenn es nach den "Pyro-Verbietern" ginge, dürften Ultras keine Zeitungen mehr verkaufen, würden Stehplätze verboten etc...oder es entstehen unglaubliche Sanktionen wie das Choreo-Verbot vorletzte Saison, weil die VIPs den Einlauf nicht verfolgen können.

In diesem Sinne: Resist to Exist
 
Dir ist schon klar das "Fan" nur die Kurzform von "Fanatiker" ist? :knutsch:

Falsch. Der Begriff "Fan" ist zwar, wenn man es rein auf Ebene der Buchstaben betrachtet, "nur" die Abkürzung von "Fanatiker". Wenn man die Begriffe aber sprachlich/inhaltlich betrachtet - und das ist doch der entscheidende Punkt - wird sichtbar, dass es einen wichtigen Bedeutungsunterschied gibt und "Fanatiker" und "Fan" nicht dasselbe bedeuten.

Während die Begriffe Fanatiker ("jemand, der sich für eine Überzeugung, eine Idee fanatisch einsetzt"), fanatisch ("sich mit Fanatismus, mit einer Art Verbohrtheit, blindem Eifer (u. rücksichtslos) für etwas einsetzend") und Fanatismus ("rigoroses, unduldsames Eintreten für eine Sache od. Idee als Ziel, das kompromisslos durchzusetzen versucht wird") klar negative Konnotationen beinhalten, ist die Definition von Fan neutral bis positiv: "Fan - jemand, der sich für etwas (bes. für Musik oder Sport) / jemanden sehr begeistert; b) jemand, der eine besondere Vorliebe für etwas hat."
Quelle für die in "" gesetzten Textteile: Duden Fremdwörterbuch

Zu dem Rest von Deinem Post, in dem Du Feuerwerkskörper in voll besetzten Blöcken, mit denen man andere verletzen kann (oder was glaubst Du, was der Grund für das Verbot ist, wenn nicht die Sicherheit der Fans im Stadion?) mit irgendwelchen Zeitungen oder vermeintlichen Choreo-Verboten auf eine Stufe stellst, fällt mir, sorry, nur etwas ein, was ich sonst höchst selten mache - :wall:

Was die Stehplätze angeht - irgendwann sind die vielleicht tatsächlich mal alle weg. Und die Entscheider können den wahren Grund dafür - Kommerz - perfekt mit Sicherheitsargumenten vertuschen, wenn es vorher genügend Leute gab, die meinen, die Grundregeln in den Blöcken nicht einhalten zu müssen.
 
Falsch. Der Begriff "Fan" ist zwar, wenn man es rein auf Ebene der Buchstaben betrachtet, "nur" die Abkürzung von "Fanatiker". Wenn man die Begriffe aber sprachlich/inhaltlich betrachtet - und das ist doch der entscheidende Punkt - wird sichtbar, dass es einen wichtigen Bedeutungsunterschied gibt und "Fanatiker" und "Fan" nicht dasselbe bedeuten.

Während die Begriffe Fanatiker ("jemand, der sich für eine Überzeugung, eine Idee fanatisch einsetzt"), fanatisch ("sich mit Fanatismus, mit einer Art Verbohrtheit, blindem Eifer (u. rücksichtslos) für etwas einsetzend") und Fanatismus ("rigoroses, unduldsames Eintreten für eine Sache od. Idee als Ziel, das kompromisslos durchzusetzen versucht wird") klar negative Konnotationen beinhalten, ist die Definition von Fan neutral bis positiv: "Fan - jemand, der sich für etwas (bes. für Musik oder Sport) / jemanden sehr begeistert; b) jemand, der eine besondere Vorliebe für etwas hat."
Quelle für die in "" gesetzten Textteile: Duden Fremdwörterbuch

Zu dem Rest von Deinem Post, in dem Du Feuerwerkskörper in voll besetzten Blöcken, mit denen man andere verletzen kann (oder was glaubst Du, was der Grund für das Verbot ist, wenn nicht die Sicherheit der Fans im Stadion?) mit irgendwelchen Zeitungen oder vermeintlichen Choreo-Verboten auf eine Stufe stellst, fällt mir, sorry, nur etwas ein, was ich sonst höchst selten mache - :wall:

Was die Stehplätze angeht - irgendwann sind die vielleicht tatsächlich mal alle weg. Und die Entscheider können den wahren Grund dafür - Kommerz - perfekt mit Sicherheitsargumenten vertuschen, wenn es vorher genügend Leute gab, die meinen, die Grundregeln in den Blöcken nicht einhalten zu müssen.

