Corona mit Fokus auf Folgen für den Fussball

Wenn die Virologen tatsächlich Recht behalten, dann ist es das Beste, die Saison 2019/20 erst im März 2021 mit den bisherigen Mannschaften ( soweit noch vorhanden) fortzusetzen. Dann ergäbe sich eine Langsaison 2019/21 mit Corona-Pause. Erst für die Jahre 2021/22 könne eine neue reguläre Saison eröffnet werden. Alles andere wird meines Erachtens nicht funktionieren, denn wenn man überhaupt eine Saison 2020/21 planen sollte, wird auch diese durch das Virus zerstört. Man würde dadurch letztlich riskieren, zwei Spielzeiten nicht regulär durchziehen zu können.
Wenn die jetzige Spielzeit bis Mai 2021 verlängert würde, hätte man zumindest Planungssicherheit!
 
Na ja. Das will man hier am Ende aber nicht. MB hat zwar gesagt, dass er im Falle einer bundesweiten Lösung von Investoren sich dem nicht grundsätzlich verschließen würde, aber das ist der falsche Ansatz. Man ist vor der Welle und rennt nicht einer Entwicklung hinterher. 1999 haben sie ihre KG gegründet und außer der Ausgliederung nichts mit ihrer GmbH & Co KA aA angefangen. Die Altvorderen werden auch nicht müde zu betonen, dass sie einen Einstieg zu ihren Lebzeiten nicht mehr erleben wollen, vgl. Dr Born.
Wenn man sich für Investoren zu X Prozent- Beteiligung entscheiden würde, wäre eine regionale Lösung zu favorisieren. Entspricht auch dem Kind-Modell. Was dieses Modell so problematisch macht, ist die Kommunikationsform von Kind selbst und sein Agieren innerhalb von H96. In der Analyse finde ich seinen Denkansatz und das Modell dazu richtig.
Es wird kein Investor kommen, der das Versorgungswerk des SVW mit Geld unterstützt. Ehemalige Spieler zu holen und sie an entscheidende Positionen zu setzen (unabhängig ihrer Kompetenz) ist kein schlüssiges Konzept. Hier wird es als der Werderweg verkauft. Wenn man die letzten 10 Jahre betrachtet, muss man feststellen, dass dieser Weg in die Bedeutungslosigkeit geführt hat. Diese Saison bislang sogar in die 2. Liga.
Werder tut sich immer dadurch hervor, mehr Geld aufgrund ihrer Tradition von der DFL zu fordern. Neue Geldmöglichkeiten aufzutun passt nicht ihr Weltbild. Allein ihr Wirken letzten Sommer zeugt von Naivität. Werder war, ist und bleibt ein Durchlauferhitzer für Talente. Sie müssen Spieler verkaufen, neue preiswert einkaufen, ausbilden bzw weiterentwickeln und dann veräußern. Stattdessen besagte Neuverpflichtungen ohne Mehrwert.
Das ist ein viel zu enger Finanz-Korridor auf dem sie sich bewegen. Das war schon unter Müller/Allofs so und wurde von Filbry fortgeführt. Keine Weiterentwicklung oder Innovationen und somit in der Corona-Krise sehr existenzbedrohend.

Investor ja, sofern der Verein sonst alternativlos in die Insolvenz geht. Und dann muß man, ob man will oder nicht, Macht abgeben und festgefahrene Krusten aufweichen. Was ich persönlich sogar als letztlich vorteilhaft für Werders weiteren Weg sehen würde.
 
Wenn die Virologen tatsächlich Recht behalten, dann ist es das Beste, die Saison 2019/20 erst im März 2021 mit den bisherigen Mannschaften ( soweit noch vorhanden) fortzusetzen. Dann ergäbe sich eine Langsaison 2019/21 mit Corona-Pause. Erst für die Jahre 2021/22 könne eine neue reguläre Saison eröffnet werden. Alles andere wird meines Erachtens nicht funktionieren, denn wenn man überhaupt eine Saison 2020/21 planen sollte, wird auch diese durch das Virus zerstört. Man würde dadurch letztlich riskieren, zwei Spielzeiten nicht regulär durchziehen zu können.
Wenn die jetzige Spielzeit bis Mai 2021 verlängert würde, hätte man zumindest Planungssicherheit!

Klingt wunderbar und würde ich sofort unterschreiben. Einfach ein Jahr ohne Fußball und im Frühjahr 2021 frisch geimpft da weitermachen, wo wir vor ein paar Wochen aufgehört haben, ein Sabbatical des Fußballs...

Wenn, ja wenn sich dann nicht tausend Probleme auftun würden: Was passiert mit den laufenden Kosten, den auslaufenden Verträgen, was macht Sky und DAZN in der Zwischenzeit, was machen die vielen Angestellten aller in der Zwischenzeit, wer bezahlt sie und und und...

