Ich finde die Kritik völlig ungerechtfertigt. Erstens ist Wolfsburg momentan in einer überragenden Form. Die haben zuletzt Bayern München und Borussia Dortmund (damals die Mannschaft der Stunde) mit ähnlichen Ergebnissen bzw. dem gleichen Ergebnis nach Hause geschickt.
Vor allem aber geht es hier um Menschen und nicht um Maschinen. Das Aus in der Verlängerung des UEFA-Cup-Finals hat nicht nur mental Spuren hinterlassen, sondern auch physisch. Werder musste inkl. Nachspielzeit über 127 Minuten gehen (und auch mehr laufen als sonst, bei nur 41 Prozent Ballbesitz). Das UEFA-Cup-Finale fand keine 72 Stunden vorher statt, verbunden mit all den Reisestrapazen. Zu Saisonbeginn wäre die Belastung nicht das Problem gewesen, aber gestern hat Werder das 54. Pflichtspiel in dieser Saison absolviert, was schon jetzt absoluter Vereinsrekord ist. Mit "frischen Spielern" wie Harnik, Tosic, Tziolis, Vranjes, usw. hätte Werder gegen Wolfsburg bessere Chancen gehabt. Aber das Medien-Theater wollte Schaaf wohl vermeiden.
Niemand schenkt Spiele ab, aber es ist nun mal so, dass eine ausgeruhte Mannschaft, die ein klares Ziel vor Augen hat, gegenüber einer "platten" Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle klar im Vorteil ist.
Übrigens: Der FC Barcelona hat gestern gegen Osasuna verloren und damit auf den Abstiegskampf in der Primera Division einen großen Einfluss genommen. Ja sogar die Mannschaft des FC Barcelona besteht nicht nur aus Maschinen, sondern aus Menschen. Es ist jedes Jahr so, dass Teams, für die es um nichts mehr geht, am Ende der Saison leichter zu spielen sind als z.B. Abstiegskandidaten. Das hat auch nichts mit fehlendem Willen zu tun. Bei Werder haben die Spieler z.B. jeweils fünfstellige Siegprämien in ihren leistungsbezogenen Verträgen verankert. Den Spielern geht dadurch also viel Geld flöten.
Jetzt kommen wieder die Stimmen, dass das doch Profis sind, für die es doch kein Problem sein sollte, über Monate Spiele im 3-Tage-Rhythmus zu absolvieren. Die sollten sich mal den Saisonverlauf einiger Teams anschauen. Hamburg hat sich in den Pokalwettbewerben aufgerieben und ist von Platz 1 auf Platz 5 abgestürzt (ohne Mithilfe der Schiedsrichter wären sie noch weiter abgestürzt). Wolfsburg, Stuttgart und Hertha haben sich früh aus den Pokalwettbewerben verabschiedet und sind danach in der Liga durchgestartet. Bayern hat sich nach dem Ausscheiden in der CL auch wieder gefangen. Selbst Magath gibt zu, dass das frühe Aus im UEFA-Pokal und im DFB-Pokal der Werkself einige Punkte und vermutlich sogar die Meisterschaft gebracht hat.
Dass Werder diese Saison auf die Pokalwettbewerbe gesetzt hat, war übrigens absolut richtig. Denn selbst wenn man jetzt ohne Dreifachbelastung in der Rückrunde 10 bis 12 Punkte mehr auf dem Konto hätte, hätte es nicht für den UEFA-Cup gereicht. Finanziell ist es durch die Erfolge in den Pokalwettbewerben schon jetzt die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte, denn das, was Werder durch die Finalteilnahmen verdient hat, übersteigt das, was die Gruppenphase der UEFA Europa League einbringen würde, bei weitem.
Jetzt hat Werder erstmals seit März keine englische Woche. Wehwehchen können auskuriert werden, die Spieler können sich regenerieren. Der Spannungsbogen muss bis Samstag wieder aufgebaut werden. Im Pokalfinale wird Werder dann hoffentlich wieder bei 100 Prozent sein. Das Einzige, was mich beunruhigt, ist der Ausfall von Mertesacker. Der Abwehrchef hat z.B. in den Spielen gegen den HSV überragend gespielt und Leverkusens Offensive ist ja nicht so schlecht. Trotzdem bin ich recht zuversichtlich, was Samstag angeht. Mit Diego und Hugo Almeida hat Werder mehr Qualität und die "Pause" wird Werder wie gesagt gut tun.