Das mit dem "Fan" biegst du dir auch ein wenig zurecht. Wenn sich jemand wirklich SEHR für eine Idee begeistert ist er auch auf bestimmte Weise fanatisch. Fan ist eigentlich nur die Kurzform von Fanatiker (halt von Fanatic), das ist einfach so.
Es ist und bleib dabei, wenn man auch nur halbwegs verantwortungsvoll mit Pyro umgeht ist es ungefährlich. Ich stell es ja nicht auf eine Stufe mit Zeitungen etc., ich sage nur wenn es nach den "Verbietern" ginge, würde bald vieles mehr verboten. Wenn das eintritt hätte man fast alles verloren was einen ausgemacht hat. Deswegen muss man seiner Linie treu bleiben bevor auch das letzte Stück Fankultur aus dem Stadion verbannt wurde.
 
Finde ich traurig so eine Einstellung. Was kümmert mich Willkür wenn ich nicht betroffen bin - oder wie? Auch wenn ich es dir pers. nicht wünsch, so wär es vielleicht mal gut wenn du selber mal ein Fehlverhalten bei dir oder einem engen Freund erlebst, dann würdest du sicher anders über das denken.
Denn jeder der zum Fussball geht kann von Gewalt, sowohl von der Polizei als auchg von Hools betroffen sein, und deswegen sollte es auch jeden etwas angehen.
So eine Grundhaltung von dir lässt mcih erschaudern und erinnert mich ans dritte Recih oder die DDR - unter dem Motto: Was interessiert mich das Unrecht welches gegen hundert, tausenden oder sogar Millionen Andere ausgeübt wird, solange ich persönlich nicht betroffen bin.

Mich würde interessieren, was die in Deinem Beispiel ständig "von Willkür Betroffenen" eigentlich über Gewalt gegenüber den Polizisten denken? Dass beispielsweise bei den Krawallen im Schanzenviertel dutzende Beamte einfach aus Lust an der Krawalle und völlig willkürlich angegriffen und vorsätzlich verletzt wurden. Heißt es dann nicht vielleicht auch "Pech gehabt, ist deren Job" oder "geht mich nichts an, ich war ja nicht dabei" oder vielleicht sogar "Es hat bestimmt nicht die falschen getroffen"? Ich habe Mitleid mit den Beamten, die aufgrund dessen, dass hunderte unterbelichtete Krawallmacher einfach mal wieder druchdrehen wollen, im Zuge ihres Berufs ihre Gesundheit riskieren müssen.

Es ist traurig, dass in dem besagten Beispiel mit der St. Pauli Kneipe scheinbar völlig Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind. Dieser Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden, das sehe ich genauso. Aber aufgrund dieser Vorfälle darauf zu schließen, dass eine Polizeieinheit, die bei den Krawallen im Einsatz war, nichts besseres zu tun hat als eine Kneipe aufzusuchen und zu stürmen, in der sie vielleicht Leute vermuten, die einige Zeit vorher in die Verletzung eines ihrer Kollegen verstrickt waren, halte ich doch für extrem weit her geholt, wenn nicht sogar schon ein bißchen paranoid. Ich denke, dass es im Zuge der Krawallen und in der Beurteilung der Gesamtsituation zu einem schweren Fehler gekommen ist, und der Laden aufgrund von Fehlinformationen fälschlicherweise gestürmt wurde. Ohne, dass ich irgendwas über irgendwelche Hintergründe wüsste.
 
