Aktionsspieltag gegen Faschismus

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dieeeter

Guest
Caillera ruft angesichts der Vorfälle in den letzten Tagen gegen Nürnberg zum Aktionsspieltag gegen Faschismus auf:
http://caillera.net/aktionsspieltag-gegen-faschismus/
Wenn wir schon nicht nach Chemnitz fahren, um uns den Faschos entgegen zu stellen, so lasst uns unsere Wut über das, was derzeit abgeht, in der Kurve bündeln und gemeinsam zum Ausdruck bringen! Am nächsten Heimspieltag (16.9.) gegen den 1. FC Nürnberg, rufen wir zum Aktionsspieltag gegen Faschismus und sonstigen Müll auf. Seid kreativ, malt Spruchbänder, die wir alle gemeinsam zum Einlauf der Mannschaften in Halbzeit Zwei präsentieren – auch wenn es nur ein stumpfes „Werderfans gegen Rassismus“ ist.
 
Sollte schon so sein

Vor allem sollte ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt werden.
Wie wärs mit einem Banner "Lieber Torlos als Hirnlos"
 
Wird auch gegen den aktuell die Welt bedrohenden Konsumfaschismus gemahnt? Der ist ja REAL. Oder geht es nur um die, die das "Tausendjährige" nicht aus ihren kahlen Köpfen kriegen?

Diese Scheiß Verquickung von Sport und Politik.

Aber wie einst mein Namensvetter sagte: "Nun siegt man schön!"
 
Es geht um eine Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit in unserem Land, und nicht um das Gedenken von Opfern, die durch einen Herzinfarkt nach einer Prügelei oder wegen einer Messersteicherei zu Tode gekommen sind.

Wenn man das macht, sollte man allen anderen Opfern in Deutschland auch gedenken, sowie allen Opfern die durch deutsche Waffen auf der Welt zu Tode kommen.

Aber darum geht es nicht.

@dieeeter Danke für die Info!
 
Es geht um eine Demonstration gegen Fremdenfeindlichkeit in unserem Land, und nicht um das Gedenken von Opfern, die durch einen Herzinfarkt nach einer Prügelei oder wegen einer Messersteicherei zu Tode gekommen sind.

Wenn man das macht, sollte man allen anderen Opfern in Deutschland auch gedenken, sowie allen Opfern die durch deutsche Waffen auf der Welt zu Tode kommen.

Aber darum geht es nicht.

@dieeeter Danke für die Info!

Also ist Faschismus schlimmer als Tode von Menschen, die nachweislich durch Flüchtlinge zu Tode gekommen sind.
Wenn ich diese Verharmlosung lese, kriege ich das Kotzen, warum war denn die Prügelei oder die Messerstecherei (Wenn einer der Beteiligten ein Messer hat, ist das dann eine Messerstecherei?), hmm?
Krude Ansicht.

Ich finde, Politik hat generell im Stadion nichts zu suchen!
 
Ich finde da keine Verharmlosung. Mausschubser rechnet auch gar nichts gegeneinander auf.
Und über das Politik im Stadion Thema ruhig nochmal nachdenken und überlegen, warum zum Beispiel in vielen Stadien die Nazis weitesgehend aus den Kurven verschwunden sind.
 
Gedenken von Opfern, die durch einen Herzinfarkt nach einer Prügelei oder wegen einer Messersteicherei zu Tode gekommen sind.

Dieses ist für mich eine Verharmlosung oder meinetwegen eine Versimpelung!
Es ging mir nicht darum Opfern einer Messerstecherei oder Prügelei zu gedenken, da würde man Tag für Tag gedenken dürfen.
Dass die Nazis weitestgehend aus den Kurven verschwunden sind, finde ich auch gut, mir ist das nur Alles zu einfach und unreflektiert!
 
...warum zum Beispiel in vielen Stadien die Nazis weitesgehend aus den Kurven verschwunden sind.

Sich weitestgehen nicht bei den Ultras zu erkennen geben trifft's wohl eher.
Gibt genug Intolleranz und rassistische Äußerungen, auch in der Ostkurve bei jedem Heimspiel.

Politik in den Stadien ist immer eine schwierige Sache. Einerseits ist es richtig, das man Zeichen setzt, andererseits ist es auch schwierig,
da immer wieder ausreichend Leute zufinden, die da mitmachen, vorallem auch nachhaltig.
Viel wichiger als ein Zeichen während des Spiels ist das Verhalten eines jeden einzelnen im Alltag. Hass und Wut, Intolleranz und Rassismus bekämpft man nicht effektiv damit. Wahre Tolleranz und Verständnis füreinander im Alltag wiegen viel stärker mMn.
 
Also ist Faschismus schlimmer als Tode von Menschen, die nachweislich durch Flüchtlinge zu Tode gekommen sind.