Vor allem aber geht es hier um Menschen und nicht um Maschinen. Das Aus in der Verlängerung des UEFA-Cup-Finals hat nicht nur mental Spuren hinterlassen, sondern auch physisch. Werder musste inkl. Nachspielzeit über 127 Minuten gehen (und auch mehr laufen als sonst, bei nur 41 Prozent Ballbesitz). Das UEFA-Cup-Finale fand keine 72 Stunden vorher statt, verbunden mit all den Reisestrapazen. Zu Saisonbeginn wäre die Belastung nicht das Problem gewesen, aber gestern hat Werder das 54. Pflichtspiel in dieser Saison absolviert, was schon jetzt absoluter Vereinsrekord ist. Mit "frischen Spielern" wie Harnik, Tosic, Tziolis, Vranjes, usw. hätte Werder gegen Wolfsburg bessere Chancen gehabt. Aber das Medien-Theater wollte Schaaf wohl vermeiden.
Niemand schenkt Spiele ab, aber es ist nun mal so, dass eine ausgeruhte Mannschaft, die ein klares Ziel vor Augen hat, gegenüber einer "platten" Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle klar im Vorteil ist.
Übrigens: Der FC Barcelona hat gestern gegen Osasuna verloren und damit auf den Abstiegskampf in der Primera Division einen großen Einfluss genommen. Ja sogar die Mannschaft des FC Barcelona besteht nicht nur aus Maschinen, sondern aus Menschen. Es ist jedes Jahr so, dass Teams, für die es um nichts mehr geht, am Ende der Saison leichter zu spielen sind als z.B. Abstiegskandidaten. Das hat auch nichts mit fehlendem Willen zu tun. Bei Werder haben die Spieler z.B. jeweils fünfstellige Siegprämien in ihren leistungsbezogenen Verträgen verankert. Den Spielern geht dadurch also viel Geld flöten.
Jetzt kommen wieder die Stimmen, dass das doch Profis sind, für die es doch kein Problem sein sollte, über Monate Spiele im 3-Tage-Rhythmus zu absolvieren. Die sollten sich mal den Saisonverlauf einiger Teams anschauen. Hamburg hat sich in den Pokalwettbewerben aufgerieben und ist von Platz 1 auf Platz 5 abgestürzt (ohne Mithilfe der Schiedsrichter wären sie noch weiter abgestürzt). Wolfsburg, Stuttgart und Hertha haben sich früh aus den Pokalwettbewerben verabschiedet und sind danach in der Liga durchgestartet. Bayern hat sich nach dem Ausscheiden in der CL auch wieder gefangen. Selbst Magath gibt zu, dass das frühe Aus im UEFA-Pokal und im DFB-Pokal der Werkself einige Punkte und vermutlich sogar die Meisterschaft gebracht hat.
Dass Werder diese Saison auf die Pokalwettbewerbe gesetzt hat, war übrigens absolut richtig. Denn selbst wenn man jetzt ohne Dreifachbelastung in der Rückrunde 10 bis 12 Punkte mehr auf dem Konto hätte, hätte es nicht für den UEFA-Cup gereicht. Finanziell ist es durch die Erfolge in den Pokalwettbewerben schon jetzt die erfolgreichste Spielzeit der Vereinsgeschichte, denn das, was Werder durch die Finalteilnahmen verdient hat, übersteigt das, was die Gruppenphase der UEFA Europa League einbringen würde, bei weitem.
Jetzt hat Werder erstmals seit März keine englische Woche. Wehwehchen können auskuriert werden, die Spieler können sich regenerieren. Der Spannungsbogen muss bis Samstag wieder aufgebaut werden. Im Pokalfinale wird Werder dann hoffentlich wieder bei 100 Prozent sein. Das Einzige, was mich beunruhigt, ist der Ausfall von Mertesacker. Der Abwehrchef hat z.B. in den Spielen gegen den HSV überragend gespielt und Leverkusens Offensive ist ja nicht so schlecht. Trotzdem bin ich recht zuversichtlich, was Samstag angeht. Mit Diego und Hugo Almeida hat Werder mehr Qualität und die "Pause" wird Werder wie gesagt gut tun.
es wird sich zeigen wer den größeren Siegeswillen hat 