Das mit dem "Fan" biegst du dir auch ein wenig zurecht. Wenn sich jemand wirklich SEHR für eine Idee begeistert ist er auch auf bestimmte Weise fanatisch. Fan ist eigentlich nur die Kurzform von Fanatiker (halt von Fanatic), das ist einfach so.
Es ist und bleib dabei, wenn man auch nur halbwegs verantwortungsvoll mit Pyro umgeht ist es ungefährlich. Ich stell es ja nicht auf eine Stufe mit Zeitungen etc., ich sage nur wenn es nach den "Verbietern" ginge, würde bald vieles mehr verboten. Wenn das eintritt hätte man fast alles verloren was einen ausgemacht hat. Deswegen muss man seiner Linie treu bleiben bevor auch das letzte Stück Fankultur aus dem Stadion verbannt wurde.
Ich frage mich, wer sich hier die Sachen so hinbiegt, wie sie gerade gebraucht werden. Das was hier zur Erklärung der Begrifflichkeiten angeführt wurde kam aus dem Duden... Ist ja alles adere als den Haaren herbeigezogen. Das was hier allerdings angeführt wird um fanatisches (Fehl-) Verhalten zu rechtfertigen oder gar zu legitimieren, spottet echt jeder Beschreibung...
 
Ich frage mich, wer sich hier die Sachen so hinbiegt, wie sie gerade gebraucht werden. Das was hier zur Erklärung der Begrifflichkeiten angeführt wurde kam aus dem Duden... Ist ja alles adere als den Haaren herbeigezogen. Das was hier allerdings angeführt wird um fanatisches (Fehl-) Verhalten zu rechtfertigen oder gar zu legitimieren, spottet echt jeder Beschreibung...

Warum spottet das echt jeder Beschreibung? Kannst du nicht verstehen das jemand mehr im Fußball sieht als zugucken und Bierchen trinken (und garantiert keine Plattform zur Gewalt, wie es immer gerne heißt).

BTW: Ich gebe zu das der Satz:"Das mit dem "Fan" biegst du dir auch ein wenig zurecht." ziemlich unglücklich ausgedrückt war.
 
Warum spottet das echt jeder Beschreibung? Kannst du nicht verstehen das jemand mehr im Fußball sieht als zugucken und Bierchen trinken (und garantiert keine Plattform zur Gewalt, wie es immer gerne heißt).

BTW: Ich gebe zu das der Satz:"Das mit dem "Fan" biegst du dir auch ein wenig zurecht." ziemlich unglücklich ausgedrückt war.

Natürlich kann ich das verstehen, das erfahre ich am eigenen Leib. Für mich ist Fussball, speziell Werder mehr als Bierchen trinken und Fussball schauen. Werder beeinflußt meine Stimmung viel mehr als mir manchmal lieb wäre!
Aber in dem Moment, wo durch das Ausleben des Fan seins, in welcher Form das auch passiert, andere beeinträchtigt werden, ist für mich Schluss. Ohne wenn und aber.
 
Natürlich kann ich das verstehen, das erfahre ich am eigenen Leib. Für mich ist Fussball, speziell Werder mehr als Bierchen trinken und Fussball schauen. Werder beeinflußt meine Stimmung viel mehr als mir manchmal lieb wäre!
Aber in dem Moment, wo durch das Ausleben des Fan seins, in welcher Form das auch passiert, andere beeinträchtigt werden, ist für mich Schluss. Ohne wenn und aber.

In der Art und Weise wie ich den Fußball auslebe wird niemand beeinträchtigt.
 
Mich würde interessieren, was die in Deinem Beispiel ständig "von Willkür Betroffenen" eigentlich über Gewalt gegenüber den Polizisten denken? Dass beispielsweise bei den Krawallen im Schanzenviertel dutzende Beamte einfach aus Lust an der Krawalle und völlig willkürlich angegriffen und vorsätzlich verletzt wurden. Heißt es dann nicht vielleicht auch "Pech gehabt, ist deren Job" oder "geht mich nichts an, ich war ja nicht dabei" oder vielleicht sogar "Es hat bestimmt nicht die falschen getroffen"? Ich habe Mitleid mit den Beamten, die aufgrund dessen, dass hunderte unterbelichtete Krawallmacher einfach mal wieder druchdrehen wollen, im Zuge ihres Berufs ihre Gesundheit riskieren müssen.