Irgendwie schade, denn ein Sabbatical würde vielen und vielem richtig gut tun. Ich spreche da aus eigener Erfahrung...:) Aber ich befürchte eher ein "The show must go on", egal in welcher Form...:(
 
Die Probleme werden doch ohnehin bestehen, wenn nicht weiter gespielt werden darf. So lange es keinen Impfstoff oder keine Medikamente gibt, wird es keinen Fußball geben. Ob die laufende Spielzeit zu Ende gespielt, oder ob im August eine neue Saison ausgerufen wird, gespielt wird nur, wenn Politiker und Mediziner grünes Licht geben.
Die Vereine werden sich damit abfinden müssen, dass sie ganz am Ende der Fahnenstange stehen.
 
Die Probleme werden doch ohnehin bestehen, wenn nicht weiter gespielt werden darf. So lange es keinen Impfstoff oder keine Medikamente gibt, wird es keinen Fußball geben. Ob die laufende Spielzeit zu Ende gespielt, oder ob im August eine neue Saison ausgerufen wird, gespielt wird nur, wenn Politiker und Mediziner grünes Licht geben.
Die Vereine werden sich damit abfinden müssen, dass sie ganz am Ende der Fahnenstange stehen.

Dann stehen noch ganz andere am Ende der Fahnenstange, nämlich der Großteil der arbeitenden Bevölkerung. Nicht falsch verstehen, ich fände es geradezu genial, eine Auszeit für alle, viel Zeit zum Nachdenken über den wirklichen Sinn des Lebens.. Wird nur leider mit der Realität nichts zu tun haben. Das Leben muß und wird weitergehen, natürlich nicht abrupt, mit weiterhin vielen Einschränkungen, die man aber nach und nach lockern muß und wird. Und wenn wirklich alles vorüber ist, dann wird so manches nicht mehr so sein wie es war. Und das ist leider keine Schwarzmalerei...

Ich gehe von folgendem Szenario aus:

Das globale Szenario ist kaum dazu angetan, Unternehmen zu größeren Investitionen und Verbraucher zu Anschaffungen über den laufenden Bedarf hinaus zu bewegen - ein typischer Fall von Deflation. Zu Ende gedacht, dürfte sie in die Stagflation übergehen (Stagnation der Wirtschaft einschließlich sich anbahnender Inflation), im schlimmsten Fall sogar Rezflation (Rezession zuzüglich steigender Inflation), schließlich starke Inflation, während der vor allem Sachwerte aller Art gefragt sein werden. Eine starke Inflation ist quasi eine schleichende Enteignung, besonders der Geldwerte.
Wenn der Punkt erreicht ist, bei dem die Staatsschulden, so wie jetzt und verstärkt in nächster Zeit, nur noch durch beliebiges Drucken von Papiergeld gedeckt werden können, wird es kritisch. Dann kommt es letztlich immer zu einer Währungsreform. Eine Währungsreform ist im Prinzip nichts anderes als der Tausch von Guthaben der Bürger gegen die Schulden des Staates.
Machen wir uns nichts vor, es geht leider in diese Richtung...:(
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ab heute gilt in Niedersachsen ein Kontakterbot für mehr als zwei Personen (ausgenommen Familienangehörige oder häusliche Lebensgemeinschaften).
 
Wenn die Virologen tatsächlich Recht behalten, dann ist es das Beste, die Saison 2019/20 erst im März 2021 mit den bisherigen Mannschaften ( soweit noch vorhanden) fortzusetzen. Dann ergäbe sich eine Langsaison 2019/21 mit Corona-Pause. Erst für die Jahre 2021/22 könne eine neue reguläre Saison eröffnet werden. Alles andere wird meines Erachtens nicht funktionieren, denn wenn man überhaupt eine Saison 2020/21 planen sollte, wird auch diese durch das Virus zerstört. Man würde dadurch letztlich riskieren, zwei Spielzeiten nicht regulär durchziehen zu können.
Wenn die jetzige Spielzeit bis Mai 2021 verlängert würde, hätte man zumindest Planungssicherheit!
Naiv! In diesem Szenario existiert keine Liga mehr. Wo soll denn das Geld für den laufenden Betrieb herkommen? Warum sollen Fernsehsender für etwas bezahlen, was nicht stattfindet? Dann ist der Profi-Fußball nicht mehr vorhanden.
So lange es keinen Impfstoff oder keine Medikamente gibt, wird es keinen Fußball geben. Ob die laufende Spielzeit zu Ende gespielt, oder ob im August eine neue Saison ausgerufen wird, gespielt wird nur, wenn Politiker und Mediziner grünes Licht geben.
Wieder naiv. Selbst wenn es morgen einen Impfstoff gebe, was glaubst Du denn wie lange es dauert, die ganzen Risikogruppen zu impfen? Mal abgesehen davon, dass man mit der Produktion gar nicht hinterher käme. Wir reden hier nicht über ein paar Tausend sondern über millionenfach!
Medikamente gegen Viren entwickelt man nicht ebenso. Man kann nicht virizid therapieren sondern nur virostatisch. Ich erinnere nur an die Retroviren sprich HIV. Keine Heilung nur Kontrolle. Die Viruslast wird in dieser Krankheit reduziert aber nicht eradiziert.
 