Wo, bitte schön, habe ich das behauptet? So eine falsche Unterstellung finde ICH zum Kotzen!

Wenn man das macht, sollte man allen anderen Opfern in Deutschland auch gedenken, sowie allen Opfern die durch deutsche Waffen auf der Welt zu Tode kommen.

Das habe ich dazu geschrieben. Und dann die Frage an dich: Sind Morde an Deutschen von Flüchtlingen schlimmer als Morde von Deutschen an Deutschen? Warum willst du dann nur den beiden Toten gedenken und nicht allen Opfern, die tagtäglich gewaltsam zu Tode kommen?

Es ging mir nicht darum Opfern einer Messerstecherei oder Prügelei zu gedenken, da würde man Tag für Tag gedenken dürfen.

Eben, nichts anderes habe ich geschrieben. Wozu dann die Frage und diese unverschämte Unterstellung?
 
Politik in den Stadien ist immer eine schwierige Sache. Einerseits ist es richtig, das man Zeichen setzt, andererseits ist es auch schwierig,
da immer wieder ausreichend Leute zufinden, die da mitmachen, vorallem auch nachhaltig.
Viel wichiger als ein Zeichen während des Spiels ist das Verhalten eines jeden einzelnen im Alltag. Hass und Wut, Intolleranz und Rassismus bekämpft man nicht effektiv damit. Wahre Tolleranz und Verständnis füreinander im Alltag wiegen viel stärker mMn.
:tnx:

Daß in Zeiten, in denen in vielen Ländern die nationalen Egoismen bedenklich stark angstiegen sind, öffentlich Zeichen gegen diese Trends gesetzt werden, ist wichtig und richtig. Dennoch haben die Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt, daß so lange sich im alltäglichen Denken und Verhalten der Menschen nichts signifikant ändert, diese offentlichen Zeichen leider nur fruchtlose Symbolik bleiben.
 
Dennoch haben die Erfahrungen in der Vergangenheit gezeigt, daß so lange sich im alltäglichen Denken und Verhalten der Menschen nichts signifikant ändert, diese offentlichen Zeichen leider nur fruchtlose Symbolik bleiben.

Ja, immer dann wenn es Einzelaktionen bleiben. Aber große Aktionen können auch zur Mobilisierung beitragen und es ist Zeit zu zeigen, daß die Rechtsradikalen in der Minderheit sind. Ob in ihrer jämmerlichen Existenz oder eben beim Mobilisieren von Menschen.
 
Finde die Aktion super, zu viel kann es gar nicht geben.
Die These "Politik hat in Stadien nichts zu suchen" ist eine höchst politische Aussage,
zumal man überlegen könnte, was Politik eigentlich ist und sein sollte. Wenn ich das Stadion betrete, trete ich doch einer Gemeinschaft bei, bin somit ein politisches Wesen. Und wenn ich das Stadion verlasse, soll ich plötzlich wieder ein un- oder politisches Wesen sein?
Haut doch nicht hin diese Einteilung und hat sicher andere Beweggründe.
:schal:
 
Ja, immer dann wenn es Einzelaktionen bleiben. Aber große Aktionen können auch zur Mobilisierung beitragen und es ist Zeit zu zeigen, daß die Rechtsradikalen in der Minderheit sind. Ob in ihrer jämmerlichen Existenz oder eben beim Mobilisieren von Menschen.
:tnx:
Ja, große Aktionen können zur Mobilisierung der Massen beitragen, doch ist dann leider doch Makulatur, wenn die von @Fliegenfänger angemerkte Nachhaltigkeit fehlt. Ende 1992 demonstrierten weit über 1 Mio € Menschen auf deutschen Straßen gegen Gewalt gegenüber Asylbewerber, trotzdem starben ca. ein halbes Jahr später fünf Menschen bei einem rechtsradikalen Mordanschlag in Solingen - und heute, ein Vierteljahrhundert später, ist Fremdenhass in Teilen unserer Gesellschaft immer noch fest verankert, Tendenz steigend. Und wenn der Präsident des Verfassungsschutz, dessen Aufgabe es ist, Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu überwachen, mit seinen Äußerungen Wasser auf die Mühlen derer kippt, die sich mit ihren Gedankengut, Worten und Taten an der Grenze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung bewegen bzw. diese sogar überschreiten, scheint es wohl nicht nur ein gesellschaftliches Problem zu sein.
 
Rechtsradikale Hohlköpfe, die in Chemnitz und Köthen unter dem Deckmantel des "Trauermarsches" fremdenfeindliche Parolen gegröhlt haben und ihrem Ausländerhass freien Lauf ließen, werden sich durch so eine Aktion niemals "bekehren" lassen.

Aber nur, weil es verhältnismäßig "wenig" bringt, sollte man solche Aktionen gänzlich bleiben lassen, stumm bleiben und sich verstecken? Das ist für mich wiederrum auch nicht der richtige Weg.
 
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