Es ist traurig, dass in dem besagten Beispiel mit der St. Pauli Kneipe scheinbar völlig Unbeteiligte zu Schaden gekommen sind. Dieser Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden, das sehe ich genauso. Aber aufgrund dieser Vorfälle darauf zu schließen, dass eine Polizeieinheit, die bei den Krawallen im Einsatz war, nichts besseres zu tun hat als eine Kneipe aufzusuchen und zu stürmen, in der sie vielleicht Leute vermuten, die einige Zeit vorher in die Verletzung eines ihrer Kollegen verstrickt waren, halte ich doch für extrem weit her geholt, wenn nicht sogar schon ein bißchen paranoid. Ich denke, dass es im Zuge der Krawallen und in der Beurteilung der Gesamtsituation zu einem schweren Fehler gekommen ist, und der Laden aufgrund von Fehlinformationen fälschlicherweise gestürmt wurde. Ohne, dass ich irgendwas über irgendwelche Hintergründe wüsste.

Was die anderen von Gewalt gegenüber Polizisten halten kann ich dir nicht sagen. Was ich darüber denke schon.
Ich toleriere gar keine Gewalt, gegenüber wem auch immer! Ich bin wirklich ein freidfertiger Mensch und versuche kritische Situationen im vernünftig mit Worten zu lösen. Gruppen die sich mit dem Ziel treffen mit Gewalt gegen die Polizei vorzugehen sind nicht zu verteidigen und gegen die kann die Polizei auch gerne angemessen durchgreifen. Allerdings sehe ich bei Fussballfans (sicherlich nicht bei allen bzw. überzeugten Hools) aber sicherlich bei den Bremer Fans bzw. Ultras in keiner Weise das Ziel das gewaltätig gegen die Polizei vorgegangen werden soll. Das manchen aus Reihen der Fans die Polizei mal mit Worten provozieren ist vielleicht nicht die feine englische Art, sollte aber auch nicht zu hoch bewertet werden.
Jetzt ma im Ernst von den Bremer Fans und Ultras geht doch kein generelles Gewaltpotential aus. Häufig genug kann man doch auch beobern, wenn die Polizei deeskalierend Auftriit, das ein ganz entspantes Miteinandern funktioniert.
Ich persönlich habe schon häufiger, auch abseits vom Fussball, erlebt das manche Polizisten sich wie die letzten Schweine verhalten, und teilweise sehr gewaltätig oder übertrieben reagieren.
Ich kann dir da gerne ne paar Bsp. nenenn, dann allerdings nicht öffentlich im Forum.
 
Jetzt ma im Ernst von den Bremer Fans und Ultras geht doch kein generelles Gewaltpotential aus

Da hast Du absolut Recht - wenn man uns mit Frankfurt, Dresden oder Magdeburg zB vergleicht, sind wir schon eine sehr friedliche Fangemeinde. Sicherlich geprägt vom Umfeld, aber einige bestimmte Cops sind ja schon beim "Eskortieren" auf Eskalation aus, da wird verbal und leicht handgreiflich provoziert, das ist eig. das, was nervig ist im allgemeinen Leben als Fussballfan. Ne Ü-Kamera ist dann gerade zufällig nicht vor Ort...
 