Was ich immer wieder sage, vorsichtig mit der Beurteilung von Presseaussagen:
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Wenn man die Finanzierung Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;), so hat das wohl wenig mit der Wahl des Standortes zu tun als mehr mit den zugrundeliegenden Erwartungen an die sportliche Zukunft.

Grundsätzlich richtig. Aber ein verkackter Finanzierungplan impliziert nun einmal nicht den Automatismus, daß in der strategischen Frage, ob Um- oder Neubau, die richtige Entscheidung getroffen wurde. Wenn man die von @Berliner69 genannten Zahlen zugrunde legt, kostete der Neubau des Borussen-Park ca. 1.600 € je Platz, der Umbau des Weserstadion dagegen 1.800 € je Platz. 200 € Differenz klingen erst mal nicht so viel, aber hochgerechnet auf Kapazität von 42.100 Plätzen wurden damit mal eben ca. 8,4 Mio.€ "verbrannt". Hinzu kommen die Einnahmeverluste durch die geringere Kapazität: ein Rechenbeispiel: Werder hatte seit der Fertigstellung einen Schnitt von ca.40.900 Zuschauern = Auslastung von ca. 95%, das ergibt durchschnittlichen Ticketpreis von 35 € eine Einnahme von ca. 24,3 Mio. € p.a. vor Steuern. Bei einem wie ursprünglich geplanten 50.000er Stadion wären selbst bei einer Auslastung von nur 90% = 45.000 Menschen ca. 26,7 Mio € p.a. vor Steuern, abzüglich etwaiger anderer Mehrkosten in die Kassen geflossen. Somit verlor bisher Werder jährlich ca. 2,4 Mio € brutto bzw. ca. 2. Mio € netto.

Um den Bogen wieder auf diesen Thread zu spannen bedeutet dies, daß Werder dadurch gemessen an den bisher 7 Heimspielen in dieser Saison Phi mal Daumen rechnerisch 800.000 € an Mehreinnahmen fehlen. Ganz abgesehen davon, daß mit den höheren Einnahmen eines größern Stadions aus den Vorjahren das Eigenkapital = die Reserven zum Überbrücken dieser schweren Phase trotz etwaig höherer Zins- und Tilgungsraten sowie anderer Mehrkosten sehr wahrscheinlich höher wäre. Das ist viel Geld, welches Werder in diesen von Corona geprägten Zeiten sehr gut gebrauchen könnte. Klaus Filbry bezifferte den wirtschaftlichen Schaden für Werder im Fall eines Saisonabbruchs auf ca. 26 Mio € - 16 Mio € TV Einnahmen, 10 Mio € Tickets und Catering. Es erklärt sich von selbst, daß die Einnahmen eines größeren Stadionneubaus diesen immensen Verlust durch diese unvorhersehbaren Pandemie alleine nicht hätten kompensieren können - jedoch wäre sie auch in dieser prekären Situation hilfreich gewesen.
 
Was ich immer wieder sage, vorsichtig mit der Beurteilung von Presseaussagen:
Von Medien wie Bild ist man sowas gewohnt, erwartet man so etwas vielleicht sogar. Aber der Stern gibt sich doch gern den Stempel "seriös". Fällt zwar nicht in die Kategorie "Kujau", aber polemisch ist das allemal. Wobei, wir leben ja in einem Zeitalter der Polemik, spätestens seit Trump und Johnson. Von daher passt sich der Stern halt an.

Normalerweise sollte man als Konsument solche Meldungen insofern verifizieren, dass man sich die Quelle ansieht, sofern sie auffindbar ist.
 
Von Medien wie Bild ist man sowas gewohnt, erwartet man so etwas vielleicht sogar. Aber der Stern gibt sich doch gern den Stempel "seriös". Fällt zwar nicht in die Kategorie "Kujau", aber polemisch ist das allemal. Wobei, wir leben ja in einem Zeitalter der Polemik, spätestens seit Trump und Johnson. Von daher passt sich der Stern halt an.

Seit dem "Antreten zum Abtakeln" vom Sommer 1987 (statt abgetakelt wurde in dieser Saison die Meisterschaft errungen) nehme ich den Stern nicht mehr ernst bzw. lese ihn auch nicht mehr...
 
Von Medien wie Bild ist man sowas gewohnt, erwartet man so etwas vielleicht sogar. Aber der Stern gibt sich doch gern den Stempel "seriös". Fällt zwar nicht in die Kategorie "Kujau", aber polemisch ist das allemal. Wobei, wir leben ja in einem Zeitalter der Polemik, spätestens seit Trump und Johnson. Von daher passt sich der Stern halt an.

Normalerweise sollte man als Konsument solche Meldungen insofern verifizieren, dass man sich die Quelle ansieht, sofern sie auffindbar ist.

Die seriöse Presse ist seit 5 Jahren am aussterben. Da sind Überschriften (Klickgeneratoren) wichtiger als der Inhalt. Genau aus diesem Grund ist
weltweit die Corona-Krise überhaupt erst so ausgeartet. Von Greta will ich da gar nicht erst anfangen, aber gleiche Schublade....
 
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