Ich persönlich habe schon häufiger, auch abseits vom Fussball, erlebt das manche Polizisten sich wie die letzten Schweine verhalten, und teilweise sehr gewaltätig oder übertrieben reagieren.
:wall:

Ich persönlich habe schon häufiger, insbesondere beim Fußball, erlebt, dass eine ausreichend große Anzahl von Fußball-"Fans" (gerade innerhalb der vermeintlichen Anonymität der "Gruppe") sich wie die letzten Schweine verhalten und teilweise sehr gewalttätig oder übertrieben reagieren. :rolleyes:


Ich äußere mich die Tage gerne auch mal detaillierter (Hoffenheim, Hamburg (Heim- und Auswärtsspiele), sogar in Berlin gab's Dinge, die mit "Fan-Sein" in meinen Augen nichts zu tun haben)

Fußball-Fans sind mit Sicherheit per se keine Verbrecher aber dass sich diejenigen, die sich bewußt nicht an Regeln und Gesetze halten wollen, hinter dieser Parole verstecken, ist einfach nur verlogen und schadet all den Fans, die sich auch und gerade beim Fußball im Rahmen der geltenden Regeln benehmen können.

so long..

gwg

svwb
 
Als Fussballfan und auch als eine arbeiter bei die Polizie kann ich nur sagen, es gibt Schweine auf beiden Seiten. Leider.
 
Das mit dem "Fan" biegst du dir auch ein wenig zurecht. Wenn sich jemand wirklich SEHR für eine Idee begeistert ist er auch auf bestimmte Weise fanatisch. Fan ist eigentlich nur die Kurzform von Fanatiker (halt von Fanatic), das ist einfach so.
Es ist und bleib dabei, wenn man auch nur halbwegs verantwortungsvoll mit Pyro umgeht ist es ungefährlich. Ich stell es ja nicht auf eine Stufe mit Zeitungen etc., ich sage nur wenn es nach den "Verbietern" ginge, würde bald vieles mehr verboten. Wenn das eintritt hätte man fast alles verloren was einen ausgemacht hat. Deswegen muss man seiner Linie treu bleiben bevor auch das letzte Stück Fankultur aus dem Stadion verbannt wurde.

@Zurechtbiegen. Um mich genau dem Vorwurf nicht auszusetzen, habe ich den guten alten Duden aus der Staubecke gekramt... Und ich habe beim Zitieren nichts aus den Duden-Einträgen weggelassen, was die Aussage verändert hätte... ;)

@Pyro. Keine Frage, wenn man damit verantwortungsvoll umgeht, ist es ungefährlich. Nur, wie sollen die Stadionbetreiber, die für die Sicherheit der Besucher verantwortlich sind, gewährleisten, dass nur verantwortungsvolle Leute Pyros mitbringen und zünden? Das ist bei zigtausenden Leuten auf engstem Raum im Stadion schlichtweg unmöglich. Insofern gibt es - meiner Meinung nach - keine Alternative zum Verbot.

@Seiner Linie treu bleiben. Keine Frage - jeder sollte sein Fansein so ausleben wie er es für richtig hält - und damit gibt es die verschiedensten Ausprägungen, was ja auch gut ist, denn sonst wäre ein Fanblock langweiliger Einheitsbrei. Aber das "seiner Linie treu bleiben" sollte sich immer im Rahmen der geltenden Regeln bewegen, denn wenn das nicht der Fall ist, liefert man denjenigen, die Du als "Verbieter" bezeichnest, doch die perfekten Argumente an die Hand, immer restriktiver zu werden.

@SportVereinWerderBremen. :tnx: - speziell zum letzten Absatz.
 
@Zurechtbiegen. Um mich genau dem Vorwurf nicht auszusetzen, habe ich den guten alten Duden aus der Staubecke gekramt... Und ich habe beim Zitieren nichts aus den Duden-Einträgen weggelassen, was die Aussage verändert hätte... ;)

@Pyro. Keine Frage, wenn man damit verantwortungsvoll umgeht, ist es ungefährlich. Nur, wie sollen die Stadionbetreiber, die für die Sicherheit der Besucher verantwortlich sind, gewährleisten, dass nur verantwortungsvolle Leute Pyros mitbringen und zünden? Das ist bei zigtausenden Leuten auf engstem Raum im Stadion schlichtweg unmöglich. Insofern gibt es - meiner Meinung nach - keine Alternative zum Verbot.

@Seiner Linie treu bleiben. Keine Frage - jeder sollte sein Fansein so ausleben wie er es für richtig hält - und damit gibt es die verschiedensten Ausprägungen, was ja auch gut ist, denn sonst wäre ein Fanblock langweiliger Einheitsbrei. Aber das "seiner Linie treu bleiben" sollte sich immer im Rahmen der geltenden Regeln bewegen, denn wenn das nicht der Fall ist, liefert man denjenigen, die Du als "Verbieter" bezeichnest, doch die perfekten Argumente an die Hand, immer restriktiver zu werden.

@SportVereinWerderBremen. :tnx: - speziell zum letzten Absatz.

Im großen und ganzen gebe ich dir ABSOLUT recht, so sehe ich das im Grunde auch.
Zum Thema Pyro sei gesagt: Sicherlich hast du da Recht. Eine Aufhebung des Verbots halt ich auch selber für nicht durchfürbar, aber eines ist doch wohl möglich, eine gewisse Toleranz. Ich möchte das die deutschen Journalisten auch mal tolerant sind. Sie zeigen es bei fast jedem Europapokal-Auswärtsspiel, wie tolerant sie sein können:
Ein Tag nach dem Spiel in Etienne schrieb die Blöd-Zeitung von "Schande Deutschlands", oder gar von "gewalttätigen Hooligans" (:wall:). Eine Seite(!!) weiter wollten sie den Leser auf das bevorstehende Uefa Cup-Auswärtsspiel Hamburgs in Istanbul aufmerksam machen. Sie schrieben von der Wahnsinns-Hölle von Istanbul, von einer Atmosphäre von der sich die Bundesliga eine Scheibe abschneiden lassen könnte oder von der Höhle des Löwen. Sie zeigten Bilder auf denen ganze Tribünen im Lichte der Bengalen erstrahlten. Sie verwiesen auf das Hinspiel in HH, bei dem die ultrAslans schon ordentlich für Stimmung gesorgt hatten.
Nach dem Tor im Hinspiel wurden 5 Bengalen gezündet, es knallte sogar extrem laut nach dem ein Böller detonierte. Der deutsche Kommentator kommentierte das mit einem: "Schöne Europapokal-Atmosphäre hier in Hamburg". Im gleichen Zeitrahmen hetzten ein paar Volksblätter, sowie einige Bremer Lokalblätter gegen die Chaoten die Werders Ansehen in Frankreich angeblich massiv geschadet hatten.
Der Höhepunkt des Tages folgte dann im DSF (bei aktiven Fans generell nicht sehr beliebt): Im Newsflash bekamen die Bremer Idioten ihr Fett weg, wenige Sekunden später huldigte der Münchener Privatsender allerdings den Galatasaray-Fans mit Bildern aus dem Ali-Sami-Yen Stadion, die eher an Bürgerkrieg als an Fußball erinnerten.

Ich könnte die Liste mit doppelmoralischen Ansichten ewig weiterführen, hab aber jetzt keine Lust mehr.
 
@HB2108. "Sicherlich hast du da Recht. Eine Aufhebung des Verbots halt ich auch selber für nicht durchfürbar, aber eines ist doch wohl möglich, eine gewisse Toleranz. "

Wie soll das gehen? Verbot ist Verbot, da gibt's keine Toleranz oder Grauzone.

Im Übrigen teile ich aber Deine Meinung zur Doppelmoral der Journalisten voll und ganz. Das Abfeuern von Pyro im Stadion sollte immer gleich bewertet werden - nämlich kritisch wegen des vorhandenen Gefahrenpotenzials -, egal wo es passiert. In manchen Situationen von toller Atmosphäre etc. zu sprechen und in anderen Situationen dann wieder von Chaoten etc. ist inkonsequent und nicht in Ordnung. Ich würde allerdings nicht ausgerechnet St. Etienne als Beispiel heranziehen, denn dort wurde bekanntlich auch ein Feuerwerkskörper in den Heimblock geworfen, was ohne Wenn und Aber absolut inakzeptabel ist.
 
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